Putzjob direkt neben dem Haus oder 450 Euro-Job 15 km entfernt annehmen?

Guten Abend,

nachdem ich mich jetzt schon seit September um eine neue Arbeitsstelle bemühe (was mit zwei kleinen Kindern und längerer Elternzeit nicht so einfach ist), hatte ich nun ein Vorstellungsgespräch.

Der Chef stellt sich vor: ca. 12 - 14 Stunden die Woche. Bürojob. Spritkosten will er bezahlen. Arbeitszeiten flexibel. Zunächst soll ich aber eh mal Probe arbeiten. Was er bezahlen will.

An sich macht er einen arroganten, überheblichen und merkwürdigen Eindruck. Wie ich raus hörte, hat er auch schon Leute gefeuert, die ihm nicht ordentlich genug waren. Er hat wohl einen Reinlichkeitsfimmel oder so.

Er würde mir aber wohl ermöglichen, von 8.30-11.30 Uhr zu arbeiten. Was mit kleinen Kindern natürlich top ist. Da meine Tochter auch dieses Jahr in die Schule kommt und ich da ansonsten natürlich Betreuungskosten/Mittagessen (und für die Kleine das Essen im Kindergarten) bezahlen müsste. Betriebliche Altersvorsorge will er bezahlen. Und es wäre auch ok, wenn man auf Teilzeit gehen will später. Für 20 Stunden wolle er rund 1200 Euro brutto bezahlen, flexible Arbeitszeiten, Sprit bezahlen.

Anderes Angebot: Putzstelle direkt in der Nähe. Da kann ich zu Fuß hin gehen. Wird mit 9,55 Euro bezahlt. Eine Stunde am Tag. Da hätte ich für 1 Stunde Arbeit am Tag, die zeitlich flexibel wäre, 200 Euro im Monat.

Was nun tun, wenn mich beide einstellen wollen? Beide Jobs annehmen kann ich nicht. Ich kann dem Chef schlecht sagen, dass ich evtl. keine Überstunden mal machen kann, weil ich noch einen Putzjob hab. Und Kinder und Haushalt hab ich ja auch noch. Dann die Hin- und Herfahrerei etc. Außerdem kann man ja keine zwei 450 Euro-Jobs machen, ohne dass die dann zusammen gerechnet und versteuert werden, oder? Und ich hab Steuerklasse V. Also das lohnt schon mal gar nicht.

Der erste Job klingt für mich unsicher. Der Zweite wäre auf Dauer für meine Begriffe und liesse sich ja wunderbar mit Schulzeiten kombinieren.

Eigentlich sagt der Verstand ja, dass man selbstverständlich den Bürojob nimmt, weil man ja sonst u.U. nie wieder was im Büro findet. Aber wenn der Bürojob nix ist, ist die Stelle direkt nebenan auch weg.

Wie würdet ihr entscheiden?

1

Hallo,

nie im Leben würde ich bei dieser Konstellation (2 kleine kinder, längere EZ) den Putzjob annehmen. Zumindest nicht, wenn du zukünftig noch andersweitig arbeiten möchtest. Geh doch erstmal probe arbeiten.

vg, m.

2

Hallo

Ich würde es im Bürojob zumindest mal probieren.

Der Chef will nur ganz schön viel. Da würde ich die Erwartungen runterschrauben und warten, ob ich das schwarz auf weiß bekomme.

Entweder es klappt oder eben nicht.

Aber einen Putzjob bekommt man, glaub ich, eher mal. Außerdem ist bis Schulanfang noch ein bisschen Zeit.

3

Hallo!

Ich würde den Bürojob nehmen.

Einerseits finde ich Ordnung im Büro gehört einfach zum beruf dazu, schließlich sollte auch mal jemand anderes was finden. und auch die Kaffeetassen sollten so sauber sein, dass man sie einem Gast anbieten kann.

Andererseits kann man sich auch an einen schwierigen Chef gewöhnen und mit ihm arrangieren.

Der Putzjob bringt einfach keine Zukunftsaussichten, und ganz ehrlich, Putzjobs werden dauernd angeboten. Vielleicht nicht direkt nebenan, aber halt 500 Meter weiter.

4

Was ist daran so merkwürdig, dass ein Vorgesetzter im Büro Wert auf Ordnung legt?

Die Arbeitszeiten sind o.k., auch die anderen Rahmenbedingungen klingen doch sehr vernünftig. Was erwartest du? Dass der Chef dein bester Freund wird?

Als arrogant werden oft Menschen empfunden, die klare Anforderungen stellen. Dass muss er als Chef aber, und ich käme mich so jemandem immer besser klar als mit jemandem, der plump vertraulich ist.

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***nachdem ich mich jetzt schon seit September um eine neue Arbeitsstelle bemühe (was mit zwei kleinen Kindern und längerer Elternzeit nicht so einfach ist), hatte ich nun ein Vorstellungsgespräch.***

Also wenn du deine zukünftigen Jobchancen nicht noch weiter verschlechtern willst, dann nimm den Bürojob. Ich finde der hört sich doch gar nicht so schlecht an.

Viellecht bekommst du gerade nur ein wenig kalte Füsse, weil es eben ein neuer Schritt ist nun wieder etwas arbeiten zu gehen. Ich denke das ist normal.

Alles Gute!
S.

6

????? Warum kannst du nicht den Putzjob den Du dir zeitlich einrichten kannst nicht nebenbei machen????

Ich würde beide annehmen und es zeitlich einrichten. Ich bin Jahrelang 6x die Woche Abends nebenan im Fitnessstudio putzen gewesen, hatte ein Babyfon bei denn ich war mit meiner Tochter alleine

LG

7

Nimm den Putzjob.

Was willst du mit einem arroganten Pinsel als Chef?

Gruß

Manavgat

8

Huhu :-)
Ich würde niemals eine Stelle annehmen, bei der mir schon bevor ich angefangen habe alles unsympathisch ist. Meistens täuscht einen das Bauchgefühl nicht.

Viel Glück und hör auf deinen Bauch ;-)
Liebe Grüße
Anke

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Ich finde dass man die Jobs überhaupt nicht miteinander vergleichen kann. Das eine ist ein Job wo du was verdienst - und sogar die Spritkosten bezahlt bekommst!!!!!, das andere ist ein Neben-Nebenverdienst für 200 € im Monat.

Da du Arbeit suchst- würde ich den Bürojob nehmen. Du verdienst Geld, du hast super Arbeitszeiten, du kriegst den Sprit bezahlt, Altervorsorge..... Da kann der Chef auch eine Gegenleistung erwarten und durchklingen lassen, dass er gewissen Erwartungen hat. Vielleicht ist einfach nur ehrlich und macht eben klar dass er keine Sekretärin sucht die ein bisschen rumwackelt und Kaffee kocht, sondern eine die den Laden schmeisst.

Probier es. Zum Putzen findest du immer wieder was, wenn es doch nicht hinhaut.

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