Keine Ausbildung 28 Jahre und 4 Kinder

Hallo,

meine Frau ist jetzt 28 Jahre alt und hat mal eine Ausbildung als Floristin begonnen das unter Rehamaßnahme lief, da sie ungeplant schwanger geworden ist hat sie alles rechzeitg eingereicht damit sie 3 Jahre Erziehungsurlaub machen kann. Danach wurde ihr versichert das sie wieder einsteigen kann da sie ja auch schon 1 Jahr hinter sich hatte. Nach der Geburt unserer Tochter mußten wir umziehen da ich mein Bruder der fast blind ist unterstützt habe, also zogen für 1 Jahr in ein anderes Bundesland. Nach einem Jah kehrten wir wieder zurück wo ich auch wieder Arbeit bekam, aber nun bekam meine Frau einen Brief wo drin stand das die Ausbildung beendet ist. Wir haben dann bei ihrer ehmaligen Ausbildungsleiterin angerufen da erst 2 Jahre Erziehungszeit um waren und die Leiterin meinte das meine Frau das angeben müssen das wir umziehen. Aber das wurde uns vorher nicht gesagt und war auch nicht relevat da wir nur 1 Jahr bei meinen Bruder waren und sie sowieso auch die 3 Jahre Erziehungszeit genehmigt worden sind. Darauf hin sind wir zum Arbeitsamt das es eine Maßnahme vom Arbeitsamt war aber die haben uns auch nicht weitergeholfen....

Jetzt haben wir 4 Kinder, 3 sind im Kindergarten und das jüngste wir im Mai 1 Jahr. Das älteste Kind ist 6 und wenn jemand krank wird müßte ich mich mit meiner Frau abwechslen. Nun hat meine Frau am 3.3. ein Termin bei der Arbeitsagentur das sie eine Ausbildung machen will. Aber die vom Amt meinte das sie eigentlich zu alt ist, aber eine Umschulung kann man doch auch nur machen wenn man schon mal eine Ausbildung abgeschlossen hat....

Mich würde interessieren was sie noch für berufliche Perspektiven hat und was ihr vielleicht für Erfahrungen gemacht habt.

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Hallo,

mit vier Kindern zwischen einem und sechs Jahren wird Deine Frau wohl kaum wieder Vollzeit arbeiten gehen können/wollen.

War die Ausbildung vor dem ersten Kind? Also bereits 6 Jahre her? Hat sie denn noch Wissen? Vielleicht findet sie eine Stelle als Blumenverkäuferin in Teilzeit - vielleicht am WOE wenn Du Dich um die Kinder kümmern kannst.

Warum hatte Deine Frau bis sie 22 Jahre alt war keine abgeschlossene Berufsausbildung?

Wenn man irgendwelche Leistungen bezieht oder auch in Elternzeit ist sollte man selbstverständlich einen Wohnortwechsel der zuständigen Stelle melden. Wenn man sich nicht auskennt, muss man nachfragen - Unkenntniss schützt nicht vor der Strafe (Verlust des Arbeitsplatzes. Es wundert mich aber, dass es so gar keine Möglichkeit gab dann anderweitig die Maßnahme fortzusetzen - oder war sie dann wieder schwanger - dann läge die "Schuld" ja doch eher bei Euch.

Ansonsten gibt es sicher ausreichende Möglichkeiten auch ungelernt Geld zu verdienen - leider nicht in der Höhe wie als gelernte Kraft (Verkäuferin, Reinigungskraft etc.)

LG, Andrea

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Huhu!

Ich bin 27 und mit dem 4. Kind schwanger, auch ohne Ausbildung, nur ABI...

Ich werde in etwa 5 jahren anfangen zu arbeiten und das selbstständig oder noch ne Ausbildung machen - ich seh da in meinem Alter dann auch nicht das Problem, dafür falle ich weder für Schwangerschaften, noch Erzieungsurlaub, noch kranke Kinder aus...und bin dann imerhin noch 35 jahre Arbeitnehmer;-)

Wenn euer Jüngster gut versorgt ist, würde ich mich privat bewerben...oder als Aushilfe anfangen mit der Option auf Ausbildung...oder mich selbstständig machen als Tagesmutter o.Ä....oder...

Ich meine, was WILL sie denn?


lg

melanie

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Hallo

Na dann wünsche ich Dir Glück, das das Alles so klappt und du wircklich noch 35 Jahre arbeitest.
Denn in dem Alter und mit 4 Kindern noch eine Ausbildung wird sehr schwer. Must erstmal einen AN finden, er dich einstellt. Aber wie gesagt, viel Glück

BIanca

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Hallo,

ich reihe mich auch mal ein... Ich habe auch so gedacht, dass ich erst was als Aushilfe mache, und dann da mal so "reinschnuppere" wegen Ausbildung. Hat auch beinahe geklappt, ich habe dann einen Job gefunden wo ich nun 1 Jahr arbeite und wenn alles klappt, fange ich im August eine Ausbildung an.

Also die Überlegung geht ja schon, Aushilfe mit Option auf Ausbildung!

Ich habe allerdings "nur" ein Kind, was in den Kindergarten geht und bin 25.
Anfangs musste ich den AG aber auch überzeugen, dass alles hinhaut weil er auch so Fragen hatte, was denn ist wenn mein Kind krank wird usw.
Zum Glück gab er mir die Chance und ist heute sehr zufrieden mit mir und meiner Arbeit.
Man muss dann halt auch überzeugen, dass man trotzalledem zuverlässig ist und man sich auf einen verlassen kann, das geht ja auch mit Kind(er)!
Wünsche Dir viel Glück, dass alles so läuft wie Du es Dir wünscht!

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Nein sie war nicht schwanger nd der Wohnortwechsel war ja innerhalb der Erziehungszeit, also nicht relevant da sie ja nach den 3 Jahre an der gleichen Stelle wieder anfangen konnte. Deswegen habe ich auch nicht verstanden warum sie sich da melden sollte wenn sie umzieht...

Nach dem Hauptschulabschluß hat sie ein Berufvorbereitungsjahr angefangen und 2001 ihre Ausbildung angefangen.

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Hallo,

das ist doch ein Fall für einen Anwalt... Wenn die Unterbrechung der Ausbildung für drei Jahre genehmigt war, dann dürfte doch ein Umzug in dieser Zeit unter "Privatsache" fallen. Schließlich war sie doch rechtzeitig wieder vor Ort? Wo man seine Elternzeit verbringt, geht niemanden was an.

Allerdings zählt Elternzeit als ruhendes Arbeitsverhältnis und es könnte sein, dass man bestimmte Pflichten (z.B. Meldung der neuen Anschrift) hat. Ob man allerdings gleich gekündigt werden kann, wenn man diese Pflicht versäumt, weiß ich nicht. Einfach so "beendet" kann ich mir nicht vorstellen, schließlich gibt es einen Vertrag, oder?

Gruß Tabea

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Stimmt, diese Punkte habe ich gar nicht berücksichtigt. Nur: Ob sie - zumal mit vier Kindern und unter Umständen angewiesen auf entsprechendes "Wohlwollen" eines Arbeitgebers bei Problemen - so glücklich wäre mit der eingeklagten Restausbildung? #gruebel

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"Aber die vom Amt meinte das sie eigentlich zu alt ist, aber eine Umschulung kann man doch auch nur machen wenn man schon mal eine Ausbildung abgeschlossen hat.... "

Beide Aussagen sind Unsinn.

Ich hatte vor einiger Zeit eine Kundin, der wegen Elternzeit das dritte Ausbildungsjahr fehlt. Den eigentlichen Betrieb gab es nicht mehr - Konkurs.

Die Kundin hat sich nun einen Betrieb gesucht, bei dem sie als Azubi im dritten Jahr einsteigen kann, sogar in Teilzeit.

Zu dem, was der liebe Volksmund so hartnäckig "Umschulung" nennt. #augen Das heißt regulär "Förderung der beruflichen Weiterbildung". Dazu muss man nicht zwingend eine abgeschlossene Ausbildung haben. Es gibt aber bestimmte Voraussetzungen.

Zum Nachlesen:

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/MB6-Foerd-der-berufl-Weiterbildung-f-AN.pdf

http://bundesrecht.juris.de/sgb_3/BJNR059500997.html#BJNR059500997BJNG001801308

Auch ALG II-Bezieher können eine solche fbW bekommen.

Also: Nochmal hingehen und nicht mit Unfug wie "zu alt" abwimmeln lassen.

Schönen Gruß von mir, ich habe meine Ausbildung wegen des Kindes erst mit 28 BEGONNEN - und stehe heute in Lohn und Brot (bei einer ARGE). Das dann zu "zu spät". Unglaublich.

Gruß
Ch.

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