Wie viel arbeitet ihr bei Vollzeit?

Hallo zusammen,
wir hatten bisher die luxuriöse Möglichkeit, dass wir beide Studenten waren. Diese Zeit ist nun aber zu Ende und ich glaube, mein Mann landet bald in der Nervenanstalt. Ich habe mein Referendariat (Lehramt) begonnen, arbeite mit allem 4 Tage von 8 bis 14 Uhr und einen Tag von 8 bis 17 Uhr. Ich finde es derzeit sehr entspannt, mache auch zu 100% Kinderbetreuung, Haushalt etc. . Mein Mann hat einen Job in der freien Wirtschaft. Er verlässt um 7:00 das Haus und ist gegen 19 Uhr zuhause. Also bevor mein Sohn aufgestanden ist und nachdem er schläft. Sobald er zuhause ist, ist er komplett mit den Nerven fertig. Er ist das gekochte Essen nicht auf obwohl er es lecker findet, ist am weinen, total unglücklich. Er sagt; er hasse so langes arbeiten, aber könne auch nicht direkt zum Berufseinstieg auf Teilzeit gehen. Job wechseln geht nicht so wirklich, er ist sehr spezialisiert und verdient auch entsprechendes Geld. Umschulung wäre 2 Jahre mindestens 600km von meinem Sohn und mir entfernt, wir können hier nicht weg.
Ich bin zunehmend genervt, dass er absolut gar nichts im Haushalt macht, am Wochenende sich von der Woche erholen muss und einfach gar nicht mehr ansprechbar ist. Mein Sohn vermisst ihn riesig, aber er sieht ihn ja gar nicht mehr.
Ich möchte ihn zum Arzt schicken, er verweigert das. Kündigen möchte er auch nicht. Merkt aber nicht, wie das an unsere alle Substanz geht. Er hat in den drei Wochen seit er arbeitet 10kg abgenommen, zuhause liegt er nur im Bett. Ich mache mir große Sorgen um ihn, vermutlich auch weil ich meinen Vollzeitjob als gar nicht stressig empfinde.
Ist das normal bei 60 Stunden Woche? Gewöhnt man sich irgendwann an das Pensum? Wir haben derzeit nicht wirklich Alternativen und ich kann nicht einschätzen, ob mein Mann dringend Hilfe benötigt oder es bei einer Vollzeittätigksit normal ist, so fertig zu sein?

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Dein Mann ist seit drei Wochen in der freien Wirtschaft. Das heißt, dass er eigentlich noch in der Ausbildung ist.
Wenn er um 7 das Haus verlässt und um 19 Uhr zurück kommt, dann hat er keine 60h Woche. Er ist 60h aus dem Haus.
Was er vor allem zu brauchen scheint ist Organisation. Das fällt vielen am Anfang schwer. Er weiß noch nicht was eigentlich von ihm erwartet wird und legt anscheinend voll Power los. Das geht nie lange gut.
1. Morgens besser organisieren. Anzug anziehen mit Krawatte dauert nicht länger als normale Klamotten, wenn man die Krawatten so bindet, dass man sie nur zu ziehen muss. Zudem sollte er sich abends etwas zu Essen für den Weg zur Arbeit machen.
2. Lernen was wichtig ist und was nicht. Der Prozess dauert bei einigen Angestellten ein paar Monate, andere lernen es nie. Warum muss er abends noch Sachen erledigen, wenn er schon zu hause ist? Sind das tatsächlich Sachen, die nicht bis zum nächsten Tag warten können? Plant er seine Tage realistisch? Plant er in seine Tagesplanung sein Mittagessen ein?

Wenn jemand drei Wochen in einem Unternehmen ist und schon so schwimmt, dann läuft in der Eigenorganisation etwas gewaltig schief. Das kann man lernen, dass muss man aber auch wollen.
Ich würde vermuten, dass er sich total überfordert fühlt und noch nicht weiß, wie man mit solchen Situationen umgeht. Er muss sprechen lernen. Nur Mitarbeitern die sprechen kann geholfen werden. Er sollte ja noch in der Einarbeitung sein. Also wird er wohl Ansprechpartner haben, die einen realistischen Workload mit ihm durchgehen können.
Aus der Überforderung heraus kommen schnell diese Schlappgefühle und diese von dir beschriebenen Verhaltensweisen raus.


Übrigens: Was sein Vollzeitjob in Stunden bedeutet sollte in seinem Vertrag stehen. Daran sollte er sich dann auch halten. Nicht angeordnete Überstunden muss er nicht machen. Wenn man erst drei Wochen da ist ist das auch Quatsch. Da ist man noch gar nicht in der Lage einzuschätzen, ob das sein muss.

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Danke, dein Beitrag ist sehr hilfreich.
1) wird hoffentlich bald passieren. Er ist damit komplett überfordert. Ich muss seine Hemden waschen, bügeln, die Krawatte binden, selbst die Knöpfe vom Hemd zumachen. Er hat enorme motorische Probleme, war von Klasse 1-4 aufgrund dieser auf einer Förderschule. Er ist vom Kopf her mega intelligent aber in seinem Körper gefangen. Er schafft es nicht, sich selbstständig den Anzug anzuziehen oder Schuhe zu binden.
2) er kann relativ wenig planen und muss viel reagieren. Ist immer wieder auf die Zuarbeit von Angestellten angewiesen weil er bestimmte Daten anfordern muss. Er hat eine Mittagspause, isst aber meistens nicht, die anderen arbeiten die Pause wohl einfach weiter.
Die anderen fahren gar nicht nach Hause, die übernachten in Hotels, ca. 180-200 Tage im Jahr. Er geht also immer als erster und kommt als letzter. Da er aber derzeit "nur" eine Fahrzeit von insgesamt 4 Stunden hat, fährt er die, Anspruch aufs Hotel gibt es erst über 250km/einfache Strecke. Die Fahrzeit ist aber seine Arbeitszeit. Da kommt vermutlich dazu, dass wir bis zu seinem Job kein Auto hatten (Studenten halt) und er jetzt das erste Mal in seinem Leben wirklich Auto fährt. Das lange Autofahren macht ihn vermutlich auch fertig. Mit der Überforderung hast du vermutlich recht. Ich hoffe sehr, dass das die nächsten Tage besser wird.

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zu 1) und 2) habe ich keinen Rat.
Vieles kommt mir bekannt vor. ADS/ADHS (habe es selbst und viele Verwandte, einige Freunde) sowie einige Freunde mit Asperger Autismus, wo der Unterschied zwischen Motorik und Intelligenz noch mal deutlicher ist. Gefangen im eigenen Körper trifft es da ganz gut.

Die Überforderung mit der eigenen Intelligenz, das nciht umsetzen können, was mein weiß, aber nicht hingebekommt, kommt mir nur zuuuu bekannt vor.

Tipp habe ich keinen!
Erschöpfung ist eine häufige Folge. Flucht ins andere Extrem (dann eben gar nicht) auch.
Da dann wieder die Überforderung mit dem eigenen wollen, aber nicht können. Man weiß, man könnte und bekommt auch das nicht hin. Je einfacher die Aufgaben, desto schwieriger wird es.



Zur Fahrt:
gäbe es da die Möglichkeit wenigestens für die Eingewöhnungszeit eine Alternative zu finden?
Z.B. dass er für Zeitraum x, sich ein Hotelzimmer/Pension mit Frühstück nimmt?

Mo-Fr.
Frühstück dabei !! (sehr wichtig, so wie ich es gelesen habe)
Dauer abgesprochen und begrenzt.

Grund: damit er vorübergehend seinen Fokus aufs vor Ort sein legen kann.
Damit er in der Firma angekommen kann.
Wenn er das gewuppt bekommt, dass er dann die Fahrtzeit als zusätzliche Baustelle dazu nimmt.

Fahrzeit kann an die Substanz gehen.
Früher hat mir das nichts ausgemacht. Heute kann mich die Hälfte der früheren Zeit stressen.

Öffentliche sind vermutliche keine Option?
Manche entlastet es, wenn sie nicht selbst Autofahren müssen.
Andere stressen öffentliche erst recht. Besonders, wenn dann noch schlechte Anbindungen dazu kommen.

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Ich hatte zum Glück nie eine 60 Stunden Woche.
40 Stunden ist echt gut machbar, aber ich kann verstehen, dass alles darüber stressen kann.
Dennoch hat er doch noch was vom Abend, oder nicht? Und das Wochenende.

Wäre es in seinem Beruf denkbar 1 Tag die Woche im Home Office zu arbeiten?

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Er steht derzeit gegen 6 Uhr auf weil er einen Anzug anziehen muss und dafür derzeit noch relativ viel Zeit braucht mit Krawatte etc. . Ja, theoretisch hat er genügend Zeit. Bis er sich aber ausgezogen hat, noch 2-3 Mails von der Geschäftsstelle beantwortet hat und was im Onlineserver eingetragen, ist es eher 20 Uhr. Er hat dann den kompletten Tag noch NICHTS gegessen. Ich versuche ihn dann was zu geben, dann ist es 20:30. Dann ist er halt einfach nur komplett fertig und liegt auf dem Bett und schaut Netflix. Und will dann um 21:30 schlafen um genügend Schlaf zu kriegen, liegt dann aber nach eigener Aussage noch 3-4 Stunden wach, weil er nicht abschalten kann. Da es ein Bürojob ist, sitzt er den ganzen Tag. Mein vorsichtiger Vorschlag zu Sport endet in riesem Streit, weil er nicht noch mehr Termine will.
Homeoffice ist nicht möglich, er ist in einer hohen Position ist mit sehr vielen Leuten unter ihm, auf deren Informationen er angewiesen ist und für sie vor Ort da sein muss.

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Warum ißt er denn den ganzen Tag nix? Macht er keine Pausen?

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33 Stunden ist kein Vollzeitjob und deine Zeiten sehr entspannt.
Ich arbeite derzeit fast genauso wie du und finde es auch mit 3 Kids super zu handhaben.

Aber um dich oder mich geht´s ja nicht. Dein Mann scheint ein massives Problem zu haben und das gehört gelöst.

Fände es jetzt schwierig, nach 3 Wochen von einem "Burnout" zu sprechen. Die Umstellung fällt ihm aber auf jeden Fall sehr schwer. Das kann von allein besser werden oder auch nicht.

"Normal" ist es jedenfalls definitiv nicht, nach der Arbeit zu weinen, nicht zu essen und nur noch im Bett zu liegen.

Aber wenn alle Alternativen von Vornherein abgelehnt werden und dein Mann sich nicht helfen lässt.. was soll man dann raten??

LG Claudi

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Ähm, doch im Lehramt ist das eine volle Tätigkeit. Es kommt ja zu der Außer-Haus-Tätigkeit die Vor- und Nachbereitung. Und im Ref kommen da schon noch ordentlich Stunden zusammen, die man selbst organisieren muss.

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Da sie "...arbeite mit allem..." schrieb, ging ich davon aus, dass das die Zeiten mit allem sind.

LG

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Er arbeitet 60 Stunden die Woche und du fragst dich ernsthaft ob es normal ist dass man danach kaputt ausgelaugt und am Rand seiner Kräfte ist.
Er sxhlittert vermutlich wenn es so weiter geht auf Dauer in eine Überlastung Depression.
Ich würde mich mal ernsthaft mit ihm zusammensetzen und nach Lösung suchen. Das endet so nie gut. Früher oder später wird er gegen die Wand fahren!

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Er überlegt, seinen Job zu kündigen und Hausmann zu werden. Aber ich weiß, dass es ihn auch nicht glücklich machen würde, er ist, sorry da so angeberisch zu sein, sehr intelligent im mathematischen Bereich, sein Arbeitsfeld macht ihm riesen Spaß. Nur dieser Job in seiner Länge irgendwie nicht :/ er sagt selbst, dass er gerne um 16 Uhr zu Hause wäre und so was vom Tag hätte.

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Hat er denn während seiner Studienzeit nie irgendwo nebenher gearbeitet oder Praktikas gemacht? Kommt es für ihn sooooo überraschend, dass das Arbeitsleben teilweise knallhart sein kann? #augen

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Wie lange macht er das schon?

Für mich sieht das eher so aus, als wäre er mit dem Berufsleben noch überfordert, evtl. ist er auch zu hoch eingestiegen.

Er sollte anfangen seinen Tag zu strukturieren, Mittags ne Pause machen und nein, man profiliert sich nicht, nur weil man der Letzte abends ist, allerdings sind viele Leute der Meinung, gerade wenn sie neu sind.
Respekt verschafft man sich mit Qualität und nicht mit Quantität. Heißt nicht, dass man nicht mal Stress hat und ja, es gibt Jobs die sind stressig, aber ob es nun am Job oder an deinem Mann liegt, lässt sich schwer sagen.

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Ja, absolut. Er ist definitiv zu hoch eingestiegen. Aber jetzt zurück zu rudern ist auch schwierig...Er ist leider auch nicht der letzte der geht, im Gegenteil, er geht als erster. Wir haben extra ein familienfreundliches Unternehmen gesucht, aber das waren wohl leere Versprechungen 😥

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Nun, es ist keine Schande sich das einzugestehen und neu zu orientieren.
Aber das muss dein Mann machen.
Wie ich aus anderen Posts deinerseits lese, steht ihm da sein Ego im Weg. Ich halte es für wenig sinnvoll sich gleich im ersten Job kaputt zu spielen, er muss ja noch ne Weile...

Zusammengefasst: ich würde mir an seiner Stelle was anderes suchen.

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Nichts für ungut, aber für deine Arbeitszeiten würde ich töten - Vor- und Nachbereitung hin oder her - aber davon kann man halt in der freien Wirtschaft nur träumen. Bevor jetzt wieder gleich der Aufschrei der Lehrergewerkschaft kommt: Du sagst ja auch selbst, dass es sehr entspannt ist...

Dein Mann scheint aber echt nicht belastbar zu sein. Ich finde die Zeiten, die er außer Haus ist recht normal. Er arbeitet ja nicht 60 Stunden sondern Fahrtwege sind ja noch abzuziehen. Soviel arbeite ich auch in etwa und finde es völlig normal. Ein junger, gesunder Mensch sollte da nach drei Wochen nicht gleich auf dem Zahnfleisch gehen. Ich würde ihm erstmal noch etwas Zeit gehen und den Rücken freihalten, er scheint mit Stress nicht umgehen zu können. Ich hätte die Hoffnung er sortiert sich noch und kommt dann besser klar. Sollte sich nach weiteren 4 Wochen nix ändern, würde ich aber mal Klartext sprechen. Dann muss er was ändern. Normal finde ich es nämlich echt nicht, dass er sich nach so kurzer Zeit so belastet fühlt von seiner Arbeit.

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Ja, 4 Wochen Zeit geben ist eine gute Idee. Vermutlich ist es einfach noch zu frisch.

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Hallo.

Was soll man da sagen:

DEINE Arbeitsstunden sind absolut chillig.
Und ER sollte sich anders organisieren. Der Rest ergibt sich von selber, wenn er sich erst mal an einen Vollzeitjob gewohnt hat.
Finde, er stellt sich ziemlich an, sorry.#zitter
Was sollte da denn eine vollzeit arbeitende, alleinerziehende Mutti machen, die morgens erst noch das Kleinkind zur Tagesmutti bringen muss usw. #gruebel

Da muss er jetzt wohl durch. ;-)

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Ich komme mir derzeit wie die alleinerziehend Mutti vor, nur dass mein zweites Kleinkind zur Arbeit und nicht zur Kita fährt. Er sieht seinen Sohn ja von Montag-Samstagmorgen überhaupt nicht und danach am WE will er uns aus dem Haus haben um zu schlafen :/

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#schock#schock#schock#schock
Ich hab grad ein paar Ergänzungen von dir gelesen.

1. Er kann sich nicht alleine anziehen mit Knöpfen, Krawatte und Schuhe binden???
Lösung: ÜBEN #zitter
Es wird sich nicht immer einrichten lassen, dass du ihn anziehst! Was macht er, wenn er mal auf Geschäftsreise sein muss?? Bei allem Verständnis für Motorikprobleme... Aber dieses Handicap muss doch beseitigt werden!

2. Er fährt eine einfache Strecke von 2 Stunden täglich?? Ok - Das stresst schon. Es ist zwar schön, dass die Fahrtzeit unter "Arbeitszeit" angerechnet wird, aber ein Dauerzustand kann das auch nicht sein.

3. Ist er länger bzw. für immer an diesen Arbeitsort gebunden? Wenn ja, stünde dann nicht vielleicht ein Umzug zur Debatte? Dann fallen diese 4 Stunden pro Tag schon mal weg, die er anderweitig zum Runterkommen nutzen könnte.

4. Kann er diese Überstunden abfeiern? So könnte er vielleicht nur 4 Tage/Woche arbeiten und den 5. Tag zuhause bleiben und somit mehr von der Familie haben.

LG

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Es scheint schon viel Arbeit bei deinem Mann zu sein. Aber er ist meiner Meinung nach nicht belastbar. So einen Aufstand machen, mit nichts essen, gar nichts machen und nicht einschlafen können, ist nicht normal.

Er arbeitet bisher erst drei Wochen. Seine Verantwortung kann gar nicht so groß sein.

Wahrscheinlich gefällt ihm alles insgesamt nicht. Daher rate ich zu einem Jobwechsel. Das kann man einmal im Lebenslauf gut machen. Damit es nicht auffällig ist, müsste dein Mann sonst mindestens 2-4 Jahre da bleiben. Für mich klingt es aber eher so, als ob er keine weiteren drei Wochen aushält.

Ich persönlich würde auch „härter“ mit ihm sein, entweder er lässt sich helfen (Arzt, bessere Organisation oder Gespräch mit dem Vorgesetzten) oder er reißt sich zusammen (isst normal, macht Sport).

Letztendlich kann ich dir deine Geschichte nicht glauben. Es klingt zu überspitzt und dass du so erfolgreich das Referendariat meisterst, glaube ich auch nicht. Eigentlich glaube ich noch nicht mal, dass du Lehrerin wirst, dafür machst du mir eindeutig zu viele gravierende Rechtschreibfehler.

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Tatsächlich hat er eine enorm hohe Verantwortung. Ich behaupte mal, mit einem falschen Klick könnte er 70% der deutschen Familien komplett finanziell ruinieren.
Er weigert sich zum Arzt zu gehen. Er weigert sich zu essen. Er weigert sich alles zu tun außer im Bett zu liegen...keine Ahnung, ich erkenne ihn nicht wieder. Er war vor einem Monat noch komplett anders 😥
Und um mich geht es nicht, ich bin am Anfang vom Ref und selbst wenn das erlogen wäre, wäre es ja für das Problem meines Mann egal - ich kümmere mich schließlich um komplett alles von Kind und Haushalt.

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Also jetzt wird es ja abenteuerlich.

Du willst uns hier ernsthaft weismachen, dass ein frischer Uni-Absolvent - was überhaupt Bachelor oder Master - sofort vom Fleck weg einen derart verantwortungsvollen Job bekommt. Andererseits hat er dermaßen Defizite, dass er sich nicht einmal alleine anziehen kann?

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Ich denke nicht, dass das Problem das Arbeitspensum ist, sondern dass das Problem gerade in deinem Mann liegt.
Mir fiel sofort das Wort Anpassungsstörung ein.

Mein Mann hatte das auch ganz arg. Hat ein halbes Jahr gedauert, bis er wieder im Alltag zu gebrauchen war.

Ich habe das regelmäßig, meistens so 1-2 Monate, weil bei uns jedes Jahr neue Aufgaben im Team verteilt werden und ich damit ganz schlecht umgehen kann.

Ich denke, du kannst nur versuchen, ihn zu entlasten und versuchen zu akzeptieren, dass er da erst mal durch muss und eben gerade nicht brauchbar ist.

Vielleicht kann er auch auf Antidepressiva eingestellt werden, damit die die Anpassungsstörung etwas abfangen.

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Das könnte mal ein Ansatz sein. Er war bis er 12 war auf einer Förderschule wegen motorischen Problemen. Vielleicht hing das auch mit fehlender Anpassung zusammen; ich muss ihn da mal fragen. Was kann man denn da tun?

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h

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