Zahlt KK Gehaltsausfall für den Mann zur Betreuung des 1. Kindes?

Hallo,

Ich hoffe einer von euch hier kennt sich mit dem Thema aus und/oder hat sogar selber Leistungen beantragt.
Und zwar wurde ich jetzt angesprochen, ob mein Mann nicht bereits freigestellt ist, um sich mit um die Betreeung unseres 1 Kindes zu kümmern, da ich ja in wenigen Tagen mein Geburtstermin habe und unser kleiner noch keine 2 Jahre alt ist. Angeblich übernimmt die KK hier die Kosten für den Verdienstausfall. Was ich mir vorstellen kann ist, wenn ich im KH beteits liegen müsste oder Bettruhe hätte ich ggf. Einen Anspruch auf so was hätte aber einfach so? Die letzten Tage sind echt anstrengend, da ich immer wieder Wehen habe und auch noch manchmal den kleinen hoch heben muss und ich es dann sofort merke.

Unanhängig vor der Geburt würde mich auch interessieren, ob die Tage nach der Geburt, wenn ich noch im KH liege, ob dann die Betreuung durch meinem Mann durch einen Verdienstausfall durch die KK gedeckt wird?
Mein Mann soll nämlich erst seinen Urlaub nehmen, wenn wir aus dem KH entlassen werden und nicht schon vorher.
Wir können natürlich auch die Betreuung durch die Großeltern organisieren aber durch Papa wäre natürlich schöner.

Hinzu kommt, dass wir in unterschiedlichen KK sind. Unser Sohn ist über mich versichert und mein Mann ist freiwillig Pflichtversichert bei einer anderen KK. Wenn die Kosten übernommen werden, dann von welcher KK von seiner und von meiner als SS Leistung zum Beispiel haushaltsnahe Haushilfe( wobei ich die Voraussetzungen dafür nicht kenne)
Sorry für den langen Text.

Danke für eure Antworten.

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Die Krankenkasse bezahlt bereits

- 14 Wochen Zuschuß Mutterschaftsgeld, d.h. bis zu deinem vollen Gehalt ohne dass du in der Zeit arbeiten musst
- sie zahlt deinen Krankenhausaufenthalt
- sie zahlt deine Entbindung

Der Staat bezahlt euch für zwei Kinder das Kindergeld, und später Elterngeld, und für die Kita evtl noch einen Zuschuß.

Der Arbeitgeber zahlt während des Urlaubs deines Mannes das volle Gehalt weiter.

Und das reicht alles noch nicht?

Die Haushaltshilfe ist für Menschen in Notlagen gedacht.
In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Und du bist sicher die erste die aufschreit, wenn deine Krankenkassenbeiträge jedes Jahr steigen.

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Also ich arbeite seit über 15 Jahren Vollzeit und verdiene nicht gerade wenig. Ich zahle entsprechend bereits die Höchstsätze sowie mein Mann auch. Es geht uns nicht um das Finanzielle, sondern darum, dass mein Mann nicht seine 3 Wochen Urlaub schon anfangen muss zu nehmen, wenn ich im Kh liege sondern erst wenn wir zu Hause sind. Steht in meinem Eingang bereits. Ich habe noch nie irgendwas beantragt an irgendwelche Leistungen und wurde von außen hin darauf hingewiesen und habe auch nur mich darum erkundigt, ob es die Option gibt. Keine Ahnung ob wir es überhaupt beantragen würden.
Ich bin beim ersten Kind auch nach einem Jahr gleich arbeiten gegangen und habe immer überall eingezahlt und wie achon erwähnt noch nie irgendwelche Leistung beantragt. Um den großen haben sich die Großeltern gekümmert und wir haben keine Kitakosten somit bekommen. Was wir wo einzahlen ist uns auch egal, da wir es nicht ändern können und regen uns über sowas auch nicht auf. Man sollte somit nicht über jemanden urteilen, der hier einfach nur eine Frage stellt.

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Ihr verdient beide an oder über der Beitragsbemessungsgrenze, d.h. ihr habt mindestens 8.850 Euro Monatsbrutto und du willst jetzt auch noch die paar Tage zwischen Geburt und Ende des Krankenhausaufenthalts, die dein Mann zu Hause sein soll, von der Krankenkasse bezahlt haben. Ist das nicht schäbig?

Was ist das für eine Mentalität? Immer mehr Forderungen für immer mehr Leute, die es nicht nötig hätten, sorgen für immer höhere Ausgaben der Krankenkassen und Steuerausgaben, ziehen logischerweise Steuererhöhungen und wiederum höhere Beitragsssätze nach sich.

So bleibt dann eben noch weniger Netto vom Brutto. Aber gut, ihr seid nur ein Beispiel von vielen. So verändert sich die Gesellschaft. Es wird vom Staat immer mehr an Hilfen eingefordert.

Das geht solange, bis der nächste Crash kommt. Dann siehts wieder anders aus.

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Nur wenn du eine Krankschreibung vorlegen kannst, und keine anderen Erwachsenen im Haushalt sind, die helfen könnten und das erste Kind noch klein ist, zahlt die KK eine Haushaltshilfe, aber nicht den kompletten Verdienstausfall.

Habt ihr keine Großeltern, wo man das Kind man ein paar Tage unterbringen kann?
Springt ihr in der Familie nicht ein, wenn mal jemand Hilfe braucht?

Mein Mann hat mindestens 3 Wochen Urlaub genommen und mich und das ältere Kind versorgt. Irgendwie halte ich das für selbstverständlich.

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Nicht überall ist Familie verfügbar. Ich find das ziemlich anmaßend.
Natürlich steht ihr eine Haushaltshilfe zur Verfügung wenn der Arzt dies für notwendig hält. Warum sollte sie nicht darauf zurück greifen?

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>>Nicht überall ist Familie verfügbar. Ich find das ziemlich anmaßend.<<
Sie hat sich lediglich erkundigt, ob diese Option besteht. Nicht mehr und nicht weniger.

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>>Mein Mann soll nämlich erst seinen Urlaub nehmen, wenn wir aus dem KH entlassen werden und nicht schon vorher. <<

Was spricht denn dagegen, den Urlaub ab der Geburt zu nehmen?
Ich finde es eine ganz normale Vorgehensweise, dass sich der Mann Urlaub zur Betreuung des eigenen Kindes nimmt.

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Nicht jeder hat so viel Urlaub, dass das geht.
Mein Mann hat 2017 lange Urlaub genommen zur Geburt des ersten Kindes und am Ende des Jahres hat der Urlaub nicht mehr gereicht (es gibt noch ein großes Kind, der seinen Papa dringend brauchte). Und nun kommt 2018 das zweite Kind und nun ist einfach kein Urlaub mehr da. Von daher finde ich den Hinweis ganz prima und werde morgen direkt mal bei der Krankenkasse nachfragen, ob unsere da vielleicht auch eine Möglichkeit sieht, dass mein Mann zumindest die ersten zwei/drei Wochen halbtags arbeiten kann.

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Da hat der Arbeitgeber auch noch ein Wort mitzureden und nicht nur die Krankenkasse.

Nur, dass ihr das im Hinterkopf habt.

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Warum nimmt denn dein Mann nicht im ersten Monat mit dir zusammen Elternzeit? Er hat doch 2 zusätzliche Monate und das Problem mit der Betreuung des großen Kindes wisst ihr doch bestimmt schon lange?

Ansonsten ruf doch einfach bei der Krankenkasse an und erkundige dich?

Lg

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Mein Mann nimmt Elternzeit aber erst zum späteren Zeitpunkt, weil er so mit seinem AG abgestimmt hat. Die sind jetzt etwas dünner besetzt und da er ein gutes Verhältnis zum AG hat will er nicht nur an sich denken. Wir habe kein Problem mit der Unterbringung, habe ich bereits im Eingang geschrieben. Die Großeltern können und würden sofort einspringen. Ich möchte nur nicht, dass mein Sohn sich abgeschoben fühlt nur weil er ein Bruder gekriegt hat. Wir haben ihn sonst immer und aberall dabei und geben ihn fast nie ab zum Babysitten, da wir ihn auf die Welt gesetzt haben und wir auch enstprechend um ihn kümmern und nicht wie einige ständig ihre Kinder abgeben. Ist halt unsere Einstellung dazu.
Ich wurde gestern auf das Thema angesprochen und rufe morgen die KK an.
Und geht es auch nicht um das finanzielle sondern, dass mein Mann natürlich nicht mehr Urlaub hat als die 3 Wochen und die am besten erst starten sollen, wenn ich mit den kleinen zu Hause bin. Vielleicht entbinde ich ja auch an einem Freitag Abend undbin Montag zu Hause, dann hat es sich sowieso erledigt.

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Wenn es euch nicht ums finanzielle geht, warum nimmt dein Mann dann nicht noch 1-2 Wochen unbezahlten Urlaub zusätzlich?

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sorry aber wenn ich sowas lesen stößt es mir echt auf du hast ein ganz schönes Luxusproblem ! Du bekommst nur ein Kind wie Millionen anderer Frauen auch, die letzten Tage sind ganz schön anstrengend mein Mitleid #augen da musst du eben durch, müssen viele andere auch was sollen denn die Mehrfachmütter sagen die nicht nur ein Kind haben . Du hast doch schon jede Menge Unterstützung nicht jeder hat überhaupt Großeltern die helfen . 3 Wochen Urlaub ist nicht so wenig andere Männer haben gar keinen oder 2-3 Tage Urlaub nach der Geburt und ihr habt Großeltern das sind keine komplett Fremden für dein Kind das Argument das die Betreuung durch den Papa schöner wäre ist mehr als schwach dann muss der Papa halt unbezahlten extra Urlaub beantragen außerdem zwingt dich niemand 3 Tage im KH zu bleiben . Wie wäre es damit mal in der Realität anzukommen du hast dem nächst zwei Kinder bei soviel Luxusgezetter wirst du sonst gnadenlos untergehen #augen Gut das du noch nicht weißt was wirklich anstrengend ist ;-)

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Wie schon mehrfach hier erwähnt hatte uch nach der ersten Geburt leider einige gesundheitliche Probleme. Ich konnte 4 Wochen lang nicht sitzen, sehen , laufen etc. 2 Wochen lang nur mit starken Schmerzmitteln zur Toilette gehen. Habe trotzdem mich um Mein Kind gekümmert ohne die Großeltern einzusetzen. Wenn jemand mein Kind kennt, weiß dass es alles andere als einfach war. Nur ein Beispiel: 1,5 Jahre nie länger als 2 Stunden geschlafen auch Nachts. Ich habe trotzdem weiter gestillt und bin am nächsten Tag arbeiten gegangen, um habe weiterhin fleißig Sozialabgaben und Steuern bezahlt und nicht irgendwelche Leistungen beantragt.
Das erste halbe Jahr hat jedes Stillen 1-1,5 Std gedauert und bereits nach 1 Std hatte er wieder hunger. Ich glaube ich weiß was anstrendend sein kann. Ich musste 4 Tage im KH bleiben, da ich sonst ständig zusammengeklappt bin. Das hat wenig mit Luxusproblem zu tun.

Und sorry hier für alle, dass wir arbeiten und überall einzahlen und nicht wie einige noch nie in ihrem Leben gearbeitet haben nur Geld vom Staat kassieren und dann noch 6 Kinder in die Welt setzen, dass ist egoistisch und nicht was wir machen. Wir finanzieren diese Menschen mit und müssen uns hier sowas anhören lassen, weil wir 1 x in unserem Leben mal was ggf. Beantragen wollten. Übrigens haben wir nicht immer so viel verfient sondern haben uns unsere Positionen in den letzten Jahr erarbeitet und auch als mein Mann mal wegen einen Jobwechsel 4 Monate Arbeitslos war sind wir nicht zum Amt elaufen sondern haben von einem Gehalt gelebt, um nicht vom Staat abhängig zu sein und hier wird echt so getan als ob wir alles ausnutzen wollen, während andere Jahrelang Gelder vom Staat kassieren.

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"ich habe trotzdem weiter gestillt und bin am nächsten Tag arbeiten gegangen, "

Wo war denn dein Kind in der Zeit wo du arbeiten warst? Bei dir?

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Was mischt sich denn der AG da ein?
Kann denn dein Mann seinen Urlaub nicht so bekommen, wie er ihn einreicht?
Seltsame Praktik. Hier von die KK zu beläämern, obwohl dass doch eindeutig "Privatvergnügen" ist und nicht von der Allgemeinheit gezahlt werden sollte.

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Nein, weil bei uns Herbstferien bald beginnen und fairerweise die Eltern mit den Schulpflichtugen Kindern bevorzugt werden. Der AG hat ein Recht über den Urlaub eines Mitarbeiters zu entscheiden. Ist bei meinem AG auch nicht anders. Es muss bei größeren Firmen schon einiges organsiert werden.
Wir zahlen die Höchstsetze ein und haben noch nie was in Anspruch genommen. Ich denke wir haben mehr als genug für die Allgemeinheit mit einbezahlt und werden es auch weiterhin machen. Ich gehe übrigens nach 1 Jahr wieder arbeiten und sitze nicht auf Staatskosten rum. Also kann mir keiner vorwerfen wir würden die KK oder den Staat ausnutzen.
Mein Mann war sogar noch nie krankgeschrieben und hat bei einem AG Wechsel, in denen er 4 Monate ohne Job war auch nichts vom Staat beantragt. Andere hingegen rennen ständig hin und ich wollte nur mich erkundigen ob es etwas offizielles von der KK angeboten wird. Ich will weder was illegales oder irgendwas abzocken..... Frechheit einfach nur.

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Ich finde deine Art und Weise ganz schön arrogant. Ich war lange Zeit alleinerziehend und bin nach einem Jahr wieder arbeiten gegangen. Es ist keine besondere Leistung, keine staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, auch wenn du es hier so darstellen möchtest.

Viele hier (mich eingenommen) haben versucht, dir Wege aufzuzeigen, wie es auch ohne Unterstützung der Kk funktionieren könnte.
Ich sehe da keine beleidigende oder unterstellende Art und Weise.

Irgendwie machst du gerade Probleme, wo eigentlich keine sind... vielleicht sind es die Hormone, so kurz vor Schluss. (Und ja, das war eine Unterstellung)

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Die KK zählt dir bei Kindern unter 12 eine Haushaltshilfe während du im KKH bist und nochmal so viele Tage zuhause.
Das kann auch dein Mann sein und die Grenze liegt oft bei ca. 90 Euro täglich, das war bei uns der komplette Verdienstausfall.

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Ja kannst du beantragen aber meinst nicht 3 wochen reichen wirklich ?

Bei der 2. Geburt läuft sowas meist viel einfacher und wenn nicht kannst immer noch ihn krankschreiben.

Ich werde spätenstens 1 woche nach Kaiserschnitt wieder stehen M Ü S S E N . Von 3 wochen würde ich träumen

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Hallöchen

Ruf bei der KK an und Frage nach, ob es geht.
Mehr als es ablehnen können die nicht.

Wenn es nicht geht, dann könnten die Groseltern euren kleinen doch bei euch betreuen. Dann hat er seine gewohnte Umgebung und er wäre nur für die Arbeitszeit seines Mannes in fremden Händen.

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DAs es von der KK aus geht, ist unbestritten. Die einzige Frage, die einige hier nicht geklärt haben wollen, ist ob der AG mitziehen muss:

Aber:
Generell gilt: Aufsichtspflicht vor Arbeitspflicht.

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Ja, das stimmt. Nur könnten ja in der Zeit, wo der Papa arbeiten ist, die Großeltern zu Hause aufpassen.

Ich sehe es auch nicht als abschieben.

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