Frage zu Gartengrundstück Schenkung

Hallo zusammen,
Ich und meine Verwandschaft hatten zu fünft ein Gartengrundstück (Erbe).
Aus Gründen der Uneinigkeit und Verwilderung wurde mir das Grundstück beim Notar ohne Gegenleistung übertragen/geschenkt. Notarkosten habe ich getragen.
Jetzt im Nachgang möchte ein Onkel dass ich ihm ein Schreiben aufsetze welches ihm eine Ausgleichszahlung sichert im Falle wenn der Garten binnen 10 Jahre zu Bauland wird.
1) wie formuliere ich das, denn es bezieht sich nur auch seinen Anteil des Gartens.
2) kann es da rechtlich Probleme geben da davon nichts im Notarvertrag steht?
Kennt sich zufällig jemand aus??

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Hallo

warum will er das in Nachhinein?
Ich denke mal (weiß es aber nicht zu 100%), dass der Notarvertrag gültig ist und du nichts mehr in der Richtung machen solltest noch musst.

Wäre ja nur von Nachteil für dich, wenn du das machst und dann tritt der Fall ein. Er hat zu Gunsten für dich auf das Erbe verzichtet.

Willst du das denn machen?

lg seinspaetzle

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Ich

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Ich würde das tun weil das Grundstück seit Jahren (10-15) da liegt, nix gemacht wurde und ich froh bin dass es nun endlich auf mich umgeschrieben wurde.
Es lag die ganze Zeit nur an ihm u weil er sich verweigerte aus Angst es könnte Bauland werden da Ortsrand.
Alle anderen interessiert das nicht.
Es war auch erst eine Gemeindesitzung wegen einer anderen Sanieringssache im Ort wo nochmal erwähnt wurde dass diese Gärten als Grünzone bestehen bleiben müssen und kein Baugebiet werden.
Er ist halt ein bisschen geldgeil... von daher wenn es ihn glücklich macht u es sollte unerwartet doch zu Bauland werden würde ich ihm sein Anteil abgeben.

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Privatrechtlich nur zwischen Euch beiden ist das nichts wert. Sowas müsste beim Notar gemacht werden.

Klassischer Fall von „zu spät“! Wenn er das noch will und du damit einverstanden bist, dann soll er die Notarkosten dafür tragen. Meines Erachtens hätte das aber bereits im Schenkungsvertrag geregelt werden müssen. Man kann da natürlich jetzt nen Nachtrag machen, die Frage ist ob es dann nur für deinen Onkel oder auch für die anderen Erben gilt.

An deiner Stelle würde ich das gut durchdenken:
1. Er will an einer möglichen Wertsteigerung profitieren, bis dahin aber keine Kosten & Arbeit haben durch Pflege, Grundsteuer, etc. Mal angenommen in 8 Jahren wird das zu Bauland, zahlt er dann rückwirkend noch etwas für die bis dahin entstandenen Kosten oder gibt es dann einen Abzug?
2. Wenn das in 8 Jahren zu Bauland wird und ein Bodenruxhtwert festgesetzt wird, dann will er für 1/5 der Fläche die Differenz zwischen dem jetzigen BRW und dem dann als Bauland? Was kann da für eine Summe zusammen kommen? Könntest du das zahlen? Oder müsstest du dafür dann einen Kredit aufnehmen und das Grundstück verkaufen?
3. Denn man verkauft ja i.d.R. das Grundstück nicht gleich ganz wenn es zu Bauland wird, denn oft ist dann das Interesse noch nicht so groß und der Preis noch gering. Man würde ja eher warten was sich so in der Umgebung tut und dann später mit höheren Gewinn verkaufen... oder man will sogar selber bauen?!
4. Was sagen die anderen Erben dazu? Wenn die das mitkriegen, wollen die das dann auch? Machst du das dann auch? Steht da der Familienfrieden auf dem Spiel?

Mir scheint das hätte alles mal vor der Schenkung geklärt werden sollen. Ist jetzt etwas spät. Vielleicht hättest du es dir dann gar nicht schenken lassen?!

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1) ich denke zahlen will er nix rückwirkend/oder verrechnet haben, denn er sagt ja ich habe den Nutzen. Wüsste ich auch nicht wie formulieren...
2) ja genau so stellt er sich das vor. Aktueller Gartenpreis 7,-€/qm wenn in 8 Jahren 200,-€/qm Bodenrichtwert Bauland dann möchte er die Differenz erstattet bekommen. Bezahlen könnte ich es vermutlich, denn so riesig ist der Garten nicht...
3) ich denke wenn es darum ginge noch weiter abzuwarten wenn der Preis steigt wäre er sicher dabei. Selbst bauen keine Ahnung... vielleicht... aber auch wenn müsste er ausbezahlt werden.
4) Die anderen Erben wollen nix mehr mit dem Garten zu tun haben.
Natürlich geht es um u.a. Familienfrieden. Auch wollte ich den Garten nicht um mich zu bereichern...
Aber wie bereits oben erwähnt ist diese Umwandlung von Garten zu Bauland äußerst unwahrscheinlich und wenn er damit beruhigter seinen Lebensabend genießen kann dann bitte...

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Gut, dann geh mit ihm zum Notar! Für Punkt 1 soll sich der Notar was überlegen - das Formulieren ist sein Job! Da würde ich auf eine Regelung bestehen, zumindest mal was die Grundsteuer und die Grundbesitzabgaben der dann vergangenen Jahre betrifft.

Finde es trotzdem komisch, warum dein Onkel nach der Schenkung nochmal damit ankommt. Aber wenn er sonst unruhig ist, bitte. Die (nun erneut) anfallenden Notarkosten würde ich ihn tragen lassen.

Ich mein... wenn ihn auch eine selbst formulierte, wertlose Vereinbarung zwischen Euch beiden beruhigt und es ihm nur darum geht, dann kannst du auch das machen. Ist halt wertlos, aber wenn’s eh nur ums Gefühl geht ...

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Hallo,

dein Onkel hat doch auf sein Erbe verzichtet und du bist alleinige Eigentümerin.

Warum solltest du so ein Schreiben noch im Nachgang aufsetzen??
Finde ich komisch von deinem Onkel, dass er erst hinterher damit um die Ecke kommt.

"kann es da rechtlich Probleme geben da davon nichts im Notarvertrag steht?"
Meiner Ansicht nach nicht, da es ja eine persönliche Vereinbarung zwischen deinem Onkel und dir wäre.

LG

Nici

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Ja, und die wäre nicht mehr wert als Klopapier.

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Das macht doch nichts, wenn er zufrieden ist uns sie ohnehin bereit, freiwillig diesen Ausgleich an ihn zu zahlen.

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