Wechselmodel überhaupt möglich?

Guten Abend zusammen,

erstmal kurz ein paar Infos zu mir und meiner Familie:
mein Mann und ich haben uns vor 8 Jahren kennengelernt. Ich habe eine Tochter mit in die Beziehung gebracht, die noch kein Jahr alt war. (Für sie ist mein Mann ihr Papa. Ohne wenn und aber. Sie kennt ihren leiblichen Vater und hat auch hin und wieder Kontakt.)
Wir haben geheiratet und noch ein gemeinsames Kind bekommen.

Nun steht das Thema Trennung leider ganz groß im Raum und wir haben auch darüber gesprochen, wie es werden würde wenn ...

Es wurde noch keine Trennung ausgesprochen, aber wir werden wohl nicht drum rum kommen. Die Gefühle auf meiner Seite sind erloschen.

Die Frage, die uns beide nun beschäftigt ist, ob wir das wechselmodell überhaupt leben können. Mein Mann hat meine Tochter nicht adoptiert und hat somit ja keinerlei Rechte an dem Kind. (Er wollte immer, dass sie das mal selbst entscheidet).
Ist es rechtlich umsetzbar oder könnten wir Probleme bekommen?

Ich hoffe hier antworten zu finden :)

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Hey! Probleme werdet ihr nicht bekommen. Der Gesetzgeber möchte ja eigentlich, dass man den Umgang unter sich klärt. Das einzige Problem, dass dein Freund bekommen könnte ist, wenn Du keinen Umgang möchtest. Da er nicht der Vater ist. 😎
Ansonsten könnt ihr das handhaben, wie ihr das wollt im Sinne deiner Tochter.

Lg

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Ich habe eine sehr ähnliche Situation. Ich wR 6 Jahre mit einem Mann zusammen, wir hatten uns getrennt, ich bin sehr schnell von einem anderen Mann schwanger geworden. Wir hatten uns schon in der Schwangerschaft getrennt und mein ex wollte mich zurück. Als meine Tochter 1,5 Jahre alt war, haben wir uns dann entgültig getrennt. Mein ex hat meine Tochter von der Geburt an erlebt und sehr viel gemacht. Ich konnte wegen seiner Hilfe fertig studieren.

Meine Tochter hatte immer bis jetzt Kontakt zu beiden Papas, nennt sie auch beide so. Die meiste Zeit ist sie beim nicht leiblichen papa (2-3 Nächte pro Woche), der mittlerweile eine neue Partnerin hat, dadurch hat meine Tochter zwei stiefschwesteen bekommen. Sie lieben sich alle abgöttisch. Beim leiblichen Papa verbringt sie alle 2 Wochen ein wochenende, weil er fast 400 Kilometer entfernt wohnt.

Es läuft alles super. Meine Tochter ist glücklich und fühlt sich geliebt.
Rechtlich gesehen hat der nicht leibliche Papa natürlich nichts zu sagen, aber es geht doch nur darum, was man aus der Situation macht.

Ich glaube daher, es könnte auch bei euch sehr gut funktionieren.

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