EX Mann/Vater meines ersten Sohnes macht mir das Leben schwer...HILFE

Hallo Zusammen,

Kurze Erklärung:
ich bin habe ich im Juni 2018 von meinem damaligen Ehemann getrennt. wir haben einen heute 9jährigen Sohn zusammen. dieser lebte aufgrund meiner beruflichen situation (24 stunden dienste, keine feiertage oder freie wochenenden) bei seinem Vater (soldat ohne auslandsverwendung) in unserem gemeinsamen haus. er hatte im april 2018, obwohl er wusste das die ehe nicht mehr zu retten ist, allein einen kredit aufgenommen und hat mein auto wie auch dispo und eine kleine kreditkarte von mir abgelöst. im januar 2020 wurden wir rechtskräftig geschieden. wir haben beide neue partner und sind mittlerweile beide auch verheiratet. er ist im oktober 20 wieder vater geworden, ich werde im august zum zweiten mal mama.
wir hatten schrifltiche nicht notarielle vereinbarungen getroffen bzgl hausabtrag, krediten, kindergeld, unterhalt etc.

aktueller stand ist, dass ich ihm meinen anteil des hauses überschrieben habe und auf meinen geldlichen anteil von ca 25.000€ verzichtet habe, da ich nicht wollte das er das haus verkaufen muss und mit meinem sohn in eine nicht sonderlich angenehme gegend ziehen muss. im überschreibungsvertrag habe ich auf den passus das er das haus nicht vor ende 2023 veräußern darf bestanden, da wir beim jugendamt schriftlich erklärt hatten, dass unser sohn die grundschule bei seinem vater beendet und dann zu mir und meinem mann ziehen wird. dies war im august 2020. seit dem bin ich aus allen finanziellen dingen des hauses wie aus dem grundbuch raus. im november 2020 erhielt mein mann (da mein ex mich überall blockiert hat und ich ihn nicht mal mehr per mail erreichen kann) eine whats app nachrricht, dass unser sohn zu mir ziehen muss, da sonst seine neue frau mit dem baby ausziehen würde. dies solle so schnell wie möglich passieren. ich stand ziemlich überrumpelt da. ich einigte mich mit meinem ex darauf, dass unser sohn zum halbjahr (februar 21) die schule wechselt und ich ihn dann zu uns nehme. soweit so gut.
mein ex hat immer das ganze kindergeld bekommen, ich habe freiwillig monatlich 100 € unterhalt gezahlt trotz schriftlicher vereinbarung keinen zahlen zu müssen, plus 238€ über 1,5 jahre für den oben genannten kredit.
da ich auch ohne aktuelle schwangerschaft in teilzeit hätte gehen müssen, habe ich finanzielle einbusen. daher habe ich meinem ex mann eine aufforderung zur unterhaltszahlung geschickt. (er hat sich an keine der abmachungen gehalten) daraufhin bekam ich nun heute post seiner anwältin- er könne wenn dann nur einen geringen anteil an unterhalt zahlen, wenn überhaupt und ich soll ihm doch monatlich wieder die 238€ kreditrate zahlen. frist ist in 2 wochen, zahle ich nicht würde die anwältin einen titel erwirken (keinen plan was das sein soll). die zeiträume die seine anwältin angibt sind von vorne bis hinten falsch. die summen die sie angibt sind genauso falsch. kann alles belegen. ebenso führt sie an, dass die schriftlichen vereinbarungen die ich selbst geschrieben habe und er wie ich unterschrieben haben, von meiner scheidungsanwältin gewesen wären. was auch quatsch ist, da die scheidung zu dem zeitpunkt der unterschriften nicht mal eingereicht war.

nun meine eigentliche frage:
würdet ihr zu einem anwalt gehen (den ich mir beim besten willen nicht leisten kann) oder würdet ihr auf das schreiben der anwältin eingehen und sagen, der kerl soll vom unterhalt die kreditrate abziehen und gut sowie die eigentlichen fakten bzgl der zahlungen mitteilen? zumal ich auf 25.000€ verzichtet habe zum wohle meines sohnes und um weiteren forderungen seinerseits aus dem weg zu gehen.
nächste frage wäre, sind solche privaten vereinbarungen überhaupt rechtskräftig und kann er mich für einen kredit, bei dem ich weder darlehnsnehmer oder bürge war/bin oder unterschrieben habe angreifen?



danke für eure meinungen und hilfe!

MFG

Dani

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Wofür sind die 238 Euro?

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Das war meine freiwillige Beteiligung an dem Kredit. Die Zahlung habe ich mit Übertragung des Hauses und Verzicht auf meinen Anteil, eingestellt. Die fordert er nun wieder ein.

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Stehst du denn noch im Vertrag? Wenn nicht, kann er ja viel fordern. Wird er kaum. Chancen haben. Zumal du davon ja nichts hast.

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Gehe nicht auf das Schreiben ein. Lass dich gegebenenfalls rechtlich beraten und du wirst dich wundern was dir alles aufeinmal zusteht.

So wie dir ist es auch einer Bekannten passiert. Sie ist nicht verheiratet haben sich aber getrennt als das Kind 4 Jahre alt war.

Auf einmal wollte er keinen Unterhalt mehr zahlen, da er ja auch angeblich so hohe Belastungen hatte.

Das ist schlussendlich vor dem Familiengerecht gelandet und er muss nun mehr Unterhalt zahlen und die Hälfte der Kita Kosten tragen. Er wurde auch aufgefordert das Kind vom Wohnort abzuholen und nicht am Hauptbahnhof der nächstgelegenen Großstadt, wie sie es bisher gemacht haben.

Meine Bekannte hat sich auch rechtlich beraten lassen.

Du bist ein gutherziger Mensch und hast deinem Ex Mann noch viel zu viel entgegengebracht. Lass dich jetzt nicht verarschen.

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Also ganz unbedingt würde ich mich an deiner Stelle rechtlich beraten lassen. Wenn du dir einen Anwalt nicht leisten kannst, dann lass prüfen, ob dir Prozesskostenhilfe zusteht. Die Erstberatung ist meist nicht so teuer und auch hier kannst du dir beim Amtsgericht einen Beratungsschein ausstellen lassen, wenn du nachweisen kannst, dass du nicht viel Geld hast.

Wünsch dir alles Gute und lass dich nicht mehr so über den Tisch ziehen!

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Anwalt!

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