Job: arbeiten lieber bei einer großen oder bei einer kleinen Firma?

Hallo,

wie seht ihr das? Arbeitet ihr lieber bei einer großen oder bei einer kleineren Firma? Und was spricht bei euch für das Eine oder das Andere?

Bei uns ist es so: mein Mann (momentan bei einer großen Firma beschäftigt) hat gerade ein sehr interessantes Jobangebot von einer sehr kleinen Firma bekommen. Bei dem neuen Job könnte er homeoffice machen und wir könnten wieder in unsere Heimatstadt zurückziehen (sind vor über 8 Jahren aus beruflichen Gründen nach Nürnberg gezogen). Das wäre super :-D
Wenn wir aber daran denken, dass er seine relativ sichere Stelle aufgibt, dann wird uns gerade richtig mulmig.... #schock
Vor allem da wir demnächst ein Haus kaufen wollen #schwitz
Tja, da wird wohl noch einiges gegrübelt werden bei uns.. #kratz

LG schoki

1

Ich denke mal, das kann man nicht so pauschal sagen. Hat beides Vor- und Nachteile.

Bei einer großen Firma geht der Einzelne halt eher unter. Das heisst, wenn jemand eher "faul" ist, dann fällt das meistens nicht so direkt auf. Im Gegenzug, wenn jemand sehr engagiert und fleissig ist, dann geht das leider meistens auch ziemlich unter und wird nicht entsprechend gewürdigt.

Bei einer kleineren Firma kann man sich da dann doch schon mehr durch Leistung präsentieren. Im Gegenzug fällt es halt auch sehr schnell auf, wenn man mal nicht die erwartete Leistung bringt.

Das mit der Jobsicherheit würde ich nicht mehr unbedingt an der Betriebsgrösse fest machen. Wie uns jüngste Beispiele gezeigt haben (Continentale, Nokia, Alianz, BMW) sind die Arbeitsplätze in großen Firmen auch nicht sicherer als in kleinen.
Ich würde vielleicht sogar so weit gehen, dass der Arbeitsplatz in einem mittelständischem Betrieb vielleicht sogar sicherer ist. Die großen Betriebe sind ja meist AG´s, bzw. über Holdings bei AG´s eingegliedert.
Und da gehts ja leider irgendwie immer mehr ausschließlich um die Rendite. Gewinnmaximierung. Und dann werden halt Stellen abgebaut, obwohl ein Rekordgewinn nach dem andern erziehlt wird.

Das mit dem Homeoffice ist natürlich ein starkes Argument, was für den neuen Job spricht. Dagegen sprechen dann eben eine 6 Monatige Probezeit. Ausserdem solltet ihr euch vielleicht von der Firma die Geschäftsberichte der letzten Jahre geben lassen, damit man abschätzen kann, wie die Firma am Markt etabliert ist.
Was bringt es euch, wenn dein Mann dort anfängt, und in einem Jahr die Kündigung wegen schlechter Auftragslage bekommt.

Am besten macht ihr euch mal eine Liste, was für euch wichtig ist bezüglich Job und weiterem privatem Werdegang (Hauskauf ect).
Legt also sozusagen ein kleines Lastenbuch an und gebt den verschiedenen Aspekten eine Gewichtung. Ist es euch z.b. wichtiger ein geregeltes sicheres Einkommen zu haben, oder doch lieber etwas risikoreicher, dafür aber deutlich mehr verdienen?

Und dann vergleicht mal, was der aktuelle Job deines Mannes und der neue Job davon abdecken kann.
Entscheiden könnt letztlich aber nur ihr, was ihr macht.

Ich habe sowohl in kleinen, als auch in grossen Betrieben gearbeitet, und wie gesagt es gibt nicht besser oder schlechter, sondern nur anders. Je nachdem worauf man sein Hauptaugenmerk legt.

2

Hallo,

ja da gebe ich dir völlig recht, dass man das nicht so pauschal sagen kann. Ich wollte ja nur wissen, wie ihr persönlich für euch das so seht.

Dass große Firma nicht gleich sicherer Job ist, ist mir völlig klar. Bei unserem speziellen Fall ist die jetzige Anstellung allerdings in Relation mit der neuen doch als sehr sicher einzustufen.
Das genau ist auch der Grund warum uns persönlich die Entscheidung so schwer fällt. Auf der einen Seite die Sicherheit (okay die relative Sicherheit) und auf der anderen Seite die Verlockungen die der neue Job mit sich bringen würde.

LG schoki

3

Hallo Schoki,

seikon hat schon die wichtigsten Argumente geliefert.

Selber grosse Firmen garantieren nicht für einen Joberhalt, wenn man mal so die ganzen Bewegungen/ Personalreduzierungen bedenkt.

Selber habe ich bei grossen wie auch bei kleinen Unternehmen beidseitige Erfahrungen gesammelt, sprich positiv wie negativ, so dass man dieses pauschal nicht sagen kann.

Ebenfalls zu bedenken ist auch, dass ein neuer Job immer neben tollen Chancen natürlich auch das Risiko birgt. Wer zuletzt anfängt, kann noch so gut sein, wird aber teils als erster wieder aussen vor sein, wenn die Firma reduzieren muss.

Ohne Hauskauf würd ich sofort raten, den Job, wo er sich wohler fühlen würde. Mit Hauskauf würde ich mehr meinen Verstand fragen.

ich wünsche Euch die richtige Entscheidungsfindung!

LG
Mone

4

Kleines Unternehmen. Ich war schon in großen Firmen und u. a. bei einer Bundesbehörde. Ich konnte dort nicht arbeiten. Ich hasse das. Hunderte Kollegen, Hierarchien, keiner kennt den anderen, strenge Regeln.

Ich arbeite mittlerweile für einen einzelnen Chef und bin super zufrieden.

5

Ich würde mich immer für den großen Arbeitgeber entscheiden.

Grund: Ich selber arbeite in einem großen Unternehmen. Habe dadurch zahlreiche Vorteile wie z.B. Gleitzeit, Überstunden können auch mal abgebummelt werden, ich bekomme meinen tariflich zugesicherten Urlaub und mein Gehalt ist jeden Monat zuverlässig auf dem Konto.

Bei fast allen Leuten, die ich kenne, die in kleinen Firmen beschäftigt sind, gibt es Probleme Urlaub zu bekommen, werden Überstunden, die weder bezahlt noch abgebummelt werden können, als selbstverständlich angesehen, wird häufig nicht pünktlich oder auch mal einen Monat gar nicht gezahlt. Besonders schlimm sind da Handwerksbetriebe.
Die einzige Ausnahme in meinem Bekanntenkreis, die mit ihrer kleinen Firma zufrieden ist, ist eine Steuerfachangestellte bei einem Steuerberater. Da wird auch pünktlich gezahlt. Allerdings arbeitet sie lt. Vertrag 40 h/Woche, in Wirklichkeit kommen aber jede Woche bis zu 50 oder mehr Stunden zusammen. Und darüber redet dann keiner.

6

nicht jeder Kleinbetrieb ist so schlimm..

Und manche haben in ihren Verträgen drin stehen, dass Überstunden im Gehalt/Lohn enthalten sind.. egal ob Grosse oder Kleine.

Klimatechnisch tendiere ich trotz allem eher zu Kleinen ;-) da gabs deutlich weniger Probleme mit Urlaub oder Überstundenabbau als in so manchen Grossunternehmen.

LG

8

Das kenne ich anders. Leider!

Mein Ex-Lebensgefährte kann maximal eine Woche Urlaub im Jahr nehmen. Dann muss er schon dankbar sein, wenn er die bekommt und dann auch noch der Lohn weitergezahlt wird. Er wird für 130 h im Monat bezahlt, kommt aber locker auf 270 h und mehr - ohne irgendwelche Bezahlung oder Freizeitausgleich.

Der Mann meiner Freundin, auch in einer kleinen Firma, bekommt auch keinen Urlaub bzw. wird der kurz vorher immer wieder gekanzelt.

Wie auch immer, es gibt immer solche und solche.

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hi,

ich habe in kleinen firmen (bis 6 angestellte), mittleren (bis 50 angestellte) und großen (bis 1500 angestellte) gearbeitet.

eins weiss ich ganz sicher: nie wieder kleine unternehmen! nicht, weil der job nicht sicher wäre, sondern weil man da sehr auf einander angewiesen ist - und auf gute zusammenarbeit. wenn da einer nicht mitzieht sind probleme vorprogrammiert...

mittlere unternehmen nur noch, wenn die stammmannschaft mehr als 5 leute betrifft...

in großen unternehmen kann das arbeitsklima auch schlecht sein, es können auch probleme auftreten, aber man hat hier meisten mehr ausweichmöglichkeiten, abteilungswechsel sind evtl. möglich, etc. auch läuft es in bezug auf an-rechte in großen unternehmen korrekter...

ich bin mit großen unternehmen immer besser gefahren... und in der heutigen zeit würde ich einen job, den ich mehrere jahre habe nicht einfach aufgeben...

gruß
kim

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Hallo,

ich hab mal für ne große Firma gearbeitet und viel Spaß gehabt. Ich hab mal für ne große Firma gearbeitet und gar keinen Spaß gehabt.

Ich hab auch mal für ne kleine Firma gearbeitet und keinen Spaß gehabt. Jetzt arbeite ich für ne klitzekleine Firma und hab ne Menge Spaß.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Geld pünklich kommt ist bei beiden Varianten gleich hoch.

Homeoffice ist nur bedingt ein Spaßbringer. Da fehlen die persönlichen Kontakte.

ICH würde mich jetzt im Moment eher gegen Homeoffice entscheiden. Aber ich will auch nicht in ne andere Stadt ziehen.

LG Marion

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