Keine Urlaubs und Krankheitsvertretung

Hallo,

ich arbeite gerne!!! Nur bin ich langsam ganz schön ausgepowert. In unserer Firma (11 Jahre Betriebszugehörigkeit) bin ich die einzige, welche diese Abteilung betreut. Nur ist es so, dass wenn ich krank bin oder Urlaub habe, alles Liegendgebliebende im Prinzip nacharbeiten muss (d.h. es fallen jede Menge Überstunden an). Überstunden (220h) kann ich nicht abbummeln, da ich diese in Arbeit auch nachholen muss... Auszahlen ist lt. Arbeitgeber nicht drin!

Ist dies rechtens???

LG

Es kann im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag geregelt sein, dass eine bestimmte Anzahl an Überstunden mit dem Monatsgehalt abgegolten ist.

Da du aber die einzige bist, die eine Abteilung betreut, hast du doch eine ganz gute Verhandlungsposition und solltest dir zumindest die Mehrarbeit durch ein höheres Gehalt ausgleichen lassen.


> Nur bin ich langsam ganz schön ausgepowert.

Mit 28 ganz schön ausgepowert spricht für mich allerdings eher dafür, dass du

* deinen Arbeitsplatz effizienter organisieren solltest (dann hast du weniger zu tun)
* deinen Arbeitgeber drängen solltest, dir eine Verstärkung/Vertretung an die Seite zu stellen

Ich finde es von deinem Arbeitgeber ziemlich riskant, dich so auszupowern. Wie lange kann deine Arbeit denn liegen bleiben? Was ist, wenn du wegen Burnout mehrere Monate ausfällst?

* deinen Arbeitsplatz effizienter organisieren solltest (dann hast du weniger zu tun)
* deinen Arbeitgeber drängen solltest, dir eine Verstärkung/Vertretung an die Seite zu stellen


Also ob die TE den Arbeitsplatz effizient organisiert hat, kannst du doch garnicht beurteilen. Und ich kann aus Erfahrung sagen, dass ab einer sehr großen Arbeitsmenge die beste Organisation nichts mehr bringt (und ich arbeite sehr organisiert und strukturiert). Irgendwann schafft man nur noch das Nötigste, um den Laden am Laufen zu halten.

Bzgl. einer Verstärkung/Vertretung stimme ich dir zu.

> Also ob die TE den Arbeitsplatz effizient organisiert hat, kannst du doch garnicht beurteilen.

Das war ja auch lediglich ein Vorschlag ohne Kenntnis der näheren Umstände. Ich habe in meinem Berufsleben die Erfahrung gemacht, dass man sich immer weiter rationalisieren kann. Ich habe mehrfach von meinen verschiedenen Chefs zu hören bekommen, dass ich dazu neige, meinen Arbeitsplatz wegzurationalisieren. Und das habe ich nicht als Drohung aufgefasst.

Wichtig ist, dass man sich in seiner Tätigkeit ständig hinterfragt. Ich würde von mir selbst sagen, dass ich meine Arbeit ziemlich gut durchorganisiert habe. Und doch finde ich ständig Tätigkeiten, bei denen ich mich dann frage, wie ich so behämmert sein konnte, dass so ineffizient zu machen.


> Irgendwann schafft man nur noch das Nötigste, um den Laden am Laufen zu halten.

Ich weiß, was du meinst. Da die TE ohnehin schon einiges an Überstunden aufgebaut hat, bestünde die Chance vielleicht darin, zunächst noch mehr Überstunden zu machen und in diesen Überstunden ihre Tätigkeit umzuorganisieren. Dann wären diese Überstunden quasi eine Investition zum Abbau ihrer Überstunden.

Aber ich kann natürlich nicht beurteilen, wie groß ihre Einflussmöglichkeiten und ihre Freiheiten sind. Ich persönlich habe das Glück, dass diese Möglichkeiten bei mir sehr groß sind.

Das geht so nicht.

Allerdings frage ich mich, ob die Dich überhaupt brauchen, wenn einfach alles liegen bleiben kann.

Vielleicht solltest Du mal für 6 Monate ausfallen....

Gruß

Manavgat

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