Teilweise krankschreiben, geht das?

Hallo,

mein Mann leidet an Depressionen. Er war deswegen auch fast 6 Wochen krank geschrieben. Seit Anfang August arbeitet er auch wieder, aber hat im Schnitt 1 Tag die Woche Urlaub bzw. Überstunden genommen, weil er eine 40-Stunden-Woche noch nicht schafft. Langsam fangen seine Kollegen aber an, deswegen zu moppern. Weil er sich ja immer Urlaub nimmt.

Nun frage ich mich, ob es denn auch die Möglichkeit gibt, ihm ein Attest auzustellen, dass er nur 30 Stunden arbeiten darf? Weiß das Jemand? Und wer übernimmt dann die Differenz zum Gehalt?

Vielen Dank für Eure Antworten.

Bettina

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Lest euch da mal ein:

http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Depressionen---Arbeit-173.html

Es gibt schon verschiedene Modelle um arbeitsunfähige Arbeitnehmer schrittweise wieder ins Arbeitsleben zu integrieren.
Ist also unter Umständen durchaus Möglich, dass dein Mann zunächst nur für einige Stunden am Tag arbeiten muss, um ihn Schritt für Schritt wieder belastbar zu machen.

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Es gäbe soweit ich weiß die Möglichkeit der Wiedereingliederung.

Das kann man bei der KK und beim AG nach längerer Krankheit beantragen. Mindestens müssen aber 6 Wochen sein. Genau würde ich mich da aber nochmal bei der KK informieren oder beim Arzt. Wenn der AG deines Mannes einverstanden ist, geht dein Mann Anfangs dann erstmal für z.B. 4 Stunden arbeiten und die Woche drauf für z.B. 6.

Wie genau das gestaffelt ist weiß ich leider nicht. Da kennt sich aber die KK gut aus. Nur leider ist das bei einer Krankheit von 6 Wochen nicht allzulange machbar und der AG deines Mannes muss auch einverstanden sein.

Das mit dem Attest sagt mir gar nichts! Er kann vielleicht beim Chef nachfragen ob er ihn erstmal auf 30 Stunden runterstuft, aber warum und vor allem wer sollte denn da die Differenz übernehmen?


Kerstin mit #sternMadita & #sternLeo *08.09.09+ und #stern12.SSW und Ida 24.SSW #verliebt

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Die Möglichkeit der Staffelung gibt es. Mein Bruder sein Schwiegervater hat das gemacht. Dein Mann sollte mal mit seinem Arzt darüber reden.

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Der Mann meiner einen Kollegin hatte auch Depressionen...
er war erst ewig krank geschrieben,hat dann ne stat. Therapie
gemacht u. wurde anschl. erst langsam wieder eingegliedert ...
glaube,er hat mit 4h tägl. angefangen...
Das zog sich über mehrere Wochen.

LG Kerstin

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Hallo,

was es gibt, ist das so genannte "Hamburger Modell", also eine stufenweise Wiedereingliederung von Menschen, die länger arbeitsunfähig waren. Ob bei Deinem Mann die Voraussetzungen gegeben sind, weiß ich nicht, sprecht mit dem behandelnden Arzt.

Jjedenfalls wird in solchen Fällen ein individueller Plan zur Wiedereingliederung ausgearbeitet, in dieser Zeit erhält der Arbeitnehmer aber weiterhin Krankengeld. Das normale Gehalt erhält er erst wieder, wenn er als gesund gilt und wieder seine vorherige Tätigkeit im vollen Umfang aufnehmen kann.

Ich würde euch wünschen, dass das genannte Modell für euch möglich ist; das nimmt Deinem Mann den Druck, gleich wieder voll funktionieren zu müssen. Volles Gehalt gibt es dann jedoch nicht.

LG

Anja

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