Religionen

Es gibt viele Religionen und Glaubensansätzte. Jeder soll an das glauben was er möchte und nicht versuchen den anderen seinen glauben aufzuzwingen oder zu überzeugen.

Und bitte verurteilt euch nicht. 🙏🏻🙏🏻🙏🏻

Möchte hier einen Thread eröffnen.

Warum/an was Glaubt ihr?
Wieviel Glaube lasst ihr in euer Leben?
Ab wann/warum/wieviel lasst ihr die eure Kinder Teilhaben?
Habt ihr den Glauben gewechselt? Gefolgt warum/wann?
Wie weit tragt ihr ihn nach aussen?

Freue mich über viele Antworten.
🙏🏻🙏🏻🙏🏻UND NOCHMAL DIE BITTE, VERURTEILT NIEMANDEN UND SEID RESPEKTVOLL🙏🏻🙏🏻🙏🏻

Das ist eine ziemlich allgemeine Frage… Schwere auf zu antworten

Mein Mann. War bisher nicht kennen lernte an jedem Sonntag Sinn des Lebens in der Kirche. Ich denke bis heute, dass er nicht wirklich glaubt, aber er braucht die Kirche. Er wird total unsicher, wenn er mal eine Woche nicht beim Abendmahl war. Diese Zeit in der Kirche, die Routine, die Abläufe… Das ist seine Art der Meditation.
Der ist im Kirchengemeinderat, macht alle vier Wochen den Kindergottesdienst, engagiert sich in der Kirche im Allgemeinen. Er ist katholisch.

Meine Eltern haben die Küche komplett abgelehnt, aber da wir in der ersten Klasse umgezogen sind und meine neue Grundschullehrerin mich motiviert hat in den Kindergottesdienst zu gehen war ich tatsächlich von der ersten bis zur Konformation an jedem Sonntag im Kindergottesdienst. Jungschar, CVJM, EJW..... Ich habe die Kirche geliebt. Dann habe ich mich mit dem Fahrer für stritten. Vor fünf Jahren habe ich die rudimentäre Reste meines Glaubens komplett verloren.

Unsere Kinder gehen zu den evangelischen Kinderbibeltagen, in den Ökumenischen Kinderchor, mit Papa jeden Sonntag in die katholische Kirche.

Von drei Kindern glaubt ein Kind. Er trägt offensiv und nahezu militant ein Kreuz um den Hals.


Ich sehe das so – die christliche Kirche ist in Mittel Europa Grundlage der Kultur. Unabhängig davon ob man glaubt oder nicht muss man einfach wissen worum es geht. Muss die biblischen Geschichten wissen. Muss wissen welche heiliger welcher ist. Muss wissen was in der Kirche passiert. Muss wissen welcher Kirchengebäudeteil was bedeutet und so weiter und so weiter und so weiter. Das ist absolute Grundbildung und jeder, der das seinen Kindern vor enthält enthält Ihnen einen ganz wichtigen Teil ihrer Identität vor.

Glaube ist ein ganz anderes Thema. Jedes Kind hat die Fähigkeit zu glauben. Wenn man es dem Kind freistellt wird es einen Weg finden zu glauben oder nicht zu glauben. Die Religion die dahinter steht, ist primär vollkommen egal.

Ja hab ich bewusst so gewählt.
Habe vorher wieder einen Thraed über beschneidung gelesen. Die meinungen gehen auch da auseinander. Da haben sich bei mir die fragen aufgeworfen.

Ich glaube an Schicksal, ich glaube an Karma, ich glaube an eine höhere Macht.
Ich glaube nicht an die Kirche, das ist für mich ein fragwürdiger Verein. Ich gehe aber zum Gottesdienst, weil ich den Pfarrer als Menschen mag.
Die Kinder sind getauft, aber erst als sie es selber entscheiden konnten. Sie sind konfirmiert, weil sie es wollten. Sie waren in einem kath. KiGa (einen ev. gab es hier nicht im Ort) weil ich Wissen über Religion und die Hintergründe unser Feste als Allgemeinbildung ansehe.
Nichts ist schlimmer, als stammelnde Menschen, die man fragt, warum sie Pfingsten feiern oder was genau an Ostern passiert ist usw. Dann sollen sie so konsequent sein und diese Feste nicht feiern, wenn sie keine Ahnung haben, warum sie das tun.

Du sprichst mir aus der Seele.
Ich war katholisch, bin aber schon vor langer Zeit ausgetreten. Mein Mann ist Atheist und kann gar nichts damit anfangen.
Meine Große hat sich jetzt nach 2 Jahren Religionsunterricht entschieden, dass sie evangelisch getauft werden möchte (leider mag ich die Pfarrerin gar nicht, aber da sie ihr als Person egal ist und sie es möchte, stelle ich das zurück). Das eigentlich Spannende kommt für uns nun mit den Paten: wir haben tatsächlich auch ohne Taufe Paten für die Kinder ausgesucht. Uns ging es dabei einfach darum, dass das Personen sind, die wir sehr schätzen, denen wir unsere Kinder anvertrauen würden und von denen wir hoffen, dass sie eine wichtige Rolle im Leben der Kinder spielen. Da es bisher nur um ein "emotionales" Amt ging, war Konfession nie wichtig. Jetzt habe ich gelesen, dass richtige Paten ja wohl Mitglieder der Kirche sein müssen. Ich bin mir gar nicht sicher, ob das also funktioniert. Und wenn nicht mal wieder bestätigt, dass mir der Laden zu kleinkariert denkt...

Ja, kleinkariert...da sagst du was! Mein Mann war als Kind katholisch, ist dann mit 18 aus der Kirche ausgetreten und musste wieder eintreten, damit wir den kirchlichen Segen bekommen! Genau so mit den Paten...die Patentante musste wieder in die Kirche eintreten, um das Amt zu übernehmen. Sie ist die Patentante von allen 3 Kindern, inoffiziell gibt es natürlich noch den Patenonkel ;-)
Bei den Katholiken gibt es Taufzeugen, wenn keine Zugehörigkeit zur Kirche. Immerhin, damit sind sie moderner, als die Protestanten ;-)

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Hallo.

Wir sind Religion: Mensch.

Ich bin katholisch getauft, kann der Kirche aber nichts abgewinnen. Mein Mann ist muslimisch. Unsere beide Töchter ebenfalls. Der Glaube, so sagt es mein Mann, trägt er im Herzen. Er betet vor dem Essen, vor langen Autofahrten, als unsere Tochter in den OP musste, etc. Dann, wenn ER es für richtig hält und nicht wann es vorgeschrieben ist.

Unsere Kinder können, wenn sie möchten, in den Islamunterricht. Bisher war unsere Große einmal dort. Aber sie müssen nicht.
Mein Mann sagt ihnen immer, das Allerwichtigste ist es, ein gutes Herz zu haben. Das macht den Menschen aus. Nicht wie oft betet, oder in die Moschee/ Kirche geht.

Sie waren beide in einem katholischen Kindergarten und nehmen beide am kath. Religionsunterricht teil. Das hat für mich etwas mit Allgemeinbildung zu tun. Es schadet ihnen nicht. Sollte ich jedoch merken, dass man versuchen würde, ihnen etwas einzurichten, würde ich sie rausnehmen.
Die Lehrerin wollte am Anfang, dass unsere Tochter ihre Hände faltet und betet und als die Lehrerin meinte, das gehöre sich so, weil sie Christin ist, macht ihr meine Tochter deutlich dass sie Muslima ist. Sie gerne am Unterricht teilnimmt, aber definitiv nicht betet. Und das ist absolut in Ordnung.

Ich bin nicht religiös, meine Kinder auch nicht.
Im Freundeskreis hab ich Christen, sowohl Katholiken, als auch Protestanten und Orthodoxe.
In meinem Stadtteil leben viele Muslime, auch Freunde sind muslimischen Glaubens.
Alles ok und wie es sein soll.
Im Alltag hat das Thema für mich keine Relevanz.

Ich glaube, dass es außer den Menschen noch eine höhere Macht gibt. Welchen Namen man dieser Macht gibt, ist für mich zweitrangig.
Wir sind evangelisch getauft und konfirmiert aber aus der Kirche ausgetreten.

In meinen Augen ist die Kirche einer der größten Verbrecher der Menschheit. Unzählige Kriege wurden und werden im Namen der Kirche/Gottes/Allahs geführt und Millionen Menschen getötet. Das würde kein guter, barmherziger Gott wollen sondern nur egoistische Menschen.

Es gibt ja zudem noch genügend aktuelle Meldungen, wo Kirchenoberhäupter Geld für Prunkbauten aus dem Fenster werfen oder noch viel schlimmer, sich an Kindern vergehen. Und die Kirche hält die Hand drüber. Diese Doppelmoral in der Kirche hat mich dazu bewogen auszutreten.
Glaube und Kirche hat für mich nichts miteinander zu tun.

Ich kann immer und überall glauben, dafür brauche ich keine Kirche. Und ich glaube, dass es einen "Gott" gibt und irgendetwas nach dem Tod. Auch dass wir mit dem festen Glauben viel mehr erreichen können. Was ich nicht glaube ist, dass wir dafür Geld bezahlen müssen.

Kann ich Wort für Wort unterschreiben.

Ich bin evangelisch, bin vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten und glaube... ja, schwer zu beschreiben. An eine höhere Macht, Schicksal, aber nicht Gott im biblischen Sinne.
Mein Mann ist Moslem und teilt meine Ansichten, also ist nicht gläubig.

Zu Hause gehen wir offen mit beiden Religionen um, d.h. feiern Weihnachten, Ostern und Bajram gemeinsam und erzählen den Kindern, was dahinter steht, aber die Feste an sich sind in erster Linie Familienfeste für uns und nicht religiös geprägt.

Welchen Glauben und ob überhaupt die Kinder später leben möchten, bleibt ganz ihnen überlassen.

Ich bin evangelisch getauft und ungläubig, mein Mann ist katholisch getauft und aufgewachsen und mittlerweile ungläubig, die Kinder sind nicht getauft und ungläubig.

Die Bedeutung des Christentums in der mitteleuropäischen Kultur ist aber so groß, dass es mir immer wichtig war, dass meine Kinder sich da einigermaßen auskennen.

Ich bin katholisch aufgewachsen, hab eigentlich von meinen Eltern nicht viel mitgekriegt, also sie haben nie gesagt, dass sie wirklich daran glauben. Ich weiss es eigentlich bis heute nicht, ob sie dran glauben, oder ob sie bloss Angst haben, es KÖNNTE stimmen und dann nicht auf der falschen Seite sein wollen. Aber ich musste immer in die Kirche gehen, und wollte nicht. Mit 14 hab ich dann erklärt, dass ich jetzt religionsmündig bin und nicht mehr gehe.

Im Grunde bin ich wohl Agnostiker. Ich bin nicht so für die extremen Atheisten, weil ich finde ein bisschen Mitmenschlichkeit und Spiritualität kann in unserer Welt nicht schaden. Ich würde nie versuchen Andere zu überzeugen, dass es keinen Gott gibt. Ich sage eher: er hat sich bei mir noch nicht gemeldet. Wenn ich irgendein Zeichen bekäme, würd ich vielleicht dran glauben. So aber habe ich keinen Grund.

Was die Kinder angeht - sie sind nicht getauft und ich fand immer, sie können das ganz selbst entscheiden. Und ich mochte den ironischen Atheismus meines Ex-Mannes gar nicht. Das hat die Kinder auch geprägt, natürlich. Hab mich erst vor zwei Tagen mit meiner Tochter (23) darüber unterhalten. Sie sagt nämlich sie hatte ein "spirituistisches Erwachen". Natürlich können wir nicht 100 %ig nachvollziehen, was sie da erlebt hat. Ich sage nur, das ist bei jedem Menschen anders und sie hat da halt so etwas erlebt. Sie meinte, sie dachte erst es sei eine Psychose. Und ich bin eigentlich ganz froh, dass es keine eigentliche Religion ist - sie hört sich da Reden von einem Mann an - ziemlich allgemeine Lebensweisheiten eigentlich. Mindfullness und Buddhismus. Prima, und wenn ihr das etwas mehr Halt und Gleichgewicht gibt, ist es doch gut.

Und ich kenne das von meinen Söhnen auch, die noch ein paar Jahre älter sind. Die hören sich auch irgendwelche Redner an, Richard Hawkins z.B. Die beiden sind da weniger spriritualistisch und mehr naturwissenschaftlich. Der eine hatte eine etwas extrem-atheistische Phase, samt das er das "fliegende Spaghetti-Monster" zur Schau trug und sich online mit religiösen Leuten stritt. Aber das war auch eine Phase. Noch glaubt jedenfalls keiner an einen Gott.

Als Kind bis in die Teenagerzeit rein war ich sehr gläubig (evangelisch). Mit zunehmendem Alter habe ich mich immer mehr von der Institution Kirche enfernt, bin auch ausgetreten. Nun stehe ich etwas verloren da. Ich würde so gerne glauben und hoffe auch, dass es eine höhere Macht gibt, mit der alles einen Sinn ergibt.
Aber wenn man sich die Welt so anschaut muss man eigentlich zu dem Schluss kommen, dass da nichts ist- ausser dem gigantischen Zufall erschaffen worden zu sein- und jetzt kann jeder selber schauen wie er klar kommt. Anders lassen sich ja das Elend der dritte Welt Länder etc nicht erklären- gerecht ist das alles nicht. Oder Gott is ein Sadist? Andererseits habe ich schon dass Gefühl , dass etwas auf mich aufpasst...
Ach, ich weiß nicht...ich glaube ich sollte mal wieder ein Gespräch mit unserem Pfarrer führen ;-)
Aber eins ist sicher: ich finde Gott nicht in einer der Kirchen- ich finde Ihn wenn überhaupt in der Natur.
Ich beneide meine Schwiemu: die ist sehr katholisch und der festen Überzeugung, dass Sie ein guter Mensch ist und in den Himmel kommt, wenn Sie sich an die katholischen Regeln hält. Also ganz einfach für sie....
Aber interessantes Thema auf jeden Fall ...

Hallo,
ich bin evangelisch getauft, konfirmiert und war während meiner Jugend sogar im CVJM aktiv. Obwohl ich sagen muss, dass es mir in erster Linie darum ging, mich ehrenamtlich zu engagieren, was als Jugendliche damals auf dem Dorf nicht so leicht war. Kritisch war ich jedoch schon immer.

Ich glaube an die Wissenschaft. Ich glaube an Fakten und an die physikalischen Bedingungen, unter denen das Universum entstanden ist und unter denen es existiert. Das schließt für mich aber gleichzeitig nicht aus, dass es da nicht noch „etwas“ gibt. Aber das ist eben nur eine Theorie, die nicht falsifiziert wurde. Und ich glaube, dass wenn es etwas da draußen gibt, es nicht der Gott ist, wie ihn sich Religionen vorstellen.

Mein Mann kommt gebürtig aus dem Ausland, hat eine andere Religion, ist aber ebenfalls nicht gläubig. Wir werden unsere Kinder dennoch an unsere „offiziellen“ Religionen heranführen, aber eben nur als „Theorie“. Zum Beispiel werden wir Weihnachten feiern, erklären warum man Weihnachten feiert und dass wir daran nicht glauben. Wir aber Weihnachten feiern, weil es z.B. für uns persönlich auch ein Fest der Liebe ist. Wir haben auch einen bunt gemischten Freundeskreis und freuen uns, wenn unsere Kinder möglichst viele Glaubensrichtungen kennenlernen, da dies für mich schlicht Allgemeinbildung ist.

Ich persönliche finde auch, dass Religion in Deutschland eine zu große Rolle spielt. Religionsunterricht sollte meiner Meinung nach nicht so christlich geprägt sein, sondern deutlich allgemeiner und neutraler sein und alle Religionen gleichermaßen umfassen. Außerdem sollte man sich nicht vom Biologieunterricht ausschließen lassen dürfen, nur weil die Evolutionstheorie nicht in das Glaubensbild passt. Es ist eine Theorie, die zur Bildung gehört. Ob ich am Ende daran glaube oder nicht, ist meine Sache. Sicher, jeder genießt Religionsfreiheit. Aber für mich schließt das eine das andere nicht aus. In Schulen oder Gerichtsgebäuden sollten meiner Meinung nach auch keine Kreuze hängen dürfen, da ich das nicht unter „Trennung von Kirche und
Staat“ verstehe.

Viele Grüße

Achso... und ich finde es sehr schön, dass es so sachlich hier ist :-)

Ich bin getauft worden und als Kind ab und zu mit in die Kirche. Für mich hat der glaube nichts mit der Kirche zu tun.

Ich gehe nicht mehr in die Kirche und meine Kinder sind nicht getauft. Geht auch nicht, weil mein Mann nicht getauft ist und wir nicht kirchlich geheiratet haben. Sie würden zwar eine Ausnahme machen, weil mein Cousin ein totaler Anhänger ist, aber ich kenne niemanden der als Pate infrage kommt, denn die müssen auch getauft sein.

Mein Sohn nimmt nicht am Religionsunterricht teil, weil mein Mann dagegen ist und mir ist es egal.

Manchmal erzähle ich ihm etwas, aber es ist für uns kein Bestandteil für den Alltag. Er hat das alles mal gehört und auch seine Schwester wird das alles mal hören, aber mehr auch nicht.

Was andere glauben oder welcher Religion sie angehören ist mir ziemlich egal, ich unterhalte mich nie über so etwas.

Ach so ich bin serbisch orthodox, da ist das nochmal ein bisschen anders, die Paten usw müssten auch alle serbisch orthodox sein...

Ich wurde im Alter von ein paar Wochen evangelisch getauft. War damit in unserem Dörfchen eines von drei evangelischen Kindern - alle anderen waren katholisch. Ob es Gott gibt oder nicht - das hat mich als Kind tatsächlich schon viel Grübeln lassen. Der Religionsunterricht war super locker, ein paar Lieder singen, ein bisschen basteln und malen - das Vater unser auswendig lernen, das wars. Für mich als Kind einfach schöner Unterricht der nicht wirklich etwas mit Glaube zu tun hatte, zumindest spielte das für mich keine Rolle, mich hat inspiriert dass wir oft anderen geholfen haben zB Weihnachten im Schuhkarton, etc. Rückblickend ging es viel um moralische Werte usw.
Viele schulische Veranstaltungen in der Volksschule hatten was mit der Kirche am Hut, zB gab es einen Gottesdienst zu Beginn des Schuljahres der für alle Kinder verpflichtend war - egal welches Bekenntnis - in der kath. Kirche - ich fand es total befremdlich wie die sich da aufführten, niederknieten, im Chor sprachen wie abgerichtete Kindersoldaten - ich entschied mich dazu mich nicht konfirmieren zu lassen, da ich nicht an Gott glaubte und es falsch fand etwas zu tun nur um Geschenke zu bekommen. Mit 18 bin ich ausgetreten - aus dem Grund weil ich a) nicht an Gott oder eine höhere Macht glaube, nur weil es noch unendlich viel gibt was Menschen nicht wissen & sich nicht erklären können b) ich jede Kirche stark anzweifle - Martin Luther bspw. war für mich als Kind ein cooler Revolutionär, der quasi sowas wie einen Geheimclub gründete - später wurde ich auf Schriften von ihm wie „die Juden und ihre Lügen“ aufmerksam - das hat mein Bild über ihn unwiederrufbar verändert. Ich könnte das mit beliebigen anderen Kirchen fortführen.. in meinen Augen zum Großteil Verbrecher.

PS: mein Sohn ist auch o.B. - ich möchte gerne, dass er so viel über Glauben, Religionen und Kulturen kennen lernt wie nur möglich - auch ich bin in diesem Punkt über das normale Maß hinaus gebildet. Niemand setzt sich mehr mit Religionen auseinander als Atheisten 😂 aber wenn mein Sohn später mal sagt „hey mama ich will das sein“ dann soll er alles sein was er möchte - es ist jedermanns freie Wahl zu sein was man sein möchte und zu glauben, denken oder zu fühlen was man möchte.

Ich glaube fest an Gott, bin aber kein Teil einer Religion. Ganz einfach. Alles andere ist in meinen Augen, naja wie soll ich sagen, amüsant und falsch.

Ich glaube an Jesus und dass er mir durch seinen Tod am Kreuz ewiges Leben geschenkt hat. Für mich der einzig richtige Weg.
Unsere Kinder dürfen sich dann taufen lassen, wenn sie eine bewusste Entscheidung für den christlichen Glauben getroffen haben. Das hat unser ältester (12) dieses Jahr gemacht.
Wir gehen so gut wie jeden Sonntag in den Gottesdienst. Der findet in einem normalen Gebäude statt, nicht in einer Kirche.
Ich beginne meinen Tag mit einem Gebet und beende ihn damit.
Ohne IHN wäre ich nicht mehr hier.

Hallo,
ja, wir sind katholische Christen und glauben an Gott, an Jesus Christus und an seine Auferstehung. Bei uns gehört der Glaube mit in den Alltag.
Mein Mann und ich sind mit dem Glauben erzogen worden. Unsere Kinder wurden im Babyalter getauft und schon recht früh mit einbezogen. Sei es beim Tischgebet, beim Abendgebet, mit dem Besuch von Kinder- bzw. Familiengottesdiensten oder auch beim Besuch der "normalen" Gottesdienste etc. Wir versuchen, regelmäßig einen Gottesdienst zu besuchen (und bei uns heißt regelmäßig nicht einmal im Jahr an Weihnachten...das wäre ja auch irgendwie regelmäßig).
Beide Jungs sind zur Kommunion gegangen und seitdem Messdiener, der Große bereits seit 6 Jahren und ist in der Messdienerleiterrunde dabei. Im nächsten Jahr steht dann die Firmung an und es ist für ihn selbstverständlich, sich firmen zu lassen.
Ich selbst bin aktiv im Familiengottesdienstkreis, wir gestalten 3 bis 4 Familiengottesdienste im Jahr für unseren Ort, dann im Gemeindeteam unseres Ortes sowie im Pfarrgemeinderat unserer Großpfarrei. Weiterhin bin ich im Orga-Team der Sternsingeraktion und des Kinderbibeltages, der einmal im Jahr stattfindet.
Mein Mann engagiert sich jetzt nicht in dem Sinne, ihm fehlt einfach die Zeit, er steht aber hinter den ganzen Aktionen und unterstützt mich, unsere Söhne bzw. auch die anderen Teams, wenn es nötig ist.
Es kann ja jeder von Kirche halten, was er will, jeder kann glauben, was er will. Aber ich finde, es sollte jede Sichtweise und jeder Glauben toleriert werden und nicht blöde dahergeredet werden, wie blöd doch die Sichtweise des anderen ist.
Wir sind z.B. im Freundeskreis die einzigen, die den Glauben leben. Das wird von den anderen akzeptiert und manchmal auch respektvoll diskutiert.
LG
Elsa01

Ich sehe mich als Christ. Meine Eltern waren evangelisch und katholisch, bei meinem Mann und mir ist es auch so. Irgendwie picke ich mir aus beiden Seiten das was mir verständlich und sinnvoll vorkommt. In welche Kirche ich gehe, hängt auch davon ab wie sympathisch mir der Pfarrer ist und welcher Gottesdienst von der Uhrzeit her besser liegt.
Mein Mann glaubt nicht an Gott, aber wir können beide die Meinung des anderen akzeptieren und versuchen nicht den anderen von unserer Meinung zu überzeugen

Ich glaube nicht. Ich bin überzeugt den Gott der monotheistischen Religionen gibt es nicht. In meiner Jugend habe ich viele verbitterte Diskussionen geführt. Zum Glück weiß ich es jetzt besser und erkläre mich nur bei näherem Hinterfragen.

Ich kann nachvollziehen, dass viele lieber mit der Vorstellung eines ewigen Lebens (zB Himmel) leben, als damit, dass mit dem Tod alles vorbei ist. Oder manchmal wollen Menschen auch nur eine Erklärung eines Schicksalsschlages, eine Begründung für gelebtes Leid, jemand der Schuld ist, jemand der alles einem Sinn gibt. Das akzeptiere ich.

Ich bin auf der Welt, weil Leben hier möglich ist. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass es in unserem endlosen Universum auch andere Planeten gibt, auf denen Leben möglich ist. Ich denke, wir sind jetzt in diesen Augenblick hier und wenn wir sterben, sind wie tot. So wie jedes Tier, jedes Insekt, in dem Aspekt sind wir alle gleich. Es gibt Zufall und Evolution. Aber meiner Meinung nach niemand, der die Fäden zieht. Wir sind ein Produkt einer Reihe von Möglichkeiten, Gegebenheiten und Veränderungen, aber nicht das Zentrum der Welt.

Umgekehrt ist mein Mann gläubig, katholisch, aber nicht kirchlich. Er möchte unseren Sohn taufen, weil es für ihn wichtig ist und mir ist es egal. Ich verbinde damit nichts Überirdisches, nur etwas Menschliches. Bei den Vorbereitungen werde ich ihm aber nicht helfen, dazu bin ich nicht der größte Fan der Kirche und meine Zeit mit für mich Sinnlosem möchte ich auch nicht vergeuden.

Ich bin nicht religiös und nicht getauft, meine Kinder auch nicht. Ihr Papa auch nicht. Meine Eltern sind ebenfalls Atheisten, meine Mutter aber noch getauft. Mein Vater hat sich viel mit Kirche und Kirchengeschichte befasst, von daher sind mir alle dieses Sachen auch geläufig und gehören für mich zur Allgemeinbildung. Ich hab mal angefangen, die Bibel und den Koran zu lesen, rein aus Interesse, ich kann beidem aber nichts abgewinnen.

Im Freundeskreis gibt es eine Katholikin, zwei Evangelen, einen Muslim und uns "Ungläubige". Im Alltag hat dies gar keine Auswirkungen, bei gemeinsamen Treffen kommen aber manchmal Diskussionen auf, wenn gerade etwas aktuell ist. Ich finde diese immer wieder interessant und es bleibt auch immer sachlich. Jeder lässt den anderen glauben oder denken, was er möchte und respektiert dies. Mehr kann man nicht erwarten, finde ich.

Für mich ist Religion Privatsache und die Trennung von Kirche und Staat finde ich bei uns nicht ausreichend. Ich möchte von niemandem bekehrt werden, egal, um welche Religion es sich handelt und ich möchte nicht, dass diese das Recht haben, sich in staatliche Angelegenheiten zu mischen - alles andere ist mir egal.

*Warum/an was Glaubt ihr?

Ich bin Christ, glaube also an den dreieinigen Gott. Und ich glaube wirklich, dass Jesus Gott-Sohn ist;-)
Warum? Ich bin so aufgewachsen, das spielt sicher eine Rolle, aber ich habe Gott auch in meinem Leben immer wieder erlebt und das als Wahrheit erkannt. Ich glaube nicht, weil meine Eltern es tun, sondern, weil ich mich selber dafür entschieden habe.

*Wieviel Glaube lasst ihr in euer Leben?

Ich verstehe nicht ganz, was diese Frage meint.
Der Glaube bestimmt meinen Alltag. Ich lese jeden Morgen in der Losung, ich bete vor dem Essen und vor dem Schlafengehen, ich lese fast täglich in der Bibel. Wir gehen fast jeden Sonntag und auch an den Feiertagen (Reformationstag, Weihnachtsfeiertage, Altjahresabend, etc.) in den Gottesdienst
Hier gibt es weder Weihnachtsmann noch Osterhase, auch keinen "Vatertag" und "Halloween", sondern es geht um den christlichen Ursprung der Feste. Ich versuche, anderen Leuten so zu begegnen, wie Gott es von mir will. Ich bin aber trotzdem ein normaler Mensch, der auch mal böse Witze reißt, etc.

*Ab wann/warum/wieviel lasst ihr die eure Kinder Teilhaben?

Von Anfang an. Wenn man eine Familie ist, dann kriegen die Kinder das ja automatisch mit. Es fängt bei der Taufe an, den Gottesdienstbesuchen, Tischgebeten, Kinderbibel, etc. Es ist einfach ein Teil vom Alltag. Warum? Weil es mir wichtig ist und ich hoffe, dass der Glaube meinen Kindern auch eines Tages wichtig ist. Ich hätte auch nie jemanden als Partner haben können, dem der Glaube nicht wichtig ist.

*Habt ihr den Glauben gewechselt? Gefolgt warum/wann?

Nein, allerdings habe ich über bestimmte Themen, die den Glauben betreffen häufiger nachgedacht und auch schon meine Haltung geändert.

*Wie weit tragt ihr ihn nach aussen?

Ich trage eine Kreuzkette;-)
Wer mich besser als nur flüchtig kennt, merkt ziemlich schnell, dass ich gläubig bin, einfach, weil man über das redet, was einem wichtig ist. Allerdings ist ein Großteil meiner Freunde und auch die weitere Familie ebenfalls gläubig.
Ich gebe mir aber immer Mühe, das nicht demonstrativ zur Schau zu stellen und die Leute nicht zu "missionieren". Gelingt mir nicht immer. Ich weiß selber, dass ich mich schnell triggern lasse, wenn über irgendwas gesprochen wird, was den Glauben betrifft und es nicht der Wahrheit oder nicht meinem Glauben/meiner Auslegung entspricht (der Weihnachtstermin z. B.)#schein

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