Studienarbeit über Hartz IV auskommen

Hallo,

also ich schreibe gerade eine Studienarbeit über HartzIV Einkommen und vor allem Auskommen damit.

Ich möchte gegenüberstellen, dass eine vierköpfige Familie Ehepaar mit zwei Kinder unter 14 Jahren bei denen beide Eltern arbeiten nicht unbedingt besser über die runden kommen als mit Hartz IV. Wobei ich bei den Hartz IV Familien noch einen Unterschied haben möchte und zwar eine Familie, die mit dem Geld auskommt (wenn auch mit viel planen und rechnen)und eine Familie, die überhaupt nicht über die runden kommt.

Ich weiß ich lehne mich weit aus dem Fenster, wenn ich der Meinung bin, dass Hartz IV als Übergangsgeld sein sollte und Personen die Hartz IV erhalten sich mit dem Geld nicht jeden Luxus leisten können, die sich arbeitende kaufen könnten.

Ausserdem erhalten Hartz IV Empfänger jede Menge vergünstigungen, die häufig nicht ausreichend genutzt werden (aus Scham?). Eine Familie die arbeitet und vielleicht genau so viel Geld haben, erhalten diese Vergünstigungen leider nicht.


Wer möchte mir (gerne auch persönlich über PN oder mal telefonieren) erzählen, wie mit Hartz IV auszukommen ist, bzw. wer arbeitet und auch das Gefühl hat so zu leben wie am Existenzminimum?

Würde mich sehr freuen.

lg Manuela Studentin in Nürnberg im 5 Hochschulsemester

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"Manuela Studentin in Nürnberg im 5 Hochschulsemester"

Was? Soziale Arbeit? Oder doch eher BWL?!

"Eine Familie die arbeitet und vielleicht genau so viel Geld haben, erhalten diese Vergünstigungen leider nicht."

Nun - vielleicht solltest du dich erst mal GRÜNDLICH über rechtliche Seite dieser Dinge informieren! Die zitierte Aussage von Dir ist nämlich: Falsch. Absolut falsch. Unwahr. Man könnte dir fast den Wunsch nach Hatze und Armenbashing vorwerfen! Der ganze Unterton deines Posts legt das nahe. Sehr nahe.

"Ich möchte gegenüberstellen, dass eine vierköpfige Familie Ehepaar mit zwei Kinder unter 14 Jahren bei denen beide Eltern arbeiten nicht unbedingt besser über die runden kommen als mit Hartz IV."

Auch hier der gleiche Tipp: Erst mal Rechtsgrundlagen lernen. Empfohlen seien hier die §§ 11 und 30 SGB II, Stichwort ergänzendes ALG II.

Wer arbeitet, hat mehr Gelg als jemand, der ALG II bekommt, Punkt.

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Und woher willst du das wissen? So weit ich weiß gibt es noch kein Mindesteinkommen und du denkst, du bist genauestens darüber informiert, was z.B. eine Tierarzthelferin, die 3 kleine Kinder zu Hause hat und am ende noch alleinerziehend ist am Monat noch so auf der Abrechnung stehen hat. Oder die Friseuse? Oder die Sekretärin?

Ich weiß zwar nicht genau, wie hoch genau der Hartz IV Satz liegt, deswegen maße ich es mir auch nicht an, hier eine Aussage treffen zu können wer jetzt am Ende genau mehr hat.

Aber ich denke, da genau das Thema (Arbeit muss sich wieder lohnen) nicht selten Mittelpunkt politischer Diskussionen ist und sehr viele Menschen mit einer festen Arbeit nachweislich am Existenzminimum leben, solltest DU dich vielleicht mal über die Durchschnittseinkommen gewisser Berufe informieren, anstatt hier direkt hoch zu gehen und Leute zu beleidigen.

Aber getroffene Hunde bellen ja bekanntlich...

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ja, man sollte nicht die berufe vergessen, die wirklich schlecht bezahlt werden.
es mag aber auch wieder sein, daß man in solchen fällen andere zuschüsse beantragen kann, vllt wohngeld etc?
ich weiß es nicht, aber ich sehe es auch erstmal so wie du.
bevor man es pauschal verurteilt, müßte man eine menge infos einholen.

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Hallo,

fachlich kann ich zu deinem Thema nichts beitragen.

Es wundert mich allerdings, wie du eine wissenschaftliche Arbeit angehst.
Das Ergebnis, welches am Ende des Arbeitsprozesses stehen sollte, steht bei dir offensichtlich schon fest.
Persönliche Meinungen haben da nur bedingt Platz.


Gruß
Knusperfisch

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du hast völlig recht, das ist total unwissenschaftlich.

gruß, amory

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"Es wundert mich allerdings, wie du eine wissenschaftliche Arbeit angehst.
Das Ergebnis, welches am Ende des Arbeitsprozesses stehen sollte, steht bei dir offensichtlich schon fest."

#danke

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Hallo,

mit steigendem Gehalt steigen die Ansprüche.

Dein Arbeitsansatz lässt sich also auf jeden Fall bestätigen.

Zielführend ist das aber nicht.

Gruß Marion

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"mit steigendem Gehalt steigen die Ansprüche."

Oh, wie du Recht hast!

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Hallo,

also "fachlich" kann ich auch nichts dazu beitragen!
Aber ich hab grad mal stümperhaft beim ALG 2 Rechner nachgerechnet, was eine Familie mit 2 Kindern unter 14 Jahren, mit einer Warmmiete von 600 Euro (ist ja recht wenig) in Bayern an ALG 2 Leistungen bekommt. Das sind 1392 Euro.
Wenn du dagegen eine Familie nimmst, die arbeitet, ansonsten gleiche Vorraussetzungen, komme ich bei einer sechs Tage Woche a acht Stunden, bei einem Mindestlohn von 6.50 Euro auf ein Bruttogehalt von 2080 Euro plus Kindergeld. Netto wären das mit Steuerklasse 4 vll. 1654, gesamt als 1970 Euro.
Also hätte die Familie noch einen Anspruch auf ergänzendes ALG 2 von in Höhe von 324 Euro.
Also hat eine arbeitende Familie, 2294 Euro zur Verfügung.

Klar, das ist jetzt absolut Laienhaft, ohne große Recherchen, einfach mal so hingerechnet. Zahlt ja auch nicht jeder gleich viel Miete und Nebenkosten.;-)

Aber ich denke eine Familie mit Arbeit steht in jedem Fall besser da, als eine ALG 2 Familie. Allein schon das Selbstwertgefühl, das einem eine Arbeit vermittelt, soziale Kontakte und geistige Weiterbildung.
Klar es gibt bestimmt auch andere Fälle, aber pauschal alles über einem Kamm zu scheren, finde ich in diesem Falle nicht angebracht.:-)

LG Mia

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Hallo,

ist es so, dass der ersten Familie noch die Miete gezahlt wird, die Familie 2 noch zahlen muss? Denn wenn das so ist, dann gehts EVTL abzgl. Benzin, Versicherungen Kita-Beiträge? vllt doch nicht SOO viel besser. Jetzt mal rein von den Zahlen betrachtet.

Ich bin aber LAIE und lasse mich gern in einem FREUNDLICHEM Ton eines besseren belehren.

lg, m.

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Bin doch immer freundlich! #schein

Hmm, glaub die zweite Familie muss noch Miete zahlen, aber ich es gibt ja auch noch Wohngeld! :-) Aber ganz ehrlich, ich kenn mich mit dem Thema wirklich nicht aus, hab das einfach mal mit dem ALG 2 Rechner ausgerechnet! ;-)
Glaub aber die Kita Beiträge müssten sie nicht zahlen. Hatten selber nämlich das Problem, das wir keinen Anspruch auf nen Platz haben, weil mein Mann zuviel verdient (somit sind wir laut Jugendamt finanziell nicht darauf angewiesen das ich arbeiten gehe #augen) und müssten wenn wir doch nen Platz bekommen, die Kosten selber tragen. Und der vom Jugendamt hat mir dann erklärt das Geringverdiener, dann die Beiträge erstattet bekommen! Aber das ist glaub ich von Stadt zu Stadt unterschiedlich.#kratz
Aber klar von den anderen Kosten her, ist es dann wohl doch nicht soooo viel besser.

LG Mia

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Hallo,

ich kann King.with.deckchair nur Recht geben.

Leider haben hier viele immer noch das typische Stammtischdenken drauf.

Ein ALGII Empfänger bekommt mehr als ein arbeitender... #klatsch


Wenn man arbeitet hat man IMMER mehr als ein reiner ALGII Empfänger.

Wir haben zu viert schon ALGII bezogen da hatten wir 1200 Euro + Kindergeld.

Dann haben wir ergänzendes ALGII bekommen-da hatten wir Lohn meines Mannes + ALGII= 1500 Euro + Kindergeld.

Hier kam dann der Freibetrag ins Spiel von dem King.with.deckchair gesprochen hat.


Wenn jemand-und nehmt es mir nicht übel-weniger als ein ALGII Empfänger hat und sich darüber aufregt-sorry-dann ist er zu doof sich zu informieren was ihm zusteht...

Denn dann hat man immer die Möglichkeit entweder ergänzendes ALGII zu beantragen oder alternativ Wohngeld mit Kinderzuschlag.

Und jetzt muss ich King.with.deckchair wirklich mal in Schutz nehmen weil hier ihre Freundlichkeit angefriffen wird.

Hier MUSS man so werden. Als ich vor knapp 3 Jahren hier her kam dachte ich auch-ach was sind die alle unfreundlich... Wenn man dann aber nur Flasche Behauptungen, ständige Fragen nach Unterstützung,/wie kann man den Staat bescheißen... liest, dann wird man härter und denkt anders über Menschen....


Viele Haben nur Fragen was sie alles vom Staat abgreifen können...


Wie gesagt-wer sich informiert der weiß, dass ein reiner ALGII Empfänger immer weniger hat als ein arbeitender Mensch...

Und dann muss man auch nicht solche Fragen stellen. Zumal man sich kein Urteil darüber bilden kann warum jemand vielleicht nicht mit ALGII klar kommt....

Es können Schulden, etc im Spiel sein oder jemand kann einfach nicht mit Geld umgehen....

LG Mona

36

Hallo,

hier ging es aber nicht darum, dass jemand mehr vom Staat haben möchte. Sondern es ging um ganz individuelle Beispiele, wie es jemandem ergangen ist. Was die persönlichen Erfahrungen sind, wie man bestimmte (Geld)Probleme lösen konnte. Damit das in eine wissentschaftliche Arbeit einfließen kann.
Und blos weil man "härter" wird, heißt das nicht, das man wahllos auf Leute einredet und auch taktlos wird. DAS entbindet niemanden davon, höflich zu bleiben.
Ich wundere mich echt, warum es nicht möglich ist, auf einem normalen Level zu diskutieren. Warum man die Intelligenz eines Menschen bzw. seine ganze Person in Frage stellt, nur weil ein - vermeintlich - falscher Zungenschlag dabei war. Die Kunst besteht auch darin, darüber nachzudenken, was der andere gemeint haben könnte und ggf nachfragt.
Wer einfacvh nur draufhaut ist nicht viel besser als der, dem "Stammtischgelaber" vorgeworfen wird.

m.

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#liebdrueck

Schön, dass Ihr's geschafft habt!

kwd
..die sehr wohl sehr freundlich sein kann - aber Plattheiten einfach nicht abkann.

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Hallo an alle, die sich hier anmaßen meine Fähigkeit nur allein durch 2 Beiträge in Frage zu stellen!

Zum einen habe ich im Gesamtstudium einen Durchschnitt von 1,7 und das mit zwei kleinen Kindern! Übrigens habe ich auch in Sozialrecht und Familienrecht eine 1,0 geschrieben und berate nebenher Klienten mit Antragsstellungsproblemen.

Zum anderen empfinde ich das Niveau dieser Diskussion nicht sehr hoch. Denn wer sich wirklich an einem Wort aufhängt ist echt nicht grad weitdenkend. Ich bin gerade am Anfang meiner Studienarbeit (Achtung es ist nicht meine Abschlußarbeit!!!) und habe mir gedacht, einmal ganz persönliche Erfahrungen lesen zu können, die sicherlich auch gegen meiner Behauptung stehen. Da gibt es das Wort These und da schreibt man zunächst eine Behauptung, um diese dann fundiert zu überprüfen gegebenenfalls auch (und ja das gibt es!) zu wiederlegen. Ich werde weder diese Seite/Diskussion als Quellenangabe oder als Auswertung nutzen.

Und bitte noch eine Sache die ich hier klarstellen möchte ich habe eine eigene Meinung klar wer hat die nicht!? Aber es ist nicht meine erste Studienarbeit und ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Das ist die Kunst an einer guten Studienarbeit am Ende erkennen zu können, ob man selbst seine Sichtweise verändert hat oder eben nicht.

Ich beende hiermit meine Diskussion, da ich mich nicht auf das Niveau der Beschimpfungen niederlassen mag. Dafür ist mir meine Studienarbeit einfach zu wichtig und die Zeit mir zu Wertvoll. Habe noch viele Bücher zu wälzen ;-)


Vielen Dank aber an alle (besonders an die Person die mir geschrieben hat) und diese Diskussion mit konstruktiven Beiträgen versehen haben.

manu

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mach dir nichts daraus.

viele haben nur eine große klappe und wahrscheinlich noch nie selbst so eine art von arbeit oder studie durchgeführt ;-)

57

Viel Glück für deinen Studienarbeit.
Auf das Ergebniss wäre ich gespannt...

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Man könnte doch noch so viele Studien darüber veröffentlichen, ein Mensch, der vernünftig mit seinem Geld umgehen kann, wird auch von ALG 2 gut leben können. Genau so ist es mit Denen, die wenig verdienen#aha Klingt doch logisch, oder?

#contra es nervt!!!!!!

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Ich glaube, Du solltest in dem Seminar:


wissenschaftliches Arbeiten


nachsitzen!


Was ist das für eine Hausarbeit/Studie, in der erst das Ergebnis festgelegt und danach dann die Probanden ausgesucht werden?

Gruß

Manavgat

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vllt solltest du den ganzen thread lesen.
die TE hat das schon deutlichst kommentiert.

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Ayse, Du dutzi-dutzi Gutmensch,

was soll ich dazu sagen?

Dir auch schöne Advents- und Weihnachtszeit....

#schein

Manavgat

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