Thema Beamte ist das wirklich so einfach?

allo zusammen,

ich hab mal eine Frage zum Thema Beamte, da ich mich da nicht wirklich auskenne.

Ich hab Bekannte, mit ihr komme ich relativ gut klar, mit ihm leider überhaupt nicht.

Nun ist es so, dass er Beamter ist und eigentlich so gut wie nie arbeitet.

Ich denke mir das nicht aus, bin auch nicht neidisch oder sonstirgendwas, es ist eine reine Feststellung und wundert mich etwas.

Er ist eigentlich dauer krank geschrieben, macht aber ständig etwas anderes.

Derzeit ist er seit 4 Wochen krank geschrieben und renoviert fleissigi seinen Eltern.

Wenn ich mir vorstelle, das mein Mann dauernd krankgeschrieben wäre, würde er schon längst gekündigt werden.

Geht das bei Beamten wirklich nicht?

Ich kenn diese Familie jetzt schon einige Jahre und nachdem ich das eigentlich jedes Jahr bewusst mitbekommen habe das er nicht arbeitet hab ich letztes Jahr mal genauer hingehört wenn sie mir erzählt hat, dass ihr Mann nicht arbeitet oder wieder krankgeschrieben ist.

Er war wirklich allerhöchstens an 60 Tagen im ganzen Jahr arbeiten.

Krank war er natürlich nie, kenne die beiden ja wiegesagt ganz gut und er prahlt ja immer damit, dass er sich morgen wieder krankschreiben lässt, weil er nicht will.

Macht der Arbeitgeber das echt so mit oder werden die da nicht irgendenwann mal misstrauisch?

LG S.

1

hallo,

ob das so einfach ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht, scheint aber so. Mein Mann arbeitet als Angestellter im ÖD bei der Polizei. Wenn er immer erzählt, was seine Beamtenkollegen (mit denen er sich wirklich gut versteht) so alles machen, dann schlackern mir die Ohren. In der freien Wirtschaft würde sich das keiner leisten können.

vg, m.

6

Moooooment mal! Das hat nichts mit Beamtenkollegen zu tun! Und zwar gibt es im öffentlichen Dienst sehrwohl auch Angestellte, die mit einem Festvertrag ebenso fast unkündbar sind.. und da gibt es selbstverständlich auch genug, die das ausnutzen.#schmoll

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Ja, siehe meine Kollegin;-)

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Natürlich ist das nicht so einfach. Bei längerer Krankheit kann ziemlich schnell der Amtsarzt hinzugezogen werden.
Ob der Mann deiner Bekannte nun wirklich krank ist oder nicht weißt du nicht. Wer weiß was er hat und möglicherweise möchte deine Bekannte dir nichts Näheres sagen.

Vielleicht aber hast du Recht und er nutzt das System schamlos mit geschickten Lügen aus, wie es in vielen Bereichen von Einzelnen ganz dreist praktiziert wird.

Ich arbeite in einem Bereich, der sowohl von Angestellten als auch von Beamten "belegt" ist und kann keinen signifikanten Unterschied im Krankheitsverhalten feststellen.

lg

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Hallo,

ich glaube nicht, dass man das auf Beamte reduzieren kann. Es gibt auch viele Pappenheimer, die keine Beamte sind und schon gerne mal krank sind.

Evtl. ist es bei Beamten einfacher - weil es einfach schwieriger ist, diese an die frische Luft zu setzen. Auch ist es wohl so, dass, wenn man im öffentlichen Dienst arbeitet und krank ist, krank ist ohne dass sich jemand einen Kopf macht. Beamtenstatus eben.

Wir kennen aber auch einen Menschen, der ist mehr krank geschrieben als dass er in der Arbeit ist. Allerdings geniesst er keinen Beamtenstatus.

Geht anscheinend überall, wenn man weiss, wie man es am geschicktesten veranstaltet. Gottseidank gehört da unsere Familie in keinster Weise dazu. Wir rennen in die Arbeit - wenn andere schon 2 Wochen krank gewesen wären... und das ist auch gut so.

LG
Caro

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Hallo

Ich habe eine Arbeistkollegin, die ist 3 Wochen vor jedem ihrer Urlaube oder 3 Wochen nach ihrem Urlaub immer krank. Und das immer. Das geht seid 15 JAhren somund keiner sagt was.

Bianca

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Hallo

Mein Nachbar ist ganz genau so,ich finde das immer lustig und denk mir ,in der freien Wirtschaft würde er untergehen.

Unser anderer Nachbar ist selbständig und bekommt das ja auch mit und ist froh das er nicht bei ihm angestellt ist.

gruß

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Vielleicht hat er ja eine psychiatrische Erkrankung:

Depressionen, Angststörung, Burn out....

Und da kann man sehr wohl renovieren,...

Es ist übrigens während man krank geschrieben ist, alles erlaubt, was der Genesung nicht schadet...

lg

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"Wenn ich mir vorstelle, das mein Mann dauernd krankgeschrieben wäre, würde er schon längst gekündigt werden.

Geht das bei Beamten wirklich nicht?"

Ich gehe davon aus, dass der Mann über 27 ist (also Beamter auf Lebenszeit)...und damit ist er definitiv unkündbar. Wenn er tatsächlich so oft krankgeschrieben ist, wie du es hier darstellst, wundert es mich allerdings, dass er von seinem Dienstherrn noch nicht zwecks Überprüfung seiner Dienstfähigkeit zum Amtsarzt zitiert wurde.

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Hi,
ein Bekannter ist seit Jahren praktisch dauerkrank. Er hat in der Zeit sein Haus renoviert, kümmert sich auch um die Kinder...

Er leidet (ja, LEIDET) unter heftigen Depressionen. Was jemand, der ihn nicht jeden Tag erlebt, der ihn nicht super genau kennt usw. wohl nicht gleich vermuten würde.

Sein Arbeitgeber hat ihm nicht gekündigt. Er freut sich auf den Tag, wo der heiß begehrte MA endlich wieder arbeiten kann, und wird alles tun, um ihm den Wiedereinstieg zu erleichtern.

Eine ehemalige Kollegin (ehemalig, weil es die Firma nicht mehr gibt) war dauerkrank. Es hat fast ein halbes jahr gedauert, um herauszufinden, woran sie erkrankt ist (letztendlich waren es auch Depressionen). Wirklich helfen hat noch viel länger gedauert. In dieser Zeit war sie wenn überhaupt mal ein paar Tage am Stück auf der Arbeit. Was sie in der Zeit zu hause gemacht hat weiß ich nicht, geht mich auch irgendwie nicht viel an. Erlaubt ist wie ja schon gesagt wurde alles, was die Genesung nicht hindert - und das kann nun mal bei Depressionen was anderes sein als bei einem gebrochenen Bein.

Auch sie ist nicht gekündigt worden. Nicht, weil sie - wie der erste genannte Fall - unersetzlich gewesen wäre. Sondern weil unser Chef auch MENSCH war. Ihre Arbeit haben wir irgendwie untereinander aufgeteilt (da sie eh nur TZ beschäftigt war ging das schon).

ICH habe es in einem Jahr meiner beruflichen Laufbahn auf stolze 7 Wochen Krankheit gebracht (plus ein paar Tage wegen Erkältungen...) innerhalb von 9 Monaten. Ich habe tatsächlich meine Kündigung erhalten. Allerdings nicht wegen der krankheit, sondern aus dem gleichen Grund wie ein recht großer Teil der Kollegen sie erhalten hat. Aus unserem Bereich war ausgerechnet ich, die gerade eine Diagnose mit nicht wirklich sicherem Verlauf bekommen hatte (die meinem AG auch bekannt war) die einzige, der eine Stelle mit anderen Tätigkeiten, aber zu gleichen Konditionen angeboten wurde.

vielleicht sollte ich noch dazu schreiben, dass in den genannten Beispielen kein einziger Beamter ist.

Wenn das alles so stimmt wie du schreibst ist es aber durchaus auch für Beamte möglich, dass das irgendwann mal Konsequenzen hat. Weil der AG auch da Möglichkeiten hat, Krankheiten überprüfen zu lassen.

Aber vielleicht weißt du ja auch nicht alles - vielleicht erzählt er ja nicht alles (vielleicht hat er auch keine Lust, seine Krankheitsgeschichten dann im Internet wiederzufinden?)

viele Grüße
Miau2

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