Weiterbildung gemacht- Mehr Geld verlangen

Hallo,

es ist nicht das richtige Forum, aber ich möchte in Schwarz schreiben.

Mein Mann ist Kfz Mechaniker und musste für ein halbes Jahr Lehrgänge von der Arbeit aus machen, nun ist er Servicetechniker und hat mehr Wissen als seine Arbeitskollegen.

Die Firma MUSS einen Servicetechniker haben, sonst kann sie dicht machen. Keine Ahnung, warum. Ist ja jetzt auch nicht wichtig.

Jedenfalls sind sie auf meinem mann angewiesen, denn der Lehrgang hat für die Firma über10.000 Euro gekostet.

Und der Typ, der den Lehrgang gemacht hat, also der Lehrer, hat zu meinem Mann gesagt, er soll auf jeden Fall eine Gehaltserhöhung verlangen oder mit Kündigung drohen.

Das hat mein Mann gemacht, aber sein Chef will sich da nicht so recht drauf ein lassen, denn er meinte, der Lehrgang wäre ja teuer genug gewesen! Aber was bitte hat mein Mann dann davon?

Wie soll er sich denn jetzt verhalten?
Soll er wirklich kündigen?

Vielleicht kann mir einer einen Tipp geben.

#danke

LG

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Er könnte an andere Firmen Bewerbungen schicken. Vielleicht bekommt er ja ein Jobangebot mit Angabe des Gehalts.

Dann kann er ja noch mal bei seinem jetzigen Chef anklopfen und mit Kündigung drohen. Vielleicht zahlt er ihm dann mehr?

Und nebenbei: den Chef kann ich auch irgendwie verstehen. Das nennt man reale Arbeitswelt.

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ist s nicht schön, dass die Firma deines Mannes 10.000 Euro in ihren Mitarbeiter investiert hat?

Ich finde das eine Unverschämtheit und sehr undankbar.

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Ich sehe das etwas anders.

Ihr Mann hat nun eine höhere Qualifikation, natürlich muss er mehr Geld verlangen!

Denn Sie hat ja Recht, was hat ihr Mann davon, dass er jetzt mehr weiss und vermutlich auch wesentlich mehr Verantwortung trägt, wenn er dann nicht besser bezahlt wird?

Ich würde mich mit dieser Qualifikation anderweitig bewerben und dann die Kündigung auf den Tisch legen und das würde ich dem Chef auch genau so sagen, also dass ich mich bewerbe und gehe, wenn er nicht mehr zahlt. Natürlich muss die GH in einem vernünfigen Maße stehen.

VG Cunababy

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das er mehr Verantwortung trägt, hat sie nicht geschrieben.
Er hat sich lediglich qualifiziert. Vielleicht hat er mehr Fachwissen.

Ich denke, es liegt ganz einfach an der Art und Weise der Forderung, die Größe des Unternehmens und die Qualifikation an sich.

Grundsätzlich kommt es auf ein Gespräch an und gegenseitiges Messer auf die Brust setzen ist für mich keine gute Kommunikation

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hallo,

wie groß ist denn die firma? nur eine kleine mit ein paar beschäftigten? dann kann ich den chef voll und ganz verstehen. die 10.000 Euro müssen erstmal erarbeitet sein. und sicher will er erstmal schauen wie sich dein mann in der neuen position so macht. er weiss nun, dass dein mann eine gehaltserhöhung möchte und wird sicher auch drüber nachdenken. aber immer langsam mit den jungen pferden ;) ich würde nicht sofort kündigen.
natürlich kann sich dein mann parallel dazu in anderen firmen bewerben. aber dort kennt man ihn auch nicht und wird auch nicht sofort das riesen gehalt zahlen.

lg und alles gute für euch

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Feigling:-p
Dein Mann profitiert doch jetzt schon, noch nicht bemerkt?#klatsch Ihr seid echt undankbar und gierig- und feige Schwarzschreiber:-p

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Nein, wir sind nicht undankbar.

Der Lehrer vom Lehrgang hat jedem dazu geraten, das so zu machen.

Und wegen dem Schwarz schreiben:

Ich möchte nicht mein/unser Privatleben hier im Internet breit treten.;-)

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Was soll das denn?

Was hat es mit "gierig" zu tun, wenn man für eine höhere Qualifikation auch mehr Lohn zu bekommen hat.

Eine Krankenschwester geht doch auch nicht zum Putzfrauentarif arbeiten.

Wie engstirnig und naiv muss man bloß sein, um solch einen Unsinn von sich zu geben?

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hab ich noch vergessen: schon mal daran gedacht, dass der Job deines Mannes in seiner Firma mit der Weiterbildung auch sicherer geworden ist?

Einen hochqualifizierten Mitarbeiter der gute Arbeit macht und in den man investiert hat, versucht man möglichst lange zu halten, auch in schlechten Zeiten.

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Davon träumst du aber auch nur. Das mag in manchen kleinen oder familiengeführten Unternehmen noch der Fall sein.

Anonsten entscheidet das Controlling der Firma über den Verbleib der Mitarbeiter. Nicht seine direkten Vorgesetzten, die seine Qualifikation beurteilen können.

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du gibst echt nur stuss von dir.... netter kann ichs echt nicht sagen.

schön das man sich jetzt also aus lust und langeweile weiter qualifizerit OHNE finanziell mehr entlohnt zu werden.

frag mich in was für einer märchenwelt du lebst.

umso mehr qualifikationen umso mehr geld. so MUSS es sein.

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Hallo,

natürlich hat Dein Mann einen Anspruch auf eine Gehaltserhöhung. Denn mit den neuen Qualifikationen werden ja wahrscheinlich auch die Anforderungen und/oder die Verantwortung steigen.

Dass die Firma die Weiterbildung bezahlt, ist selbstverständlich. Dein Mann hat dafür nicht dankbar zu sein. Denn die Firma hat ja i.d.R. was davon.

Also: Wenn die Firma nicht mitzieht, soll er sich woanders bewerben. Wenn er eine Zusage hat, soll er mit dieser (mündlichen) Information zu seinem Chef. Entweder dann gibt's mehr Geld oder er wechselt eben.

Die Argumentation der Firma (und so mancher anderer hier) ist Blödsinn.

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Das unterschreibe ich so!

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BINGO!

Ich finde es immer wieder erschreckend wie viele doch zu kreuze kriechen für sowas! #kratz

Die Firma verlangt eine bestimmte leistung von ihren MA, dann können die MA auch schließlich das dementsprechende Gehalt verlangen wie in diesem Fall!

Aber es ist ja immer grundsätzlich der ach so arme gebeutelte Arbeitgeber wenn ein AN auf seinem recht besteht! #schein

Manch einer wäre vom Gedankengang im Mittelalter mit dem Frondienst bestens bedient gewesen! #schein

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Nun, der Ratschlag zu kündigen, der hier so oft genannt wurde ist wohl die dümmste aller Perspektiven, es sei denn ihr habt 10 Riesen rumliegen:

http://www.rechtsanwaltdrpalm.de/fortb.htm

Ich würde 6 -12 Monate so weiterarbeiten, jedes Projekt was ich geleitet habe, den Umsatz den ich persönlich erwirtschaftet und welche Kunden ich neu hinzugewonnen habe. Und erst dann mit diesen Argumenten in eine Gehaltsverhandlung gehen.

Ute

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Aber was bitte hat mein Mann dann davon?

Er konnte auf Kosten der Firma eine teure Weiterbildung besuchen....ist das nichts? Ich habe eine Weiterbildungspflicht und gebe dafür Jahr für Jahr etwa Fr.2000.- für Weiterbildungen aus, aus eigener Tasche bezahlt, wohl bemerkt...

Bei uns in der Schweiz geht das noch einen Schritt weiter: Wer auf Kosten der Firma eine Weiterbildung macht, muss sich schriftlich verpflichten, der Firma nach der Weiterbildung noch x Jahre treu zu bleiben- damit sich das für die Firma auch lohnt.

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"Er konnte auf Kosten der Firma eine teure Weiterbildung besuchen...."

Was ihm normalerweise höhere Verantwortung und einen erweiterten Aufgabenbereich einbringt.

Na? Klingelt's?

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Ja, aber dennoch kann er bei Kündigung zur Übernahme der Weiterbildungskosten verpflichtet werden.

Ich finde erst sollte er mal nachweisen, ob er wirklich der Fa. einen Gewinn durch seine Weterbildung eingebracht hat - und dann anhand von Fakten, neu verhandeln.

Denn es soll ja auch sowas wie Fachidioten geben, die zwar theoretisch jede Menge drauf haben, aber praktisch nichts umsetzen können

Ute

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Hallo,

mal ganz ehrlich, warum fällt euch das jetzt erst ein?
Wäre es nicht klüger gewesen, vorher einen Vertrag mit dem Chef abzuschließen?

Ich arbeite im Gesundheitssystem und da ist es durchaus üblich, die Angestellten an die Firma zu binden, wenn eine Weiterbildung finanziert wurde. Ob das gesetzlich korrekt ist, weiß ich nicht, aber üblich ist es durchaus.

Also, erst mal nachdenken und dann fordern

Viel Erfolg

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Ich finde die hier vorliegende Konstallation wesentlich besser für den AN.

Solange nämlich nichts Neues vereinbart wurde, hat er die Qualifikation für lau und könnte auch die Firma wechseln.

Der Chef ist schön blöd.

Und wenn das Ganze Wohl der Firma an dieser Qualifikation hängt, dann wird er auch einem evtl. Nachfolger mehr zahlen müssen.

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**Ob das gesetzlich korrekt ist, weiß ich nicht, aber üblich ist es durchaus. **

Das hängt ganz davon ab, ob die Kosten der Weiterbildung zur Bindung an die Firma passen. Wenn die Weiterbildung 100 Euro kostet, dann ist es zum Beispiel nicht zulässig, den Mitarbeiter für 2 Jahre an die Firma zu knebeln.

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