Praktikum mit Kind?

Hallo zusammen :)

Bin mir gerade nicht ganz sicher, in welches Forum diese Frage am besten passt. "Beruf" hörte sich aber mal nicht so verkehrt an :)

Ich bin Studentin, komme jetzt in das 4. Semester und bin schwanger in der 12. Woche.

In meinem Studiengang (frühkindliche Bildung) müsste man in der vorlesungsfreien Zeit im Sommer 2014, sprich August bis Oktober, ein Praktikum mit 320 Stunden in einer KiTa / Krippe machen. Da ich da aber schon im Mutterschutz bin, kann ich das zu diesem nicht machen. Eine Möglichkeit wäre, das Praktikum dann im Winter/Frühjahr 2015 nachzuholen. Das Praktikum ist Voraussetzung für den Abschluss des Studiums (im Sommer 2015).

Mein Problem ist nun: Wie kann ich das Praktikum mit meinem Kind (zu dem Zeitpunkt etwa 5 Monate alt) absolvieren?

Ich habe wirklich keine Möglichkeit, mein Kind anderweitig betreuen zu lassen und für diese doch kurze Zeit von 320 Stunden kann (und möchte) ich mein Kind auch in keiner Krippe betreuen lassen. Das geht schon alleine von meinen finanziellen Mitteln nicht, mal abgesehen davon, dass ein Kind in einer Krippe nicht nur für ca. 10 Wochen betreut wird, sondern für einen längeren Zeitraum. Und dann kommen noch meine furchtbaren "Gewissensbisse" hinzu und mein Kopf, der mir sagt "Du kannst dein Kind doch in diesem Alter nicht 'weggeben'!".

Weiß jemand von euch, ob es möglich ist, mein Kind mitzunehmen? Auf was muss ich achten? Oder hat jemand auch schon Erfahrungen in dieser Richtung gemacht?

Ich freue mich auf eure Antworten und bin schon sehr gespannt!

Liebe Grüße :)

1

Hast du denn tatsächlich vor dein Studium in der normalen Studienzeit abzuschließen? Das schafft doch schon so kaum jemand. Mit Kind ist es nochmal schwerer. Ich würde mir den Druck garnicht machen. Dann machst du das Ganze eben ein Jahr später und gehst in Kindererziehungszeit.
Wie lässt du denn dein Kind während des Studiums betreuen? Da bist du doch auch nicht da. Ein Studium ist ja nun nicht unbedingt kürzer als die Normarbeitszeit.

2

Ja, ich habe vor das Studium in der Regelzeit zu beenden, da ich das finanziell sonst nicht hinbekomme.

Die letzten 2 Semester könnte ich als Art "Fernstudium" mit "Teilanwesenheit" machen und mein Kind auch in die Vorlesungen mitnehmen, in die ich gehe (Wir haben mehrere Mütter im Studiengang, die das so gemacht haben). Die Dozenten sind da sehr offen und freuen sich über die Kleinen, um die es in dem Studium ja auch geht :)

3

hallo.

ich glaube du stellst dir das etwas einfach vor, wobei es das natürlich auch sein kann.

aber was nützt dir eine vorlesung mit einem schreienden baby auf dem arm??? Babys sind meisst nicht dann ruhig wenn es am besten passen würde.

du solltest dich frühzeit ans Jugendamt wenden, es gibt da auch finanzielle möglichkeiten. schildere deine situation.

alles gute

weiteren Kommentar laden
4

Blöde Frage, aber Warum studierst Du Frühkindliche Bildung, wenn Du so kategorisch gegen Fremdbetreuung bist? Das wiederspricht sich doch?

Wegen der Kosten für eine Krippe könntest Du Dich ans Jugendamt wenden im Rahmen der wirtschaftlichen Jugendhilfe. Die würden auch für das Studium die Betreuung bezahlen, dann hast Du auch mehr Zeit zum lernen.

Es hört sich vielleicht so einfach an, selber zu Hause zu lernen mit Baby daheim - aber ganz ehrlich, wie soll das gehen? Bei einem Baby das sich noch nicht groß bewegt und nur gestillt werden will geht es noch, aber mit einem Krabbelkind das alle Schubladen ausräumt wenn Du nicht ständig ein Auge drauf hast?

Auch die Vorlesungen klappen vielleicht noch mit kleinem Baby im Tragetuch das Du nebenbei stillen kannst, aber ein Kind das krabbeln kann WILL auch krabbeln. Das wehrt sich, wenn es ständig still und leise auf dem Schoß sitzen bleiben soll mit lautem Gebrüll.

Kinder fordern eben Aufmerksamkeit und Beschäftigung, Zeit und Ruhe um Dich in Deine Bücher zu vertiefen wirst Du aber weniger haben. Da ist es auch für das Kind besser, wenn es in einer Krippe oder bei einer Tagesmutter wirklich beschäftigt und gefördert wird, statt sich bei Dir zu langweilen, weil Du eben keine Zeit hast neben dem Lernen.

5

Inwieweit kann der Vater sich zeitlich und finanziell an der Betreuung das Kindes beteiligen?

6

Sprich doch mal mit der Studienberatung, vielleicht kannst du das Praktikum früher absolvieren. Ich glaube es wird schwer das eigene Kind einfach so in die Kita mitzunehmen.

Frag auch im Jugendamt nach, welche Unterstützung es für dich geben könnte.

8

""In meinem Studiengang (frühkindliche Bildung) ...""

Ich glaube schon, dass Du das falsche studierst, oder die Theorie ist wirklich meilenweit von der Praxis entfernt.

Ohne Betreuung wirst Du Dich keine 5 Minuten konzentrieren können.

9

Sicher, dass Du wegen Mutterschutz das Praktikum nicht machen darfst? Ich studiere auch, bekomme mein 2. Kind und bisher hat noch niemand nach Mutterschutz gefragt.

Ansonsten würde ich auch versuchen, das Praktikum vorzuziehen. Oder Du hast einen Partner, der sich beteiligt. Oder Eltern. Oder Freunde. Wie ist denn Dein soziales Netz? Da lässt sich vielleicht was organisieren.

Und lass Dich nicht entmutigen von den ganzen "Das wird doch nie was"-Kommentaren. Klar musst Du dann schauen, was Du für ein Baby hast und wie lange das klappt mit den Vorlesungen. Es kann schon sein, dass das alles nicht so einfach wird, wie Du Dir das vorstellst. Aber es kann auch ganz prima klappen.

10

Im Studium gibt es keinen Mutterschutz. Aber sie darf nicht arbeiten. Ein Praktikum wäre aber Arbeit, wenn auch unbezahlte. Keinem Arbeitgeber ist es erlaubt eine Frau in dem Mutterschutz nach der Geburt zu beschäftigen. (MuSchG § 6)

11

Hallo,

ich habe einen sehr ähnlichen Studiengang studiert: Pädagogik der Kindheit und Familienbildung, allerdings waren meine Kinder zu Studienbeginn "schon" 1,5 und 4,5 Jahre alt...und wurden zu meinen Seminarzeiten fremdbetreut - bei einer Tagesmutter bzw. im Kindergarten. Ich kann mir zwar vorstellen, ein Baby mit in die Vorlesung zu nehmen - da hatten wir in verschiedenen Seminaren auch immer mal wieder die ein oder andere Mama ...ABER in einer Praxisphase/Praktikum kannst Du nicht mit Baby laufen, ich glaube nicht, dass es Einrichtungen gäbe, die das mitmachen...auf jeden Fall nicht, ohne dass Du das Kind in einer der Einrichtung zugehörigen Krippengruppe betreuen lässt. Und ich sage Dir auch, was ich daran so schwierig finde:

- Deine Aufmerksamkeit ist nie komplett bei den Aufgaben bzw. hier bei den Kindern, die diese aber einfordern werden
-demzufolge leidet dann eines von beiden, entweder das eigene Kind, weil Du Dich nie wirklich kümmern kannst oder eben die Kinder der Einrichtung bzw. Deine Aufgaben
- Sicher wirst Du Beobachtungen machen müssen, bei denen Dich Dein Kind ablenken würde...mit 5 Monaten schläft es auch nicht mehr so viel, dass man das immer in seine Schlafenszeit legen könnte...
-Auch den dortigen Eltern gegenüber finde ich sowas schwierig...(allein die Argumentation mit der Fremdbetreuung...Du würdest schließlich in einer Kita arbeiten, in der auch andere Kinder fremdbetreut werden...wie kannst Du so etwas den Müttern, die sicher auch ein schlechtes Gewissen haben, gegenüber vertreten bzw. wie kannst du dann dort ruhigen Gewissens arbeiten?)

Ich kenne Einrichtungen, bei denen Erzieher die eigenen Kinder in der Gruppe mitbetreuen und das ist so schon nicht immer einfach - viel schwieriger ist es jedoch, wenn man sogar noch in einem Ausbildungsverhältnis ist und das Kind noch so klein wie Deines...da wirst Du es abgeben MÜSSEN, Du kannst einfach nicht gleichzeitig voll für die PRaxis da sein und für Dein Kind.

Gehe zur Studienberatung und frage nach den Möglichkeiten - z.B. kann bei Erziehungszeiten Urlaubssemester beantragt und auch BaFög-Verlängerung erwirkt werden...vielleicht lässt sich dann was an den finanziellen ERwägungen, die Du da so hast, machen?

LG

Andrea

12

Also ich studiere auch etwas Pädagogisches und muss 320 Stunden absolvieren. Mein Sohn ist derzeit bei einer TaMu untergebracht, da sie sehr flexibel und allerhöchstens 3 Kinder betreut. Während des Praktikums kann ich die Stunden aufstocken (zurzeit 30 h) und es wird alles von der Stadt bezahlt.

Ich habe angefangen, da war mein Sohn 3 Monate ( er war 1 1/2 Jahre von Papa und Oma betreut) alt. Am Anfang war sehr schwierig, manchmal hatte ich ihn auch mit in der Uni. Konzentriert arbeiten war oftmals nicht möglich. Geschlafen hat er meist nicht, es gab oft Vorlesungen wo ich vor der Tür gestanden habe, weil er rumblubberte ^^. Und es kommt immer auf das Kind an; ich hatte/habe ein sehr pflegeleichtes Kind, durchgemachte Nächte wegen ihm kann ich an einer Hand abzählen. Jedoch hat es sich wieder mal wiederholt, dass wir alle während der Klausurenphase krank waren, was echt schwer war.

13

Hallo,

Elternzeit beantragen, Urlaubssemester nehmen, Elterngeld beantragen, den Vater in die (Unterhalts-)Pflicht nehmen, Kinderbetreuung organisieren, sich an das Studentenwerk wenden, Jugendamt wegen Kostenzuschuß nachfragen und das Kind nicht in die Vorlesung nehmen. Lächelnde Säuglinge mögen noch süß sein, schreiende stören. Das Studium ist eine Ausbildung, Kinder haben da nichts zu suchen.

LG
Blackthunder

Top Diskussionen anzeigen