Darf ich Weihnachtsgeld nachfordern?

Hallo

Ich weis jetzt nicht ob ich hier richtig bin aber ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Ich arbeite seit 5/18 bei meinem Arbeitgeber, bezahlt werde ich nach Tarifvertrag, Urlaub auch nach Tarifvertrag, Zusätzlich wurde mündlich vereinbart das sie mir eine Rentenversicherung monatlich Beiträge einbezahlt. In meinen Vertrag ist bezüglich Urlaubs oder Weihnachtsgeld nichts geschrieben, jedoch in meinem Tarifvertrag, dort ist geschrieben das der AG im 1. Jahr der zugehörigkeit 60% zahlen muss, da ich ja im Mai angefangen habe nur anteilsmäßig.

Im Dezember 18 sagte sie dann es gibt zur zeit kein weihnachtsgeld wegen finanzieller Schwierigkeiten (diesist jedoch nicht die Warheit gewesen ich kenne ja die Zahlen)

2019 hat sie dann gezahlt für 2019 weil sie sagte ihr anwalt hätte gesagt das sie bezahlen muss weil es im Tarifvertrag steht.

nun würde ich gerne wissen pb ich das Geld für 2018 nachfordern kann da ich ja laut Tarif ein anspruch habe (zumindest mal anteilig ab Mai).

Mein Arbeitsverhältniss dort endet zum 29.2. (Ag kündigte im Krankenschein).
Da ich erst in 2 Wochen wieder einen Termin bei meinem Anwalt habe wollte ich vorher schonmal nachfragen wie die Sachlage bei Weihnachtsgeld aussieht. Vielleicht weis es ja jemand :-)

Lg

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Hallo,
schau als erstes in deinem Arbeitsvertrag und dann in den für dich gültigen Tarifvertrag, ob es eine Ausschlussklausel dort gibt.

Gibt es eine Ausschlussklausel, können keine Forderungen beiderseitig mehr gestellt werden für Ansprüche die die Zeit der Ausschlussklausel übersteigen.
Ausschlussklauseln haben in der Regel 3-6 Monatsfristen.

Ist keine Ausschlussklausel im Vertrag vorhanden, dann gilt die normale Verjährungsfrist von 3 Jahren zum Jahresende in dem der Anspruch entstanden ist.
Achtung, gibt es eine Ausschlussfrist von UNTER 3 Monaten, so ist die Frist unwirksam und es gilt wieder die normale Verjährungsfrist.

In den Fällen könntest du also das Weihnachtsgeld noch fordern.

Gruß
Demy

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Bist du denn in der Gewerkschaft und dein AG im AB-Verband? Sonst ist ein Tarifvertrag nämlich nicht grundsätzlich allgemeingültig.

"Der ausgehandelte Tarifvertrag gilt für ein Arbeitsverhältnis aber nur dann, wenn beide Vertragsparteien des Arbeitsverhältnisses – also Arbeitgeber und Arbeitnehmer – Mitglied eines Verbandes sind. Der Arbeitgeber muss Mitglied des tarifschließenden Arbeitgeberverbandes sein. Der Arbeitnehmer muss Mitglied der tarifschließenden Gewerkschaft sein."

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