Überbrückung bis Referendariat ??

Hallo zusammen,

erbitte Eure Ratschläge, meine Tochter, beendet im Dezember dieses Jahres ihr Lehramtsstudium, kann aber das noch fehlende Referendariat
erst im September 2011 beginnen.

Wir brauchen bitte von Euch fachmännischen Rat, wie man die Überbrückungszeit arbeitstechnisch am besten gestaltet.

Hier die Frage von meiner Tochter:


ich möchte in der Zeit zwischen meinem Examen und dem Beginn des Referendariats (insges. 7 Monate) auf jeden Fall arbeiten gehen.
Könnt ihr mir vielleicht helfen und die möglichen Varianten bewerten?

1. Möglichkeit:
ich bleibe immatrikuliert, beziehe daher noch Kindergeld, muss als Student keine Steuern zahlen und bin familienversichert --> darf dann im Monat jedoch nicht mehr als 400 Euro verdienen (aus steuerlichen Gründen und weil sonst mein Jahreseinkommen wegen des Kindergeldbezuges zu hoch wäre)

2. Möglichkeit
ich exmatrikuliere mich, versuch ein Vollzeitjob für 6 Monate zu finden und mehr Geld zu verdienen, somit natürlich auch Versicherung und Steuern zahlen
(Macht das ein Arbeitgeber überhaupt mit bzw. wie viel müsste man verdienen damit sich das lohnt?)

Ich würd mich riesig über Ratschläge freuen

Vielen Dank zwergi 4711 & Tochter

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Ich würde wahrscheinlich Variante 1 wählen und nebenbei Nachhilfestunden geben. Eine Möglichkeit für einen Job wären vielleicht diese Übermittags- und Hausaufgabenbetreuungen, die die Schulen jetzt immer mehr nach dem regulären Unterricht anbieten.

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Hallo,

bei uns in der Stadt werden Studenten in der Warteschleife als Aushilfslehrer eingestellt. Fragt da doch mal nach.

Liebe Grüße

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Eine Mischung aus beiden...
Bleibe immatrikuliert und bewerbe dich. Die Aushilfslehrertätigkeit würde ich auch ins Auge fassen, dort werden Studenten permanent gesucht. Und es würde sich auch sehr gut im Lebenslauf machen.

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Hallo,

weiß nicht, welches Bundesland ihr seid, aber bei uns in NRW können sich zumindest im Grundschulbereich auch Leute mit 1. Staatsexamen beim Schulamt melden. Da oft Not am Mann ist, werden die gerne genommen. Wie hoch die Bezahlung ist und ob es sich dafür lohnt, sich selbst zu versichern, weiß ich leider nicht.

LG

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Möglichkeit 3!

exmatrikulieren und Antrag auf ALG2 stellen. Hier Anspruch auf Übernahme der Mietkosten für mindestens 6 Monate sogar in der akutellen Höhe (also mehr als die angemessene Miete), 350 Euro Bedarf, Krankenversicherung, GEZ-Befreiung und eventuell verbilligtes Monatsticket.

Vorteil: ihre Existenz ist gesichert. Findet sie vorher einen Job, der nicht reicht, dann bekommt sie ergänzend Leistungen. Reicht das Einkommen, kann sie sich wieder abmelden.

Sie muss dieses Geld nicht an die ARGE zurückzahlen, wenn sie später verdient, wenn sie länger als 6 Monate im Bezug war.

Noch ein Tipp:

Ich würde mich auf alles bewerben und mitteilen, sie habe festgestellt, dass der Lehrerberuf nicht das Richtige ist. Und den Termin für das Referendariat verschweigen. Sonst stellt sie nämlich niemand auf einen vernünftigen Job ein. Achtung: bei einer Kündigung unbedingt die Kündigungsfristen beachten.

Alles Gute

Manavgat

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Evtl. guckt ihr mal, hier kann man als Vertretungslehrkkraft arbeiten, die machen noch viel kürzere Zeiten mit und das wird z.T. aufs referendariat angerechnet!

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