Polizeiliches Führungszeugnis in die Bewerbungsunterlagen...

Hallo!

Ich bin gerade ein bißchen "ärgerlich" und wollte mal fragen wie ihr die Sache so seht!

Ich bin Erzieherin und gerade auf Stellensuche.
Letzte Woche war eine Anzeige in der Zeitung die ich ganz interessant fand, allerdings stand da ausdrücklich drin, dass die ein polizeiliches Führungszeugnis in den Bewerbungsunterlagen erwarten!
Gut, bestellt und angeheftet... aber ich finde das total dreist!!
Wer soll das bezahlen?? Außerdem kann man das ja nicht einfach kopieren, sie wie andere Bescheinigungen und dann unbegrenzt oft mitschicken, ich müsste ja jedesmal ein neues bestellen oder eine beglaubigte Kopie anfertigen lassen (was unsere Gemeinde im Übrigen nicht einmal macht#augen).

Die Hälfte der eingehenden Bewerbungen wird doch ohnehin gleich aussortiert, reicht es denn nicht das Führungszeugnis bei der Einstellung vorzulegen? Das war bei mir bisher immer so, dann bekommt man nämlich auch die Kosten vom AG erstattet!

Naja, ich hab jetzt seit letzter Woche insgesamt sechs Bewerbungen geschrieben. Wenn alle eins gewollt hätten, dann wären das ja jetzt schon 78€#schock und da ist ja noch längst keine Anstellung in Sicht!!

Was meint ihr, "gehört" das Führungszeugnis (original Dokument) in jede Bewerbungsmappe?

LG Nadine

Hallo

Also ich kenne das von Bewerbungen nicht. Aber wenn es verlangt wird, muss du es wohl mitschicken.

Bianca

Hi Nadine,

ich kann nur sagen, wie ich es machen würde:

Ich würde KEIN pol. Führungszeugnis beilegen, sondern am Ende des Bewerbunsschreiben angeben, dass Dein Zeugnis einwandfrei sei und Du es gern bei dem persönlichen Gespräch nachreichst.

Das dauert ja eigentlich auch bis es da ist, zumindest war es bei mir so!

Ich würde das auch nicht einsehen, überleg mal, welche "Gelder" da über den Tisch gehen, wenn die 60 Bewerbungen bekommen! #schock

Und davon wird dann einer eingestellt, alles andere ist für die Katz!

Darüber hab ich auch schon nachgedacht!
Ich hab mir aber Sorgen gemacht gleich "beiseite" gelegt zu werden wenn ich mich schon vor Dienstantritt querstelle;-)

Hi,

Bei Banken ist ein polizeiliches Führungszeugnis Gang und Gebe, jedenfalls in der Schweiz - aber auch hier musste ich meines erst vorlegen, als ich den Arbeitsvertrag unterschrieben habe.

Gruß
Simone

Du hast nicht nachgedacht!

In den Bewerbungsunterlagen reicht es, wenn Du eine Kopie reinlegst und drauf schreibst: bei Einstellung erhalten Sie selbstverständlich das Original.

Gruß

Manavgat

Du hast recht! Danke!

Warum ist das dreist? Gerade hier bei urbia wird doch immer nach stärkeren Kontrollen und nach Prävention geschrien, wenn es um Kindesmissbrauch und -misshandlungen geht.

Da ist die Vorlage von Führungszeugnissen bei solchen Berufen nur konsequent.

Ja sicher! Ich habe auch nichts dagegen es vorzulegen! Aber ich finde eben nicht richtig, dass es in die Bewerbungsunterlagen gehört!

Sorry, da habe ich Dich falsch verstanden.

Allerdings ist dies notwendig für den Bewerberauswahlprozess. Wenn der Bewerber den erst bei Einstellung vorlegen braucht und dieser geflunkert hat, muss der Arbeitgeber mit der Bewerberauslese noch mal von vorne anfangen.

Aber Du hast ja schon den Tipp mit der Kopie und Vorlage bei Einstellung bekommen. Darauf sollte sich der Arbeitgeber einlassen.

LG
Peter

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ich musste als ich mich für die erzieherschule! beworben habe auch eins vorlegen! naja aber wenn du dann eine absage bekommst und die nächste stelle kommt wo das erforderlich ist dann hast du ja;-)

ich denke es sieht schon blöd aus wenn man es nicht mitschickt wenn man sich wirklich für den job interessiert schickt man es einfach mit und gut!

ich finde es auch gut das sie danach fragen im vorwege denn es gehts ja darum herauszufinden ob die person schon mal straffällig geworden ist und ich denke das ist gerade in der heutigen zeit und im bezug auf einen beruf mit kindern sehr wichtig! kann ja auch sein das eine person schon mal sexuell straffällig bei kindern geworden ist und dann wird der eingestellt und zack oder das denen die bewerbung so gut gefällt und der jenige ist schon mal strafällig geworden bei kindern oder wie auch immer... sicher ist das viel geld aber ich finde es schon sinnvoll!

lg nina

in unserem job mittlerweile normal, du könntest ja schonmal wegen körperverletzung drangewesen sein oder sexuellem missbrauch, etc.

wenn du ein polizeiliches führungszeugnis für eine bewerbung bestellst, kostet das nichts.

lg

Hallo Motte,

das stimmt aber so nicht.

Nur wenn es für einen "Freiwilligen-Job" ist - KANN (!!!!!!) auf die Kosten verzichtet werden.

LG,

lucky00

Also davon hat man mir aber bei der Bestellung nichts gesagt und das habe ich auch noch nie gehört!
Ich musste, wie immer, 13€ zahlen!

LG

"Wer soll das bezahlen??"

Die Agentur für Arbeit oder die ARGE im Rahmen des Vermittlungsbudget, sofern du dort Kundin bist.

"Wenn alle eins gewollt hätten, dann wären das ja jetzt schon 78€"

Quark. Man kann durchaus auch eine Kopie einreichen, wenn nicht ausdrücklich das Original verlangt ist.

"Was meint ihr, "gehört" das Führungszeugnis (original Dokument) in jede Bewerbungsmappe?"

Selbstverständlich nicht, nur, wenn es ausdrücklich gefordert ist und ansonsten höchstens noch im Sicherheitsbereich, wenn es nicht älter als drei Monate alt.

Ich kann deine künstliche Aufregung ehrlich gesagt kein bisschen verstehen.

Zudem habe ich schon mehrere Fälle erlebt, bei denen sich vorbestrafte auf Stellen bewarben und mir auf Nachfrage (inhaltlich: ob sie denn des Wahnsinns knusper Beute seien) sagten, och sie hätten halt gehofft, der Arbeitgeber vergisst es... Und ich kenne einen Fall, bei dem wurde eine Dame nach der Einstellung fristlos gefeuert, weil beim einige Wochen nach Beginn erst vorgelegten Zeugnis dann doch eine Vorstrafe zutage trat.

Ich kann die Arbeitgeber, die so etwas vorab verlangen, also durchaus verstehen. Gerade in Bereichen, in denen man sowieso eins vorlegen muss (Kinder, Öffentlicher Dienst etc.).

"des Wahnsinns knusper Beute " #rofl

was hab ich mir denn darunter vorzustellen?!
gefällt mir aber jedenfalls und kommt schon mal in meine "Phrasen-sammlung"

lisasimpson

aufgrund der Geschehnisse in den Kirchen (Mißbrauch) wird die nun zur Regel werden...

Hallo,

in meinem alten Job (Sekretärin) sind die Bewerbungen - bevor sie der Chef gesehen hat - über meinen Tisch gegangen. Die Anweisung vom Chef war: Die Bewerbungen denen nicht alle geforderten Unterlagen beilagen oder die Bewerbungen in denen mehr als 3 Schreibfehler waren gleich - ohne das mein Chef sie sieht - zurück zu schicken.

Ich kenne es zwar auch nicht, dass man gleich ein pol. Führungszeugnis mitschickt, aber wenn es gefordert ist, würde ich es schon machen. Es kommt nicht gut an, wenn man schon bei der Bewerbung nicht das macht was gefordert ist.

Wenn Du eine Absage bekommst, kriegst Du ja das Originaldokument zurück und kannst es für die nächste Bewerbung/Vorstellungsgespräch (oder wann auch immer es gefordert wird) weiter benutzen.

LG janamausi

"ich müsste ja jedesmal ein neues bestellen oder eine beglaubigte Kopie anfertigen lassen (was unsere Gemeinde im Übrigen nicht einmal macht)."

Ich bin mir sicher, dass in deiner näheren Umgebung eine Behörde o.Ä. gibt, die Kopien beglaubigt...für jede Bewerbung ein neues Führungszeugnis anzufordern, wäre natürlich etwas zu viel verlangt.

"reicht es denn nicht das Führungszeugnis bei der Einstellung vorzulegen?"

Darauf würde ich mich als Arbeitgeber auch nicht unbedingt einlassen. Es wäre ja möglich, dass der Bewerber keine "weiße Weste" hat...von daher finde ich es nur logisch, sich das Führungszeugnis bereits mit der Bewerbung vorlegen zu lassen.

"Was meint ihr, "gehört" das Führungszeugnis (original Dokument) in jede Bewerbungsmappe?"

Wenn es verlangt wird und du fügst es nicht bei, könntest du dich damit schon für den Job disqualifiziert haben.

Die meisten schicken die Unterlagen doch zurück, vorallem wenn man nach einer Absage noch mal anruft.

Finde es völlig okay, dass die sich da absichern wollen.

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