Berufsverbot?

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Hallöchen, ich bin ganz frisch rüber gerutscht ins Forum Schwangerschaft....
Ich bin heute 4+0 also noch super frisch....
Habe dennoch sorgen und Angst, da ich als Zahntechnikerin tätig bin und mit vielen gefährlichen Stoffen zu tun habe ...
Kontaminiert, erbgutverändernt und krebserregend teilweise und mein Labor ist leider nicht das sauberste ...
Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll, morgen möchte ich erstmal bei meiner fa anrufen und Bescheid geben und natürlich so schnell wie möglich einen Termin vereinbaren ...
Ich weiß aber nicht, ob ich mich vllt bis zu diesem Termin krankschreiben lassen sollte ...
Ich muss dazu sagen, solange wie ich dort arbeite ( 1,75 Jahre) war ich nicht einen Tag krankgeschrieben ....
Ich hatte Anfang 2018 eine Fehlgeburt in der 10 ssw und bei der Ausschabung eine Perforation und bin erst jetzt wieder schwanger geworden ...
Was meint ihr ? Was soll ich tun? Lieber auf Nummer sicher gehen?

Würde mich auf Antworten freuen!

Achso ... und mein Beruf gehört allgemein zu denen, wo man meistens ins bv muss

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Du musst deinen AG in die Lage versetzen nach MuSchG zu handeln. Das kann er nur, wenn er über den SS Bescheid weiß. Ich würde es sagen. Auch wenn es das Risiko gibt, dass es nicht bleibt. Eben jenes Risiko ist ja größer, wenn du in einem nicht zuträglichen Feld arbeitest!

Ich arbeite selbst in der stationären Kinder- und Jugendhilfe und bin direkt ins BV gekommen. Einer der Kids war einfach nicht berechenbar und der Schutz von Mutter und (ungeborenem) Kind stehen an erster Stelle. Wenn der mir in den Bauch getreten hätte oder so...das wäre ja mega gefährlich und wenn dann was passiert, hätte ich mich das ewig vorgeworfen.

Du würdest ja nicht wissen, ob es an bspw. giftigen Stoffen liegt, wenn was passiert, oder daran ob es einfach nicht hat sein sollen. Diese Ungewissheit wäre vielleicht zermürbend.

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Ja da hast du recht... aber ich möchte einen ersten Besuch beim fa abwarten, bis ich es meinem Chef sage ....
Ich hatte die Situation schon mal... hab es in der 7 ssw gesagt und wurde dann nach meiner fg gekündigt.... hab dann aber geklagt...
In dem jetzigen Fall ist das nicht ganz so schlimm, weil wir Anfang Januar so oder so weg ziehen, wovon mein Chef aber auch noch nichts weiß 🤷🏼‍♀️

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Ich habe in einem für Schwangere absolut untragbaren Bereich gearbeitet. Nacht- und Wochenendarbeit, unkalkulierbare Risiken, Dienste zum Teil über 12 Stunden, das Risiko, giftigen Stoffen ausgesetzt zu werden. Mein Chef wusste es an 4+1, meine FÄ hat mich wegen meines Berufes und der Notwendigkeit, die Schwangerschaft früh festzustellen, schon an 4+5 einbestellt (ansonsten gibt es den ersten Termin um die 9. SSW). Meine FÄ wollte mich beim ersten Termin wegen meines Berufes ins BV schicken, aber da war ich schon auf einem mutterschutzgerechten "Schonarbeitsplatz".

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Ach ja: Von meiner ersten Schwangerschaft wussten meine Kollegen weit vor meinen Eltern, weil ich auch da direkt nach Bekanntgabe der Schwangerschaft mutterschutzgerecht umgesetzt wurde. Meine Eltern haben erst erfahren, dass sie fast Großeltern geworden wären, als ich sie gefragt habe, ob sie mich zur Ausschabung in die Klinik fahren können. Da war ich in der 14. SSW.

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Wenn du geschützt werden möchtest solltest du schon deinem AG Bescheid sagen.

Das ist ja der korrekte Weg🤷‍♀️ Denn nur dann kann er handeln. Dafür brauchst du auch keine Bescheinigung.

Ach ja, ein Berufsverbot kann weder FA noch AG aussprechen 😉

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Ja Problem ist, dass ich dann vllt den gleichen Salat wie beim letzten Mal hab... ne Fehlgeburt und dann Kündigung....
Allerdings kann das ja immer sein 🤔
Naja mal schauen

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