Erzieherinnen: Seid ihr irgendwann ausgelaugt weil es daheim und im Job immer das gleiche ist?

Hallo,
findet ihr es nicht total anstrengend wenn ihr in der Arbeit und daheim die gleiche Altersklasse habt? Z.B. Krippe oder Kiga? Seid ihr dann noch motiviert, daheim vorzulesen, zu basteln und die Kinder zum Aufräumen zu überreden, wenn ihr es schon zigmal auf der Arbeit gemacht habt?

Ich bin Erzieherin und habe früher im Hort mit Grundschulkindern gearbeitet. Nun habe ich zwei Kinder (2 und 4) und musste meine alte Stelle wegen schlechter Arbeitszeiten (nur Nachmittags möglich) aufgeben. Jetzt arbeite ich in einer Schule als Zweitkraft im Unterricht in Teilzeit.
Der Vertrag ist befristet und es gibt haufenweise Krippen und Kigas am Ort wo ich danach sofort anfangen könnte und auch aufgrund von Zulagen mehr verdienen würde (ca. 150-200€ im Monat mehr).
Allerdings schreckt es mich total ab, den ganzen Tag dann nur von kleinen Kindern umgeben zu sein. Ja, ich mag Kinder, aber ich habe große Sorge durch eine Arbeit in Krippe oder Kiga die Lust und Nerven für meine eigenen Kinder zu verlieren....
Jetzt arbeite ich vor allem mit Schülern von ca. 10-13Jahren, das ist für mich zum Glück was ganz anderes als daheim.

Wie geht es euch damit? Arbeitet ihr oder seid ihr lieber gleich Hausfrau oder vielleicht Tagesmutter geworden? Habt ihr evtl. umgeschult oder auf eine andere Altersklasse gewechselt?

Ich bin auf eure Antworten gespannt.
Ich habe den Post eröffnet, weil viele typische Statements von der Rückkehr in den Beruf eben nicht zu unserer Arbeit passen, wie z.B. "ich wollte mal was anderes als zu Hause, ich darf den Anschluss nicht verlieren, ich vermisse die geistige Herausforderung so, auf der Arbeit werde ich nicht so oft gestört wie daheim, da genieße ich die Ruhe..."

Wo arbeitet ihr Erzieherinnen und Mütter?

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Huhu! Ich bin Erzieherin, habe einen 3 Jahre alten Sohn und im Mai kommt Baby Nr. 2. Ich arbeite seit einem Jahr im Kindergarten mit Kindern von 1-6 und muss sagen, dass ich es schon schwierig finde nach der Arbeit dann noch die Lust und Geduld aufzubrechen zu Hause. Ich finde aber die Arbeit im Kindergarten generell sehr auslaugend und anstrengend. Das war nie mein Traumjob (Erzieherin ja, Kindergarten nein). Ich arbeite lieber im Heimbereich oder so. War schon in einem Mutter Kind Heim, einem Wohnheim für Erwachsene mit geistigen Behinderung und einer Schule für Kinder mit geustigen Behinderungen. Im Kindergarten arbeite ich jetzt weil es praktisch ist (im selben Ort) und die Arbeitszeiten absolut super sind. Ich weiß aber auch schon, dass ich das definitiv nicht bis zur Rente machen möchte und mir über kurz oder lang wieder was anderes suchen werde wenn es sich ergibt. Stellen für Erzieher gibt es ja in allen Bereichen. Ich denke wenn man diesen Job wirklich liebt und darin aufgeht, dann stört es einen auch nicht so sehr wenn es auf Arbeit und zu Hause ähnlich ist. Wenn du nur aufgrund der besseren Rahmenbedingungen wechseln möchtest und eigentlich lieber mit einem anderen Klientel arbeitest könnte es sehr anstrengend werden. Alles Gute

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