Schuldgefühle nach Trennung, die Zweite

Ich habe es nicht geschafft mich zu trennen und bin nach 1 Woche wieder zurück zu ihm gegangen, weil er mir ALLES versprochen hat. Er hat sich für eine stationäre Reha gegen seine Depressionen angemeldet, er trinkt nichts mehr, er kümmert sich mehr um uns und nimmt wieder aktiv am Familienleben teil.

Jetzt ist es so, dass er vor 2 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen wurde (er musste sich die Schulter operieren) und seitdem ist er jeden Tag bzw Abend am Trinken. Heute ist es schon der 3. Abend und jedes Mal versucht er es zu verheimlichen und lügt mich an, wenn ich ihn frage.
Heute früh ist er erst um halb 7 ins Bett gekommen und als ich heute Abend vom Büro heim gekommen bin, war er schon wieder angeschickert und war komplett neben der Spur (er nimmt momentan neben den Antidepressiva auch noch 4 Schmerzmittel pro Tag) und hat schlimme Sachen über mich und meine Familie gesagt.

Ich bin wirklich mit der Überzeugung zurückgekommen, dass wir das hinbekommen, wenn er eben diese ganzen Sachen, die er hoch und heilig versprochen hat, durchzieht.
Die erste Woche war auch wirklich super - da war er wieder der Mann, in den ich mich verliebt habe. Aber jetzt ist er der Sch****kerl, der er das letzte Jahr über war.
Ich bin mir leider auch ziemlich sicher, dass er die Reha die er so dringend bräuchte nicht machen wird, obwohl er die Bewilligung bekommen hat.
Dann wäre er 6 Wochen unter ständiger Beobachtung und könnte seine Depressionen und den Alkohol in den Griff kriegen - und wir hätten 6 Wochen mal Ruhe von dem ganzen Mist.

Ich habe wirklich gehofft, dass es jetzt endlich in die richtige Richtung geht, aber es fühlt sich so verdammt falsch an.

Das Problem ist, ich schaff das nicht alleine. Aber meine Eltern wollen mir nicht mehr helfen, die haben bei den letzten Malen schon soviel mitgemacht und haben das ständige Hin und Her von mir auch schon satt.
Außerdem muss ich zuerst alles hinsichtlich neuer Wohnung/Auto/Finanzen regeln, bevor ich die Scheidung ausspreche, weil er mich dann sicher aus der Wohnung haben will.
Ich bräuchte sowas wie einen Scheidungsbegleiter, der mich an der Hand nimmt und in den Arsch tritt, wenn nötig...

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Hallo sweetchildomine,


ich kann verstehen das du nach seinen Versprechungen wieder zu ihm zurück gegangen bist. Leider scheint er sich mehr versprochen zu haben und dir aus seiner Sicht nichts versprochen zu haben.

Du bist jetzt an einem Punkt an dem du aus meiner Sicht konsequent handeln solltest um nicht in eine KO-Abhängigkeit zu rutschen. Du solltest jetzt aktiv an der Trennung arbeiten. Machst du es nicht bestätigst du ihn in seinem Verhalten und die Abwärtsspirale wird sich weiter drehen.

Du kannst es auch so gut wie allein schaffen. Ich weiß, es wird erst mal zu starken Einschnitten kommen. Aber die kannst du überwinden. Wenn du jemand brauchst der dich bei der Trennung unterstützt würde ich dir den Gang zu einer Beratungsstelle empfehlen. Man wird dort deine Situation unabhängig beurteilen können und dir Hilfsangebote zeigen.


Freundliche Grüße und viel Kraft.

blaue-Rose

2

Du hast alles versucht, aber dein Mann scheint ein massives Alkoholproblem zu haben. Die versprechen dir ALLES und meinen es u. U. sogar so. Aber gegen die Sucht kommt man nur mit viel starken Willen und einem Entzug an. Und auch danach ist es ein lebenslanger Kampf, trocken zu bleiben.

Was denkst du, das du nicht schaffen wirst? Ein Mann in der Verfassung kann unmöglich bisher eine große Unterstützung gewesen sein. Er saugt dir nur zusätzlich deine Energie aus.

Dass deine Eltern genervt sind, ist verständlich. Auch für sie wird es eine große Eemotionale Belastung und viel Kummer bedeuten, das mit anzusehen. Und letztlich war ihre Hilfe umsonst.
Wenn sie dich aber lieben u. sehen, dass du endlich mal durchhältst, werden sie sicher auch wieder zu dir stehen.

Du solltest dir einen guten Anwalt für Familienrecht suchen. Der arbeitet nur für dich und vertritt deine Interessen. Ich habe mit meiner 2. Anwältin so eine gefunden. Obwohl es nur um formale u. finanzielle Dinge ging, die ich geklärt haben musste. Sie ist aber soooo mitfühlend und interessiert sich für die Hintergründe, die schlimmen emotionalen Aspekte und wie es mir und auch den Kindern geht. Ich habe ihre Karte und dürfte sie rund um die Uhr anrufen, wenn es notwendig sein sollte. Ich nutze es nie, aber es fühlte sich gut an. Das Gefühl, dass man nicht allein ist, dass jemand alle Sinne beisammen hat und auf vermutlich jede Frage eine Antwort und für jedes Problem eine Lösung hat.

Sie hat mir viel zu lesen mitgegeben, weil einen die Flut an Infos im Gespräch anfangs erschlägt. Alles komprimiert auf den Punkt gebracht. Welche Unterlagen soll man sichern u. mitbringen. Welche Schritte könnten nacheinander anstehen, was hat noch Zeit und kann sogar nach dem Trennungsjahr noch bereinigt werden......

Viel Glück und ganz viel Kraft

5

Die erste Woche war auch wirklich super - da war er wieder der Mann, in den ich mich verliebt habe. Aber jetzt ist er der Sch****kerl, der er das letzte Jahr über war.
-----

Bist du selbst von Depressionen betroffen oder warum rätst du so einen Nonsens und machst der TE noch ein schlechtes Gewissen?

Seit mindeatens einem Jahr (SIEHE ZITAT) Säuft der Mann und du findest es schade, dass sie sich und allem voran ihre Kinder schützen will????

Mit Alkoholikern hast du offensichtlich NULL Erfahrung. Sonst würdest du nicht so einen Käse schreiben.

3

Hi,

schade das du deinen Mann nicht unterstützt. Insbesondere bei einer depressiven Phase.

Nur weil er ein paar mal unterwegs war um die Sorgen ein bisschen zu vergessen, redest du gleich so schlecht über Ihn..

Da ist es natürlich sehr verständlich wenn er dich aus seiner Wohnung haben möchte. Was bringst du Ihm? Du stehst ja nicht hinter Ihm..

Das du scheinbar die Unterstützungsbereitschaft deiner Eltern bereits mehrmals und intensiv ausgelastet hast, ist es verständlich wenn diese am Ende Ihrer Kräfte sind.

Zieh doch einfach aus, und nimm mit deinem Geld eine Wohnung, kauf dir ein Auto oder melde es um. Wo siehst du darin genau das Problem?

vg

4

Finde deinen Post schon recht fragwürdig und anmaßend - Meinungsfreiheit hin oder her!

Wie lange soll die TE das denn noch mitmachen?! Insbesondere wenn Kinder im Spiel sind, finde ich es unverantwortlich diese bei einem alkoholkranken und psychisch kranken Mann großzuziehen - insbesondere wenn dieser sich auch nach mehrmaligen Versuchen nicht zu einer Therapie/ einem Entzug bewegen lässt.
Man muss hierbei auch in erster Linie an seine Kinder und sich selbst denken - schließlich trägt jeder Erwachsene auch eine eigene Verantwortung für sein Leben.

An die TE: ich kann zwar verstehen, dass deine Eltern auch irgendwann aufgeben, wenn es immer wieder gleiche Situationen gibt aber wenn du wirklich den Wunsch hast ihn zu verlassen, bitte sie nochmals um Hilfe und zieh zur Not erstmal bei ihnen ein. Auch wenn es immer schwer scheint das alles alleine zu wuppen, alles ist besser als in dem von dir beschriebenen Leben bleiben zu müssen.

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Die erste Woche war auch wirklich super - da war er wieder der Mann, in den ich mich verliebt habe. Aber jetzt ist er der Sch****kerl, der er das letzte Jahr über war.
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Bist du selbst von Depressionen betroffen oder warum rätst du so einen Nonsens und machst der TE noch ein schlechtes Gewissen?

Seit mindeatens einem Jahr (SIEHE ZITAT) Säuft der Mann und du findest es schade, dass sie sich und allem voran ihre Kinder schützen will????

Mit Alkoholikern hast du offensichtlich NULL Erfahrung. Sonst würdest du nicht so einen Käse schreiben.

Du klingst dermaßen überheblich als wäre eine Trennung mit Kindern samt schlechten Gewissen ein Besuch im Supermarkt.

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Du musst dich selbst in den Arsch treten. Reich die Scheidung ein und bitte deine Eltern um Unterstützung, wenn du den ersten Schritt in die richtige Richtung machst unterstützen sie dich sicher (kann sie aber auch verstehen, wenn sie es nicht machen, was ich nicht glaube).
Du musst selbst davon überzeugt sein, damit es funktioniert.

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Und Du siehst keine Möglichkeit einen Platz für ihn zu finden um seine Alkoholsucht zu bekämpfen?
Der Mann muss in eine Einrichtung er ist krank SÜCHTIG dagegen kommen die wenigsten Menschen ohne Hilfe an...

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