Zusammen ziehen wegen Schwangerschaft - schwierige Finanzen

Hallo!
Ich bin unerwartet schwanger und jetzt in der 6ten Woche. Mein Partner und ich sind 1,5 Jahre zusammen, allerdings leben wir getrennt. Das soll sich jetzt ändern.
Er verdient etwa 1500€ netto, ich war lange krank und werde nur 300€ Elterngeld (+200€
Kindergeld) bekommen.
Ich finde den Gedanken doof mich von ihm finanzieren zu lassen. Letzten Endes wird mir aber wohl nichts anderes übrig bleiben, da ich im ersten Jahr mit dem Kind definitiv nicht arbeiten möchte. Ich überlege hin und her wie ich/wir es machen können. Ihm später vielleicht etwas zurückzahlen oder wie könnte man das gerecht regeln? Habt ihr Ideen? Erfahrungen? Gedanken? Über Anregungen und Modelle wie ihr es gelebt habt wäre ich sehr dankbar.
Lg

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"Ich finde den Gedanken doof mich von ihm finanzieren zu lassen."
FALSCH!

Er verdient EUREN Lebensunterhalt, während du dich um EUER Kind und EUREN Haushalt kümmerst.
Wenn du ihm etwas zurückzahlst, stellst du ihm dann auch die Hälfte deiner Arbeitszeiten (für Kind und Haushalt) in Rechnung?

Sorry, da muss ich den Kopf schütteln.

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Hallo Cook,
Ich kann deinen Einwand verstehen, habe damit gerechnet und mir selbst auch schon Gedanken dazu gemacht.
Einerseits sehe ich es auch so. Andererseits hat er ja mit meinem Hund, meiner Kleidung und evtl. Meinem Auto wenig zu tun. Oder? Darüber hinaus habe ich immer den Gedanken im Kopf, dass ich ungeplant Schwanger geworden bin und er das Kind eigentlich lieber nicht gehabt hätte. Er hat sich zwar mittlerweile auch dafür entschieden, aber ich habe ihn mit dieser Entscheidung doch erst in diese Situation gebracht. Andererseits frage ich mich natürlich auch ob ich mich hier total klein mache und die Sache vollkommen falsch sehe? Ich bin da sehr hin und her gerissen.

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<<<Andererseits frage ich mich natürlich auch ob ich mich hier total klein mache und die Sache vollkommen falsch sehe? >>>

Ja machst du.

Erstmal Glückwunsch zur Schwangerschaft.

Würdet ihr nicht zusammen leben, müsste er dir und dem Kind Unterhalt zahlen. Kommt er damit besser weg?

<<<Darüber hinaus habe ich immer den Gedanken im Kopf, dass ich ungeplant Schwanger geworden bin und er das Kind eigentlich lieber nicht gehabt hätte. >>>

Wieso denkst du so. Er war auch daran beteiligt, also ist er zumindest zu 50% mit "schuldig". Lass dir nichts einreden. Du musst nichts zurück zahlen.

Alles Gute.

LG

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Hallo und erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

Was sagt denn Dein Freund zu Deinen Gedanken?

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Huhu und Danke :-)
Wir haben gestern nur ganz kurz darüber gesprochen. Er ist generell nicht so der "Wir teilen alles Geld" Typ. Dementsprechend war es seine Idee das ich ihm später etwas zurück zahle. Da ich es nicht mag abhängig zu sein und Angst habe mir vielleicht auch Vorwürfe anhören zu müssen, finde ich die Idee eigentlich in Ordnung, aber ich habe auch etwas Magengrummeln. Was zahle ich ihm zurück und was nicht? Ich habe ein Hund und ein Auto, die Kosten dafür selber zu zahlen kann ich sehr gut akzeptieren, Aber er wird ein eigenes Büro in der Wohnung haben, ich werde mich ums Kind kümmern und sofern ich es schaffe um den Haushalt. Wie spielen diese Komponenten in das ganze mir rein? Das ist schließlich auch Arbeit.
Diese Gedanken haben wir zum Teil gestern geteilt aber nicht weiter darüber gesprochen. Wir sind so verblieben, dass wir uns beide Gedanken machen und dann nochmal darüber sprechen.
Da es mir schwer fällt da eine klare Position zu entwickeln, dachte ich, ich bitte euch um Hilfe dabei :-)

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Und euer Kind soll ihm den Unterhalt, das es bis zum 18. Geburtstag kostet, dann auch zurückzahlen? #kratz

Wenn ihr getrennt lebt, muss er Unterhalt bezahlen. Ob er will oder nicht.
Wenn ihr zusammen wohnt, fällt einmal Miete weg.

Wenn du ihm dann etwas zurückbezahlst, kannst du ihm ja auch eine Rechnung stellen:
- Wäsche waschen
- Kinderbetreuung
- Essen kochen
- nächtliches Aufstehen

usw.
Wäre interessant, bei wem dann die Summe höher wäre :-p

Außer er wäscht seine Wäsche konsequent selbst, kocht sein Essen selbst
und macht den Anteil für euer Kind hälftig. Dann wäre eine finanzielle Gegenrechnung (du an ihn) denkbar. Aber so lange er deine Dienste mitnutzt.... Er bezahlt und möchte bezahlt werden. Du machst und sollst bezahlen. #kratz

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Wovon lebst du denn im Moment? Wie handhabt ihr gemeinsame Ausaben (wenn ihr euch seht) derzeit?
Und wie sähe es mit Teilzeitarbeit in Elternzeit aus?

Ich kenne ehr das Modell, dass Paare, bei denen einer für die Betreuung ein bisschen weniger arbeitet und entsprechend weniger verdient, vom partner eine Kompensation erhält, um den Nachteil für die eigne Altersvorsorge auszugleichen. Also würde er dir etwas zahlen, nicht umgekehrt. Das wäre dann fair, wenn dein partner das Modell, dass du lang zu Hause bleibst, auch gut findet.
Allerdings ist finanzielle Trnnung in Familien wirklich etwas hanhebüchen.

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Derzeit und voraussichtlich bis zur Geburt werde ich von Krankengeld leben. Daher auch nur der Elterngeld Mindestsatz.
Ob ich in der Elternzeit noch arbeiten kann hängt natürlich sehr vom Kind ab. Meine Freundin hat ein Schreiend, da wäre das ganz sicher nicht möglich gewesen. Außerdem müsste das Kind in der zeit au h untergebracht werden, was sicher auch eher schwierig ist.

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Naja, spätestens im Anschluss an den Basiselterngeldbezug solltest du dir entweder einer TZ-Arbeit mit 15 bis 25 Stunden oder schon vorhr etwas auf 450-Euro-Basis suchen. Letzteres möglicherweis so, dass er in der Zeit das Kind betreut. Für alles andere findet ihr sicher eine Betreuungslösung.
Es klingt nämlich nach einer Konstellation, in der du echt auf eigenen finanziellen Beinen stehen solltest. Und auch an deine Altervorsorge denken.

Was ich nicht verstehe ist, woeso du "Sculd" bist oder ähnliches. Hast du ihn angelogen und bhauptest, du würdest verhüten, obwohl es nicht stimmte?
Mir scheint, du müsstest mal klären, was Partnerschaft eigentlich heißt und dass ihr beide bsolut gleichberechtigt verantwortlich seid. Auch und gerade für das Kind und seine Betreuung.

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Ich finde diese Idee sowas von absurd! Du betreust in dieser Zeit euer gemeinsames Baby! Würdest du es nicht machen, müsstet ihr jemanden bezahlen, der es macht!

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Richtig, das kann aber unterm Strich günstiger sein, wie die Betreuung durch die Mama. Traurig, aber ist so. Und ich verstehe auch Männer, wenn sie sagen dass sie möchten, dass auch die Frau ihren finanziellen Beitrag leistet - wie ja auch jede Frau möchte, dass der Mann seinen Beitrag als Papa in der Familie leistet.

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Ein Neugeborenes braucht aber eine 1-1 Betreuung, da hört es sich wieder auf mit dem billig sein.
Dass ansonsten eine fremdbetreuung in einer Krippe günstiger ist, isr nicht traurig, sondern notwendig, damit Frauen (oder Männer) wieder arbeiten gehen können. Etwas Geld wird sie ja haben, damit trägt sie ja auch zum Einkommen bei.

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Warum denn das? Es ist euer gemeinsames Kind, demnächst eure gemeinsame Wohnung, du wirst, wie du sagst, zuhause bleiben, den Haushalt werfen und euer Kind versorgen....da lässt du dich doch nicht "finanzieren"! Du leistest absolut genauso deinen Beitrag wie dein Freund, der arbeiten geht, nur dass du zuhause arbeitest und euer Kind versorgst.
Wenn du nach der "Kinderzeit" wieder arbeiten gehst, euer Kind ( wahrscheinlich teilweise?) fremdbetreuen lasst, werdet ihr euch auch entscheiden müssen, wer Vollzeit und wer evtl. erstmal nur Teilzeit arbeitet und auch in dem Fall wird einer mehr "Haus- und Kind-Arbeit" leisten und dadurch weniger Geld in den Topf werfen können, d.h. aber keineswegs, dass der andere ihn "finanziert", sondern dass derjenige wahrscheinlich sogar mehr leisten muss als der "Vollverdiener" und somit absolut keine irgendwie gearteten Schuldgefühle
entwickeln sollte!
LG und alles Gute für die Schwangerschaft!!!

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Also ich finde die Idee völlig verrückt, vorallem, weil sie ja auch noch von ihm stammt.
Ihr habt beide zur "Produktion" des Babys beigetragen und nicht du alleine!
Als Schwarzseherin würde ich dir jetzt einfach den Tipp geben, nicht mit ihm zusammen zu ziehen, da Geld wohl immer ein Konflikt Thema sein dürfte.
Nun gut, wenn ihr bei eurem - wie ich finde wahnsinnigen Modell - bleiben wollt, dann sollte ihm klar sein, dass er dir ca 300 Euro Kindesunterhalt zahlen müsste.Ich glaube Unterhalt für dich würde nicht anfallen, da sein Einkommen so gering ist. Dann wärt ihr ja schon mal bei 800 zu 1200 Euro. Wenn er dann noch was aufteilen will, würde ich ihm vorschlagen, dass er sich 100 Euro im Monat nehmen soll und den Rest werft ihr zusammen.
Ist er damit nicht einverstanden erledigst du seinen Teil der Hausarbeit nur nach Bezahlung oder gar nicht.
Ich würde mir aber für das Wochenende oder nach seinem Feierabend auf jeden Fall auch einen Teilzeit oder 450 Euro Job suchen.

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Man wäre nicht bei 800 zu 1200 Euro... Du kannst doch nicht bei ihm das Geld für das Kind abziehen, und bei der Mama als Verdienst rechnen.

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Ganz ehrlich du verkopfst dich da zu sehr. Das ist nur eine zeitweilig überbrückte finanzielle Abhängigkeit von ihm. Keine dauerhafte. Sowohl finanziell als auch versorgungstechnisch fürs Kind, ist ein Zusammenleben absolut ratsam, wenn man in einer glücklichen Beziehung ist.

Ich bekomm jetzt das 2. Kind, bin verheiratet und werde 21 Monate in Elternzeit gehen. Bis die Kinderkrippe anfängt im September. Beim 1. war ich ein Jahr in Elternzeit. Und selbst wenn man vorher arbeiten war und mehr als nur 300 Euro Elterngeld erhält. Kommt man ohne finanzieller Abhängigkeit vom Staat oder dem Lebenspartner auch nicht auf einen grünen Zweig! Außer man war vorher Schwerverdiener und bekommt den Maximalsatz von 1800 Euro. Aber das betrifft eher die wenigsten. Die allermeisten die vorher arbeiten waren, dümpeln beim Basiselterngeld eher bei Werten zwischen 300 und 1200 Euro herum, sehr selten darüber hinaus. Sprich ich war beim 1. Kind und bin auch jetzt beim 2. Kind "finanziell abhängig" von meinem Mann. Aber das ist ja nix dauerhaftes! Ich könnt mir ne dauerhafte Abhängigkeit egal von wem nie vorstellen. Egomäßig für mich ein absolutes No-Go daher würde ich mir nie mehr berufliche Auszeit nehmen als zwingend nötig ist. Und vorm 1. Geburtstag sind sowohl ich als auch mein Mann gegen eine Fremdbetreuung. Weil es UNS Magenschmerzen bereiten würde. Ab dem 1. Geburtstag ist es was anderes. Nur leider bekommen wir den Platz nur zum September sicher zugesagt also muss ich 9 Monate überbrücken nach dem Geburtstag von Kind 2. Mein ca. kalkuliertes Elterngeld PLUS was ich mir bis zum 22. Monat auszahlen lassen werde, wird irgendwas zwischen 450-500 Euro betragen... ist jetzt auch nix weltbewegendes!!!

Zumal es auch für deinen Partner leichter ist dich und das Kind zu versorgen, wenn ihr gemeinsam wohnt als getrennt. Warum? 1500 Euro, da ist die Stufe bis zur Selbstbehaltsgrenze nicht sehr hoch! Er hätte es 10x schwerer seine Wohnung, Lebensmittel und co zu halten und gleichzeitig Unterhalt zu zahlen und du würdest mit allen Kosten dennoch nicht auf einen grünen Zweig kommen, denn die stützende Hartz4 Leistung zieht dir ja den Unterhalt fürs Kind wieder ab. Unterhalt für dich könnte er nie zahen, nicht bei dem Einkommen. Sprich ihr beide steht bei einer gemeinsamen Wohnung wirtschaftlich besser da. Ego hin oder her. Und nach dem Jahr Elternzeit, kannst du dein Kind in eine Fremdbetreuung abgeben und dich wieder um eine Anstellung kümmern und alles ist Schnieke!

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ich bekomme den Maximalsatz von 1800 EUR Elterngeld. Würde mich da selbst als Lehrerin nicht unbedingt als "Schwerverdienerin" bezeichnen.

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Ich sag ja nicht das es diese Personenkreis nicht gibt. Ich würd sie aber auf weiblicher Seite eher in die Minderheit zählen. Ich verdien knapp unterm Durchschnitt... Der durchschnittliche Lohn in Deutschland liegt bei 2500 Euro brutto. Und wenn ich mir anschauen das bei 2400-2500 brutto nicht mal volle 1000 Euro basiselterngeld drin sind. Kann man sagen das der Durchschnitt beim Elterngeld den besagten Rahmen bekommt. Da sind schon jene mit Inbegriff die geringfügig überm Durchschnitt verdienen. Als Lehrer verdient man allerdings auch nicht wenig! Wenn ich mir in den Nachrichten zum Thema lehrermangel anhöre was das STARTgehalt so in Bundesland XYZ ist. Liegt das weit überm durchschnittlichen Einkommen in Deutschland. Mehr geht natürlich immer! Man darf aber auch nicht vergessen das man als Lehrer studiert ist und das auch nicht Hinz und Kunz einfach angelernt kriegen kann. ;-) Du bist Akademiker und damit gehörst du zu der Oberschicht. Nicht zu den reichsten paar tausend in Deutschland aber zu den besser situierten!

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Von was lebst du im Moment?

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Hallo,

da hätte ich mir aber dann echt vorher Gedanken gemacht ob ich das GEMEINSAME Kind GEMEINSAM mit UNSEREM Geld aufziehen möchte.

Echt, falls mir mein Mann oder Freund den Vorschlag gemacht hätte dass ich ihm dann später was zurück zahlen muss, dann würde ich in MEINER Wohnung bleiben und für das GEMEINSAME Kind und MICH Unterhalt verlangen. Dann bekommst du was dir zusteht und brauchst nichts zurückzahlen.

Männer gibts! #schock

LG

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