Umfrage - Wie wichtig ist heute noch ein Ausbildungsabschluss

Hallöchen zusammen...
Ich bin mal auf eure Meinugen gespannt. Ich hatte mit meiner Freundin das Gespräch, wie wichtig heutzutage noch ein Berufsabschluss ist. Also damit meine ich so eine dreijährige Ausbildung.

Ich persönlich bin gelernte Verwaltungsfachangestellte und hätte mir das sparen können, denn ich mag diesen Job nicht wirklich und arbeite nun auch in einem anderen.

Viele sagen immer "wenigstens hast du was gelernt!" #kratz #augen

Wie seht ihr das? Oder gibts sogar Muttis hier, die keine Ausbildung haben? Ist eine Ausbildung heute wirklich noch Grundvoraussetzung?

#danke für eure Meinungen

1

ich finde es wichtig.

ich habe ein handwerk gelernt, arbeite auch nicht mehr in dem beruf.
aber durch die lehre brauchte ich im studium kein halbes jahr vorpraktikum, weil ich alles innerhalb der lehre schon durch hatte und geltend machen konnte bis auf ein kleines thema.

und ich wurde in dem job dann während des studiums sehr gut bezahlt und mußte niemals billige hiwijobs machen, um mein studium zu finanzieren.

außerdem habe ich vom inhalt auch heute noch eine menge.



in einem verstehe ich dich aber:
es kräht evtl. kein hahn mehr danach, stimmts?
eine ausbildung macht vllt in einer bewerbung einen guten eindruck und hilft beim blenden, denn viele finden es wichtig,
auch wenn du es zb kein stück mehr brauchst.

2

ach so,
es gibt natürlich immer noch sehr sehr viele jobs und berufe,
bei denen man ohne aus bildung niemals eingestellt werden würde, höchsten als billiger handlanger,
aber wenn die fertigkeit fehlt, bringt es dem AG eben nichts,
besonders im handwerk, schweißer, metallbauer, chemikanten auch etc........

3

Hallo,

eine Ausbildung ist mE sogar immens wichtig.

Nur um dein Beispiel zu nehmen: hättest du deinen Job auch ohne Ausbildung bekommen, selbst wenn sie fachfremd war?

Ich denke immer, eine abgeschlossene Ausbildung macht auf jeden Fall einen guten Eindruck, egal, wo man sich bewirbt, weil man dem Arbeitgeber damit zeigt: ich hab den Biss und das Durchhaltevermögen gehabt, die Ausbildung abzuschließen. Und weil man eben Qualifikationen nachweisen kann, die vielleicht nicht nur für den Ausbildungsberuf relevant sind.

Wenn man keine Ausbildung hat, stelle ich es mir schwer vor, einen Job zu bekommen, der über Hilfsarbeitertätigkeiten hinausgeht.

Ich hab eine Freundin, die hat aus verschiedenen Gründen keine abgeschlossene Ausbildung. Sie arbeitet im Call Center und hat sich da schon intern hinaufgearbeitet. Dennoch muss sie da stets 101% geben, weil sie weiß, dass sie nirgendwo sonst eine wirkliche Chance hat. Mit der Panik im Nacken, die nächste Vertragsverlängerung auf jeden Fall bekommen zu müssen, weil man sonst extreme Probleme hat, überhaupt einen Job zu finden, mit dem man sich selbst finanzieren kann, möchte ich nicht leben müssen. Das ist psychischer Stress in Hochpotenz.

Gruß
Sneak

4

Nun ja, die meisten versuchen ja ne Ausbildung zu machen die ihnen zusagt, von daher ein klare JA!

Allerdings weiß ich das man in einigen Branchen ungelernt mehr verdient als manch einer mit seiner abgeschlossenen Ausbildung in einer anderen Branche, sehr frustrierend!

Ich denke aber auch das sich eine abgeschlossene Ausbildung gut macht im Lebenslauf, zumal das für die meisten bedeutet das dieser dann auch lückenlos ist.

lg glu

5

Leider ist das in Deutschland notwendig, man braucht eigentlich für alles, zumindest aber für vieles einen "Schein", Kompetenz in bestimmten Bereichen reicht oft nicht aus.

Beispiel

eine Freundin von mir hat als Aushilfe in einem Pflegeheim gearbeitet, ca. 3 Jahre lang. Dann wurde eine Stelle für Erzieher frei und sie hat sich darauf beworben. Diese Stelle umfasste exakt die Tätigkeit, die sie schon seit 3 Jahren ausgeübt hat! Nur eben bei besserer Bezahlung.

Den Chefs tat es wirklich sehr leid, aber sie konnten meine Freundin nicht auf diese Stelle einstellen, da sie die erforderliche Qualifikation (auf dem papier) nicht hat.

Das Ende vom Lied war: sie war ihren Job dann irgendwann los und eine neue, unbekannte Person musste sich neu einarbeiten....

Generell ist es sicherlic nicht schlecht, etwas zu lernen und zu können! Aber in Deutshland sollte flexibler eingestellt werden und nach Qualifikation, die nicht nur auf dem Papier existiert, eingestellt werden!

12

nun ja, ganz so einfach ist das nicht. schließlich schreiben aushilfen z.b. keine pflege- oder hilfepläne, keine entwicklungsberichte etc. . da benötigt man eben auch die theoretischen fachlichen kompetenzen.

nicht falsch verstehen... aushilfen sind in der sozialen branche immens wichtig, eben weil überall gespart wird #augen
aber in unserer wg z.b. gibt es eine kollegin, die arbeitet seit über 20 jahren dort. aber "nur" als pflegehelferin. sie hat das glück, noch einen ddr-vertrag zu haben und musste nach der wende keine ausbildung machen. (da hat sie wirklich glück gehabt, denn viele andere in unserem betrieb mussten das oder wurden zu hauswirtschaftskräften degradiert...)
sie verdient jetzt genau das gleiche wie wir anderen kollegen. sie macht im prinzip die gleichen täglichen aufgaben und sie ist eine sehr engagierte mitarbeiterin. ABER sie schreibt eben keine entwicklungsberichte etc., weil sie sagt, sie habe das eben nicht gelernt... das bedeutet dann für die fachkräfte immense mehrarbeit.

so gesehen ist es schon berechtigt, ausgebildete mitarbeiter "besser" zu entlohnen.

lg

23

Hi!

Dass Kompetenzen notwendig sind, streitet keiner ab. Aber wenn der Chef schon sagt, er hätte gerne sie behalten, weil sie den Laden gut kannte und alle Aufgaben schon übernommen hatte, die eine Erzieherin auch übernehmen müsste, ist das schon blöd....

Es müsste doch dann eine Möglichkeit geben, diese Leute "nachzuqualifizieren" für die Bereiche, die sie vielleicht nicht beherrschen...

6

Hallo!

Ich frage mich auch, wieso ich ein humanistisches Gymnasium besucht habe... Richtig gebrauchen kann man diesen Abschluss eigentlich nicht.
Dafuer haben sich mein Studium und Zusatzstudium rentiert, es gibt Jobs da braucht man einen Hochschulabschluss, egal welchen, bin froh dass ich ihn habe.
Und manchmal ist ein Stueck Papier mehr wert, als der Inhalt.
Moechte mich im Januar weiterqualifizieren, brauche diesen Titel im Moment nicht, aber wer weiss...
Manchmal wuensche ich mir, ich waere Hotelfachfrau geworden, aber auf Umwegen habe ich trozdem schon in der Tourismusbranche gearbeitet...

7

Ich bin exam. Krankenschwester.. und bin froh einen Beruf zu haben.

Auch wenn ich diesen Beruf - wenn ich nochmal die Wahl hätte - nie wieder erlernen würde.

Aber ohne geht es nicht! Für mich ist es eine Grundvoraussetzung.
Hätte mir z.B. keinen Freund/Mann angelacht, der keinen Beruf gelernt hätte. Den hätte ich ja "durchfüttern" müssen.

Was ist wenn man sich trennt? Dann steht man mit Kind und ohne erlernten Beruf da.. man hat doch kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt.

LG Diana

8

...absolut wichtig, OHNE berufsausbildung wirst du oft gar nicht auf die menschheit losgelassen. und besser ist auch. willst du irgendwen am krankenbett haben, oder vielleicht doch besser eine ausgebildete krankenschwester oder hebamme?? klar kann man einen job auch ohne berufsausbildung haben, aber das sind in der regel wenig qualifizierte arbeiten und oft schlecht (er) bezahlt. klar kannst du mit einem berufsabschluß artfremd jobben. aber du wirst NIEMALS wieder ungelernt eingestellt. auch wenn du als verwaltungsfachausgebildete artfremd arbeitest, so bist du dennoch ausgebildet zusammenhänge zu erfassen, dir selbt über verschiedene hilfsmitttel wie bücher usw. weiterzubehelfen. du hast logik erlernt, arbeitsabläufe register ablage schriftverkehr/eu-formate usw. ohne deinen berufsaubschluß hätte dich dein ag vielleicht nicht genommen, weil du in deinem beruf voraussetzungen erlernt hast, die dich auch artfremd weiterbringen. l.g.c.

9

also, ich finde das schon wichtig, aber ich muss sagen, das kaum jemand, den ich kenne, noch in seinem gelernten beruf arbeitet....
grüßtenteils, weil sie keine stelle gefunden haben....

10

Hallo,
ich denke die Arbeitslosen-Statistiken sprechen eine deutliche Sprache.Langzeitarbeitslose sind mehrheitlich ungelernte Arbeitskräfte---

Großen Firmen z.B. ist oft nicht wichtig was der Bewerber studiert hat--------wichtig ist der Nachweis , das ein Studium erfolgreich abgeschlossen wurde.
Das zeigt ,das der Bewerber sich organisieren kann und in der Lage ist selbständig wissenschaftlich zu arbeiten-bei Lehrberufen ist das nicht anders.

Wirklich erstaunlich deine Frage-----für mich.
Als Verwaltungsfachangestellte könntest du in unterschiedlichen Bereichen arbeiten--auch Versicherungen, Banken und Reisebüros haben früher VA eingestellt.
Du könntest Personalverwaltung machen oder im sozialen Bereich arbeiten-ein Wechsel in die freie Wirtschaft sollte nach Qualifizierung auch heute noch möglich sein.

Und den Muttis hier kann ich nur empfehlen einen Beruf zu lernen-----mit dem sie bei Bedarf ihre Kinder auch allein ernähren können-
wie sollte das eine Ungelernte schaffen?
L.G.

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