Arbeitsunfähig geschrieben und soll trotzdem arbeiten kommen???!!

Hallo,

ich hät da dringend mal ne frage und zwar...

mein mann hat sich letzte woche freitag in der arbeit verletzt. Nun ist er gestern endlich zum doc und es stellte sich heraus, das sein mittelhandknochen gebrochen ist. Jetzt hat er eine Gipsschiene und ist erstmal für 2 wochen arbeitsunfähig geschrieben.

Nun rief heute früh sein schichtleiter an, das die chefin meinte er solle doch immerhin 4 mal in der woche für 4 stunden kommen und eine leichte tätigkeit am PC ausüben. Ansich hätte mein mann da nichts dagegen, allerdings kann er ja mit dem gips net autofahren. Seine arbeitsstelle ist 13 km von uns entfernt. Das heißt ich müsste ihn 4 mal in der woche hinfahren und nach 4 stunden wieder abholen. Das wären in der woche 52 km.

Er selbst darf doch net autofahren sonst erlischt sein versicherungsschutz oder ?

Find das jetzt etwas unverschämt sowas zu verlangen. Schließlich hab ich auch noch zwei kinder die ich dann jedesmal mitschleppen müsste. Meine tochter ist 5 jahre und der kleine gerademal 8 wochen alt.

Wie ist das muss er diesen schonarbeitsplatz annehmen, und können die verlangen das ich ihn da hin und her kutschiere?!?!

LG und danke schonmal

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Hallo,

der Arzt hat Deinen Mann für arbeitsunfähig befunden. Von daher finde ich es eine Unverschämtheit, dass sein Chef diese Forderungen stellt.

Und Du bist nicht verpflichtet, Deinen Mann zur Arbeit zu bringen und wieder abzuholen. Dann soll der Chef doch einen Fahrdienst für ihn organisieren.

Wie die Rechtslage zwecks Versicherung etc. ist, wenn Dein Mann krank arbeitet, kann ich leider nicht sagen. Ich würde erst mal beim Arzt nachfragen, was der dazu meint.

LG, Cinderella

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Hallo,

Fakt ist, dass man keinen Versicherungsschutz hat, wenn man arbeitsunfähig trotzdem arbeiten geht, wenn ihm was passiert, würde es ziemlichen Ärger für die Firma geben.

Anderseits was man nicht vergessen darf, dass wenn die Chefin schon so drauf ist, sie den nächsten Grund suchen wird ihm "vielleicht" zu kündigen. Muss nicht sein, aber könnte und wollen wir mal ehrlich sein, wenn jemand einen Grund sucht, dann findet er ihn.

Dein Mann sollte seine Chefin anrufen bzw persönlich vorsprechen, seine Situation erklären und sie auf den fehlenden Versicherungsschutz hinweisen.

Also nicht stur stellen, sonder Gespräch suchen.

LG Mimi

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Ich denke nicht das sie ihn kündigen würde. Er arbeitet bereits seit 8 jahren da und ist immer super zuverlässig im gegensatz zu vielen anderen. Auserdem müssten die ihm ne abfindung zahlen wenn die ihn kündigen würden.

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Hallo

was spricht dagegen diesen wie Du ihn nennst schoanerbeitsplat anzunehmen? er ist ja nicht bettlägrig krank.

Lieber 4x die woche für 4 stunden da hin als arbeitlsos und Hartz 4 oder?

Das mit dem Kutschen :verlangen kann das niemand von Dir aber Du amchst das bestimmt gerne um Euren Lebensstandard zu sichern,oder?
Und 13 km sind keine weltreise.
Zumal Kinder meist gerne auto fahren und der kleine dann eh bestimmt die zeit verschläft da es im auto so schön schaukelt.

es ist alles eine frage der Organisation und des wollens!

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Da spricht ne Menge dagegen. Allein die tatsache, dass er, wenn ihm während dieser arbeit was passiert, nicht versichert ist. Wenn der arzt ihn für krank befindet, dann brauch der Chef sich nicht ne andere tätigkeit ausdenken, denn das ändert nichts am Krankheitszustand. Und wie gesagt, selbst wenn er wollte, er wäre nicht versichert. Ist also nicht nur eine Frage des Wollens


vg, m.

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wenn er wollte kann er sich vom Arzt eine bescheinigung holen das er PC tätigkeiten durchführen darf.

also doch eine frage des wollens

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Dein Mann sollte das lieber lassen. sollte ihm etwas während dieser tätigkeit auf arbeit zustoßen ,dann ist er nicht versichert.

vg, m.

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Vielleicht könnte er im Rahmen des "Hamburger Modells" arbeiten. Da ist man auch arbeitsunfähig und geht stundenweise arbeiten. Ob das allerdings nach so kurzer Krankheit schon greift, weiß ich nicht.

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"Während der Maßnahme erhält der Arbeitnehmer weiterhin Krankengeld bzw. Übergangsgeld."

Ich denke, das Modell bezieht sich auf einen längeren Zeitraum, denn erst nach 6 Wochen bekommt man idR Krankengeld...

vg, m.

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Ich würde schriftlich mitteilen, dass mit dem Arzt Rücksprache gehalten wurde (könnt ihr ja auch tun) und dass es bei der AU bleibt. Daher bedaure er, könne aber nicht kommen!

Dann dürfte Ruhe sein.

Gruß

Manavgat

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Ich würde es nicht machen. Es sind nämlich keine 52 km, sondern deutlich mehr.

Du müsstest ihn 4 Mal die Woche hinfahren: 52 km
Du müsstest aber auch 4 Mal wieder zurück fahren oder willst du die 4 Stunden da warten?: nochmal 52 km
Dann müsstest du wieder hin fahren, um ihn abzuholen: nochmal 52 km
Und zurück wollt nach Hause müsst ihr ja auch wieder: nochmal 52 km

Das macht nach Adam Ries 208 km in der Woche #schock

Dafür, dass er krank geschrieben ist und nicht selbst Autofahren kann - würd ich es nicht machen. Wer soll denn den Mehrbedarf an Sprit zahlen????

LG Mandy

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Ganz ehrlich??
Ich finde ihr stellt euch an...

13km ist doch ehrlich lachhaft.
Es gibt soviele Menschen die weitaus längere Strecken zur Arbeit haben.

Dein Mann hat einen Gips am Arm.
Das ist kein Beinbruch und sollte eigentlich KEIN Hinderniss sein eine Bürotätigkeit auszuführen..

Vielleicht kann dein Mann auch mit der Bahn fahren, zumindest eine Strecke..

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Welch weise Erkenntnis "ein Gips am Arm ist kein Beinbruch"!

Die ursprüngliche Frage lautete ja (und lautet immer noch), ob der Mann trotz Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung arbeiten gehen soll!

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ich finde,du stellst dich an.klar gibt es viele leute,die es weiter zur arbeit haben.aber es geht hier darum,dass er arbeiten soll,obwohl er krankGESCHRIEBEN ist und da noch andere aspekte ne rolle spielen(siehe etliche beiträge oben)
jo,ein beinbruch ist das nicht,es war der arm#aha
du bist auch wieder eine ,die mit aller macht demonstrieren will,was sie doch für ein gewissenhafter arbeitnehmer ist(bin ich auch),dass du aber völlig am thema vorbeischrammst,raffst du jedoch nicht!

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Dein Mann hatte einen Arbeitsunfall und ist krank geschrieben. Wie schon erwähnt wurde, wäre es versicherungstechnisch problematisch, wenn er trotzdem arbeiten geht. Zumal bei einem Arbeitsunfall ja eine Meldung an die Berufsgenossenschaft geht. Und der dann zu sagen, dass es doch nicht so schlimm war und dein Mann doch wieder arbeitsfähig ist, halte ich für keine gute Idee. Sollte er als Folge des Arbeitsunfalls gesundheitliche Probleme haben, wird er da schwerlich Ansprüche geltend machen können.

LG,
Susi

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Hi,
das war doch ein Arbeitsunfall, oder? Da zahlt doch eh die Berufgenossenschaft. Der Chef kassiert dann also Gehalt von BG und dein Mann geht für umsonst arbeiten. Und wenn noch ein Unfall passiert? Oder sich der Bruch nicht vollständig verheilt? Ich würde es lassen.
Simone

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