Ausbildung Krankenpflege als Mutter

Hallo zusammen #winke

ich würde gern wissen, ob es hier Mädels gibt, die ihre Ausbildung zur Krankenpflegerin gemacht haben, als sie schon Mama waren. Und wie das Ganze so gelaufen ist. Vielleicht könnt ihr mir ein bisschen was dazu erzählen ?

Meine Kinder gehen ab Ende des Sommers in die Kita und so stellt sich für mich mittlerweile die Frage, wie es für mich weitergeht. Ich bin 27, habe meine erste Tochter jung bekommen und das Abi unterbrechen müssen. Dann die 12. fertig gemacht mit dem Ziel Allgemeinabi und Studium. Allerdings wurde ich nochmal schwanger, zwar geplant, allerdings nicht wirklich geplant mit Drillingen. Ich habe also nun insgesamt 4 Kinder. Eins ist 9, die Drillis 2 1/2. Kinderwunsch ist absolut durch. Das Abi konnte ich in der Schwangerschaft nicht fortführen, da ich nur liegen durfte. Vorzuweisen hab ich ein mittelprächtiges Fachabi. Besser als nix, allerdings nicht gut genug für ein FH Studium meiner Wahl und ich glaube ohnehin, dass sich durch die Situation mit drei Kleinkindern meine Sichtweise der Welt, meine Einstellung und meine Vorstellung von sinnvoll genutzter Zeit grundlegend verändert haben, sodass es gar nicht mehr das ist, was ich will.

Ich habe mich nun ein dreiviertel Jahr damit befasst, wie es denn wäre, eine Ausbildung zur Krankenschwester zu machen. Und mit allem Für und Wider bin ich mir mittlerweile sicher, dass ich genau das machen möchte. Ich habe alles Mögliche gelesen... von Hierarchie über Schlafmangel und Laufburschentätigkeiten ohne Ende. Aber das ist doch immer recht subjektiv. Es kann ja nicht nur Schlechtes an dem Beruf sein, sonst würden ihn die Leute nicht machen.

Mein letztes großes Fragezeichen sind allerdings meine Kinder, bzw. die Vereinbarkeit einer Ausbildung die Schule/Arbeit/Schichten beinhaltet mit drei Kleinkindern und einer 9 Jährigen.

Ich fände es toll in meinem Leben beruflich etwas zu tun, dass anderen Menschen hilft. Klingt jetzt vllt plump, ich kanns grad nicht besser umschreiben. Wenn aber meine Kinder wirklich darunter leiden müssten, hört an dem Punkt der Wunsch meiner Selbstverwirklichung auf. Zwar bin ich mir gewiß, dass ich so Einiges an Stress vertrage und mich die Drillingssituation da wirklich abgehärtet hat. Vieles wofür ich früher Schnappatmung bekommen hätte macht mir heute gar nix mehr. Aber eben auch das ist ja subjektiv. Ich kenne den Beruf nicht praktisch. Von daher wär ich echt dankbar, wenn ihr mir was dazu erzählen könntet. Positiv als auch Negativ.

Liebe Grüße #herzlich

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Grundsätzlich ist das kein Problem und ein schöner Beruf. Allerdings musst du dir im Klaren darüber sein, das der Schichtdienst wirklich großer Stress ist. Du musst also am Besten Plan A, B und C haben, was du mit deinen Kindern machst, wenn du arbeiten musst. Und zwar auch an Feiertagen und Wochenenden.

Am Wichtigsten ist aber meiner Meinung nach ein Praktikum. Nicht nur, das die meisten Krankenhäuser im Rahmen der Bewerbung ein Praktikum zwischen 2-4 Wochen vorschreiben, du bekommst auch eine gute Einsicht in die Arbeit auf Station. Vor allem, wenn du mal in Richtung Chirurgie etc guckst.

Die Ausbildung kann heute auch oft in Teilzeit durchgeführt werden. Also 4 Jahre. Dies ist dann meist extra für Personen mit Kindern. Da sind die Arbeitszeiten dann kürzer und Familienfreundlicher und Nachtdienste kommen eh erst im 2-3 Jahr dazu.

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Ich bin Krankenschwester und die 3 Mädels (18-26) die mit Kindern die Ausbildung angefangen haben sind durchgefallen wegen zu hohen fehlstunden oder haben gemerkt der Schichtdienst passt nicht zum Familien leben.

Man hat bestimmte außeneinsätze wo man erst kurzfristig die Dienste bekommt. . Mindestens jedes 2. Wochenende arbeiten. . Je nach Krankenhaus werden wünsche der azubi berücksichtigt oder aber auch nicht. .

Musst du finanziell gesehen ein Examen haben? Oder reicht es wenn du als ungelernte oder 1 jährige Ausbildung zur Helferin machst und somit in der ambulanten Pflege gut abstimmbare Dienst mit kiga und schule bekommst ?

Der Job ist natürlich richtig schön.. aber unterschätz die Belastung nicht. Habe mit 21 die Ausbildung beendet und bis ich fast 26 war mit weiteren Qualifikationen weitergemacht (intensiv Schwester. .Qualitätssicherung. .Hygiene. .pdl un heimleitung).. meine zwillinge sind nun fast 8 Wochen alt und werde erstmal wieder als Krankenschwester arbeiten da der personalmangel in Verbindung meiner Erfahrung und Qualifikation für mich perfekt ist da ich mir Zeiten und Gehalt quasi "aussuchen" kann.. das wiederum ist ein Vorteil den man mit berufserfahrung hat

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Huhu, lieben Dank für die Antwort :)

Wow, das klingt super bei dir ! Ich würde mich auch weiterbilden wollen. Toll, was du geschafft hast ! Und ganz herzlichen Glückwunsch zu den Mäusen. Acht Wochen, da kann man ja ruhig noch gratulieren :)

Naja, ich MUSS finanziell nicht zwangsläufig. Ich möchte aber gern. Eine Ausbildung zum Pflegehelfer kommt für mich eigentlich nicht infrage.
Und nur am Rande, aber ehrlich gesagt bin ich glaube ich froh, wenn ich mich NICHT immer um den Kita-Besuch, die Frühstücksverpflegung und das Geknatsche und Weggelaufe beim Abholen kümmern muss, sondern das auch mal mein Mann und die Großeltern machen ( Männe arbeitet in Gleitzeit und meine Schwiegerletern würden auch mithelfen) .
Ich hatte die Drei ( und zuvor ja auch noch die Große ) jetzt fast drei Jahre Zuhause, hauptsächlich war ich mit ihnen allein. Auch wenn mein Mann oder Oma/Opa hier sind wollen meine Kids meist nur mich. Ich bin immer die Hauptanlaufstation, für jede Kleinigkeit. Ein entspannter Gedanke, das irgendwann zumindest stundenweise nicht mehr zu sein, sondern eben nur halbtags . Da wäre ich also gar nicht so traurig, nicht IMMER zum Nachmittag da zu sein. Zumindest sehe ich das im Moment so. Nicht falsch verstehen: Meine Kinder sind super und stehen immer an erster Stelle, aber ich würde echt gern mal wieder was Luft zum Atmen haben.

Lieben Gruß und alles Gute für euch

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Du könntest auch ungelernte 3-4 Monate im Heim oder ambulante Pflege arbeiten und dann zum nächsten Start die Ausbildung beginnen. .so hast du schon mal etwas Erfahrung mit älteren Menschen (die sind ja auch im kh) und eine realistische Einschätzung wie es so sein kann :)

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Hi

wenn daheim das Leben "läuft" OHNE Dich, dann machs :-)

Wenn Du aber schaun musst das Du Deine Kids zur Schule oder in die KiTA bringst und / oder holen musst. Dann lass es bleiben.

Vollzeitausbildung oder Teilzeitausbildung? Ich glaube, TZ wäre eher machbar (wenn die Hilfe daheim stimmt)

Ich hab zwar mein Examen schon vor längerer Zeit gemacht und auch ohne Kinder ... aber ich fand es schon teilweise nervig "nur" 100% mit einem Kind arbeiten zu gehen. Und dabei stand jeden Tag die Oma auf der Matte und hat den Zwerg versorgt und in den KiGa gebracht und abgeholt bis ich irgendwann abends wieder daheim war. (Also gegen 6:30 aus dem Haus und gegen 17:00 wieder zuhause gewesen ... seltenst um 16 Uhr schon zuhause gewesen.)

Und wenn Du den Beruf nicht praktisch kennst, mach ein paar (!) Praktikas!

Wenn Du die möglichkeit hast in verschiedenen Häusern und wenn nicht, dann zumindest auf verschiedenen Stationen.
Das du weißt worauf Du Dich einlässt.

Und nach dem Examen kannst Du dann ja schaun was die besten Arbeitszeiten für Dich hat ... Anästhesie oder ambulante Pflege ... die Palette ist riesig :-)

VG

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Lieben Dank für die Antwort :)

Ob eine Ausbildung in unserer Umgebung auch in TZ möglich ist, weiß ich nicht. Ich hab bisher nichts dazu gelesen. Dann verlängert sich das Ganze, oder ? Prinzipiell wäre das natürlich etwas, das es zumindest ein wenig enstresst. Da werd ich mich informieren.

Mein Mann hat Gleitzeit auf der Arbeit, er könnte die Kinder konstant holen/bringen. Wenn nicht er, dann meine Schwiegereltern. Mein Schwiegervater ist Rentner, Schwiegermama arbeitet halbtags. An der Unterstützung sollte es nicht scheitern.

Wie der Laden hier läuft, wenn ich nicht zuhause bin, wird sich zeigen. Den Gedanken an mehrere Praktika hatte ich auch schon. Aber gut, dass du es nochmal sagst. Auf den Seiten zum Thema finde ich hauptsächlich, dass bei der Dauer von freiwilligen Praktika etwa 4 Wochen empfohlen werden. Das empfinde ich als relativ kurze Zeit, um sich einen vernünftigen Einblick zu verschaffen. Da machen Mehrere wahrscheinlich Sinn.

LG und dankeschön #blume

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Hört sich doch gut an :-)

Dann würd ichs an Deiner Stelle glaub ich machen (wenn Dir es zusagt während den Praktikas)

4 Wochen können lang sein ;-)
4 Wochen auf Gyn war als Schüler schon "mein Untergang" ... wenn es nur das geben würde, hätte ich den Beruf nicht gemacht #rofl
Deswegen würd ich eben mehrere machen ... nicht das Du ne Station erwischt die Dir null liegt und du dann sagst "ne, danke"

wie gesagt, nach den 3 jahren kannst Du fast machen was du magst

VG

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Vielleicht gibt es auch Jungs, die ihre Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht haben, als sie schon Vater waren?

#kratz

Gruß

Manavgat

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#augen

Ich bitte alle User/Innen vielmals um Verzeihung, wenn ich sie durch meine politische Unkorrektheit beleidigt haben sollte. Allen Besucher/Innen dieses Forumbeitrags wünsche ich dennoch einen schönen Tag.

Hochachtungsvoll,

diezweite

Muss ich den Sinn dahinter jetzt verstehen ? Nicht , oder ?

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Hallo!

Ich würde Dir sehr raten, erst mal ein längeres Praktikum zu machen.

Ich hatte auch mal den Gedanken, musste dann aber schnell feststellen, dass ich einfach mit Schichtarbeit nicht klar komme. Tagsüber nach der Nachschicht schlafen klappt einfach nicht so recht, dafür hänge ich nachts dann unendlich in den Seilen. Oder um 20 Uhr schlafen gehen, damit man früh morgens für die Frühschicht fit ist - klappt auch nicht, vor allem im Sommer wenn es noch hell und heiß ist.

Mein Mann arbeitet Wechselschichten und kommt gut klar damit, allerdings sind wochenenddienste schon auch eine Belastung, weil eben dann kein gemeinsames Wochenende mehr machbar ist. Es gibt so vieles, was dann einfach nicht geht - es hat eben dann oft wochenlang immer nur einer von uns beiden frei.

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