Wozu arbeiten! Hartz4 reicht doch



http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/home/wirtschaft.html

Dieser Artikel stand heute in der Bildzeitung. Gut Bild ist jetzt nicht wirklich die "tollste" Qulle aber stand jetzt nunmal da drin. Den drei Herrschaften die da beschrieben wurden scheint es nicht wirklich schlecht zu gehen. Und wenn es denn so stimmen sollte das sie wirklich nicht weniger haben als wenn sie arbeiten gehen würden ist es mir auch verständlich das nicht wirklich ein Anreitz zum "malochen" da ist.
Kenn mich mit Hartz4 überhaupt nicht aus. Ist es denn so das man damit zum Teil genauso viel hat als wenn man arbeiten gehen würde? Weiss jetzt nicht ob es Mist von der Bild oder Realität ist.

lg Yvonne

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Ein Bekannter meines Freundes gibt in seiner Heimatstadt "Seminare" für Hartz4 Empfänger damit sie wissen was ihnen alles zusteht.
Diesem Bekannten wurde sogar ein Kurs im Fitnessstudio bezahlt weil er zu dick war.

Eine bodenlose Frechheit - er hat noch andere Sachen erzählt die ich hier gar nicht schreiben mag, da sicher wieder eine total sinnlose Diskussion entstehen würde, das das alles nicht stimmt und #bla #bla #bla

Lg Katja

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Da kannst du alles nachlesen:


http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=28&tid=1309025

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Ja, es ist so. Hat man einen beschissenen Job geht man 40 Std die Woche arbeiten und hat genauso viel wie ein AlG 2 Empfänger.

Oder weniger und muss einen Zuschuss beantragen.

hier mal was ich zu einer ähnlichen Diskussion geschrieben habe:


Wie einige sich immer beschweren, ALG 2 wäre zu niedrig......


Aber es gibt nun mal noch eine andere Seite. Die Arbeiterseite. Geringverdiener, trotz voller Woche!!!


Angeblich ist ALG2 das Existenzminimum. Das gibt jedem normalem Menschen doch zu denken. WARUM haben dann manche gerade mal so viel, oder sogar WENIGER als ALG 2 Empfänger. (Wobei jedem der weniger hat auch ein Zuschuss zusteht!!!!!)

Grund ist die geringe Bezahlung, höhere Lebenserhaltungskosten.

Aber dann über ALG2 Empfänger zu schimpfen ist nun mal der geringste Wiederstand.

Was bleibt einem denn wenn man kein Einkommen hat???? NICHTS!!! Und hier gibt es nun mal dieses System, das zumindest das Überleben sichert.

Das hat überhaupt nichts damit zu tun, was andere Verdienen. Das steht auf einem ganz anderen Blatt.

Dass es immer wieder welche geben wird, die dieses System ausnutzen, ist klar. Das sind eben die Schwachstellen dieses Systems.

ABER: Wer jetzt darüber schimpft, wird spätestens DANN froh darüber sein, WENN es ihn selbst mal trifft!



Und im Grunde ist es gar nicht mal so abwägig: Wer arbeiten geht (Geringverdiener) ist blöd (denn er könnte ja auch alles so haben - ohne einen Finger krumm zu machen)

Genau das ist der Knackpunkt des kompletten Systems und bei Gott sogar verständlich!!!!!!!!!

MfG


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Schön auf den Punkt gebracht.

Ich hab neulich mal ein Zitat gelesen, leider vergessen von wem (könnte sein Henry Ford o.ä.), sinngemäß "Ich möchte nicht in einem Staat leben, in dem das Einkommen eines Menschen nicht ausreicht, eine Familie zu ernähren"

Meine Fresse, sind wir weit davon entfernt.

Leider sind immer die Schuld, die vorhandene Systeme nutzen, niemals die die sie schaffen.

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Wie wahr!!!!

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Es wird leider immer Menschen geben,die sich darauf ausruhen.
Ich fand das Gefühl erniedrigend arbeitslos zu sein und war froh das ich nach 6 Monaten nicht mehr dazu gehörte #freu

Ich kann es nicht nachvollziehen, geschweige denn jemals verstehen so seinen Lebenstag zu verbringen.....


KiKi

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Ja in manchen Fällen ist es wirklich so.

Der geringe Lohn wäre genau das gleiche wie wenn man von Hartz IV leben würde. Nur da müsste man ja arbeiten. Ich versteh die Menschen ja auf der einen Seite, da hat man wirklich keine Lust zu arbeiten wenn man bedenkt das andere den ganzen Tag zu Hause sitzen und das gleiche Geld bekommen fürs Nichtstun wie man selbst für 40 Stunden Arbeit in der Woche.

Aber ich denk mir immer noch dazu: Wer arbeitet, hat die Chance auf eine Lohnerhöhung, eine besssere Anstellung oder ähnliches. Sprich auf mehr Geld. Ein Hartz IV Empfänger bleibt bei seinem Regelsatz.

LG

Mary

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Hallo!

Ich geb dir mal mich selber als Beispiel:

Mit 15 habe ich eine Lehre angefangen, mit 20 wurde ich schwanger (habe also 5 Jahre lang Vollzeit gearbeitet) ein halbes Jahr nach der geburt habe ich wieder 400-Euro-Basis gearbeitet bei BurgerKing, Abends und am Wochenende. da habe ich 17 Stunden die Woche arbeiten müssen für die 400 Euro, also -boah!- fast 6 Euro die Stunde! Da war ich nur ein Dreiviertel Jahr und habe dann wieder als Verkäuferin gearbeitet, meine Mutter hat auf meine Tochter so lang aufgepasst.
Dann mussten wir umziehen, weil mein Mann versetzt wurde, und ich dafür meine Arbeit aufgeben. Ein dreiviertel Jahr habe ich ALG bezogen, bevor ich die neue Stelle fand. den ersten Monat wollte ich 20 Stunden arbeiten, reicht aber einfach nicht finanziell, und cih muss auf 30 Stunden rauf.

Und jetzt mal in Zahlen geschrieben: Vor der geburt hatte ich kein schlechtes Netto-Einkommen, wenn man mal von dem Arbeitsbereich ausgeht (schließlich verdient ein Arzt oder Anwalt bestimmt mehr) als Verläuferin kann man nciht viel mehr erwarten. Dann, wie gesagt, die 400 Euro. Und jetzt, nach dem Umzug, hatte ich im ersten 20-Stunden-Monat (wie gesagt ist die Stelle noch frisch) genau so viel wie ich ALG bezog, aber zusätzliche Belastung durch die Kinderbetreuung und Fahrgeld. Deshalb ab jetzt 30 Stunden. Dadurch steigen die Betreuungskosten nochmal 15% an, Sprit wird durch häufigeres Fahren auch ein bisschen mehr gebraucht.

ERGO: Für 30 Stunden Arbeit komme ich gerade so "gut" weg, wie zu der Zeit, als ich ALG bezog, und ALG II wäre sogar noch ein bisschen mehr gewesen! Und ja, wenn ich faul wäre, und kein Problem damit hätte, staatliche Gelder zu beziehen, dann wäre ich mit ALG besser bedient! Von daher kann ich es sehr gut nachvollziehen, dass einige einfach so viel Mühe in ihre Bewerbungen stecken, dass sie keine Arbeit finden. Und sich für einige Arbeiten einfach zu gut sind. Aber ich bin froh, meine Arbeit zu haben, denn auf dem Sofa sitzen kann ich immernoch, wenn ich/ falls ich (überhaupt mal) Rente bekomme!

LG
Sabine

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Ich glaub nicht dass man davon (aus finanzieller Sicht) toll Leben kann. Toll ist es für mich im Bezug auf Finanzen einfach mal Shoppen gehen zu können ohne zu rechnen. Und das ist mit ALG 2 doch niemals nicht drin.

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Es geht ja auch nicht um "Toll Leben" sondern überhaupt leben, und zwar, ohne dafür einen Finger krumm machen zu müssen. Und es geht auch um Geringverdiener, die zwar schuften, aber trotzdem nicht mehr in der Tasche haben als ALG II Empfänger. Toll leben können die ja auch nciht, obwohl die Vollzeit arbeiten.
Ich selber bin genau in der gleichen Situation, hab ja weiter oben schon geschrieben, dass ich jetzt, mit 30 Stunden Arbeit, nicht mehr in der Tasche habe, wie als ALG-Empfängerin. Toll Leben kann ich trotzdem nciht, und einiges sparen.

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Diese Diskussion hatte ich in den letzten Wochen nun schon zwei Mal!

So unter dem Stichwort: ALG2-Empfängern geht es doch richtig gut!

Ich habe auch keine Ahnung davon, hab halt versucht, dagegen zu argumentieren...
Nur, egal, was ich sagte, es wurde immer wieder widerlegt.

Etwa so:
"ALG2-Empfänger bekommen alles bezahlt, Miete, Strom, Heizung, sie haben dann die 345 € einfach nur so - kannst du das von deinem Geld?"

Ich: "Aber davon müssen sie ja dann auch was sparen, für Kleidung, Möbel und Haushaltsgeräte"

"Möbel bekommen sie von der AWO o.ä. kostenlos, und die sind gar nicht mal so schlecht! Kleidung gibts da auch sehr billig. Haushaltsgeräte auch. Und wenn sie was Neues wollen, dann lassen sie sich von der ARGE einen kostenlosen Kredit geben - versuch das mal bei deiner Bank!"

Ich (schon vorsichtiger): "Ja, aber wenn Nachwuchs unterwegs ist..."

"Dann bekommen sie die Erstausstattung. Umsonst. Und das für jedes Kind. Zuschüsse gibts dann später auch noch. Da musst du als Arbeitnehmer schon überlegen, was du noch von den Geschwistern behältst, damit die Kosten nicht explodieren."

Ich (etwas kleinlaut): "Aber diese ganzen Beschränkungen, Wohnung darf nicht teuer sein, Auto nur alt, Sparkonto beschränkt... und an Urlaub nicht zu denken..."

"Kannst du dir etwa ein neues Auto leisten? Hast du ein dickes Sparkonto? Und Urlaub... da gibts Leute, die fliegen mehrmals im Jahr in den Urlaub! Ist alles noch drin!"

Ich (recht leise): "Und was ist mit dem sozialen Status? Man ist doch nicht gerade gut angesehen..."

"Meinst du, das interessiert? Warum sollen sie sich bemühen, wenn es ihnen doch ohne Arbeit besser geht?"

Wie gesagt, ich kenne mich auch nicht aus.
Aber will man dem allem glauben, dann hat die BILD doch mal Recht...

Mich würde jetzt aber auch wirklich mal eure Erfahrung interessieren. Kann man denn von ALG2 so gut leben?

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"Mich würde jetzt aber auch wirklich mal eure Erfahrung interessieren. Kann man denn von ALG2 so gut leben?"

Dazu hast du hier:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=28&tid=1306585

einen ganz ausführlichen Thread.

LG und Gute Nacht
Mel :-)

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*Etwa so:
"ALG2-Empfänger bekommen alles bezahlt, Miete, Strom, Heizung, sie haben dann die 345 € einfach nur so - kannst du das von deinem Geld?"*

strom muss selbst bezahlt werden.
*"Dann bekommen sie die Erstausstattung. Umsonst. Und das für jedes Kind.*
auch eine falsche information.

*Mich würde jetzt aber auch wirklich mal eure Erfahrung interessieren. Kann man denn von ALG2 so gut leben?
[Beitrag als unangemessen bewerten] *


probiere es einfach selbst aus, dann kannst du dir ein urteil erlauben.

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wenn du dich nicht auskennst und glaubst was die blöd-zeitung schreibt, kannst du mir wirklich nur leid tun.

gestern kam ein bericht im TV, weshalb ein 52 jähriger ALG II empfänger ist und weshalb es ihm den umständen enstprechend gut geht.

auf der anderen seite wurde eine junge frisörin gezeigt, 3,60 € brutto std.-lohn#schock, die günde vom chef wegen dieses niedriglohn usw.
da verdient eine reinigungskraft auf 400.- € basis mehr, die bekommt 8,15 €

war vor ein paar tagen haareschnieden (trocken).
14.- € das sind ca. 28.- D-Mark#schock

für haare befeuchten zusätzlich 2.- €#schock

weiste was? da gehe ich lieber privat und zahle 10.- €uronen, da hat die gelernte frisörin wirklich ein gutes taschengeld.

nicht immer auf die ALG II empfänger schimpfen, wichtiger ist es doch, daß der arbeitenden bevölkerung ein lohn bezahlt wird, von dem sie leben können (sich etwas leisten).

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Und da gebe ich dir absolut Recht.

Es kann doch nicht angehen, dass Menschen arbeiten und dann von ihrem Einkommen nicht leben können.

Mindestlohn einführen. Und zwar nicht unter 10 Euro pro Stunde.

Dann muss auch der Staat nicht dauernd unterstützen, hat geringere Ausgaben und kann evtl. die Steuern senken. Was dann wieder die Wirtschaft ankurbelt und Arbeitsplätze schafft .......

Aber das ist nur die Theorie. In der Praxis würde es wieder 1000 Wenns und Abers geben und alles würde anders kommen.





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