Autokauf trotz Hartz 4 ?

Hallöchen...

ich hab mal eine Frage und ich hoffe ihr könnt mir helfen. Meine beste Freundin bekommt arbeitslosengeld 2 und möchte nun ein Auto auf Kredit kaufen. Sie würde den Kredit auch bekommen weil sie einen Bürgen hat.

Darf sie das als hartz 4 empfängerin oder bekommt sie dann eine sperre vom amt weil sie ja monatliche Raten von ca 150 euro zahlen muss.

LG

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OT: Diesen Forumsbeitrag sollte man echt mal für die Nachwelt konservieren. Nicht nur, daß wir in einer Zeit leben, in der durchschnittliche neu zugelassene Wagen >130 PS Motorleistung besitzt (bei einigen Marken wie Mercedes, Audi, BMW, reden wir gar von knapp 200 PS) - Tendenz steigend, nicht nur daß sich massenhaft Leute vergleichsweise spritfressende Geländewägelchen kaufen, obwohl sie niemals auch nur über ein Schlagloch fahren müssen - und das alles auf Kosten unserer Kinder und Enkel, für die es dann eben kein billiges Öl mehr geben wird - nein, heutzutage meinen sogar Leute, die von der Gemeinschaft ausgehalten werden, ein Auto fahren zu müssen....
Kopfschüttel

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Ist doch nicht verboten, als ALG 2 Empfänger ein Auto zu besitzen. :-p
Ausserdem gibt es auch welche, die Arbeit haben und die brauchen vielleicht ein Auto. Vielleicht ist das bei "der Freundin" der Fall.

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Sehe ich genauso und die Folgekosten wie Steuer, Versicherung, Sprit ...

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Na wenn sie sich da nicht verrechnet. Ich glaube kaum, dass sie sich die 150€ im Monat leisten kann. Wir bekommen auch ALG 2 und da würden 150€ nicht drin sein.

Weißt Du denn wieviel das Auto kostet? Mehr als 5000€ (oder waren es 7500€ #kratz) darf es nämlich nicht wert sein.

Mein Mann holt auch gerade ein "neues" Auto. Wert: 500€, bin mal gespannt wie es aussieht. Es soll aber noch gut in Schuß sein und wenigstens noch 1 1/2 Jahre Tüv. Naja zum Einkaufen fahren und für Arzttermine wirds schon reichen. ;-)

LG

PS: Ob sie einen Kredit aufnehmen und abzahlen darf wegen dem Amt weiß ich leider nicht.

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Denkfehler:

Kaufpreis ./. offener Kredit = Vermögen.

Gruß

Manavgat

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Jetzt mal unabhängig von den 150€ Raten kommen doch im Monat noch mehr kosten auf sie zu.
- Spritkosten
- Autoversicherung
- Oder wenn man was kaputt geht, wer zahlt das den?

Hat sie sich das mal durchgerechnet?

Und warum sollte sie den eine Sperre bekommen, weil sie 150€ abbezahlt? Seit wann interessiert das Jobcenter den Ausgaben, denen interessieren doch nur Einnahmen.

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Gibt sie beim Amt denn die Nebenjobs an, mit denen sie das Auto finanziert?

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Darf hier eigentlich jeder seinen Senf dazu geben?

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Ja! Sogar - und jetzt halt Dich fest: Du!

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"bekommt sie dann eine sperre vom amt weil sie ja monatliche Raten von ca 150 euro zahlen muss"

Wenn ich diesen "Sperre"-Blödsinn immer lese... #augen

Nein, sie bekommt keine "Sperre".

ABER: Man wird sie sicherlich bei der nächsten Prüfung der Kontoauszüge fragen, welche nicht angegebenen Nebeneinküfte sie hat und bis zur Klärung die Weiterbewilligung des ALG II zunächst versagen.

Und womit? Mit Recht.

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Warum ghet ihr immer davon aus, dass alle ALG2-Empfänger betrügen, wenn hier solch eine Frage aufkommt? Kann es auch sein, dass sie aufstockend ALG2 bekommt?

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"Warum ghet ihr immer davon aus, dass alle ALG2-Empfänger betrügen"

Wo gehe ich davon aus? Ich habe ihr lediglich das Vorgehen des Jobcenters geschildert, sollte sie vom alleinigen (!) ALG II Raten in Höhe von 150,- €/Monat zahlen.

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Hallo,

was deine Freundin mit ihrem ALGII macht, ist ihre Sache.

150 Euro Rate, 50 bis xxx Euro Benzin, Versicherungen, Steuern, Anmeldegebühren...

Wenn deine Freundin irgend kann, sollte sie die 150 Euro monatlich lieber beiseite legen und sich das Auto ansparen.

Gruß Marion

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Mal im Ernst: Ist Deiner 'Freundin' ALGII zu viel?
Welcher normale Mensch, der ALGII bezieht, will noch ne Ratenzahlung dazu oder benötigt im Ernst ein Auto?!
(Um noch schneller daheim vorm Fernseher zu sein, nach dem Brötchenholen?!)

Nun ja.
Du wirst sehen.

Lg
SE

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Eigtl.wollte ich ja nichts schreiben,aber hier kommt mir doch die Galle hoch...

Wir haben auch von ALGII +Nebenjobs gelebt,jetzt hat mein Freund nen Vollzeitjob,wir bekommen aber noch austockendes ALGII.

Wir haben davon gelebt,weil wir-ich eine Zeit,er über 9 Jahre-schwer krank war. Er ist chronisch krank un hat nach über 9 Jahren endlich einen Vollzeitjob,seit Ausbruch der Erkrankung.Sowas wird aber nicht gesehen,man sieht ja immer nur,daß jemand vom Staat Geld bekommt.

Und er hat ein Auto,weil er immer dran gearbeitet hat,von seinen Nebenjobs wegzukommen und eine Vollzeitstelle zu kriegen.Er braucht das Auto auch,da er sonst nicht zur Arbeit kommt.Per Pedes oder Fahrrad ist es "etwas" weit und Bus fährt da nicht hin...

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Ja ja, die beste Freundin. Soso.......................

Mal davon abgesehen halte ich es schlichtweg für nicht machbar, mit ALGII (auch ergänzend) überhaupt ein Auto zu unterhalten.

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Ach, natürlich ist das möglich.

In meinem letzten Job habe ich netto so viel gehabt wie ich in vorübergehenden ALG-Zeiten hatte und es war im einen wie im anderen Fall nie ein Problem, mein Auto am Laufen zu halten - inklusive Vollkaskoversicherung.
Und ich hab nie gekungelt, betrogen oder mir irgendwo was leihen müssen...
Aber ich hab mir dafür auch andere Dinge verkniffen. Es ist halt eine Rechenübung.

Wenn ich mir vorstelle ich müsste hier aufm Dorf mit Baby zu Fuß mit Sack und Pack zum Kinderarzt - möglichst mit einem fiebernden und schreienden Kind, zum Wocheneinkauf (soll ich mit KiWa fünf mal gehen?), zwischen Terminen hin und her pendeln etc...
Das wäre ohne Auto bei miesem öffentlichen Nahverkehr definitiv nicht machbar.

Ob ich allerdings ein neues hätte kaufen wollen/können, weiß ich in der Tat nicht...

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Es ist aber ein Riesenunterschied, ob man ein bereits bezahltes Auto übergangsweise am Laufen hält oder ein neues anschafft.

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Wir habe vor einigen Jahren mal für ein Jahr ALGII Bezogen weil mein Mann eine Umschulung oder Weiterbildung machte und ich mir den Kindern Zuhause war.

Damals haben wir den normalen ALGII Satz bekommen.
Haben davon:

unseren Kleinkredit abbezahlt = 150 Euro monatlich
zwei Autos unterhalten = 50 Euro Versicherung monatlich + Benzin

Es ging. Es hat auch kein Hahn danach gekräht das jeder von uns ein Auto hatte. Und für die Kreditunterlagen hat sich auch keiner interessiert. Auch wurden niemals nachforschungen angestellt-wie wir das alles schaffen.

Und nein, wir hatten keinerlei Nebeneinkünfte. Wir haben auch nicht am essen selbst gespart-nur die Qualität dessen war eben einfach nicht so wie heute.
Damals gab es viel aus der Dose --> weil billig.
Heute investiere ich das Geld lieber in gutes gesundes Essen für meine Familie.

WIr haben immer noch zwei Autos. Aber wir leben auch nicht mehr von der Allgemeinheit.

LG Mona

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Hallo,

danke, für deine Antwort. Schön, dass jemand berichtet, den es direkt betroffen hat. Hoffentlich interessiert das auch die, die von vorn herein gesagt haben: Geht nicht! bwz. der besagten Person nichtangemeldete Nebeneinkünfte unterstellt haben!

vg, m.

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Ich denke es spielt eine große Rolle, wie viele Personen die Bedarfsgemeinschaft bilden.

Wenn eine Person alleine ALGII bezieht, dann schaut es anders aus. Ich weiß den derzeitigen Regelsatz nicht, aber gehen wir mal von 360 Euro aus + Miete. Da sieht es dann schon anders aus. Wenn hiervon 150 Euro für einen Kredit abgehen + KFZ Vers. + Benzin + Strom/Telefon/div. Versicherungen,etc, dann bleibt kaum was zum Leben übrig.

Doch wenn es mehr Menschen sind, dann kann man das Geld besser aufteilen. Doch wenn ich es mit heute vergleiche- gesund war unsere Ernährung nicht. Wir haben halt überall das billigste gekauft. Mehrmals die Woche gab es nur Dosen Eintöpfe.
Heute kochen wir nur noch frisch. Es gibt mehrmals die Woche Fleisch und Fisch...

Damals war das alles nicht möglich...

Aber es funktioniert.

LG Mona

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