Eigentum als Kapitalanlage

Hallo liebe Community,

Gerne möchte ich eure Erfahrungen und Meinungen zu einem Thema hören, welches mich momentan beschäftigt, da sich unsere Familien- und Wohnsituation geändert hat. Konkret spreche ich diejenigen mit Eigentum an, die dieses vermieten.
Ich habe mir mit Anfang 20 eine kleine Wohnung gekauft. Diese ist jetzt (bin Mitte 30) abbezahlt und eigentlich könnte ich mich freuen. Allerdings ist es so, dass ich selbst nur 5 Jahre nach dem Kauf darin gewohnt habe. Ich bin dann wegen des Berufs in eine andere Stadt gezogen und nun, inzwischen mit Kind, ist mir die Wohnung zu klein. Inzwischen ist liegt meine EKS bei 40%! Irgendwie ärgert mich das - es ist nicht das klassische Modell: Frau und Mann kaufen Häuschen, wohnen darin und zahlen es gemeinsam ab. Dennoch habe ich hart dafür gearbeitet und könnte die Einnahmen gut für eine größere Wohnung gebrauchen. Ganz pauschal gefragt und ohne dass ihr die Details meiner Finanzen und Situation kennt: Macht es eurer Meinung nach prinzipiell immer mehr Sinn, auch im Eigentum zu wohnen? Das Ding verkaufen und etwas Größeres kaufen, würde ich zur Zeit ungern.

Liebe Grüße,
Gnu

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Hallo,

Liegt dein Problem jetzt darin das wenn du es verkaufen würdest, hättest du mehr Eigenkapital für das nächste Eigentumsobjekt als dein Mann?

Es würde sicher auch Sinn machen es zu vermieten wenn die Wohnung für Eigenbenützung zu klein ist. Mit Mietern muss man halt vorsichtig sein und da kann immer etwas in die Hose gehen und bringt auch Arbeit mit sich, außer du lässt alles von einen Makler machen.

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Ich kann auch nicht so richtig herauslesen worauf du genau hinaus willst und was dir Kopfweh bereitet. Dir bleiben 3 Optionen:
-Verkaufen und evtl neu investieren.
-vermieten
-selbst einziehen

Beim Verkauf musst du ja nicht den kompletten Gewinn in was Neues investieren.
Vermieten ist auf Lange Sicht eine gute Altersvorsorge durch die Mieteinnahmen.
Selbst einziehen würde dich vermutlich nicht wirklich glücklich machen da du ja schreibst die Wohnung ist dir zu klein.

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du verdienst an dieser Wohnung ja trotzdem jährlich Geld. -- wenn sie abbezahlt ist, wirst Du wohl einen Überschuss erziehlen. -- also bekommst DU einfach so Geld für nix.... -- ist doch gar kein so schlechtes Geschäft, wenn man bedenkt, dass du ohne diese WOhnung eben niX nebenher bekommen würdest? (trotz STeuerabzügen).

Aber ja: genau das ist der Grund, warum viele eben was zweites kaufen, sobald die erste Wohnung abgezahlt ist, damit sich eben die Überschüsse mit den Kosten (auch Zinsen) gegenrechnen... --- du musst langfristig denken: magst du dem Finanzamt keine Überschüsse in den Rachen werfen, solltest Du eine zweite WOhnung kaufen, deren jährliche Belastung dann eben die Mietüberschüsse erreicht. --- mti diesem SPielchen werden es über die Jahre eben immer mehr Wohnungen und wenn Du alt bist, hast Du eine Altersvorsorge... ---- so geht das Spielchen mit den Kapitalanlegerwohnungen (mal so ganz grob aufs wesendliche runter gekürzt).

das mit dem "selbst drin wohnen" ist ja eine ganz andere Rechnung.... -- aber auch auf LANGE Sicht, geht sie auf, weil man sich später abbezahlt eben die Miete spart..... ... auch wenn Dich heute die Steuern ärgern --- du musst langfristiger denken, um sowas zu bewerten.....

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Also wir haben eine Eigentumswohnung die wir vermieten und ein Haus welches wir bewohnen. Es kommt halt darauf an, welches Ziel du hast. Für den Kauf eines neuen Objekts musst du nicht zwingend EK im Rahmen von € aufbringen. Wenn die Bank sieht, dass du gut aufgestellt bist (was du erstmal mit einer abbezahlten Whg im Rücken bist, abhängig natürlich davon wie sonst die Finanzen aussehen), dann gibt sie dir auch einen höheren kredit mit trotzdem guten Zinsen. Der muss natürlich trotzdem abbezahlt werden...halten und verkaufen, beides gute Möglichkeiten. Man muss es insgesamt sehen. Die "richtige" Antwort wird es nicht geben. Aber wenn du sie verkaufen möchtest, sag Bescheid ;-)

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Grundsätzlich kann man wohl rein wirtschaftlich sagen, dass es sogar mehr Sinn macht Eigentum zu vermieten als selbst darin zu wohnen. Solche „Typen“ sind die Deutschen aber eher selten.

Steuerlich wäre es besser, es würden noch nennenswert Kosten durch die Wohnung anfallen. Zinskosten, eine abschreibbare Modernisierung, etc. Es lohnt sich also auch dafür z.b. nochmal nen neuen kleinen Kredit aufzunehmen. Das spart am Ende sogar Geld (Steuerschuld). Ich würde mich von einem Steuerfachmann beraten lassen.

Das mit den 40% hab ich nicht verstanden, was du da genau meinst und was dich da ärgert.

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Ob diese Standardaussage auch auf deine Wohnung zutrifft ist allerdings ganz stark vom Standort und der möglichen Miethöhe abhängig.

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Hallo,

vermutlich gehört sie dir mehr als 10 Jahre, eine Spekulationssteuer fällt also nicht an.
Du kannst die Zahlungen für die von dir bewohnte Wohnung nicht mit den Kosten der vermieteten Wohnung verrechnen.
Also ganz eindeutig verkaufen.

freundliche Grüsse Werner

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Spekulationssteuer fällt beim Verkauf von bis dato selbst genutztem Wohneigentum eh nicht an! Und ganz so "eindeutig" würde ich das mal nicht sehen. Man muss ja nicht die beiden Wohnkosten miteinander verrechnen können. Es reicht ja, wenn man an anderer Stelle Kosten spart, z.B. bei der Steuern.

Als Sicherheit akzeptieren die meisten Banken zudem eine abgezahlte Immobilie genauso wie EK. Also warum verkaufen, wenn man noch mit weiterem Wertzuwachs rechnen kann?

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