Teilzeitlohn für Vertriebsassistentin?

Wieviel Lohn kann man verlangen?
Ich habe ein Jobangebot als Vertriebsassistentin in einem Büro einer Bausparkasse.
Ich komme aus der Branche und sogar aus dieser Finanzgruppe und habe dafür eine Zusatzqualifikation. Außerdem habe ich bezüglich dieser Bausparkasse und Bausparverträge bereits in der Ausbildung Referate gehalten. Habe Bausparverträge bei meiner Tätigkeit in der Bankfiliale verkauft.
Zwischenzeitlich war ich jetzt im Großhandel im Kfm. Bereich tätig. Als Sachbearbeiterin und Assistentin des Geschäftsführers. Da habe ich über 1000 Euro Brutto bekommen - für 20 Stunden.

Der potentielle neue Chef will nur um die 800 Euro bei 20 Stunden zahlen - also Bruttolohn.

Ich finde das zu wenig und bei der Qualifikation absolut nicht fair.
Gerne komme ich auch zum Probearbeiten für 1-2 Tage.
Aber dann dauerhaft nur 800 Euro Brutto verdienen, wo am Ende etwas mehr bleibt als bei einem 400 Euro-Job. Das ist zu wenig. Vor allem ein Witz für jmd. der diese Vorkenntnisse mitbringt.

Das kann er ungelernten Kräften zahlen.

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Hi,

normalerweise bekommt man für einen Teilzeitjob das gleiche wie für einen Vollzeitjob aber eben anteilig.

Das wären bei 800€ auf 20h ja nur 1600€ bei 40h!

Das ist für eine kaufmännische Fachkraft ganz egal in welchem Bereich ein Witz!
Auf so ein Angebot würde ich nicht eingehen.

Such dir was anderes!

LG

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Ja Mensch, dann verlang 1000 Euro, wenn das Niveau in der Branche tatsächlich so niedrig ist und schau, ob er das zahlt.
Die Referate aus der Ausbildung vor 10 Jahren solltest Du m. E. aber nicht als Argument bei der Verhandlung vorbringen, das dürfte heute nicht mehr sonderlich relevant sein.

Gruß,

W

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Hallo,

800 EUR erscheint mir auch sehr wenig!

Ich arbeite in einer Volksbank im telefonischen Kundenservice.

Bin zwar als Quereinsteiger damals dort angefangen, allerdings mittlerweile in der höchsten Einstufung an Arbeitsjahren u. verdiene jetzt für 20 Std./Monat etwas über 1500 EUR brutto.

Gelten für die Bausparkasse denn überhaupt die Tarifgruppen der Sparkassen (in denke, es geht um die Sparkasse...)?
Das wäre ja eine extrem niedrige Eingruppierung....

lg Eva

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Ich fange ab Januar als Vertriebsassistentin eine neue Stelle an und habe keinerlei Vorkenntnisse (bin gelernte Wirtschaftskorrespondentin). Ich bekomme für 20 Stunden 1.500,- Euro brutto - und das hier im Allgäu, wo das Gehaltniveau sehr sehr niedrig ist....

Für 800,- Euro brutto würd ich nicht 20 Stunden arbeiten. Da kannst Du Dir gleich einen 450,-Euro-Job suchen und hast weniger Stress :-(

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Bei solchen Qualifikationen halte ich eine 20-Stunden-Woche für einen Witz. Im Grunde arbeitest du dann weit unter deinen Möglichkeiten. Aber jedem das Seine...

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Ich find die 1000€ schon viel zu wenig, unter 1300 - 1500€ würd ich es nicht machen.

Und dem potentielle AG auch so sagen.

Ich habe vor Jahren einen Vertriebsjob, AD, abgesagt wegen mangelndem Entgeld.

Sie haben die Stelle anderwertig vergeben.

Nach knapp einem halben jahr bekam ich einen Anruf. Sie hätten jetzt 3 (!!!!) andere AD - Mitarbeiter eingestellt, alles nix gut, ich hätte doch im Vorstellungsgespräch den besten Eindruck hinterlassen , ob ich noch verfügbar wäre, ja, zu meinen Gehaltsvorstellungen.....

ich war nicht verfügbar, und selbst wenn ...

Damit will ich sagen, Arbeitgeber versuchen immer billig billig, nur gerade im Vertriebsbereich merken sie ganz schnell, das schlechte Mitarbeiterqualität sehr direkt vieeeel Geld kostet.

Und Qualität und Qualifikation hat nunmal ihren Preis. Und genau das kannst Du im Vorstellungsgespräch auch so sagen.

Probearbeit würde ich nicht anbieten. in 2/3 kannst Du in diesem Bereich gar keine Kopetenz und Weitblick zeigen. Bestenfalls ein paar Briefe schreiben. Und das kann nun wirklich jder Tünn

Pina

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Ich würde sagen, es kommt auf die Tätigkeit an. Vertriebsassistenz kann alles mögliche bedeuten. Sollst du Serienbriefe für Marketingaktionen eintüten, oder eher den Vertriebsleiter eines 3000-Mann Betriebes in seinem Tagesgeschäft unterstützen? Wie groß ist denn so eine Abteilung bei der Bausparkasse..

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Nun, eine Vertriebsassistentin ist in der Regel verantwortlich fürs Backoffice.

Das kann im Einzelfall durchaus bedeuten, Mailingaktionen einzutüten.

Aber auch Betreuung der Vertriebspartner, Organisation von Meetings im Im -und Ausland, Auswahl und Versand von giveaways, sofern im Unternehmen keine separate Marketingabteilung vorhanden ist.

In jedem Fall aber ist unbedingt selbständiges und vorausschauendes Arbeiten von Nöten. Das erfordert m.E. mehr Eigeninitiative und Engagement als es bei einer Sekretärin oder Sachbearbeiterin von Nöten ist. Von einer Aushilfe in der Poststelle reden wir an dieser Stelle gar nicht.

Dabei ist es auch für die Entgeldfeststellung unerheblich ob die Bausparkasse eine kleine Deperdance ist oder der Stammsitz eines großen Konzerns. Die Skills bleiben die gleichen, nur die Aufgabenstellung variiert

Pina

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