Quereinstieg in Sozialberuf - möglich?

Hallo,
ich bin 35, verheiratet und habe zwei Kinder.
Mein beruflicher Werdegang:
Ich habe Abitur, ein abgebrochenes Philosophiestudium #hicks, anschließend ein zweijähriges Zeitungsvolontariat abgeschlossen und dann einige Jahre als Verlagsredakteruin bei einem Anzeigenblatt gearbeitet. Ich habe kurz nach dem Abi angefangen als "Freie" angefangen für die Zeitung zu schreiben und bin so auch zu meinen Festanstellungen gekommen.
Seit der Schwangerschaft mit meiner Tochter 2004 bin ich komplett aus dem Beruf draußen, habe nur ein paar Aushilsjobs gemacht (Verkauf, Zeitungen austragen). Nun kommt mein Sohn in den Kindergarten und ich merke dass es Zeit wird für den Wiedereinstieg. ;-)
Zunächst sind wir nicht auf ein zweites Gehalt angewiesen. Ich kann/möchte auch nicht länger als 5-6 Stunden am Tag in den Job investieren.
Variante 1 wäre nun, wieder als freie Journalistin langsam anzufangen. Vorteil, ich könnte viel von zu Hause arbeiten. Nur: die Berufschancen sind in diesem Bereich nicht so besonders, ich habe das Gefühl ich bin dem Druck nicht mehr gewachsen.
Variante 2: mein Traum war es schon immer, im sozialen Bereich zu arbeiten. Mein Vater war damals gegen ein Pädagogik-Studium :-( und ich konnte mich nicht durchsetzen. Der Bereich wäre mir soweit egal. Ich könnte mir auch vorstellen als Kinderpflegerin zu arbeiten, im Suchtbereich, mit Jugendlichen...eigentlich alles bis auf Alten-/Krankenpflege.
Ich weiß nicht ob es möglich ist meinen Traum zu erfüllen unter den Vorraussetzungen. Meine Kinder sollen nicht zu kurz kommen. Aber ich merke dass es jetzt dringend wieder Zeit ist für mich etwas zu verändern, ich bin nunmal auch keine Vollblut-Hausfrau und an meine Rente muss ich ja auch denken. #gruebel
Vielleicht kann mir hier im Forum jemand weiterhelfen oder hat eine Idee dazu.
#danke und liebe Grüße! Katja mit Julia (5) und Sebastian (2) #sonne

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Hallo,

ich hatte ein ähnliches Problem.
Habe Abitur, eine abgeschlossene Ausbildung als Orthoptistin, ca. 5 Jahre im Beruf gearbeitet, erstes Kind bekommen...

Dann wollte ich in die soziale Richtung und habe erstmal einen Tagespflegekurs über die VHS belegt...war dann Tagesmutter bis zur zweiten Schwangerschaft (da mußte ich liegen und konnte nicht mehr weiterarbeiten).
Sind nach der Geburt des Kleinen umgezogen und das ist jetzt ein Jahr her (nun ja, fast 1,5 Jahre).
Mittlerweile kann ich mir nicht mehr vorstellen, als Tagesmutter zu arbeiten, weil ich meinen Arbeitsplatz nicht mehr zu Hause haben möchte...jeden Krümel wegputzen, zu meinen eigenen Wildfängen nochmal mehrere dazu...war nix mehr für mich.
Habe nun letzte Woche in Köln ein Studium beginnen mit dem Abschluss Bachelor Pädagogik der Kindheit und Familienbildung. Ich kann damit sowohl in Kindergärten/Kitas/Hort o.ä. arbeiten als auch in der Jugendhilfe, Famileienzentren etc. in beratender Funktion.
Das Studium läuft nur an drei Tagen die Woche, was mit Kindern natürlich praktisch ist. Der Studiengang ist klein und sehr familiär, mit vielen integrierten Praktika und Hospitationen.
Vielleicht wäre das noch was für Dich?

LG und wenn Du Fragen hast, kannst Du mich gerne über PN anschreiben!

Andrea mit ihren beiden Jungs (4,5 Jahre und 1,5 Jahre)

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Noch was, der Mütteranteil liegt in meinem Semester bei 1/3....scheint also noch mehrere wie uns zu geben;-)

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Das Problem ist, dass Du eine Ausbildung zur Kinderpflegerin brauchst oder aber eine Pädagogik-Studium für den Jugend- oder Suchtbereich.
Gerade letzteres ist so komplex, dass man da nicht einfach angelernt werden kann.

Mit Deinem beruflichen und schulischen Werdegang wäre es schade, wenn Du auf ein "Helfer"niveau herunter kommst.
An Deiner Stelle würde ich ein Studium der Sozialpädagogik machen (kannst ja nebenbei irgendwo im sozialen Bereich jobben) oder in meinem alten Beruf weiter arbeiten.
Es gibt an der Fernuni Hagen auch bezahlbare Studiengänge für zu Hause (auch Teilzeit). Der Bildungsgang heißt hier Bildungswissenschaften.

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Eine angelernte Altenpflegehelferin verdient nicht gerade die Welt..... im ambulanten Dienst kannst Du leider nicht als ungelernte Arbeiten , weil dies mit der KK abrechnen und nur Fachkräfte abgerechnet werden können.

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Sie hat doch geschrieben das sie Alten-und Krankenpflege NICHT machen möchte#aha

Lg, Luzie

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hallo!

Also ich denke daß du ohne abgeschlossene ausbildung schlechte karten haben wirst.
aber im Moment erweitern viele Schulen ihr Angebot um nachmittagsbetreuungsangebote, die vielleicht auch dich einstellen würden.
oder frag in jugendzentren nach.
wenns dir nicht um ein gehalt geht, dann überleg dir, ob ne ehrenamtliche tätigkeit was für dich wäre?
ansonsten kannste vielleicht in montessori-schulen o.ä. nachfragen ob sie freiarbeitspädagogen schulen und einsetzten..

ansonsten würde ich dir allerdings raten doch nochmal die schulbank zu drücken/ ein studium zu beginnen, dnen ob ich das alles wirklich die näcshten 30 berufsjahre ausfüllt, wag ich zu bezweifeln..

lisasimpson

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Wenn du es mit der Kinderbetreuung hin bekommst, dürfte Altenpflege kein Problem sein. Die Branche boomt und die Jobaussichten werden in Zukunft besser denn je sein. Dann musst du halt drei Jahre in den sauren Apfel beißen- danach kannst du ja eine Stelle mit für dich guten Arbeitszeiten (nur Nachtdienst, nur Frühdienst, ambulanter Pflegedienst etc.) suchen. Ich würde in diese Richtung tendieren.

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Hallo,
das einzige was mir bekannt ist, sind Alltagsbetreuer die in Altenheimen quasi "animieren". Malen und basteln und füttern mit den Leuten dort. Aber keine Pflege. Allerdings ist das extrem schlecht bezahlt. In den meisten anderen sozialen Berufen (Kinderpflege, Altenpflege) kommt man ohne Ausbildung fast nicht mehr rein, denn diese Betriebe müssen eine Quote an gelernten nachweisen.
LG

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