Einkommensteuererklärung, Firma will Fahrkosten als Monteur nicht abstempeln?

Hallo, mein Mann arbeitet seit einigen Jahren als Monteur in einer sehr großen Firma.

Zur Firma fährt er nur wenige male im Jahr mit dem eigenen PKW, da immer zwei Kollegen einen Firmen-LKW haben den sie über die Woche nutzen.

Mein Mann muss nur täglich mit dem eigenen PKW zum LKW fahren. Je nachdem mit wem mein Mann zusammen fährt, sind es mal mehr und mal weniger KM.

Die letzten Jahre haben wir immer eine Liste gemacht mit den täglichen Fahrten und es als Einsatzwechseltätigkeit angegeben.

Das ist auch richtig so und wurde vom Finanzamt so akzeptiert.

Als ich die Einkommensteuererklärung letztes Jahr persönlich abgegeben habe, hat uns Finanzbeamte drauf hingewiesen das es besser wäre wenn wir die Fahr-Liste gleich von der Firma abstempeln lassen. Ich habe gedacht das wäre kein Problem.

Und nun kommt der Haken....die Firma sagt das machen sie nicht weil die bei den ganzen Mitarbeitern das garnicht nachvollziehen können wer wann wo zusteigt, wo der LKW steht und wer wann und wie selber fährt.

Und nun??? Kann ich jetzt keine KM mehr angeben???

Es geht um 8000-9000 km.Wirkt sich bei uns aber schon aus da mein Mann andere Werbungskosten über 1000 Euro hat. Oder soll ich die Liste einfach wieder ohne Unterschrift einreichen wenn sie verlangt wird ?

Denn kann ich doch bestimmt ärger bekommen, oder? Nacher wird das von den letzten Jahren noch angezweifelt ?

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Hey,
Ich würde versuchen mich an deiner Stelle nicht so verrückt zu machen. Der Beamte meinte ja nur "es wäre besser". Und seit ein paar Jahren wollen die die Belege ja sowieso nur auf Anfrage. Ich reiche 0 Nachweise ein und keiner meckert, alles wird akzeptiert. Und wenn sie den Beleg haben wollen, würde ich es ohne Unterschrift einreichen...ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass ihr da Probleme bekommt.
Liebe Grüße

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Die Fahrt zum LKW ist ja zu beurteilen, wie die Fahrt zur Arbeitsstätte. Warum gibt dein Mann also bei der Steuer nicht einfach an er würde jeden Arbeitstag zur Firma fahren und von dort aus los? Oder ist die Fahrt zur Arbeitsstätte kürzer als die zum LKW?

Ansonsten brauchst du keine Unterschrift vom AG, du kannst bei der Steuer einfach die Adresse der Kollegen, wo der LKW steht als alternative Arbeitsstätten/Startpunkte angeben und gut.

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Die Fahrt zur Firma wären jeden Tag über 100 km. Das fällt also flach.....

So hatten wir es auch die letzten Jahre gemacht das wir eine Liste mit genau den Adressen eingereicht haben wo der LKW steht.

Bin nun nur verunsichert das wir dafür keine Unterschrift/Firmenstempel bekommen würden wenn wir sie bräuchten.

Nicht das es nachher rückwirkend heißt wir haben beschissen weil der Arbeitgeber das nicht bestätigt.

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Wenn die Firma unterschreibt, bestätigt sie, daß die Angaben richtig sind. Dazu muss sie aber die Richtigkeit kontrollieren können. Und bei zig über das ganze Land verteilten Monteuren: Wie soll das gehen?

Klar, wäre es für den Finanzbeamten toll, wenn er so eine Unterschrift hätte - wenn das aber nicht möglich ist, ist es nicht möglich. Sollte das Finanzamt die Angaben bezweifeln, kann es Deinem Mann auferlegen ein Fahrtenbuch zu führen. Es kann der Firma nicht auferlegen, zu protokollieren welche Monteur wann und wie zum Abfahrtsort des LKWs kommt.

Grüsse
BiDi

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hallo.

ich würde die Liste ganz genau so wie immer, wie die jahr es zuvor auch, einreichen und fertig. warum sollte es denn bitte "Ärger" geben. Angst vorm Finanzamt ist völlig unbegründet.

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meiner Ansicht nach haben diese km gar nichts mit Einsatzwechseltätigkeit zu tun sondern sind schlicht und ergreifend Arbeitswege (einfach), so dass diese als solche unter "Werbungskosten" anzugeben sind.

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