Noch ein zweites Kind?

Hallo zusammen,

vielleicht hat jemand hier einen Tipp für mich.

Mein Mann und ich haben einen fast 5 jährigen Sohn, ein schon forderndes Kind.
Jetzt überlege ich schon seit geraumer Zeit hin und her, ob nicht vielleicht doch ein Geschwisterchen schön wäre. Alle im Umfeld haben 2 Kinder und ich fühle mich oft ganz komisch weil ich "nur" einen Sohn habe. Fühle mich dann schlecht und denke, ach wer weiß ob ich es nicht später mal bereue.

Jetzt ist es aber so, dass ich nicht wirklich regelmäßig Unterstützung bekomme und wenn mein Mann auf Dienstreisen ist, alles an mir alleine hängen bleibt.

Nach der ersten Geburt hatte ich Depressionen und ich habe 2 Jahre gebraucht, bis ich mich so richtig in die Situation eingefunden habe.Auch nehme ich noch immer Antidepressiva und Schilddrüsenhormone.

Ich bin jetzt 37 und denke ich werde ja auch nicht jünger, fühle mich sehr unter Druck und wünschte ich hätte eine feste Meinung in die eine oder andere Richtung.

Geht es einem von euch auch so?

Lieben Dank

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Nein, mir geht es nicht so. Wir haben 3 Kinder.

Was sagt denn dein Mann dazu? Der hat ja eher ein Wörtchen mitzureden als irgendeiner aus diesem Forum?!

Aus dem was du schreibst würde ich dir eher abraten. Aus vielen Gründen:

- hört sich nicht nach einem wirklichen ernsten Wunsch an, alleine durch die Äußerung, dass du dich schlecht fühlst, weil du „nur“ einen Sohn hast

- Man sollte Kinder immer ohne Unterstützung erziehen können. Oder meinst du deinen Mann?

- Antidepressiva

Nichts von dem von dir beschriebenen ist für mich ein Pro Argument. Alles Argumente dagegen.
Ein Kind möchte man nicht, weil es andere auch haben, weil „man eben zwei Kinder hat“, oder aus sonstigen Gründen. Wenn man sich ein Kind wünscht, dann weiß man das.
Aber wie gesagt, dein Mann sollte da eher ins Gespräch mit dir gehen, als hier jemand.

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Mir ging es nicht genauso aber ich war auch lange hi und her gerissen.

Ich hatte nach der Geburt eine Depression entwickelt, die ich ohne Medikamente in den Griff bekam. Es war klar, dass ich vor dem 2. Geburtstag kein Gespräch über weitere Kinder wollte. Doch dann kam der zweite Geburtstag und mein Mann sprach das Thema an. Manchmal wollte ich, dann wieder nicht. So zog sich das dann über 1 Jahr hin. Als er dann 3 wurde sagten wir, ob zum Ende des Jahres lassen wir der Natur ihren Lauf. Am Tag der letzten Pille erfuhren wir, dass unser Sohn Krebs hat. Also starb der Gedanke an ein 2. Kind. 2 Jahre später war unser Sohn wieder "gesund" uns wir beschlossen es doch nochmal zu wagen. Ich setzte also die Pille Ende 2017 ab und im September 2018 kam unsere Tochter zur Welt.

Sie haben zwar einen Abstand von fast 6,5 jahren und ich hatte bis zum positiven Test immer wieder Zweifel, aber jetzt bin ich so froh darüber die beiden zu haben, dass ich meine Zweifel selbst nicht verstehe.

Ich habe im Alltag so gut wie keine Unterstützung. Wenn es wirklich brennt, kommt mein Schwiegervater (120 km weiter Weg) oder eine Freundin hilft aus. Mein Mann ist so gut wie nie da durch die Arbeit und ich arbeite in teilzeit. Ich habe 3 Jahre elternzeit genommen und arbeite momentan nur 15 Stunden die Woche.

Ich muss aber sagen, dass mein Sohn ein wirklich richtig toller großer Bruder ist. Er spielt sehr viel mit der kleinen, füttert sie gern und geht gern mit ihr baden. Morgens rennt er immer zu ihr, wenn sie wach wird und holt sie zu sich ins Zimmer. Beim einkaufen schaut er sehr nach ihr, weil sie nicht im wagen sitzen bleiben mag. Während der Autofahrt macht er Blödsinn und lenkt sie ab, weil sie Autofahren nicht mag. Und das WILL er alles machen, manchmal diskutieren wir unendlich lange, wenn er etwas mal nicht machen soll 😅

Sie fordert sehr viel, gibt uns aber auch sehr sehr viel zurück und mein Sohn hatte sich auch immer eine Schwester gewünscht. Der war so glücklich als er erfuhr das ich schwanger bin 😅 für ihn war von Anfang an klar, dass es ein Mädchen wird 😂 der schaute immer nur nach rosa Sachen 😅

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Ich habe bzw. hatte auch ein forderndes Kind. Inzwischen haben wir die Diagnose Autismus. Und inzwischen ist er ein sehr liebes Kind geworden seit er in der Schule ist. Jedenfalls meinte die Ärztin, ein kleines Geschwisterchen würde ihm gut tun. Ich wollte aber schon vor dieser Aussage 3 Kinder.
Eine Bekannte nimmt auch Antidepressiva und hat 5 Kinder, denen es sehr gut geht.
Ich persönlich gehe bei solchen Entscheidungen hauptsächlich mit dem Herzen dran.

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Versteh mich nicht falsch, aber ich schließe mich dem ersten Kommentar an.
Es spricht eigentlich alles dagegen.
Es scheint kein Herzenswunsch zu sein.

Und die meisten Frauen sind alleinerziehend.
Das ist normal.
Einer bringt meistens das Geld nach Hause.
Und direkt nach der Arbeit das Kind in vollem Umfang bespaßen macht auch nur eher die Minderheit.

Nichts desto trotz...
Ich würde es an deiner Stelle lassen.

Alles Gute ❤️