Ausbildung zum Physiotherapeut

Hallo!
Mein Mann hat die Möglichlkeit eine Ausbildung zum Physiotherapeuten ab september zu starten!
Ichhätte da mal eine Frage, vielleicht könnt ihr mir da ja weiterhelfen!

Weiß einer wie es zur Zeit aussieht bei den Physiotherapeuten? also ist die Arbeitslosen quote hoch? Wäre ja doof wenn man das ganze geld für die ausbildung ausgibt und man das dann nicht wieder irgendwie reinbekommt vorallem haben wir nicht wirklich viel geld. Mache mnir sorgen ob wir das überhaupt packen können.
Vorallem da ich die nächste zeit nicht arbeiten gehen werde, da ich mein krankes kind nur ungerne in Fremdbetreuung geben will.

Er hatte vor die ausbildung mit dem Bafög zu finanzieren und zusätzlich noch einen nebenjob zu machen. Ich habe aber einfach angst das wir das Finanziell nicht packen werden. Die ausbildung kostet ca 419€ plus kosten für die prüfungen.

Eigentlich freue ich mich das er was gefunden hat, nach dem er aus dem Bund raus ist, aber wie schon gesagt ich mach mir eben sorgen, wie wir um die runden kommen sollen.

lg daniela

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also ich selber bin physiotherapeutin

ich denke zur zeit sind die chancen ne stelle zu finden noch relativ gut, aber da im gesundheitswesen ja immer mehr gekürzt wird sind die verdienstmöglichkeiten, gerade als berufsanfänger ohne zusatzqualifikationen nicht besonders hoch.
viele praxen verlangen mittlerweile mindestens weiterbildung in z.b. lymphdrainage, die natürlich auch wieder mit weiteren kosten (nach der ausbildung) verbunden ist.
an sich ist es ein schöner beruf, ich mach ihn auch wirklich gerne, aber ich denke wenn ich heute nochmal ne ausbildung beginnen würde würd ich irgendwas anderes machen, mit besseren verdiensmöglichkeiten und vor allem aufstiegschancen.

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Schade dass das in Deutschland derzeit so laeuft und vorallem im Gesundheitwesen so stark gekuerzt wird. Ich mache derzeit selbst ein "Studium" zum Physiotherapeuten in den USA und diese werden haenderingend gesucht und sehr gut bezahlt. Die babyboom Leute kommen langsam ins Rentenalter und in ca 15-20 Jahren wird im Gesundheitswesen starker Mangel sein. So weit denkt man da wohl leider nicht.
Gesundheitswesen im generellen ist meiner Meinung nach eher eine Berufung, denn man muss mit vollem Herz und Hand dabei sein und oft stoesst man da auch psychisch an Grenzen. Ich hoffte coco koennte dir da bessere Aussichten aufzeigen. :-(

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Hallo Daniela,

ist Dein Mann denn von der Ausbildung überzeugt?? Ist der Job ein Wunschtraum?? Ist Dein Mann nervlich mit den vielen verschiedenen Erkrankungen kompatibel, die da auf ihn zukommen??

Der Beruf des Physiotherapeuten erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin, Belastbarkeit, Nervenstärke etc..

Mich macht da die Aussage eher stutzig "das er was gefunden hat"..

Von der Arbeitsmarktlage her würde ICH da eher einen anderen Weg wählen, allerdings bin ich da nicht ganz objektiv, da ich einige aus der Berufssparte kenne und nicht alle wirklich viel zu tun haben.

Die nächste Überlegung ist dann, an welchem Institut erfolgt die Ausbildung, welchen Ruf hat die Ausbildungsstätte etc... wir hier in der Region hören z. B. immer wieder, dass nur die Absolventen bestimmter Institutionen eine Chance haben.

Wie stellt Ihr Euch weiter die Möglichkeiten vor, Dein Mann will Bafög dafür nehmen, wie bist Du und wie ist Euer Sohn dann gestellt, wovon soll das Einkommen bestritten werden.

Derzeit ist da guter Rat schwer, es gibt in jeder Sparte gerade drastische Arbeitsplatzstreichungen etc.. da "überleben" nur die Besten der Besten langfristiger..

Eine Bekannte war im Harz z.B. mit einer KG-Praxis selbständig, durch die Änderungen der Gesundheitsreform musste sie schliessen, da viele Patienten keine Folgeverordnungen mehr bekamen und das Geld für die Eigenfinanzierung der Anwendungen bei vielen fehlt.

An Euerer Stelle würde ich mir das alles genauestens überlegen, der Job des Physiotherapeuten ist nicht für jeden geeignet... ich hab viel mit Kranken zu tun, ehrenamtlich, nun, oft komme sogar ich an meine Belastungsgrenze.

LG
Mone

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Hallo,

also wir haben es ähnlich durch, nur dass mein Mann kein Bafög erhalten hat, wir quasi alles selber finanziert haben. Seine Ausbildung hat etwa 179,- im Monat gekostet, also nochmal deutlich weniger als die, die Dein Mann machen möchte.
Finde ich ja schon recht viel und deshalb wäre es umso trauriger und schade, wenn er nach der Ausbildung keinen vernünftigen Arbeitsplatz findet!
Das haben wir nämlich leider gerade *schnief
Die Ausbildung ging zwei Jahre lang, mein Mann hat nebenher noch gearbeitet! und ich auch, und nun ist er seit Anfang des Jahres fertig aber er findet nichts!
Ich denke mal, es ist weil er mit 31 auch nicht mehr der Jüngste ist, leider ja null Berufserfahrung mitbringt und dann war es auch eine rein schulische Ausbildung, also wenig bis fast keine Praxis, das sehen die Firmen auch.
Also ich würde es mir an eurer Stelle nochmal überlegen - die 2 Jahre bei uns waren knochenhart und man sieht, es hat sich leider irgendwie gar nicht gelohnt und man ist enttäuscht und niedergeschlagen ohne Ende.
Sicher war es eine gute Erfahrung und es hat ihm Spaß gemacht, aber das sollte es ja nun auch nicht gewesen sein....
Es kommt sicher auch noch mit drauf an, wie Ihr lebt, wieviel Ausgaben ihr habt monatlich usw.
Demnach schafft man es aber doch immer recht knapp, vor allem wenn man fast 500,- nur für die Ausbildung zahlt.
Alles Gute und LG

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Hallo,
wirklich gut finde ich das nicht.
Ich bin selber Physio und arbeite in einem KH.
Dieser Job ist nicht für jeden was, es kommt auch darauf an wo man arbeitet.
Wir haben in unserem KH Schwerpunkt Onkologie, bei uns sind viele neue Mitarbeiter nach 2-3 Monaten gegangen weil die psychische Belastung sehr hoch ist.
Wir arbeiten auch in der Intensivpflege, auch das kann nicht jeder.

Ausserdem:
Das Lernpensum ist enorm hoch, dabei nebenher einen Job laufen zu lassen ist schwierig. Ich habe das damals auch gemacht, allerdings nur ein halbes Jahr, danach habe ich erkannt das es einfach zu viel ist.

Ich würde mich eher nach etwas anderem umschauen.

G.
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hallo,

ich bin auch physiotherapeutin. mit der arbeitsstelle ist das so eine sache. man sollte schon einige fortbidlungen machen, um einen gut bezahlten job zu bekommen. wenn ich meine fobis alle zusammen rechne, sind es um die 7000,- in 4 jahren. wirklich rechnen tut sich das nicht, da die wenigstens arbeitgeber nach zertifikat, sondern nach leistung bezahlen. aber man bekommt eben leichter einen job. man muss in dem beruf bereit sein, immer wieder neues zu lernen, mit patienten umgehen können und auch damit, dass man nicht jedem helfen kann.

hat dein mann keine stelle an einer staatlichen schule gefunden? die ausbildung ist kostenfrei. mir ist nicht bekannt, ob man bafög bezieht#kratz

lg schlumpi

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