Wie leistet ihr euch Häuser in "sauteuren" Gegenden?

Ich lese hier häufig, daß viele ihr Traumhaus gefunden haben und es 100-150T€ kosten soll.
Da kommt in mir fast der Neid hoch, dafür kriege ich bei uns nicht mal eine Garage. ;-)
Ich lebe (zur Miete) und arbeite in Düsseldorf. Auch das gesamte Umland (Neuss, Langenfeld) etc. ist unglaublich teuer.
Eine normale DHH, die nicht schon beim Angucken etc. auseinanderfällt, mit Handtuchgarten kostet schon ihre 250T€. Wenn man dann etwas Garten mehr möchte oder gar freistehend ist, kommt man problemlos an und über 400T€.
Und ich rede nicht davon, daß das dann die Supergegend ist, wo alle ihre Kinder mit dem Rolls Royce in die Schule fahren lassen. Und raus aufs platte Land rechnet sich m.E. schon aufgrund der Spritpreise nicht, mal abgesehen von meinen Nerven, wenn ich jeden Morgen im Stau nach Düsseldorf rein stehe. Dann lieber Mieter bleiben.

Ich verdiene wirklich nicht schlecht (ca. 3500€ netto), will also nicht jammern, und habe auch einen geringen, sechsstelligen Betrag an Eigenkapital, aber trotzdem traue ich mich nicht, mehr als 200T€ Kredit aufzunehmen. Was ist, wenn ich mal arbeitslos werde oder den Job wechseln muß (andere Stadt) etc.
Ich will doch nicht, bis ich 60 oder älter bin, ein Haus abbezahlen. Das Leben ist heutzutage doch so voller Unwägbarkeiten -vor allem beruflich-, da kann ich mich doch nicht 30 Jahre an einen Standort binden.
Könnt ihr das alle? - Habt ihr alle solche Jobs, daß ihr wißt, ihr seid auch in 20 Jahren noch genau dort?
Habt ihr keine Angst vor der Riesen-Kreditverpflichtung, die auf euch zukommt? - Was ist, wenn man sich mal trennt? Könnt ihr den Kredit dann noch alleine tragen?

Von meinen Eltern habe ich kein Geld zu erwarten, die haben ihr Auskommen, aber mehr auch nicht.
Kann man heutzutage ohne Erbe oder einen Beamtenjob in einer Stadt wie Düsseldorf überhaupt noch ein Haus kaufen???
Wie macht ihr das in Städten wie Hamburg, München, Frankfurt, Köln, die ja ähnliche Preise haben?

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Wie leistet man sich ein teures Haus?

Durch viel Arbeit. Mein Mann ist Ingenieur mit Spitzengehalt und ich bin selbständig mit sehr gutem Gehalt. Vor dem Hauskauf haben wir in allen möglichen Anlageformen gespart und reichlich Eigenkapital zur Verfügung gehabt. Nach knapp 12 Jahren war das Haus abbezahlt.

Warum musst Du Dich bei einem Kauf 30 Jahre an einen Standort binden? Bei Ortswechel kannst Du eine Immobilie auch wieder verkaufen.

Wenn ich natürlich vor einem Kauf alle Risikovarianten ausschließen will (Scheidung, Jobverlust etc.) dann las ich besser die Finger davon, weil so ein Ausschlussverfahren nicht möglich ist. Also kaufe ich nach dem Moto: no risk - no fun.;-)

Du verdienst 3.500 € netto und hast einen geringen sechsstellingen Betrag (also über 100.000 €) als Eigenkapital. Ist Dir klar, dass davon viele nur träumen können.

Aber wenn Du übervorsichtig bist, dann bleib besser weiter zur Miete wohnen.

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Das Problem ist doch, dass die meisten nicht so tiefgründig nachdenken, so wie Du es tust.

Da wird mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 2000 Euro halt ein Haus gekauft oder gebaut und 30-40 Jahre abbezahlt. Viele werden das gar nicht schaffen, sie wissen es nur nicht.

Ich finde, es ist keine Schande, Mieter zu sein. Wir könnten uns sicher von der Belastung her auch eins leisten, aber wollen das gar nicht.

Mieter sein ist unkompliziert und man ist flexibel. Weiß genau, was das wohnen jeden Monat kostet und wenn mal was defekt ist, dann ruft man einfach den Vermieter an.

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Ja, genau so ist es bei uns auch.#pro

Wir sind jetzt, mit über 50 Jahren und wieder kinderlos in eine kleinere Wohnung gezogen und sind total zufrieden.

Was soll ich z.B. jetzt noch mit 2 Badezimmern ?--------müssen ja nur geputzt werden.

Und wie du so schon schriebst; wenn was defekt ist, rufen wir den Vermieter an.


Eva

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was heisst schon tiefgründig?
Ob man sich vom partner trennt oder nicht, ob man stirbt oder nicht - daran denke ich wahrlich nicht.

Wir sind in 2 jahren mit dem abbezahlen fertig und dann zahlen wir keine Miete mehr.
noch dazu haben wir so tiefgründig gedacht, so das wir nicht zwei Etagen und zwei Bäder ect. haben

Ich finde, Besitzer zu sein sehr flexible und unkompliziert, denn wir können umbauten und Anbauten machen oder vorher einen Vermieter zu fragen.
Und wenn wir umziehe wollen, tja dann tun auch wir das, denn ein haus zu vermieten ist echt einfach!

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Ganz einfach: Weiter zur Miete wohnen? Vielleicht irgendwann doch mal in eine andere Gegend ziehen, wenn es sich jobtechnisch machen lässt.
Wir sparen recht viel in Rentenversicherungen und werden uns viellecht dann im Alter etwas kaufen, wenn es dann dazu noch reicht. Wir wohnen im Rhein-Main-Gebiet, ich sehe es langsam nicht mehr ein, das Doppelte zu zahlen, nur weil hier solche Mordpreise verlangt werden.... am Ende bekommt man so eine zusammengekloppte Hütte auf fraglichen Untergrund (Hier wird alles bebaut: ehemalige Gasanstalt, Übungsgelände von Amis,.....)

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Genau das was du schreibst ging mir auch oft durch den Kopf in letzter Zeit. Nun ich wohne in Berlin und auch hier sind die Preise nicht gerade niedrig. Mein Freund und ich haben auch überlegt ein Haus zu kaufen da wir im Oktober zusammen ziehen. Am Anfang war ich auch angetan davon aber dann kamen mir jedoch große Zweifel. Mein Freund wird seine Arbeit nicht verlieren er arbeitet bei der städtischen Bahn seit 20 Jahren, aber ich habe derzeit BV und gehe dann in Elternzeit. Klar könnten wir uns das auch so leisten aber ich will eben auch nicht 30 Jahre abzahlen. Was ist im Falle einem von uns passiert was??? Was ist wenn seine Kinder aus erster Beziehung im Falle ihm passiert was ausgezahlt werden möchten???? Dann verliert einer am Ende noch das Haus und steht mit nem Haufen Schulden da???? Nee das sind alles so Dinge die ich nicht abschätzen kann und solange ich das Geld nicht bar habe werde ich wohl immer Mieter bleiben, was auch nicht das schlechteste ist. Also ich denke auch lieber einmal mehr abgewägt als sich in die Nesseln gesetzt.

Gruß

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>>>Klar könnten wir uns das auch so leisten aber ich will eben auch nicht 30 Jahre abzahlen.<<<

Hast recht, dann doch lieber 50 Jahre lang die steigenden Mieten zahlen... :-)

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Sooo teuer sind die Mieten gar nicht. Ich wohne in Berlin grüne Gegend, sehr zentral habe knapp 100 Quadratmeter und zahle 500 warm....:-p Nun man sollte schon genau abwägen. Wenn ich meine Miete (600 euro genommen) gegensetzte und auf 30 Jahre rechne habe ich gerade mal nen einigermassen Haus für den Preis. Aber man sollte bei nem Hausbau mal nicht die ganzen Nebenkosten ausser acht lassen. Nicht für umsonst stehen so viele Immobilien zur Zwangsversteigerung. Dann liber Schuldenfrei in die rente gestartet. Aber so hat eben jeder seine Meinung. :-p

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Hi,

ich sehe das genauso wie mein Vorschreiber "rudi334" !
Wir haben ein Haus zur Miete, sind somit eigentlich sorgenfrei. Wenn was am Haus ist, muß der Vermieter kommen.
Allerdings leben wir etwas ländlich, das Haus ist ein Neubau, sind somit die 1. Mieter und es ist bezahlbar mit 500,-€ für 130qm² mit Garage, Carport und Garten.
Wir sind super zufrieden, wollen gar nicht kaufen oder bauen.
Haben alles was wir brauchen, können machen was wir wollen und ja... wir haben auch einen gut bezahlten Job, so lässt es sich prima leben#huepf


engelchen

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Das zum Beispiel finde ich eine super Lösung würde für uns auch in Frage kommen aber die Mietpreise für Häuser in Berlin sind fast höher wie die Raten wenn man eines kauft.

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Da will ich auch hinziehen. Hier kosten vergleichbare Häuser min. die doppelte Miete... kalt!

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hallo

wir bauen grade, das ganze wird letztendlich um die 300000euro kosten, dann ist aber auch der garten angelegt usw.

das grundstück, 500 qm kostet schon 101000euro.der rest haus und baunebenkosten.

wir nehmen einen kredit von 260000euro auf, davon sind 140000euro eigenkapital,80000kfw wohnförderung und der rest kredit. wir haben das glück, daß meine lieben schwiegereltern uns dieses eigenkapital geschenkt haben.wir können uns an diesen ort binden, da mein mann arzt ist und eine praxis auf machen wird, oder es genügend jobs gibt.

ich kenne aber viele, die wenig eigenkapital haben, auch die finanzieren es, zahlen dann monatlich 1500euro ab.

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Wir wohnen in Berlin und ans Haus kaufen haben und konnten wir nie denken....Wir haben uns 2005 eine Eigentumswohnung gekauft. Die haben wir voll finanzieren lassen, will sagen ohne Eigenkapital. Wir zahlen jetzt genau 1050€ im Monat mit 2% Tilgung....das sind ca 100€ mehr als Miete.

1050€ monatlich find ich überschaubar und selbst jetzt, wo ich leider arbeitslos bin, können wir gut leben..Und wir fahren 1-2 mal im Jahr in den Urlaub.

So wie eine Vorrednerin schrieb wegen Immobilienverkauf: Nein, so einfach ist das leider nicht....wir wollten jetzt nach Bayern ziehen, aber durch die ETW klappt das alles nicht so wie geplant....nur wenn wir sie mit Verlust verkaufen würden...aber wer macht das schon.....Und vermieten....nein niemals....gibt nur ärger...

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Hallo!

Uns gehts ähnlich. Mein Mann verdient nicht schlecht, wenn auch nicht spitzengehalt, ich bin momentan daheim, würde aber auch nichts ändern wenn ich arbeiten währe. Häuser kosten bei uns inkl. (kleinem) Grundstück ca. 350000 Euro. Wir haben nicht wenig Eigenkapital, trotzdem wollen wir das Risiko einer langen Finanzierung nicht eingehn.
Wir leben im Moment in einer Mietswohnung, die meinen Eltern gehört (zahlen aber ganz normal unsere Miete). Was eigenes haben wir erst, wenn ich die Wohnung mal bekomme (bzw. bekommen sollte). Dann könnten wir auch endlich umbauen, so wie es uns gefällt. Da meine Eltern aber noch nicht alt sind dauert das sicher noch...

Grüße
Lieserl

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Hallo,

es kommt immer ganz drauf an , in welcher Region von Deutschland man baut oder kauft , in Ballungsräumen wie München , Stuttgart , Frankfurt , Dresden ... kosten die Grundstücke sehr viel .

Wir haben sehr lange im Großraum München , Nähe Flughafen München gewohnt , dort wären wir nie zum Haus gekommen , weil die Grunstückspreise dermaßen hoch sind und nicht bezahlbar , seitdenn das Grundstück ist schon durch Familie ... vorhanden .

Ein RMH mit Minigarten und trotzdem sehr hoher mtl. Belastung , wie es mehrere Freunde von uns im Raum München haben , hätte uns auch nicht wirklich gereizt .

Außerdem muß es bei uns behindertengerecht sein , weil der jüngste Sohn im Rolli sitzt und danach kann nicht jedes Haus umgebaut werden . Das geht schon bei den Stufen im Eingangsbereich los , breiteren Türrahmen , ebenerdige Dusche ...

Nachdem wir lange gesucht haben und in der Region keine Whg. / Haus fanden was behindertengerecht und bezahlbar ist , zogen wir 05 zurück nach Sachsen und haben hier gebaut und es bis heute nicht bereut .

Das sehr große Grundstück war sehr günstig , die mtl. Rate + NK ist tragbar und nicht höher als Miete für eine 4.-R.-Whg. und wir fanden beide einen Job , brauchten weniger als 150 000 € dafür aufnehmen .

Was viele scheinbar nicht wissen , auch als Eigentümer hat man Anspruch auf Wohngeld - Lastenzuschuss und gerade werden die Sätze ab 09 nach vielen Jahren Pause erhöht .

Wir sehen das Haus als Altersvorsorge , haben es im Rentenalter abgezahlt , wo viele noch Miete zahlen müssen und mit ihrer Rente gerade so um die Runden kommen und auch unsere Jungs haben viel mehr vom Haus , als von der Miet. - Whg .

Bis Ende 05 haben wir mtl. 900 € Miete gezahlt , für eine feuchte Whg. in einer Region mit hohem Ausländeranteil , hatten alle 3 Jahre eine Mieterhöhung , keinen Garten , keine Garage ... , so möchten wir heute nicht mehr wohnen .

Gruß Anja

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