Kündigung und nun schwanger

Hallo Mädels, nach langer Zeit reihe ich mich hier wieder ein. Habe heute positiv getestet 😊 Nun ist es so, dass ich letzte Woche gekündigt wurde. Ich habe die Kündigung unterschrieben,Arbeitslosengeld ist beantragt. Nun frage ich mich, ob die Kündigung wirksam ist. Und noch eine weitere Frage stellt sich mir..... Rutsche ich in der elternzeit ins Hartz IV oder wie läuft das ab? 😅 Ich habe da einfach keine Ahnung. Vielen Dank im voraus für eure Antworten!

Habt eine schöne Schwangerschaft 😊

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Normalerweise reicht es, wenn du mit einer Bestätigung vom Arzt zum Arbeitgeber gehst. Du bist unkündbar. Er muss dich wieder einstellen. Außer dein Vertrag ist abgelaufen, dann muss er dich nicht wieder einstellen. Ich kenne ja die Hintergründe für die Kündigung nicht.

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Lass dich von einem Anwalt beraten. Du musst innerhalb von 3 Wochen ab Zugang gegen die Kündigung klagen, sonst ist sie wirksam.

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Ich glaube sogar man hat nur 2 Wochen Zeit?
Auf jeden Fall würde ich so schnell wie möglich den AG schriftlich informieren, am besten Einschreiben mit Bestätigung + Mail mit Lesebestätigung vorab.

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Es sind 3 Wochen. Ich bin Rechtsfachwirtin 😉

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Ich würde mich da professionell beraten lassen.

Das größte Problem ist, dass du die Kündigung unterschrieben und somit angenommen hast.

Wenn man jetzt ganz objektiv ist, war deine Kündigung nicht schwangerschaftsbedingt, wovor das MuSchG *eigentlich* schützen soll.

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Es ist überhaupt kein Problem, wenn man den Empfang der Kündigung bestätigt. Man kann trotzdem dagegen vorgehen. Das ist leider ein großer Irrtum und bei vielen in den Köpfen.

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Hallo,
es ist rechtlich völlig unerheblich ob man eine Kündigung unterschreibt oder nicht.

Eine Kündigung kann man nicht annehmen oder ablehnen durch Unterschrift oder nicht Unterschrift.
Eine Kündigung ist eine einseitig empfangsbedürftige Willenserklärung.

Annehmen ist, wenn man innerhalb der 3 Wochenfrist keine Kündigungsschutzklage einreicht.
Nicht annehmen ist zufolge das einreichen der Kündigungsschutzklage.

Das und nur das deklariert ob man eine Kündigung rechtlich annimmt oder nicht!
Eine Unterschrift/nicht Unterschrift ist völlig unerheblich.

Gruß
Demy

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Wie weit bist du denn? Warst du überhaupt schon schwanger letzte Woche?

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Ich bin erst ganz frisch schwanger. Lsut meiner Rechnung 5ssw. Letzte wusste ich es noch nicht. Mich hätte jetzt nur ne Freundin verunsichert und ich wollte mal nachfragen wie ich mich jetzt verhalten könnte.
Mehr interessiert mich eigentlich wie sich eine Schwangerschaft als arbeitslose "verhält".

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Du musst dich bereiterklärt, dem Arbeitsmarkt trotz SS zur Verfügung zu stehen, also Bewerbungen schreiben, etc. Dass dich als Schwangere aber keiner einstellen wird, ist den Sachbearbeitern aber auch klar, weshalb sie meist nicht zu viel verlangen.

Durch deine Arbeitswilligkeit bekommst du Arbeitslosengeld, dieses fließt jedoch mit 0€ pro Monat in deine Elterngeldberechnung ein😐

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Wenn du zum Zeitpunkt der Kündigung bereits schwanger warst/bist, muss er diese zurück nehmen. Es sei denn dein Arbeitsverhältnis ist sowieso durch Befristung beendet.
Nimm dir einen Anwalt, sobald du eine Bestätigung vom Arzt hast, ggf. auch schon vorher. Wichtig ist, dass dein Frauenarzt dir eine Schwangerschaft bestätigen muss.

Alles Gute 🍀 und toi toi toi...

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Vorab die möglichen Folgen der Kündigung:

Dein Elterngeld fällt wesentlich geringer aus, wenn du keinen Job findest und ALG I bekommst, da dieses mit 0 € in die Berechnung hineinfällt. Zudem hast du keine Elternzeit. ALG II eher weniger, da du ja Elterngeld bekommst und der Vatet des Kindes für euch verantwortlich ist.

Jetzt das gute und wichtige:

Du hast ab Erhalt der Kündigung 2 Wochen Zeit deinen AG von der Schwangerschaft zu unterrichten. Geh zum FA, hol die Bestätigung und gib sie unter Zeugen ab. Wichtig ist, dass dein AG die Kündigung schriftlich zurück zieht. Tut er das nicht, dann musst du zum Arbeitsgericht und klagen. Aber dafür hast du 3 Wochen Zeit ab Zugang der Kündigung.

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Ach ja, eine Kündigung muss man nie unterschreiben, da es sich um eine einseitige Willenserklärung handelt.

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Kann es denn sein, dass es sich stattdessen um eine einvernehmliche Lösung handelt, wenn unterschrieben wurde? Wie verhält es sich dann? Und wenn sie bei der Kündigung gerade mal in der 4. Woche war...könnte der Befruchtungszeitpunkt Streitthema werden?

Wie schon von jemandem geschrieben, ist das ja nicht der ursprünglich schutzungswürdige Fall...aber interessant ist, ob sie das Gesetz zu ihren Gunsten ausnutzen kann.

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Hallo!

Was heißt du hast die Kündigung unterschrieben? Eine Kündigung wird immer von einer Seite ausgesprochen und bedarf keiner Zustimmung.

Handelte es sich um einen Aufhebungsvertrag? Dann hast du leider eher schlechte Karten das wieder rückgängig zu machen, denn das war ein "Angebot" das auch Schwangere annehmen dürfen und in den meisten Fällen kann man es nicht mehr ändern. Ziehe unbedingt einen Fachanwalt hinzu. Vielleicht hast du noch eine Chance weil du von der Schwangerschaft nichts wusstest?

Ansonsten kannst du doch noch bis zum Mutterschutz arbeiten / stehst dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Viele Grüße
grinsekatze

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Ich weiß von meinen Anwalt, für eine Freundin mal nachgefragt selbes Problem.

Du hast 3 Wochen Zeit schriftlich Einspruch einzulegen, gegen die Kündigung mit Grund erneute Schwangerschaft.

Ihre Kündigung wurde zurück genommen.

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