Schmierblutungen/Gelbkörperschwäche

Hallo zusammen,
bisher war ich nur "Mitleserin", hab´ jetzt aber auch mal eine Frage..

Ich bin im August 2006 (2.ÜZ) und dann noch mal im Januar 2007 schwanger geworden. Leider mußte ich zweimal eine Fehlgeburt in der 9.Woche erfahren (MA mit Ausschabung).

Alle Untersuchungen wie allgemeiner Gesundheits-Check-Up, Schilddrüse, Spermiogramm und genetische Beratung mit Blutabnahme für Gerinnung und Chromosomenanalyse (auch bei meinem Mann) waren absolut in Ordnung, alle Werte prima. Auch bei der genetischen Untersuchung nach der zweiten Ausschabung konnte nichts gefunden werden. Ich habe nun schon 3 Zyklusblätter mit Temperaturmessung geführt. Ich habe einen 28-Tage-Zyklus, allerdings findet bei mir der Eisprung immer so am 17./18. Zyklustag statt, danach habe ich immer eine entsprechenden deutlichen Temperaturanstieg und eine wunderbare Kurve. Allerdings sinkt die Temperatur nach 8/9 Tagen und ingesamt nach 28 Tagen bekomme ich pünktlich meine Periode. Demnach wäre doch die erste Zyklushälfte eigentlich verlängert und die zweite verkürzt, oder? Dazu hatte ich beim letzten Mal 5 Tage vor meiner Periode ganz leichte Schmierblutungen, dieses Mal 2 Tage vorher.

Habe diesen Zyklus auch das erste Mal zuerst Himbeerblütentee und dann Frauenmantelkraut getrunken.

Hat vielleicht jemand ähnliche Probleme? Um eine Gelbkörperschwäche auszuschließen, hatte ich bereits ein Blutabnahme am 21. Zyklustag, also ca. 4 Tage nach meinem Eisprung, das Ergebnis liegt mir noch nicht vor. Falls überhaupt eine GKS vorliegt, soll ich Medikamente bekommen, wahrscheinlich Utrogest.

Können meine Probleme auch andere Ursachen haben und kann eine GKS mit eine Ursache für die Fehlgeburten sein?

Sorry für den langen Beitrag, aber so konnte ich es einfach am besten erklären...

Vielen Dank für eure Hilfe!#danke

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hallo wuschel,

so lange dir die ergebnisse nicht vorliegen, ist es natürlich schwer, das als außenstehender zu beurteilen. deine SB und die verkürzte zweite ZH können natürlich auf eine GKS hinweisen. grundsätzlich muss man eine primäre von einer sekundären GKS unterscheiden. eine primäre GKS führt nicht zu einer fehlgeburt und mündet im falle einer SS auch nicht zwangsläufig in eine sekundäre GKS. nach dem ES bleibt ja der follikel zurück und produziert dann progesteron. sobald es zu einer befruchtung und einnistung kommt, wird von der plazenta hcg gebildet. dieses wiederum wirkt unterstützend auf den gelbkörper, so dass er dann im regelfall deutlich mehr progesteron produziert, auch wenn eine primäre GKS vorgelegen hat. nur wenn auch nach einer einnistung die progesteron-werte immer noch zu niedrig sind, spricht man von einer sekundären GKS, die tatsächlich auch eine fehlgeburt begünstigen kann. das problem an einer primären GKS ist eher, dass die gebärmutterschleimhaut bei zu niedrigem progesteronspiegel nicht ausreichend auf eine einnistung vorbereitet sein kann. es kommt dann gar nicht erst zu einer schwangerschaft. deshalb ist es schon gut und wichtig, im verdachtsfall einen hormonstatus erstellen zu lassen. mit utrogest lässt sich das jedoch in den meisten fällen beheben. falls das allein nicht ausreicht, kann auch noch ein östrogenpräparat eingenommen werden. der gelbkörper produziert ja nicht nur progesteron, sondern auch östrogen. zu wenig östrogen in der zweiten ZH kann ebenfalls zu SB und einer verfrühten regelblutung führen.

lg, ally

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Hallo Wuschel,

also ich hatte letzten Monat auch das Problem hatte aber nur einen 25 Tage-Zyklus. am 15. ZT hatte ich meinen Eisprung und dann stieg auch die Tempi an und danach viel sie vier tage später wieder und dann stieg sie wieder aber nicht viel, dann ging sie wieder runter und die mens kam. naja jetzt hatte ich aber letzten monat den ganzen Zyklus über auch immer Zwischenblutungen gehabt, die aber durch eine Zyste kamen. FA sagte, wenn man ne Zyste hat, sind die Blutungen halt daher weil der Hormonhaushalt sich nicht richtig regulieren kann. Naja nach der Mens ist dann gott sei Dank die Zyste mit abgegangen und diesen Monat läuft alles super keine Zwischenblutungen der Eisprung wurde diesmal per Auslösespritze ausgelöst, damit ich sicher gehen kann das der Follikel springt und sich daraus keine Zyste entwickeln kann (neige zu Zysten und habe nur noch eine komplette seite). Dann habe ich auch Utrogest bekommen die ich jetzt 14 Tage nach Eisprung nehmen muss. Habe dann heute nach einnahme von 7 Tagen nachgefragt und da sagte die Sprechstundenhilfe in der Kiwu-Klinik wo ich bin, das alle Frauen bei denen Utrogest bekommen egal ob Gelbkörperschwäche vorliegt oder nicht. Weil Utrogest würde das halt alles unterstützen. Aber so wie du schreibst denke ich mal das bei dir auch eine Gelbkörperschwäche vorliegt. Also mein FA hat das anhand meinen letzten ZB direkt erkannt.

Guck mal hier ist mein letzte ZB:
http://www.urbia.de/services/zykluskalender/view?sheet_id=179685&user_id=694695

und das hier ist mein Aktuelles:
http://www.urbia.de/services/zykluskalender/view?sheet_id=185353&user_id=694695

Kannst du dir ja mal anschauen.



LG Tanja

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Vielen Dank für eure schnellen und hilfreichen Antworten. Ich werde dann mal geduldig das Ergebnis von meiner Blutabnahme abwarten und dann mal weitersehen... Euch wünsche ich auch viel Erfolg und dass der Kinderwunsch schnell in Erfüllung geht... #klee

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Genau so war es damals bei mir auch. Ich hatte 3 FG. Jedesmal fing es mit Schmierblutungen an und dann war alles vorbei.

Angeblich sei bei mir alles i. O. Blutwerte ok usw. Warum es passierte "Keine Ahnung" laut Ärzte..

Am 1. April 2004 habe ich wieder positiv getestet. War kurz danach beim FA, Fruchtblase da, alles ok sagte sie.

2 Tage später war ich auf Arbeit und was passierte "Schmierblutungen". Bis zu meiner Ärztin (1 Stunde entfernt) war es mir zu weit. Ich habe die nächste Praxis in der Nähe aufgesucht. Zu meinem Glück war es Frauenärztin und Kinderwunschpraxis.

Sie untersuchte mich und stellte mir so einige Fragen "Fehlgeburt usw". Ich sagte dann, wenn es jetzt wieder schief geht ist es die Vierte. Und da wurde noch nichts unternommen. Ich sagte nein.

Sie hat mir sofort das Gelbkörperhormon vaginal eingeführt, damit es sofort wirken kann. Sie hat mir dann noch das Gelbkörperhormon für 8 Tage mitgegeben. Ich sollte es jeden Abend mit dieser Spritze einführen.

Als ich zu Hause ankam, waren die Schmierblutungen schon einmal weg. Man war ich froh, hatte aber tierisch Angst das es wieder schief geht.
Das hat wirklich geholfen. Meine Tochter ist jetzt 2,5 Jahre alt.

Später habe ich das Gelbkörperhormon bis zur 12 SSW in Tablettenform eingenommen.

LG Ivonne

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Ich danke dir für diesen Hinweis, werde das auf jeden Fall im Auge behalten und mit meiner Ärztin besprechen.... Dann kann ich hoffentlich im nächsten Jahr auch endlich einen Zwerg in den Armen halten...
LG Sandra

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