Wie verteilt /verplant ihr eure Finanzen?

Hallo,

da meine Elternzeit Mitte Februar endet, bin ich gerade dabei unsere Finanzen, bzw. unser Budget ab Arbeitsbeginn zu planen.

Wir haben das vor der Schwangerschaft nur immer grob gemacht. Nun würde ich gerne, da ich nicht mehr ganz vollzeit arbeite und die Kita- sowie "Kind-Kosten" hinzu kommen, einfach mal neu strukturieren und schauen ob es sinnvoll ist, für bestimmte Posten ein festgelegtes Budget zu definieren.

Wie handhabt ihr es? Nach Abzug aller Fixkosten... teilt ihr euch einen festen Betrag für Essen, Drogerie, Spaß, Klamotten, sonstigen "Firlefanz" ein? Oder "lebt" ihr dann einfach?

Würde mich über eure Antworten freuen.
Vielen Dank!

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Wir haben einen Fixkostenplan, inklusive nicht monatlicher Ausgaben (Steuer, Versicherung usw.).
Dann haben wir quasi eine Barentnahme für Essen, Konsum, Tierfutter, Sprit usw.

Der Rest wird gespart.

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Vielen Dank! Ist diese Barbetrag dann aber auch vorher festgelegt? Oder variiert das nach Bedarf?

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Der ist festgelegt. Natürlich wird mal drüber diskutiert. Das Budget habe ich z.B. vor ein paar Monaten hoch gesetzt, weil wir uns besser ernähren wollten.
Ansonsten ist es fix. Damit ist man auch nicht so verleitet jeden Monat irgendwelchen unnützen Kram zu kaufen.

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Wir leben einfach, ohne Budgets. Monatlich geht ein Fixbetrag weg auf extra Kontos für Urlaub und Hausrücklage. Sonst wird der monatliche Überschuss immer am Monatsende „weggespart“.

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Vielen Dank. Ja, so haben wir es bisher auch gemacht. Aber irgendwie würde ich gerne künftig mehr planen. Da lässt sich sicher doch das ein oder andere mehr sparen. 😊

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Dann einfach zum Monatsbeginn festgelegte Summen überweisen. Und der Rest muss reichen. Das diszipliniert und ist nicht aufwendig.

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Bei uns geht ein Sparbetrag auf ein anderes Konto.
Was nach Fixkostenabzug bleibt, wird "verbraucht".
In der Regel bleibt davon noch was übrig.
Entweder bleibt es als Puffer, oder ich schiebe es noch aufs Sparkonto

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Vielen Dank für die Rückmeldung. So haben wir es bisher auch gemacht. Durch weniger Einkommen und mehr Ausgaben würde ich gerne den bisherigen Sparbetrag jedoch gerne beibehalten. Ist jedoch kein Zwang. Aber ich denke, durch etwas mehr Struktur kann das gut gelingen.

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Hallo,

wir bzw. ich mache das inzwischen ganz einfach. Ich habe die monatlichen Fixkosten zusammengerechnet, die jeden Monat kommen und sofort abgebucht werden.

Dann versuche ich immer einen bestimmten Betrag wegzunehmen um zu sparen - das klappt aber nicht monatlich...

Tierfutter bestelle ich einmal im Monat, ist auch immer ungefähr der gleiche Betrag.

Für meinen Mann muss ich einen bestimmten Betrag auf dem Konto lassen, er zahlt gerne mal mit Karte...

Ich sammel auch noch pro Monat 100 Euro in einem Umschlag für Klamotten, Schuhe usw... Alle 3 Monate schauen wir, was gebraucht wird.

Ich hebe einen Betrag ab, den ich für den Alltag brauche. Ich habe mir 25 Euro pro Tag fest für 4 Personen gesetzt. Alles, was ich an dem Tag übrig habe, stecke ich in einen Umschlag und sammel das. Davon gehen wir am Ende des Monats Essen oder ins Kino oder kommt zum Klamottengeld.

Ich habe schon viele Dinge ausprobiert, vom Wocheneinkauf, Vorratseinkauf, Angeboten hinterherrennen. Alles dabei. Ich komme am Besten und Günstigsten weg, wenn ich täglich einkaufe, weil ich wirklich nur für diesen Tag kaufe und nicht, weil ich es evtl. brauchen könnte...

LG
Caro

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Auch dir vielen Dank.
Das mit den Umschlägen klingt auch interessant. Täglich einzukaufen stelle ich mir aufwendig vor. Aber klingt trotzdem durchdacht bei euch.
Ich / wir hatten bisher nie einen Speiseplan. Sind nach Lust einkaufen gegangen und haben dann gekocht. Nun mache ich mir seit einiger Zeit einen groben Plan und kaufe danach ein. Das macht wohl auch schon etwas aus.

Ich bin auch der absolute Kartenzahler. Vielleicht sollte ich auch einfach mehr auf Bargeld setzen. Muss ich mal überlegen.

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Als ich noch studierte, er aber schon arbeiten ging, teilten wir die Miete damals circa 1/3 zu 2/3 auf. Da nur er im Mietvertrag stand, habe ich meinen Anteil an ihn überwiesen. Damals haben wir uns auch ein gemeinsames Konto angelegt für Ausgaben für Lebensmittel. Da ging ebenfalls von jedem von uns ein Betrag drauf - in ähnlicher Aufteilung.
Seitdem wir verheiratet sind und ein Kind und ein Haus haben hat sich daran wenig geändert. Hier gab es lediglich seit den Elternzeiten Verschiebungen wer wie viel zahlt. Letzten Endes sehen wir den Großteil unserer Einnahmen als gemeinsame Einnahmen an. Jeder behält einen gewissen Teil für sich, der Rest geht eben für die Lebenshaltung, gemeinsames sparen etc drauf

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Danke dir. Wir haben das ähnlich gemacht. Anfangs hatte ich nur einen Teilzeitvertrag und weniger verdient.
Wir haben das auch immer grob nach unserem individuellen Einkommen gehandhabt aber nie exakt gegen gerechnet.
Uns gehört immer alles zusammen. Mal gibt der eine mehr für sich aus, mal der andere.
Und da wir zu unterschiedlichen Zeiten im Monat unser Gehalt bekommen, hat immer der gerade z.B. die Lebensmittel gekauft, der gerade am Anfang seines "Gehalts-Monates" stand. Wir gehen auch unterschiedlich einkaufen. Mal nur er, mal nur ich und oft zusammen.

(Mein Bruder und seine Frau rechnen immer alles gegen. Sie zahlen auch beim Essengehen getrennt. Oder laden sich gegenseitig ein. Das ist so gar nicht unser System...)

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Hallo,

wir haben eine Übersicht über alle Fixkosten. Die Gehälter und Kindergeld gehen aufs gleiche Girokonto und von dort aus gehen auch alle Fixkosten ab. Am 1. geht dann auch direkt die halbe Sparrate zum ETF ab und die andere aufs Tagesgeld. Grundsätzlich haben wir für die einzelnen Bereiche Lebensmittel, Ausgaben fürs Kind, Drogerie, individuelles Vergnügen (also jeder für sich) Budgets festgelegt. Ich hab sie anfangs penibel mit Haushaltsbuch nachvollzogen; inzwischen klappt es „frei nach Schnauze“ ganz gut und wir schauen nur genauer hin, wenn Ende des Monats das Konto leerer ist wie sonst. Dann setze ich mich hin und verteile die Ausgaben auf die Budgets um rauszufinden was passiert ist. Inzwischen klappt es aber sehr gut ohne Ausreißer und der Rest geht am Monatsende auch entweder aufs Tagesgeld (da liegen immer 1000€ Reserve) und wenn da voll ist, dann auch in den ETF.

Grundsätzlich würde ich mir schon einen Überblick verschaffen an deiner Stelle und mal hochrechnen was ihr so für die einzelnen Kategorien verbraucht und dann grobe Budgets festlegen. Dann kann man ganz gut vergleichen wenn mal weniger Geld auf dem Konto ist, welcher Bereich extra Ausgaben verursacht hat #winke

LG

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Vielen Dank für deine Antwort. Klingt gut strukturiert bei euch.

Ein gemeinsames Konto für alle Fixkosten haben wir bei Zeiten einfach nicht gemacht. Gibt es keinen Grund für, war einfach nicht in unserem Kopf.
Ich hatte auch schon mal überlegt, aber jetzt nach so vielen Jahren alles zu ändern... Ist mir / uns irgendwie der Aufwand nicht wert.

Ich habe jedoch ein neues Konto mit Depot gestern eröffnet, da ich auch einen ETF-Sparplan anlegen werde.
Nun überlege ich, dass wir dann auf dieses Konto monatlich was überweisen, welches wir dann für die quartalsweise, halbjährlich oder jährlichen Zahlungen nehmen. So bleibt es übersichtlicher.
Wenn ich dieses Geld nämlich auf's Tagesgeldkonto oder Sparkonto zahle, vermischt sich da dann wieder ein Teil der Fixkosten mit dem Urlaubsgeld und dem Notgroschen. Das möchte ich eigentlich vermeiden, um auf einen Blick zu sehen, wo habe ich wofür wieviel.

Ja, ich denke ein Haushaltsbuch wird sicher mal sinn machen.

Danke dir.

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Wir planen eigentlich nicht so richtig, geben aber auch nicht viel aus und schon gar nicht für unnützes.
Ich habe eine Tabelle in der alle Einnahmen und fixen Ausgaben stehen. So weiß ich, wie viel Geld pro Monat und im Durchschnitt monatlich übrig bleibt. Da sind aber wirklich nur die Dinge aufgeführt, die abgebucht werden wie Versicherungen oder die Rate für's Haus. Der Rest ist zur freien Verfügung. Wir kaufen davon Lebensmittel fast täglich was man so braucht zum Kochen. Drogerie ist bei uns nur ein kleiner Posten. Zwei Pakete Windeln pro Monat sind ca 20€. Feuchttücher nutzen wir nur sehr selten unterwegs, zu Hause nur Wasser und Lappen. Deo, Shampoo und Duschgel kaufe ich im Angebot auf Vorrat. Ich habe noch nicht so genau drauf geachtet aber ich denke nicht, dass ich jeden Monat zum DM fahre. Kleidung für uns kaufen wir, wenn etwas kaputt ist bzw wirklich benötigt wird und nicht weil es schön ist. Ich hab letztes Jahr ein paar Schuhe gekauft und eins zum Schuster gebracht und für meinen Mann neue Arbeitshirts, das waren eigentlich unsere kompletten Kosten für Klamotten für uns Erwachsene. Für Mini hole ich zu 95% gebrauchte Sachen weil er im Moment noch so schnell raus wächst. Da kaufe ich auch oft schon vorher wenn ich etwas günstigeres finde. Ich habe jetzt schon ein paar Kartons mit den nächsten Größen auf dem Dachboden weil die Sachen einfach unheimlich günstig oder zu verschenken waren. Warum sollte ich dann in einem halben Jahr viel Geld dafür bezahlen?
Tierfutter kaufe ich alle paar Monate in größeren Mengen weil das zum einen einfacher und zum anderen günstiger ist. Bestelle ich dann im Internet weil es nicht immer total nervt die vielen Dosen die dann noch so schwer sind, zu schleppen.
Deko und so einen Kram kaufen wir eigentlich gar nicht. Bei uns steht auch nichts rum.
Wir könnten durchaus mehr ausgeben aber ich freue mich immer wenn ich ein Schnäppchen gemacht hab und hab Spaß daran. Dafür geben wir mehr Geld für Urlaub und Freizeit aus.

Mein Spartipp ist eigentlich immer nur, nix unnützes kaufen. Immer wenn man darüber nachdenken muss ob es in den Wagen soll, braucht man es nicht und ich lasse es da. Ich kaufe nur Sachen, über die ich nicht nachdenken muss.

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Hallo, bei uns gibt es keinen Plan. Miete wird geteilt. Strom, Internet bezahlt er. Kita gebühren bezahlt er da sein Arbeitgeber 120 € pro Kind und Monat bis zum 18 Geburtstag zahlt. Das Kindergeld bekomme ich und kümmere mich um Klamotten und was so anfällt. Einkaufen geht wer Zeit hat und bezahlt das dann auch. Die Urlaube werden geteilt. Wochenendtrip's oder Spaß bezahlt mal er mal ich. Jahreskarte für den Zoo hat dieses Jahr mein Mann bezahlt. Für uns ist das so unkompliziert. Er verdient ein bisschen mehr als ich.

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Bei uns ist ja ein großer Teil einfach schon durch Immobilienkredit, Versicherungen, Kinderbetreuungskosten, Nebenkosten, etc. per se durch Daueraufträge und Lastschrifteinzüge "verplant". Dann haben wir einen festen Dauerauftrag für einen Sparbetrag aufs Tagesgeldkonto und jeder von uns bekommt per Dauerauftrag ein kleines Budget "für Spaß" auf sein eigenes Konto, worüber niemand Rechenschaft ablegen muss, was er damit macht. Beides ist natürlich nur möglich, weil wir mit dem was übrig bleibt gut zurecht kommen. Mit dem Rest "leben" wir einfach uns behalten die Kosten über die Bank-App im Auge. Wir machen aber nicht noch Budgets für Supermarkt, Drogerie, etc. Das würde bedeuten, dass wir Haushaltsbuch führen müssten und da wäre mir meine Zeit zu schade. Mit viel Bargeld in der Tasche rumlaufen bis es verbraucht ist, um so Kontrolle zu bewahren, kommt für mich auch nicht in Frage.

Ich hab mir in der Schwangerschaft total viele Gedanken gemacht, ob wir zurecht kommen mit dem geringeren Budget in der Elternzeit und hatte teilweise richtig Angst. Völlig unbegründet, wie sich dann heraus stellte. Wir haben plötzlich eh viel weniger für Spaß, Ausgehen, etc. ausgegeben, ohne dass wir uns dafür wirklich einschränken mussten. Als es dann daran ging zu entscheiden mit wie vielen Stunden ich wieder anfange, habe ich es genau so ausgerechnet, dass ich die Höhe meines Elterngeldes + Kinderbetreuungskosten netto verdiene. Somit haben wir jetzt das gleiche Geld zur Verfügung wie während meines EG-Bezugs und kommen weiterhin gut zurecht.

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