Verpflegungskosten in KITA bei Hartz IV Bezug?

Hallo zusammen,

ich habe ein dringendes Anliegen und zwar bin ich vor ca. 7 Monaten wieder arbeiten gegangen und habe davor als Alleinerziehende von 2 Kindern im Alter von 2 und 4 Jahren ALG II bezogen. Nach 4 Monaten wurde ich leider betriebsbedingt gekündigt und beziehe nun wieder ALG II. In der ZEit wird der Kindertagesstättenbeitrag vom Jugendamt übernommen, 120 Euro an Verpflegungskosten muß ich jedoch weiterhin aus eigener Tasche bezahlen. Die ARGE gibt mir zwar Recht, dass ich diese KITA-Plätze auch weiterhin brauche, damit ich überhaupt wieder arbeiten gehen kann (was ich ab nächstem Monat auch tun werde), aber sie stellen sich auf den Standpunkt, dass ich von den 211 Euro Regelsatz pro Kind auch die Verpflegungskosten zu decken hätte.

Ich halte das nicht für richtig und vollkommen unfair. Wer hat schon ähnliches erlebt? Überlege ob ich deswegen zum RA des Sozialrechts gehen soll..

Kennt sich jemand hier damit aus? Freue mich über Eure Infos.

LG
Petra

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Wieso ist die Verpflegung denn so teuer? Was essen denn die Kinder da in der Kita? Ist ja unglaublich, bei uns kostet das 25 Euro im Monat.

Wenn du ALG II Empfängerin bist, stehen dir ja auch nur 4-5 Stunden zu, oder? Da schafft ein Kind ja gerade mal zwei Mahlzeiten...jedenfalls ist das hier in Berlin so...

LG

Christina

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hallo Christina

da ist ein gesundes Frühstück dabei und ein 3gängiges Mittagessen. 60 Euro/Kind/Monat..

Was nochmals die ARGE betrifft: ich müsste eigentlich rein rechtlich gesehen ja noch nicht arbeiten gehen, da mein Kleinster noch keine 3 Jahre alt ist. Ich muß aber wöchentlich zwischen 20-30 h arbeiten gehen um unseren Lebensunterhalt allein bestreiten zu können. LG

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"ich müsste eigentlich rein rechtlich gesehen ja noch nicht arbeiten gehen, da mein Kleinster noch keine 3 Jahre alt ist"

Falsch. Das gilt insoweit, als dass viele Kinder unter drei einfach noch keinen KiTa-Platz haben! Du HAST KiTa-Plätze, kannst also arbeiten! Musst arbeiten.

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Hallo!

Wieso sollte das nicht okay sein?

Deine Kinder müssten daheim auch etwas essen. Das Geld sparst du dir doch.

Gruß

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Hallo,
ich kenn mich mit der Rechtslage jetzt nicht so aus...
Aber davon abgesehen: Wieso holst du deine Kinder nicht vor dem Mittagessen ab und kochst für sie zu Hause?

LG Annika

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Hallo

Nein du musst für das Essen selber aufkommen. Du kannst ja auch was mitgeben und hinterher zu Hause kochen.

So machen das auch viele.

Das Amt ist dafür nicht zuständig und bezahlt in meinen Augen schon genug.

Ich bekomme auch noch ALG2, aber würde mein Sohn über Mittag bleiben, dann würde ich auch für die Kosten aufkommen.

Bei uns sind es nur 30 Euro im Monat.

Dann behalt die Plätze, aber hole sie über Mittag nach Hause bis du wieder Arbeit hast.

LG

Kuschel

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Ach so, 60 € pro Kind! Das geht doch einigermaßen. Bei uns sind es an die 50 € (und bei meinem gibt es nur zwie Gänge und Frühstück!).

Soweit ich es weiß, muss man die Kosten wirklich vom ALG II bestreiten. Du kannst es ja mit dem Anwalt versuchen, es weden ja immer wieder Präzedenzfälle (schreibt man dies so?) in dieser hinsicht geschaffen. Jedoch ist es ja richtig, dass du die Kosten zum Mittagessen kochen wiederum sparst.

Besteht denn nicht die Möglichkeit deine Kinder zum Mittag abzuholen?
Viele Kindergärten bieten schon an, dass die Kinder die vom ALG II leben kostenlos essen können! Gibt es sowas nicht vielleicht bei euch oder Rabatt?

LG

Susanne

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Also dieser Vorschlag mit dem zum Mittagessen abholen ist ja ganz nett, aber die Kinder sind dort alle den ganzen Tag zusammen und haben dort einen Tagesrythmus, d. h. ich kann sie da nicht zum Mittagessen kurz mal rausholen und dann wieder reintun. Da wären sie die totalen Aussenseiter. Keiner macht das, da es ja kein Regelkindergarten ist.

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Der Vorschlag kam mit dem Abholen kam ja mit dem Hintergedanken, dass du als Nicht-Erwerbstätige gar keinen Anspruch auf einen Tagesplatz haben dürftest. Normalerweise heißt das, dass die Eltern ihre Kinder vorm oder kurz nach dem Mittagsschlaf abholen (je nach Zeit des Bringens) und ab dem Mittag passiert sowieso nicht mehr viel, Mittagsschlaf und den ganzen Nachmittag über werden die Kinder abgeholt. Deine Kinder würden sicherlich nicht zum Außenseiter werden, nur weil sie vorm Mittagessen abgeholt werden.

LG Annika

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"aber sie stellen sich auf den Standpunkt, dass ich von den 211 Euro Regelsatz pro Kind auch die Verpflegungskosten zu decken hätte"

Und der ist auch richtig. Das war schon zu Sozialhilfezeiten so und das ist auch heute noch so. Den Gang zum Sozialgericht kannst Du Dir getrost sparen!

Wie andere hier schon schrieben, wären die Kinder zuhause, müsstest Du auch kochen (und ich wage zu bezweifeln, dass man für 60,- €/Kind und Monat täglich ein Warmes Mittagessen plus Getränken plus die Obstsnacks, die in KiTas normalerweise gereicht werden, wuppen kann!).

In der Regelleistung ist ein Ernährungsanteil für die Kinder enthalten, folglich ist die Ernährung in der KiTa aus der Regelleistung zu zahlen, eigentlich eine VÖLLIG logische Sache.


Ch.
...die in ihrer damaligen Zuständigkeit für die KiTa-Gebühren diese Diskussionen mit nicht verstehenden (nicht verstehen wollenden?) Müttern schon zuhauf hatte. 1999 und 2000. Und die als SB in der ARGE diese Diskussionen auch schon bis zum Abwinken hatte.

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Das mit den Essensgebühren ist wirklich immer so eine Sache!
Ich zahle 32 ,- im Monat,koche aber zu Hause für die Grossen und dem Kleinsten auch noch zu Mittag ,und da ich meinen 5jährigen um zwölf abhole,da er sich sonst noch mit hinlegen muss ,kommt er nach Hause und isst noch mal eine volle Portion mit. Er sagt ,er hat noch Hunger und sie dürfen nur zwei mal auf den Teller haben. Er ist nun mal ein ganz magerer ,deswegen er natürlich auch noch mal das volle Mittagsprogramm mitessen darf . Ich traue mich auch nicht ihn vor dem Mittagessen abzuholen,da mir die Erzieher so schon sagen,er sei viel zu kurz von der Zeit her da, (9-12 Uhr),sonst könnte ich diese für mich doch hohe Summe sparen und doch zu Hause mehr kochen.
Nun fehlt er auch schon drei Wochen,da er sich im See eine tiefe Schnittwunde,welche genäht werden musste ,zugezogen hat,#schmoll und ich muss ja trotzdem die volle Gebühr bezahlen.:-(:
Nun habe ich das Glück einer Pauschalstelle bekommen und der Jüngste bekommt dann zum Juni einen Platz,nun bin ich schon am Rechnen ,ob mir diese Kitakosten nicht doch die Freude am Arbeiten rauben werden,da letztentlich mehr Ausgaben sein werden ,denn für die Grossen wird ja weiter gekocht wie immer. Ist ja nicht nur das Essengeld,ist ja auch die Kitagebühr noch dazu.
Und in Ludwigsfelde werden schon die Essenskosten übernommen ,da denkt man dann schon ,warum nicht für alle,wenns doch in vereinzelten Landkreisen geht.
Aber gut,jeder sieht das auf seine Weise.

ottie12

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wenn dein kind krank ist musst du trotsdem für diese tage essengeld bezahlen???

wo gibts denn sowas????

wenn meine kleine bspw 2 wochen krank ist dann muss ich natürlich für die 2 wochen kein essengeld zahlen , sie hat ja schließlich auch nicht mit gegessen.

jeder tag die sie nicht im kiga ist muss ich kein essengeld zahlen.

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60 euro pro kind im monat finde ich unverschämt viel.

wozu brauch ein kind täglich mittags ein 3 gänge menü??

kann verstehen das es da mit alg2 knapp wird.

kannst du deine kinder nicht vor dem mittag abholen?

ich zahle 25 euro im monat und die kinder bekommen ein ganz normales mittag essen (ab und zu mit nachspeiße) zwischen durch immer obst/gemüse und das frühstück gibt jeder selbst in der brotdose mit.

müsste ich monatlich 60 euro zahlen nur für essen im kiga würde ich mein kind in einem anderen kiga anmelden insofern das möglich ist.

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"60 euro pro kind im monat finde ich unverschämt viel."

Das findest du unverschämt? Für Frühstück und Mittagessen? Das sind 3 Euro pro Kind und Tag, und ich frage mich gerade ernsthaft, mit welchem Betrag du deine Kinder ernährst, wenn dir 3 Euro schon zuviel sind. Wesentlich günstiger kochen wirst du auch nicht können und ein gutes (!!!) Frühstück gibt's nun mal auch nicht für lau...

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Wenn ich Sätze wie den von Dir Zitierten lese, wird mir Angst und Bange und mir stellen sich die gleichen Fragen.

Ich gehe eh davon aus, dass mit 60 Euro nicht die realen Kosten gedeckt sind, sondern das Essen noch deutlich subventioniert ist aber warum ist Eltern die Ernährung ihrer Kinder heute dermaßen wenig wert?

LG

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Hallo

bei uns ist es so. Kiga-Kosten werden von der Stadt (bei anderen übers Jugendamt) übernommen (107€ mtl. - für beide Kinder - 5 Std. tgl.) .

Essensgeld wird mit Vorlage vom ALG2 Bescheid ermäßigt, auch von der Stadt.

Tgl Essensgeld normal 1,95€ tgl, mit Ermäßigung dann 0,98€ tgl - macht im Monat summaro ca. 40€. Das ist jedoch nur Mittagessen. ( da nur 5 tgl. tgl -9-14 Uhr)

Ansonsten kommen ca 5€ Trinkegeld dazu (Tee) und aller 3 Monate 3€ Gruppenkasse (für Geburtstagsgeschenke der Kinder).

Lg

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Hi,

wie schon die ein oder andere anmerkte:

für 60 Euro/Monat kann ich für mein Kind im Monat nicht kochen. Du möchtest also zusätzlich Geld für eine Leistung, die Du aus eigener Kraft von ALGII auch sonst bestreiten müsstest.

Du kannst von Glück reden, dass der Platz für Dein jüngstes Kind bezahlt bekommst, obwohl es unter 3 noch gar keinen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz hat! das ist nämlich eigentlich nicht vorgesehen - bei dir wird warhscheinlich die Ausnahme nur deshalb gemacht, weil Du schon berufstätig warst und wieder sein wirst.

Gruß
J.

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