PCO - sehr traurig und verwirrt. Sorry, sehr lange...

Hallo ihr Lieben,

ich wünsche allen Hibblerinnen, egal wo ihr gerade steht, einen wunderschönen Sonntag! Ich poste und lese ja mittlerweile seit ca 3 Monaten hier mit und ich habe immer gehofft, dass ich möglichst schnell ins Schwangerschafts-Forum wechseln darf. Bin gerade im 4. ÜZ. Nun, seit 2 Tagen weiß ich, dass es zunächst eher das "Unterstützter Kiwu"-Forum sein wird.

Ich bin jetzt 32 und hatte mein Leben lang immer eher unregelmäßige Zyklen und teils starke Schmerzen während der Periode. Immer wieder mal hat ein FA den Verdacht auf PCO geäußert, aber auch wieder schnell verworfen. Ich bin sehr schlank (50 kg bei 167cm), bin ganz und gar nicht der Typ "Apfel-Figur" sprich, ich neige überhaupt nicht zu Bauchfett, habe reine Haut (in der Pubertät allerdings Akne), keinen außergewöhnlichen Haarwuchs und bin sehr sportlich. Also alles sehr untypisch für PCO.

Zudem waren meine Zyklen in den letzten 2 Jahren ziemlich regelmäßig. Sie lagen meistens zwischen 28 und 31 Tagen. Es gab in 2 Jahren 3 Ausreißer mit längeren Zyklen (40, 35 und 36 Tage). Meine Ovulationstests haben in den letzten 3 Monaten immer zwischen Zt15 und 20 positiv angezeigt. Den typischen Mittelschmerz hatte ich auch, ich gehe also davon aus, dass ich wirklich Eisprünge hatte. Auch wenn man es natürlich nicht genau wissen kann.

In diesem Zyklus wollte ich alles durchchecken lassen. Hormone in der ersten ZH passen, außer, dass mein AMH mit 4,5 etwas hoch ist. Auch die männlichen Hormone lagen etwas im höheren Bereich, aber ich auffällig. Alles noch kein Grund für Unruhe, meinte meine FA. Aber: In diesem Monat wurden meine Ovu-Tests nie positiv, das LH war aber ständig erhöht.Das hat mich schon stutzig gemacht.

Vorgestern, beim Ultraschalltermin an ZT 20 war es dann sehr deutlich zu sehen: eine Perlenkette von ca. 10 gleich großen oder besser gesagt kleinen Follikeln. Kein Leitfollikel. PCO wie es im Lehrbuch steht. Das erklärt also, warum mein LH ständig hoch war aber nie ein Eisprung angezeigt wurde. Meine FÄ meint, ich solle mit einem stark verlängerten Zyklus rechnen und sie glaubt auch nicht, dass ein ES kommen wird. Sondern dass die vielen kleinen Follikel einfach alle zu Grunde gehen. Sie hat mir angeboten, die Periode mit GKH auszulösen, damit ich in einen neuen Zyklus starten kann. Ich war aber zu verwirrt und habe gesagt ich warte jetzt erst mal ab.

Seither bin ich ziemlich niedergeschlagen. Ich bin so enttäuscht von meinem Körper und so verwirrt! Die Ärztin meinte, es könnte durchaus sein, dass die typischen PCO-Zyklen bei mir nur ab und zu kommen und der nächste vielleicht wieder ganz normal ist. Ich solle auf meine Ernährung achten und wenig Zucker und Kohlenhydrate essen. Und wenn nicht könne man alles mögliche machen, unter anderem stimulieren und den ES auslösen. Also kein Grund zur Panik. Aber ich weiß gerade nicht, was ich machen soll. Abwarten und es weiter "normal" versuchen? Hoffen, dass die nächsten Zyklen wieder in Ordnung sind? Trotzdem weiter auf den ES warten?
Oder lieber gleich alle Register ziehen, nachhelfen und nicht mehr viel Zeit verschwenden?

Gibt es hier vielleicht jemanden, der PCO hat und trotzdem großteils normale Zyklen und der auch ganz ohne Hilfe schwanger geworden ist? Wie dramatisch ist diese Diagnose? Würdet ihr warten oder gleich alle medizinischen Möglichkeiten nützen?

Ich bin sehr dankbar für jede Antwort...

Alles Liebe, Iris

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Hallo.

Ich hatte 2009 eine MA mit Ausschabung.
2011 Diagnose PCO
Ich war geschockt weil ich habe immer total regelmäßige Zyklen und immer meine Periode - allerdings eben auch die „Eierketten“ wie du sie beschreibst.

PCO wurde in der KiWu diagnostiziert und somit haben wir gleich mit Stimu angefangen.

Danach erfolgten zwei völlig komplikationslose SS.

Aktuell bin ich wieder schwanger „einfach“ so und habe mit Blutungen zu kämpfen - aber das ist ein anderes Thema...

Ich wünsche dir alle gute!

Wenn du noch mehr fragen hast: dann raus damit ;-).

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Wow, das ist schön zu hören! Gratuliere zur dritten Schwangerschaft!

Wenn du von Stimu schreibst meinst du dann Clomifen oder ähnliches? Davor habe ich ein wenig Angst, weil man immer wieder liest, dass es dadurch zu Fehlgeburten kommen kann. Aber das ist wohl nicht bestätigt.
Wurde dir von der Kiwu dazu geraten, gleich zur Stimu zu greifen? Und weißt du, woran es liegen könnte, dass es jetzt "einfach so" funktioniert hat?

Und darf ich noch fragen, wie alt du bei deiner Diagnose warst? Spielt das Alter hier eine Rolle?
Sorry für die vielen Fragen... #bla

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Danke ❤️

Ich war bei der Diagnose 22 Jahre alt.

Habe drei Monate erfolglos mit Clomi stimuliert - jedes mal vier Riesen Follikel.

Danach mit Puregon 50 I.E und bin dann im ersten Zyklus schwanger geworden.
Und bei den Zwillingen im dritten Puregon Zyklus.

Die KiWu hat uns halt gefragt Bzw ja schon auch dazu geraten weil ja schon knapp vier Jahre ohne Erfolg ins Land gezogen sind.

Es hat vermutlich jetzt einfach so geklappt, da wir gar nicht mehr darüber nach gedacht haben da unser KiWu abgeschlossen war Bzw hat sich mein körper vermutlich normalisiert aufgrund des hohen hormon Haushaltes der Zwillingsschwangerschaft.

Seit der Geburt von unseren Twins habe ich auch immer genau meinen Eisprung gespürt - was ich vorher nie habe.

Nun gut und im Oktober war es uns „egal“, weil wird schon nix passieren und nun ist es da unser Bauch Muckel 💙

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Huhu, als ich 2011 versucht habe schwang er zu werden, bin ich fast verzweifelt. Hatten im Januar damit begonnen. Meine Zyklen waren nach Absetzen der Pille immer rund 35 Tage. Außerdem hatte ich etwas stärkere Schmerzen. Im Juli wurden bei mir dann Tests eingeleitet zwecks PCO Verdacht. Hatte im Ultraschall auch so viele kleine Follikel. Im November wurde mir dann Diagnose bestätigt. Man hatte mir vorgeschlagen entweder abzunehmen (bin etwas fülliger) oder Metformin einzunehmen. Entschied mich für letzteres da ich schnell schwanger werden wollte. Der Arzt sagte jedoch, es könnte bis zu zwei Jahre dauern bis sich der Erfolg einstellen würde. Trotzdem fing ich damit an und hatte zack am 25 Dezember meinen Eisprung und am 11.1.2012 durfte ich positiv testen. Meine Maus ist nun 6 Jahre alt. Und wir haben uns letzten Monat entschlossen für Nummer 2 zu üben. Tja und was soll ich sagen: schwanger ersten ÜZ - ohne Medikamente. Meine Maus hat mit ihrer Geburt dafür gesorgt, dass ich wieder regelmäßige Eisprünge habe, trotz der blöden Folikel die mir im August nochmals bestätigt wurden. Lange Rede, kurzer Sinn...PCO ist nicht das Ende und man kann sehr wohl auch damit schwanger werden. Drück Dir die Daumen.

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Oh danke, du weißt gar nicht, wie sehr mich das aufmuntert! Ich hoffe ja doch noch irgendwie, dass es auch so klappen wird, wir üben ja immerhin nicht allzu lange. So lange sich von den vielen Follikeln einer durchsetzt ist es ja eigentlich egal, dass es ein wenig anders abläuft als bei anderen Frauen...
Wegen Metformin: Hast du Insulinresistenz oder kann man das auch ohne IR bei PCO nehmen?
Und Glückwunsch zur schnellen zweiten Schwangerschaft #herzlich#herzlich#herzlich

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Ja, ich habe eine Insulinresistenz. Aber ich glaube zu wissen, dass man auch wenn keine vorhanden ist Metformin einnehmen kann, da dieses den Eisprung fördert und der Folikel somit nicht einfach verenden lässt. Aber wie lange es dauert kann ich dir leider nicht sagen. Bei einigen, wie auch bei mir ging es ziemlich schnell und andere mussten trotzdem längern hibbeln. Jeder Körper ist ja unterschiedlich aber wenn's bei Dir "nur" die vielen Folikel sind, ist dein PCO vielleicht nicht so ausgeprägt. Dafür würde auch sprechen, dass es bei dir Zyklen gibt wo Eisprünge stattfinden. Wie schon gesagt, mein PCO ist nicht verschwunden aber in den meisten Zyklen nach der Geburt meiner Tochter ist es zu Eisprünge gekommen. Dies weiß ich, weil ich seit 6 Jahren keine Pille mehr nehme und jeden Monat meinen Eisprung spüren durfte....wie auch jetzt bei Wunder Nummer 2.
Danke für deine Glückwünsche - hoffentlich bleibts ❤

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Hallöchen,

Also ich Reihe mich hier auch Mal ein mit meiner Erfahrung. Wir (28 w (bald 29) und 30m) haben vor 2,5 Jahren von meinem FA erfahren das ich Pco habe. Habe auch relativ, zwar etwas längere, aber trotzdem regelmäßige Zyklen gehabt (30-35 Tagen ) - Schwankungen sind ja normal. Damals wollte mein FA gleich mit Clomi anfangen aber mir war das zu früh vor allem weil ich gedacht habe das, wir das bestimmt schaffen auch ohne Hilfe schwanger zu werden. Tja... 2 Jahre später immer noch nichts... Also haben wir im Mai 2018 dann mit Clomifen angefangen weil es bis dahin nicht geklappt hat. Ich habe jetzt 5 erfolglose Clomifen Versuche hinter mir (inkl Bauchspiegelung und Eileiterspülung) und wir haben jetzt im Februar den ersten Termin in der Kinderwunschklinik. Ich Frage mich jetzt natürlich ob es schneller geklappt hätte wenn ich mit 25 angefangen hätte und nicht gewartet hätte bis ich 28 bin.

Verstehe mich nicht falsch: Viele Mädels werden trotz PCO Schwanger, bei vielen funktioniert Clomifen einwandfrei und die ersten drei Zyklen enden in einer Schwangerschaft aber ich glaube umso eher der Zahn der Zeit drückt umso eher sollte man auch Hilfe in Anspruch nehmen. Ich persönlich würde nicht noch einmal zwei Jahre warten ob es so klappt und dann erst die medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Und du (nimm es mir nicht böse) bist jetzt schon 32. Das ist was ganz anderes als mit 22 die Diagnose zu bekommen und dann es gezielt zu versuchen. Du darfst halt nicht vergessen das so ein Kinderwunschprozess mit Kiwu oder kiwumedikamenten auch nicht Mal eben 1-2 Monate dauert.

Hast du denn schonmal über eine Bauchspiegelung oder so nachgedacht? Ich würde die machen wenn ihr das erstmal so probieren wollt so kannst du dir wenigstens sicher sein das es "nur" Pco ist und die eileiter frei sind, keine Endometriose usw usw.

Ich weiss das hört sich vielleicht nach Panikmache an aber ich persönlich habe im Mai auch gedacht "Jetzt klappt es in den nächsten 2-3 Zyklen zu 100%" und musste jetzt erstmal mit der Enttäuschung klarkommen.


LG Loui

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Ahh und zum Thema Metformin. Habe auch eine sehr schlanke Freundin die auch Pco hat und jetzt 2 Jahre Metformin probiert hat. Sie startet jetzt im nächsten Zyklus mit Clomifen.
Ich würde auch nicht ein Medikament für IR nehmen wenn du keine IR hast. Vielleicht verwirrt das den Hormonhaushalt noch mehr. Aber das besprichst du am besten mit deiner Ärztin.

So jetzt war's aber wirklich von mir! ;-) viel Glück und ich drücke die Daumen das es zügig klappt.

LG Loui

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Hallo Loui,

vielen Dank für deine ehrlichen Worte. Ich sehe das überhaupt nicht als Panikmache, ich bin um jede Meinung froh. Und es sind eben genau die Gedanken, die mir auch selbst durch den Kopf gehen.

Das mit Eileiterdurchlässigkeit etc werde ich auf jeden Fall prüfen lassen. Ich nehme an, wenn man sich für eine Stimu entscheidet sollte man das ohnehin tun? Wäre ja ziemlich blöd, sich die ganzen Hormone anzutun wenn es dann aus einem anderen Grund nicht mal zu einer Befruchtung kommen könnte. Genauso wird mein Mann auf jeden Fall ein Spermiogramm machen.

Ich bin sogar schon fast 33 übrigens ;) Und ich hätte auch nicht vor noch Jahre lang zu probieren, also 2 Jahre wie in deinem Fall, nachdem du noch ein wenig jünger warst, würde nicht in Frage kommen. Aber nach einer Bauchspiegelung und Eileiterspülung noch 3,4 Monate "normal" probieren würde ich mich noch trauen. Ein bisschen Zeit möchte ich meinem Körper noch geben.

Was ich dazu sagen muss: mein Mann gehörte lange zu den "Unentschlossenen" und wollte die letzten Jahre kein Kind. Erst seit 4 Monaten ist das anders. Aber so richtig gebastelt wie andere Paare mit Kiwu haben wir nicht. Ich habe es immer geschafft, ihn zumindest 1 Mal in der halbwegs guten Zeit zu "verführen", das war unser "üben". Manchmal war das 3,4 oder sogar 5 Tage vor dem ES. Seit er von der Diagnose PCO weiß ist er total motiviert und wir sitzen endlich in einem Boot. Deshalb möchte ich auf jeden Fall noch sehen, ob es vielleicht hinhaut, wenn wir, naja, so richtig Gas geben in der Zeit rund um den ES (wenn ich einen haben sollte #augen)

Und wenn ich dann nicht zu den glücklichen gehören sollte, die trotz PCO einfach schwanger wurden, wird's sehr bald auch zur Stimu kommen. Zumindest hab ich jetzt einen Mann, der mit mir an einem Strang zieht. Das ganze hat auf eine perfide Weise also auch was Positives...

Vielen Dank liebe Loui und ich bin sicher, dass das noch klappen wird bei dir und zwar schon ganz bald!!!

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Jo Iris,

Mir ging es wie Dir! Ganz gleich! Habe scheinbar auch PCO und mit groß und schlank.... naja ....
Habe dann auch immer gesagt ich warte ich warte und nun hab ich kein Bock mehr. Es tut sich ja eh nichts dachte ich..

stecke nun im ersten ÜZ mit Clomifen. Muss morgen früh nochmal zur Kontrolle und hoffe auf einen ES oder auslösen eines ES.

Es macht mich zwar jetzt noch mehr verrückt weil ich immer darauf hoffe es funktioniert gleich und muss darauf achten das ich auch ja die bienchen richtig setze.
Hatte zwar immer vor das so nicht zu tun aber mein Mann sagt auch besser so als eine künstliche Befruchtung. Da hat er auch wieder recht....

Ich wünsch dir viel Glück 🍀
Ich würde zum Arzt gehen und Behandlung starten wenn ich beide zu 100% schnell schwanger werden möchtet.
Wenn ich aber sagt ach hat noch Zeit dann warte noch.

Bis dahin viel Glück und halte mir die Daumen ♥️

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Hey Olivia,

viel Glück in deinem ersten Clomi-Zyklus!!! Hoffentlich klappt es sofort, würde ich dir wünschen... Wie lange hattet ihr denn geübt, bevor ihr keinen Bock mehr hattet? Und warum schreibst du, du "hoffst" auf ein Auslösen? Ist das dann nicht mal selbstverständlich, wenn man die Medikamente nimmt? Das wird ja immer besser...

Ich verstehe total, dass du dich verrückt machst, auch wenn ich gerade versuche, das nicht zu tun... Ich dachte immer, schwanger werden ist das einfachste überhaupt und jetzt das alles. Ganz schön deprimierend. Aber es wird sich alles lohnen!

Ich warte jetzt mal den nächsten Arzttermin in einer Woche ab, den werde ich dann mit Fragen bombardieren :D Vielleicht kommt Metformin für mich in Frage, das würde ich dann probieren mit ganz gezielten Bienchen. Das hatten mein Mann und ich bis jetzt nicht gemacht. Und wenn das in 2,3 Monaten nichts bringt, dann werde ich wohl auch zu Clomifen oder Purgeon greifen.
Hoffentlich wird es nicht nötig sein.

Ganz viel Glück, halt uns auf dem Laufenden!#herzlich

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Danke dir :-)

Ich kann die morgen mehr sagen. Im Moment bin ich da auch ziemlich Unwissend.

Ich bin schon sehr nervös auf morgen 😏 ich hoffe es ist keine negative Nachricht.
Sie soll nur sagen das sie Tabletten anschlagen und alles gut läuft. Mehr wäre zwar super aber das hier wäre wenigstens schon mal ein großer Schritt für ein kleines Wunder.

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Hallo.

Dieser Text könnte von mir kommen.

Ich befinde mich derzeit in meinem ersten Riesenzyklus, seit ich im Janaur 2018 angefangen habe, meine Zyklen zu überwachen. Der Zyklus begann am 9. November. LH-Tests wurden nie richtig positiv, waren aber über drei Wochen relativ stark. Ich bin zu meiner Frauenärztin, und die hat dann im Ultraschall viele, halb gereifte Eizellen an beiden Eierstöcken gesehen. Fazit: Verdacht auf PCO. Ich soll auf die Periode warten und dann geht's ab zum Hormoncheck, um die Diagnose zu bestätigen. Sie hat mir dann Auch gleich von Clomifen, IUI und Gott weiß was erzählt, vermutlich um mich zu beruhigen. In dem Moment hat das mich aber einfach nur geschockt.

Meine bisherigen Zyklen lagen immer zwischen 29 und 33 Tagen, Eisprünge habe ich mit LH-Tests und mit Temperatur messen erkannt. Sie springen also, haben aber meiner Meinung nach keine gute Qualität. Wir üben seit März richtig. Ich hatte schon immer dieses Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt, wei meine Temperatur recht langsam steigt, und oft nicht sehr viel. Manchmal ist meine zweite Zyklushälfte auch kurz (11 Tage). Meine Eisprünge fanden immer zwischen ZT 15 und ZT 23 statt, eher später als früher (Nur einmal an ZT15). Nachdem der erste Schock weg war, war ich eigentlich ganz froh drüber, dass das Problem jetzt erkannt wurde, und ich nicht noch etliche Zyklen "vergeude". Da es wohl nur eine "leichte" Form ist (wenn überhaupt, Hormoncheck steht ja noch aus), habe ich auch die Hoffnung, dass man es schnell in den Griff bekommt. Vielleicht reicht nur ein kleiner Stupser in Richtung Eizellreifung aus.

Ich habe mir die gleichen Fragen gestellt, wie du, vor allem: Warten oder gleich alles ausnutzen? Und ich stelle sie mir noch immer. Das alles macht schon Angst. Vor allem heißt so etwas auch immer irgendwo etwas loslassen zu müssen, sei es nun die Vorstellung, die man eigentlich hatte vom Kinder kriegen, oder die bilderbuchhafte Hollywood-Vorstellung von einer rasch eintretenden Schwangerschaft, so leicht wie ein "Hallo", oder die Enttäuschung über den eigenen Körper, der einem einen Strich durch die Rechnung macht. Sich eingestehen, dass das Ganze wohl doch nicht so einfach wird, und gegebenenfalls nachgeholfen werden muss. Das schlechte Gewissen dem Partner gegenüber, dessen Kinderwunsch seit Jahren besteht, und der seine Wünsche immer hinten angestellt hat um einem die eigenen Träume zu ermöglichen. Die nagenden Zweifel: hätte man doch bloß früher versucht Kinder zu bekommen! Das alles ist das eigentlich Schwere dabei, zumindest für mich. Ich bin übrigens 29, mein Mann 32. Das ist ja keineswegs zu alt.

Ich habe im Internet alles gelesen, was es so gibt zu Clomifen etc... und das obwohl mich meine FA ausdrücklich davor gewarnt hat, dass ich vermutlich größtenteils Horrorberichte lesen werde, da jene, bei denen es geklappt hat, oft nicht das Bedürfnis haben es mitzuteilen. Ich tendiere immer stärker dazu, meiner Frauenärztin einfach zu vertrauen. Sie arbeitet mit der örtlichen Kinderwunsch-Klinik zusammen, und hat lange Zeit dort gearbeitet. Denn letzten Endes kann man noch so viele Erfahrungsberichte im Internet lesen, am Ende ist doch jede Frau und jede Situation anders. Was dem einen nicht hilft, bewirkt bei jemand anderem wahre Wunder. Ich bin nicht bereit noch sehr viel mehr Zeit zu "vergeuden", obwohl es wohl etliche Frauen gibt, die trotz PCO auf natürlichem Wege schwanger wurden. Die Frage ist nur, wie lange hat es gedauert?

Ich hatte dann übrigens an ZT50, rund zwei Wochen nach meinem Termin beim FA, einen Eisprung. Meine FA hatte mir gesagt, dass es noch passieren könne, die Eizelle aber dann vermutlich keine gute Qualität habe, und nicht befruchtungsfähig sei. Mittlerweile bin ich also bei ES+14, und heute trudelt vermutlich endlich die Periode ein. :-) Das erste Mal, dass ich mich über eine Periode freue.

Ich wünsch dir alles Gute, und verlier nicht den Mut. Noch ist nichts verloren.

Liebe Grüße,

Caroline

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Hallo Caroline!

Ich verstehe dich zu 100 %. Deine Situation scheint meiner sehr ähnlich zu sein (außer, dass du 3 Jahre jünger bist, was bei einer Frau mit Kinderwunsch leider Welten sind... Ich beneide dich um jedes Jahr). Egal wie man es dreht und wendet, Eierstöcke voller kleiner Follikel statt einem schönen Eisprung zu haben, ist einfach nicht toll. Aber vielleicht ist es nicht so schlimm wie du/wir glauben. Mir ging es da gleich wie dir, als meine FÄ mich beruhigen wollte mit all den Methoden die es zur Behebung im schlimmsten Falle gibt, ist für mich erstmal eine kleine Welt zusammengebrochen. Natürlich würde ich das alles machen, ich wünsche mir Kinder mehr als alles andere. Aber trotzdem hatte ich mir das so nicht vorgestellt. Ich wollte ohne welchen Schnickschnack schwanger werden, total aus dem Häuschen beim Anblick des positiven Schwangerschaftstests sein und meinen Freund mit einer "Best Dad Ever"-Tasse überraschen. Wer weiß, vielleicht wird es ja doch noch so. Und in Wirklichkeit hat die FÄ Recht: es ist gut zu wissen, dass es ganz viele Möglichkeiten gibt.

Ich bin mal gespannt, was bei deinen Hormonwerten rauskommt. Meine sind wirklich fast gänzlich normal. AMH wie gesagt recht hoch mit 4,5 - aber für die meisten Labors ist ja bis 7 normal. Andere Auffälligkeiten bei PCO sind, dass der LH-Wert wesentlich höher ist als das FSH. Auch das ist bei mir nicht der Fall. Beide werte sind mit 7 und 6,5 fast gleich hoch, genau so, wie es gehört. Meine Ärztin meint und hofft daher, dass ich wirklich nur eine leichte Form habe. Dafür spricht ja, genau wie bei dir, dass all meine letzten Zyklen total normal waren. ES an ZT 15 - 20, Ovu-Tests 1-2 Tage positiv, und gespürt habe ich den ES auch ganz deutlich. Ich würde mir jetzt aber wünschen, dass ich auch in einem der letzten Monate mal einen Ultraschall gemacht hätte, dann hätte ich einen Beweis, dass wirklich in den letzten Monaten alles in Ordunng war und wäre ein wenig beruhigt. Wenn ab und an mal ein Zyklus verpatzt ist kann man immer noch problemlos schwanger werden. Jetzt habe ich Angst, dass es plötzlich immer so sein wird... Naja, da hilft nur abwarten. Bin mittlerweile bei ZT 22, noch immer die selbe Situation: Ovus sehr stark, aber kein Smiley, keiner ist richtig positiv. Und ich sprüre rein gar nichts in meinem Unterkörper. Da kommt in diesem Monat kein ES mehr. Ich werde die Mens dann wie von meiner Ärztin vorgeschlagen auslösen. Ich will nicht wochenlang darauf warten.

Dem Parnter gegenüber ein schlechtes Gewissen solltest du wirklich nicht haben. Das ganze ist aller Wahrscheinlichkeit nach eine Erbgeschichte. Ich hab bei meiner Mutter nachgefragt und interssantes erfahren: sie hatte immer, bis zu der Geburt meines Bruders extrem unregelmäßige Zyklen. Und sie ist 8 Jahre (!) nicht schwanger geworden (allerdings ohne "intensiv" zu üben, mein Vater war viel auf Reisen). Sie hat aber keine PCO-Diagnose, weil man solche Dinge damals wohl einfach hingenommen hat. Jedenfalls bin ich mir jetzt ziemlich sicher, dass ich das ganze in die Wiege gelegt bekommen habe. Meine Mutter hat trotzdem 3 Kinder, nach dem ersten war hormonell wohl alles ok und es ging dann sehr schnell mit dem schwanger werden. Das finde ich beruhigend. In meinem Fall ist die Diagnose was den Partner angeht gar nicht so übel. Ich habe jahrelang Stress gemacht wegen meinem Kinderwunsch, er wollte immer warten. Jetzt ist er plötzlich gewillt, alle Hebel in Bewegung zu setzen.

Ich warte auf jeden Fall noch 1 - 3 Zyklen ab. Meine Hoffnung sind normale Eisprünge und mit einem motivierten Mann an meiner Seite doch noch eine ganz normale Schwangerschaft. Wenn es so wie in diesem Zyklus weitergeht, dann muss ich eben, wie du es nennst, ein wenig anstupsen. Auch kein Drama. Übrigens: Ernährung dürfte auch bei schlanken PCOlerinnen ein großes Thema sein. Da lese ich mich gerade ein. Gute Ernährung kann ja nicht schaden. Wenn ich so nachdenke, habe ich in den letzten Wochen wohl wirklich ziemlich viel ungesunden Kram gegessen 😉

Dir jedenfalls alles Gute, auf dass es nur ein blöder Zyklus war und du eine beruhigende Diagnose bekommst! Und natürlich sehr, sehr bald einen positven SS 😊 Halt uns am Laufenden!

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Ja, ich habe auch Angst, dass es jetzt immer so sein wird, und kein geregelter Zyklus mehr kommt. Ich bin auch sehr auf die Hormonwerte gespannt. Wenn das bei dir alles in Ordnung ist, dann hast du vielleicht nur PCO, und nicht PCOS. In dem Fall hättest du ja "nur" die polyzystischen Ovarien, und die sind, nach allem was ich so gelesen habe, eigentlich kein wirkliches Hindernis für eine Schwangerschaft!

Wenn ich nochmal davor wäre, dann hätte ich vermutlich auch nach etwas gefragt, das die Periode auslöst. Meine FA hat es mir allerdings nicht mal vorgeschlagen, und in der Situation war ich einfach zu geschockt um dran zu denken.

Es scheint wohl so, dass die Gene da mitspielen. Meine Schwester hat nämlich auch vor ein paar Jahren die Diagnose PCO bekommen. Meine Mutter ist allerdings immer sehr schnell schwanger geworden, einmal sogar trotz Spirale! Aber anscheinend kann das Auch vom Vater weitervererbt werden, es sind ja eigentlich Hormonstörungen. In unserer Familie gibt es auch Einige mit Diabetes, drum hab ich jetzt natürlich auch noch Angst, eine Insulinresistenz zu haben. Ich hab schon öfters gelesen, dass eine Schwangerschaft die Hormone irgendwie wieder "regelt". Die Pille hat bei Einigen anscheinend sogar den gleichen Effekt gehabt: 2 Monate Pille, dann absetzen, und zack war für einige Zyklen alles "normal".

Ich drücke dir die Daumen, dass es ganz ohne Hilfe klappt! Ich wär froh von dir zu lesen, wenn's was Neues gibt. :-)

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Hallo Iris31,

gerne möchte ich dir ein bisschen von mir erzählen... Ich habe auch PCO`s… bei mir war das ganze von Anfang an klar, aus diesem Grund haben wir nach 2 Zyklen zu Clomifen gegriffen. Leider wurde ich in den kommenden 6 Monaten trotzdem nicht Schwanger … Die Nebenwirkungen waren nicht ganz ohne aber ICH hatte jeden Monat 1-2 reife Follikel. Im Januar letzten Jahres wollte unsere Krankenversicherung dann ein SG. Leider waren die SG´s meines Partners extrem schwankend. Von ganz Okay beim ersten zu OAT beim zweiten. Im April letzten Jahres sind wir dann in die erste KIWU... Dort wurde auch gleich ein SG gemacht. Dieses SG war Erstesahne. Also beschloss die KIWU, dass wir mit GVNP weiter machen. Diese Zyklen wurden dann mit GONAL F stimuliert. Auch hier hatte ich wieder Traum Follikel. Nach 6 weiteren Zyklen und der einen oder anderen Pause haben wir dann aus anderen Gründen die KIWU gewechselt. Hier waren die SG`s dann nur noch schlecht. Also haben wir im Oktober eine ICSI gemacht. Am 03.01 habe ich dann im Kryo meinen ersten Embryo zurück bekommen. Und nun habe ich zum ersten mal Positiv getestet!

Ich kann nur für mich sprechen. Ich würde heute kein Clomifen mehr nehmen OHNE, dass ein SG oder sogar 2 vorliegen. Und für das SG würde ich meinen Partner auch zum Andologen und nicht zum Urologen schicken.

Außerdem würde ich Clomifen auch max. 3 Monate versuchen und mich dann an Profis wenden. Im Grunde sind Kiwu-Praxen nichts anderen als spezialisierte Frauenärzte.

Meine 2te KIWU meinte, dass ein PCO's eigentlich immer gute Voraussetzungen sind. Ein niedriger AMH wert, währe viel schlimmer!

Vielleicht machst du einfach mal einen Beratungstermin in der Kiwu aus? Bei uns hat es obwohl wir privat sind noch 6 Monate bis zum Termin in der Wunsch-Kiwu gedauert. Die Zeit kann man dann ja noch zum weiter üben nutzen :)!

Also zusammen gefasst: PCO`S ist nicht optimal aber es gibt schlimmeres, und eine KIWU ist leider nicht romantisch, aber immer wieder negativ zu testen auch nicht. Und am ende ist es doch auch total egal ob mit oder ohne Unterstützung, dass Ergebniszählt! Und man fängt ja auch in der Regel bei PCOS nicht mit der ICSI an ;) und selbst wenn.

Ich drück dir feste die Daumen !

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Hallo,

Danke für deine Infos und gratuliere zur SS!!! Das ist toll! Wie lange war denn der Weg zum positiven Test im Endeffekt?

Ich muss dazu sagen: ich bin von Anfang an bei einer Expertin. Und das obwohl ich nicht wusste, ob alles ok ist oder ich Probleme mit dem Kiwu haben werde. Ich bin privat versichert und suche mir immer sofort die Experten raus ;)
Es ist zwar keine klassische Kiwu, aber meine FÄ ist auf Kinderwunsch spezialisiert.

Sie ist auch nicht zimperlich, testet sofort alles und wimmelt mich mit meinen hunderten Fragen nicht ab. Sie hat sofort gesagt, dass wir vor einer Stimu ein Spermiogramm brauchen und alles durchgecheckt sein muss.

Laut deinen Aussage hat sie damit absolut Recht. Danke dir!

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Vielen lieben Dank!

So richtig glauben kann ich es auch noch nicht. Ich bin erst "Es" + 10 aber der test ist schon deutlich Positiv. Wir haben im Juli 2017 angefangen also knapp 1,5 Jahre... Wenn ich hier so lese, noch vollkommen im grünen Bereich. :)

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Ich habe die Diagnose mit der 18 bekommen. Hab seit nunmehr 25 Jahren Akne. Begann bereits in der Grundschule. Bin normal gewichtig. Mein 1. Kind kündigte sich nach 10 Monaten an, mein 2. nach 2 Monaten und mein 3. direkt nach Absetzen der Pille. Ohne jegliche Hilfe, keine Medikamente. Zyklen sind zwischen 28. und 34 Tagen. Geht also schon, aber bei dir hört es sich an als wäre Hilfe nötig. Lass dir helfen. Manchmal braucht es nur wenig Eingriffe.... viel Glück

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Das ist schön zu hören! Man sagt ja auch, dass sich nach der ersten SS der Hormonhaushalt einpendelt und es schneller geht mit dem schwanger werden.

Ob ich Hilfe brauche steht noch nicht fest. Meine Zyklen sind normalerweise auch zwischen 28 und 31 Tagen mit ES und ich habe abgesehen von den vielen Follikeln gute Hormonwerte und keine der typischen Symptome. Schwanger war ich mit Mitte 20 auch schon mal.
Kann also gut sein, dass es nur ein Ausreißer-Zyklus ist und alles normal geht.

Aber sollte ich Hilfe brauchen, werde ich diese natürlich in Anspruch nehmen! Was ich hoffe und wofür nach dem ersten Schock auch mehr spricht, ist allerdings, dass ich eine leichte Form von PCO habe, bei der lange Zyklen ohne ES eher die Ausnahme bleiben. Jetzt ist erstmal Abwarten und ruhig Bleiben angesagt... :/

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Meine Gyn meinte auch es sei eine schwache Form bei mir...