Wer kennt sich bei bzw mit UPS aus???

Frage steht ja schon oben...
Ist hier viell jemand der bei UPS arbeitet oder jemanden kennt der dort arbeitet???
Wie sieht es dort aus mit der Arbeit, Bezahlung, Überstunden, Urlaub, und und und...

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Hallo !
Falls Du die Arbeit als Paketzusteller meinst:

Die Arbeit ist körperlich anstrengend, abwechslungsreich, am Anfang stressig (das legt sich mit der Zeit, wenn man eine Tour richtig kennt!), man lernt viele Leute kennen und ist viel an der frischen Luft !

Am Anfang verdient man glaube ich ein bisschen weniger als die "alten Hasen" aber der Lohn wird schrittweise innerhalb ca. 2 Jahren an die anderen angepasst. Überstunden werden bezahlt (Stundenlohn + Zuschlag). Im Durchschnitt sind die Fahrer ca. 9,5 Stunden unterwegs, wovon aber 1 Stunde Pause gemacht werden muss (Tachoscheibe, 45min. gesetzlich !). Urlaubsanspruch ist vom Alter abhängig. Fängt glaube ich bei 26 Tagen pro Jahr an. Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld wird gezahlt, sowie ein Teil der vermögenswirksamen Leistung. Arbeitskleidung wird von UPS gestellt. Ausser schwarzen Socken und schwarzen Lederschuhen, die muss man selber kaufen. Ohrringe, sichtbare Piercings und sichtbare Tätowierungen sind nicht erlaubt ! Die Fahrer müssen täglich frisch rasiert an der Arbeit erscheinen. Für unfallfreies Fahren kann man sich jedes Jahr ein Geschenk aus einem Katalog aussuchen.
Der Verdienst ist auch gut.

MfG, Stefan

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Mein Mann hat 3 1/2 Jahre (von 1996 - 1999) bei UPS gearbeitet. Es ist ein unheimlich anstrengender Job gewesen. Nach ca. einem halben Jahr wog er bei einer Körpergröße von 193 cm nur noch 69 kg (vorher 89 kg).

Als er 1999 bei einer anderen Firma anfing, kam es ihm vor wie im Paradies!

Er musste morgens sehr früh anfangen und die Pakete in die Lastwagen einsortieren. Diese Zeit wurde nur teilweise als Arbeitszeit bewertet. Dann musste er unter totalem Zeitdruck die Pakete ausfahren. Pause hat er nie gemacht! Er musste dann einfach eine Stunde lang das Auto stehen lassen und mit der Sachkarre die Pakete wegbringen, damit die gesetzliche Pause offiziell eingehalten wurde. Wenn er nach dem Paketezustellen um 20 Uhr irgendwann im Hause wieder ankam, musste er die Abrechnung machen, aber das zählte natürlich auch nicht zur Arbeitszeit. So hat er eigentlich täglich mind. 1 Stunde gearbeitet, die nicht bezahlt wurde. Überstunden wurden bezahlt und auch nur deshalb war das Gehalt ganz gut (wenn man monatlich zig Überstunden bezahlt bekommt!)

Klamotten wurden gestellt (waren Kunstfasern, von denen mein Mann Allergien bekam, musste sie aber dennoch tragen), es gab auch Prämien bei unfallfreiem Fahren. Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld wurden gestaffelt gezahlt. Nicht wie jetzt 13. Monatsgehalt, sondern im ersten Jahr 1000 DM, im 2. 1200 DM etc. Er kam damals auf ein Jahresgehalt von ca. 60.000 DM! Für so eine Maloche war das absolut unterbezahlt.

Die Leute, die das damals gemacht haben, waren auch nie länger als 2, 3 Jahre da.

urbani

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