Trennung nach 15Jahren Beziehung und 3 jähriges Kind

Hallo ihr da draußen,
Ich habe am Wochenende den Mut gehabt meinem Lebenspartner nach 15 Jahren Beziehung zu sagen, dass ich keine Gefühl mehr für ihn habe und eigentlich die Trennung möchte. Nun kommt erschwerend hinzu, dass wir einen gemeinsamen Sohn im Alter von 3 Jahren haben. Mein Freund war schockiert obwohl er schon lange merkte und mich Auch ansprach ob alles in Ordnung ist usw. Ich hab ihm zuvor natürlich nicht gleich gesagt, dass ich über eine Trennung nachdenke weil ich es nicht gleich Aufbaus hen wollte. Wir haben immer wieder mal probleme in Dieser Art und vor knapp einem Jahr auch heftig gestritten deswegen und auch die Überlegungen spielen lassen sich zu trennen, aber dann immer wieder gesagt, wir müssen uns bemühen oder eben auch ändern und und und.... Das funktioniert auch anfänglich immer recht gut aber dann geht das ganze wieder Von vorn los... Und jetzt stehen wir wieder da und nun is es noch heftiger weil ich wirklich das gefühl habe ihn gar nicht mehr zu lieben.... Jetzt steht für mich und natürlich für ihn die große frage im Raum ob man dieses Gefühl wiederbeleben kann... Er möchte jetzt alles tun, sich ändern und und und.... Ich habe starke Zweifel und ich spüre derzeit wirklich nicht mehr als gute Freundschaft und eben das er der Vater unseres Sohnes ist.... Ich habe Angst jetzt quasi Zeit zu "vergeuden" indem ich ihm wieder die Chance gebe.. Habe aber auch riesige Angst und ein schlechtes Gewissen gegenüber meinen Sohn.... Das ich ihm quasi seinen Papa wegnehmen auch wenn mein Freund ihn natürlich immer sehen könnte wie er will... Aber es wäre ja schön anders als wenn man sich jeden Tag sieht... Ich stecke in einer verdammten Zwickmühle und weiß grad gar nichts....

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Mir geht es so ähnlich.
Ich bin auch kurz davor meinem Mann zu sagen dass ich die Trennung "möchte".

Es ändert sich einfach nichts. Immer wieder das Gleiche.
Wir leben auch nur noch wie Bruder und Schwester und auch sexuell lieg seit fast zwei Jahren nichts mehr.

Heute war der erste Tag an dem ich meinen musste als ich unterwegs war, weil es mir weh tut ihm weh zu tun (obwohl es mir mehr weh tun müsste, dass ich seit Jahren nicht gehört werde).

Alles schon sehr merkwürdig.

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Hey, also ich finde es ist wichtig, eine langjährige Beziehung/Ehe, nicht von jetzt auf gleich wegzuschmeißen. Du sagst aber, dass ihr schon vor einem Jahr besprochen habt, dem ganzen noch einmal eine Chance zu geben, jedoch hat es anscheinend nicht gewirkt.

Aus deinen Text kommt eindeutig heraus, dass du keine Gefühle mehr für ihn hast. Das wird auch nicht mehr kommen, so wie ich finde. Sollte er dir dennoch, irgendwie noch etwas mehr als ein Kumpel bedeuten, würde ich mal ein kurztripp zu zweit planen. Der Grund wieso so viele Ehen geschieden werden ist ja, dass man kaum noch etwas miteinander unternimmt. Keine Zweisamkeiten und keine spontanen Ausflüge. Ab und zu sollte man das mal machen. Der Alltagstrott überkommt einen schneller als man denkt.

Falls du allerdings der Meinung bist, dass man die Dinge, die dir im Moment fehlen, nochmal angehen kann, dann würde ich durchaus noch weiterkämpfen.

Was „vergeudest“ du denn im Moment? Mit einem anderen Partner wirst du früher oder später auch wieder solche Aussetzer haben. Und ich denke, dass du es mit dem nächsten eventuell aus Druck vor dem Alter, nicht mehr so leicht aufgeben kannst.

Ich würde nochmal das Gespräch suchen und auch mal Eigeninitiative zeigen. Sollte er dies ablehnen, dann würde ich mich auch trennen. Dann wird er hoffentlich weiterhin Ein guter Papa für dein Sohn werden und vllt ein guter Freund für dich?

Egal wie du dich entscheidest: das Leben ist zu kurz. Gestalte es so, wie du es möchtest!

Alles gute 🍀

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Ich finde, es kommt auf die Probleme an, die bei euch vorherrschen.
Es ist ein Unterschied, ob man jemandem täglich ins Heck treten muss, damit er den Klodeckel und die Zahnpastatube schließt oder ob sich an der Persönlichkeit etwas ändern soll.

In wieweit soll er sich denn ändern, mehr bemühen usw.?
Menschen ändern sich nicht grundlegend und wir sind bequem. So lange der Anreiz groß genug ist - neuer Partner, frisch verliebt, drohende Trennung o. ä. funktioniert das einige Zeit. Aber dann fällt man vermutlich wieder in alte Strukturen.
Das kann eine Endlosschleife werden.

So lange du noch Zweifel hast, ist der Leidensdruck noch nicht groß genug. Sofern das Kind nicht leidet, spricht nichts dagegen, weitere Versuche zu unternehmen. Bist du nur noch unglücklich oder jemand anderes läuft dir über den Weg, der dich glücklich macht, dann wirst du letzten Endes gehen.

Trennung ist nie einfach und erst gar nicht, wenn die Beziehung einfach einschläft statt mit großem Knall und viel Drama den Bach runter zu gehen. Du wirst merken, ob du dich unwiederbringlich entliebt hast oder ob die Gefühle reanimiert werden können.

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Naja also es sind keine sachen wie klodeckel zu oder sowas... Das sind macken mit denen man leben müsste.. Es ist das ganze Paket... Z. B. Auch körperliche Dinge wie, dass er einfach nie mal ne Diät durchhält um mal abzunehmen und ich es immer wieder anschiebe und auch durvhhalte, er eben dann heimlich nascht usw. Also derzeit is es so dass er sich natürlich bemüht um es mir in jeglicher Art recht zu machen... Selbstverständlich ist das okay, aber mehr als das ich es gut finde passiert da nicht... Wenn er sich mir nähern will bzw. Es auch tit dann will ich es eigentlich nicht... Ich schätze ihn nach wie vor, dass ist überhaupt nicht die Frage, aber eher als super Papa und als eine Art Freund mit dem man lachen kann und mit dem man auch über gewisse Dinge reden kann, einfach auch weil wir uns natürlich auch solange kennen Und wissen wie der andere tickt, aber ich versuche wirklich meine Gefühle zu wecken aber irgendwie passiert da keine Veränderung... Auch das vor kurzem in Hamburg stattgefundene gemeinsame Wochenende ohne Kind hat da nichts geändert.. Ich war eher froh wieder daheim zu sein und nicht weiter das angeblich glückliche Paar "zu spielen".... Ich komme richtig schlecht vor und auch bisschen wie ein schlimmer Mensch... Naja und das miese Gewissen gegenüber meinem Sohn ist auch bald unerträglich

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Schwierig. Wenn er abnehmen soll, dann muss das schon von ihm kommen sonst ist es langfristig zum Scheitern verurteilt. Kein Wunder, dass er immer rückfällig wird.

Und schön ist es für ihn auch nicht, wenn die Zuneigung/Anziehung hauptsächlich von seiner Optik abhängt. Das ist kein Vorwurf an dich. Aber nach vielen Jahren Beziehung sollte da eigentlich noch mehr sein, dass ihn für dich anziehend macht. Du kannst aber halt nicht aus deiner Haut. Es ist so, wie es ist.

Glaubst du wirklich, dass die Liebe wieder da wäre mit x Kilo weniger auf seinen Rippen? Wenn du sogar ein WE mit ihm allein mehr schlecht als recht erträgst.....

Ich denke, du solltest mal die Paarebene von der Elternebene trennen. Das hat nichts miteinander zu tun. Euer Sohn bleibt euer Kind und hat auch nichts davon, wenn du die Nähe des Vaters nicht mehr erträgst und du krampfhaft an der Beziehung festhältst.

Du nimmst ihm den Vater nicht weg. Wie oft ihr Umgang mit dem Kind vereinbart, bleibt euch überlassen. Das Kind lernt, damit umzugehen. Vermutlich ist es für so ein Kleinkind noch einfacher, sich an getrennte Eltern zu gewöhnen als für ein älteres Kind.

Und dein Mann hat auch verdient, jemanden zu finden, die ihn so nimmt und liebt, wie er ist und nicht immer deinem Ideal entsprechen zu müssen, um sich deine Zuneigung zu verdienen. Die gibt es ganz bestimmt irgendwo da draußen

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Hi @bine03616,
in einer solchen Situation befindet sich zur Zeit eine sehr gute Freundin von mir. Klingt alles sehr ähnlich und ich finde deine "Verwirrung" auch verständlich, da wegweisend für dein/euer weiteres Leben. Solch eine Entscheidung sollte gut durchdacht sein, im Endeffekt kann dir aber auch hier im Forum keiner die Entscheidung abnehmen, ob du dich für oder gegen eine Trennung aussprichst. Wichtig wäre aus meiner Sicht, auf dein Herz zu hören, denn wenn keine Liebe mehr da ist, brauch auch nicht etwas notgedrungen aufrecht gehalten werden und wäre im Zweifel auch nicht förderlich für das Kind. Deine Aussage, dass dein Noch-Partner euer Kind jederzeit sehen darf, wäre das schon viel eher. Ist auch ein Punkt der absolut nicht bei allen Familien möglich ist. Auch eine Vermeidung des Rosenkriegs ist bei euch durchaus denkbar. Aber für mich klingt es in deinem Beitrag einfach nicht mehr nach Liebe, vor allem weil ihr solch einen Schritt schon einmal versucht habt. Ich hoffe, ich war nicht zu direkt. LG Tami

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Nein du bist doch nicht zu direkt.... Stimmt ja letztlich auch. Die Frage is eben immer ob
eben gar keine liebe mehr da ist oder ob sie einfach so wenig geworden ist, dass man sie wieder aktivieren könnte... Und das is wirklich schwer herauszufinden um ehrlich zu sein.... Bei mir is eben auch das problem, dass ich gar nichts weiß ob ich es überhaupt noch rausfinden will bzw. Dafür kämpfen will...... Zudem habe ich auch über ein dating portal einen netten Mann kennengelernt... Aber gesehen haben wir uns nicht und er ist gerade auch in kanada auf einem längeren Urlaub, was auch gut ist.... Natürlich ist das neue schön aber er ist niemals nicht das zünglein an der Waage, schon weil er auch soweit weg wohnt... Alles sehr schwierig.. Wie geht es deiner Freundin derzeit???

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Huhu @bine03616,
das so etwas alles andere als leicht ist (grad wenn Kinder im Spiel sind) ist doch klar und deshalb sollte die Entscheidung ja auch wohl überlegt sein. Reift diese Entscheidung in dir, dass eine Trennung unumgänglich ist, dann wirst du es ebenso merken, wie die Entscheidung, sich ggf. nach der Trennung auf etwas Neues einzulassen. Davon rate ich allerdings ab, denn es dauert seine Zeit, bis eine Trennung voll abgearbeitet ist und du dich auch bereit fühlst auf etwas Neues einzulassen. Diese Zeit solltest du dir dann schon geben. Bei meiner Freundin reift die Entscheidung eben halt auch grade, das gelingt ihr mal mehr mal weniger gut. Durch diese Haltung gewinnt sie allerdings auch immer mehr Klarheit insgesamt, dass hilft die Dinge aus der Vergangenheit ebenfalls besser oder anders einzuordnen. Wichtig ist, sich nicht verrückt zu machen und sich selbst seinen Weg zu schaffen. Vielleicht können dir ja ein paar Fragen weiterhelfen (https://www.trennung.de/trennung-test-soll-ich-gehen-oder-bleiben.html). Vielleicht passt nicht jede Frage, aber es gibt zumindest eine Orientierung, sagte mir zumindest meine Freundin. LG Tami

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Ich geb dir mal ein paar Büchertipps: "Heirate Dich selbst" (Veit Lindau) & "Liebe Dich selbst und es ist egal, wenn Du heiratest" (Eva-Maria Zurhorst)
...ich denke, das Problem liegt in Deiner Sicht auf Dich & die Beziehung - nicht in der Beziehung an sich... Gib den Gedanken aus den Büchern eine Chance & entscheide dich dann (neu)...
Alles Gute!

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Ich denke es wird deutlich, dass du persönlich diese Beziehung nicht mehr willst.

Was dir klar sein sollte: du hast nicht automatisch Anspruch auf das Kind!
Dein Mann könnte das Kind auch nehmen und du bekommst es am Wochenende.

Oder ihr macht das Wechsel Modell.

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Liebe Mara, ja ich bin völlig hin und hergerissen. Ja ich weiß das er unseren Sohn auch haben könnte und ich würde es ihm auch überlassen aber er kann es job technisch einfach nicht erfüllen... Ich denke wir würden tatsächlich wechseln und hat immer ab Donnerstag und wenn er auch mal ein we haben möchte für sich dann geht das eben mal nicht und mein Sohn bleibt bei mir.. Is ja sonst auch irgendwann ne ungleiche Verteilung wenn er ihn jedes we hat und ich gar nicht... Vielleicht nen 2 Wochen Rhythmus oder so...

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