W├Ąhrend Elternzeit wieder schwanger (Achtung, kompliziert! ­čÖł)

Hallo alle!

Ich habe im Juli 2016 ein Kind bekommen und habe f├╝r 3 Jahre Elternzeit genommen, sprich bis Herbst 2019. Nun bin ich wieder schwanger, ET ist Anfang April. Ich werde also die Elternzeit aufgrund der Mutterschutzzeit fr├╝hzeitig beenden. So weit, so gut.

Was ich auch wei├č, ist dass ich f├╝r die Zeit des Mutterschutzes mein volles Gehalt von vor der ersten Schwangerschaft erhalte (Mutterschaftsgeld der Krankenkasse + Zuzahlung vom Arbeitgeber), das w├Ąren in meinem Fall ca. 1600 ÔéČ, die ich nat├╝rlich gern "mitnehmen" m├Âchte.

Nun ist es aber so, dass ich ab September f├╝r (erst mal) 10 Stunden die Woche von zuhause aus arbeiten werde. Meine erste Frage dazu: Muss dann ein neuer Arbeitsvertrag geschlossen werden? Denn ich werde ja wesentlich weniger arbeiten als vorher (40 Std.). Ein neuer Vertrag w├╝rde aber dann bedeuten, dass mein Mutterschaftsgeld bei weniger Gehalt viel niedriger w├Ąre.

Frage 2: Falls der Vertrag NICHT zwingend angepasst werden muss (reicht z. B. eine m├╝ndliche Vereinbarung?), kann der Arbeitgeber mir dann einfach weniger Geld auszahlen, als im "alten" Vertrag steht? So w├╝rde es ja laufen, da ich keine 1600 ÔéČ, sondern nur noch 500 ÔéČ bek├Ąme.

Eine andere Frage w├Ąr noch, wonach das k├╝nftige Elterngeld berechnet werden w├╝rde? Aber das ist dann ein anderes Thema... ;-)

Ich hoffe, ich hab alles verst├Ąndlich erkl├Ąrt und jemand kennt sich mit der Materie aus.

Viele Gr├╝├če!

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Huhu,
Frage 1 kann ich dir beantworten: da du in deiner Elternzeit arbeiten m├Âchtest, musst du deinem Arbeitgeber "nur" schriftlich mitteilen, dass du vorhast, w├Ąhrend der Elternzeit am September 2018 f├╝r 10 Stunden/Woche zu arbeiten bis xy. Bitte um eine Best├Ątigung und f├╝r die Elterngeldstelle oder dich (falls du diese ben├Âtigst) einen Gehaltsnachweis.
Dein AG ist gezwungen w├Ąhrend der Elternzeit diesem zuzustimmen (er darf nicht ablehnen).

Bist du sicher, dass dein Mutterschaftsgeld sich trotzdem nach deinem alten Gehalt berechnet?

Frage 2: du hast ja entweder ein festes Gehalt oder einen festen Stundenlohn zu xy Stunden bei Vollzeit. Das wird einfach runtergerechnet auf deine 10 Stunden, also NEIN, er kann dir nicht weniger Geld auszahlen als vertraglich im alten festgehalten wurde. Du wirst sogar etwas mehr bekommen, da du in eine andere Steuergrenze rutscht :-)

Frage 3: ich wei├č nur, dass du 14 Monate ausklammern d├╝rftest. Aber wie das mit einer Teilzeitbesch├Ąftigung aussieht und ob auf dein fr├╝heres Elterngeld dann Elterngeld berechnet wird oder ob diese Monate als 0 Monate gelten, wei├č ich leider nicht, sorry.

Aber ein interessantes Thema, ich hoffe, andere k├Ânnen da noch aushelfen. Falls du mehr rausfindest, halte uns auf dem laufenden :-)

Lieben Gru├č und herzlichen Gl├╝ckwunsch zur Schwangerschaft.

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"da du in deiner Elternzeit arbeiten m├Âchtest, musst du deinem Arbeitgeber "nur" schriftlich mitteilen, dass du vorhast, w├Ąhrend der Elternzeit am September 2018 f├╝r 10 Stunden/Woche zu arbeiten bis xy. "

Das ist so nicht richtig. 15 - 30 Stunden kann er bei der entsprechenden Betriebsgr├Â├če kaum ablehnen. 10 Stunden aber schon.

VG Isa

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Gut ja, das Unternehmen muss gro├č genug sein, gen├╝gend AN's haben und er kann NICHT ablehnen... (Zahlen kann man googlen)

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Ja, es muss ein "neuer" Vertrag gemacht werden, der aber nur f├╝r die Elternzeit gilt, sprich TZ in Elternzeit.

Berechnet wird das Elterngeld nach dem tats├Ąchlichen Verdienst.

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Nein, daf├╝r wird kein neuer Vertrag ben├Âtigt. Alle Klauseln gelten nach dem alten Vertrag (Ausnahme Arbeitszeit und Geld).

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Das w├╝rde also bedeuten, dass sich auch das Mutterschaftsgeld nach dem neuen, sprich geringeren Verdienst berechnet? #kratz Das ist es ja, was ich lieber vermeiden w├╝rde #schein

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Ich habe Mal eine Frage: Du hast im Juli 2016 Elternzeit ununterbrochen genommen? Warum endet Deine Elternzeit dann im Herbst 2019 und nicht am Tag vor dem 3. Geburtstag?
Frage 1: da die 10 h Stelle befristet sein soll, muss der Arbeitsvertrag schriftlich erfolgen.
Zu Beginn des Mutterschutzes beendest Du Deine Elternzeit und damit endet Dein Zusatzvertrag. Es lebt der ruhende Vertrag mit 40h auf. Das Mutterschaftsgeld berechnet sich nach den 40 h.
Frage 3: Elterngeld berechnet sich nach dem Verdienst der letzten 12 Monate vor der Geburt. Mutterschutzzeiten ausgeklammert, dann von Feb 2018 bis Jan 2019.

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