Wer hat sich nach schlimmer Schwangerschaft noch einmal getraut?

Hi #winke
Im August habe ich entbunden. Es war eine sehr anstrengende Schwangerschaft, dank Hyperemesis gravidarum. Ich musste auch eine Weile ins Krankenhaus. Zum Ende hin ging es mir besser, aber auch da hatten wir kein Glück. Die Maus kam ganz plötzlich und zu früh auf die Welt. Die Geburt war heftig. Ich bin immer noch etwas außer Gefecht gesetzt und werde mit den Geburtsverletzungen noch einige Zeit kämpfen.
Ach ja, wir sind auf eine Kinderwunschbehandlung angewiesen.
Direkt nach der Geburt, war für mich klar: das wars. Es wird definitiv kein weiteres Kind geben.
Mit etwas Abstand, sehen wir das schon wieder etwas anders. Aber davor haben wir nun noch mehr Respekt. Wir wohnen im Ausland und haben keine Familie zur Unterstützung bei uns. Ich bin daheim, meine Freundin ist beruflich regelmäßig weg. Ist es dringend, kann sie auch mal daheim bleiben. Bei der Tätigkeit wird es jedoch definitiv bleiben.
Ich frage bewusst in diesem Forum, denn gedanklich hatte wir so 2-3 Jahre bis zu einer möglichen weiteren Kiwu Behandlung angesetzt. (Jaaa, was dann ist weiß jetzt keiner ;-) Ich mache mir gerade einfach Gedanken).
Wie war es bei euch? Alleine der Gedanke daran, kommt mir gerade ziemlich leichtsinnig vor. Aber wer weiß, es muss ja nicht nochmal so laufen. Zum organisieren wäre ja auch noch genug Zeit.
Rat,Gedankenanstösse,... sind sehr Wilkommen! :-)

GLG

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Meine Schwangerschaft war auch furchtbar mit hyperemesis und plazenta praevia, also Blutungen in der Schwangerschaft und dann Kaiserschnitt in der 36. SSW mit hohem blutverlust.
Hab auch lange gebraucht bis ich soweit war mir ein 2. Kind vorstellen zu können.
Jetzt aktuell ist mein Sohn 2,5 und ich total am hibbeln.
Also hört auf euer Gefühl, dann wisst ihr wann und ob ein 2. Kind erwünscht ist.
Lg

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Hallo 🙋‍♀️,

Ich hatte auch eine sehr schwierige Schwangerschaft nach Kinderwunsch Behandlung. Ab der 11. SSW hatte ich Blutungen wg Placenta Praevia und musste liegen. In der 36 SSW kam ich mit Verdacht auf Gestose ins KH. Wurde beobachtet und sobald ich in der 38.SSW angekommen war, wurde das Baby geholt. Ich hatte insgesamt 35 kg zugenommen. Zu allem Übel war es ein Schreikind und ich litt an einer schweren Postnatalen Depression.

Für mich war klar, dass ich kein weiteres Kind bekomme.

7 Jahre später habe ich es gewagt und die letzten 2 Kryos abgeholt. Es war eine Traumschwangerschaft 😍 und erst jetzt konnte ich Frauen verstehen, die sagten :“ Ich hätte ewig schwanger sein können“. Ausser leichte Übelkeit bis zur 10. Woche hatte ich gar nichts. Insgesamt 8 kg Zunahme und keinerlei Beschwerden bis zum Schluss. Hab bei 39+4 entbunden und alles ist gut verlaufen. Ich würde gern ein drittes in Angriff nehmen, aber mein Mann ist leider nicht zu überzeugen eine erneute KiWu Behandlung zu beginnen.

Lass Dir Zeit, bis Dein Gefühl Dir sagt, dass es soweit ist. L G zurück

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Hallo
Ich hatte auch schlimm mit hyperemisis zu kämpfen. Krankenhausaufenthalt , zig Infusionen beim Arzt, voll gepumpt mit vomex bis zum Schluss 😅. Schwangerschaft war allerdings problemlos bis zum Schluss. Nur ich hatte psychisch damit zu kämpfen wegen der hyperemisis. Geburt war mit Einleitung bei 41+3 . Auch die Geburt empfand ich im Nachhinein nicht schlimm. War Geburtsstillstand in der Austreibungsphase und somit ein Fall für die Saugglocke. Hatte auch tiefer Scheidenriss und Dammschnitt und viel Blut verloren. Hatte keinerlei Schmerzen nach der Geburt/Wochenbett nur Kreislaufprobleme.
Für mich war immer schon klar, dass ich mindestens 2 Kinder haben möchte und das hat sich auch trotz hyperemisis nicht geändert. Ich habe auch schrecklich Angst davor, dass die nächste Schwangerschaft auch so wird . Allerdings planen wir unser nächstes Kind erst , wenn Oma in Rente ist und die Kleine in die Kita geht (beides ist ab Anfang 2019 der Fall). Denn wenn die Hyperemisis mich wieder mit voller Wucht erwischt, werde ich nicht in der Lage allein für mein Kind zu sorgen. Wenn alles nach Plan läuft haben wir dann einen Altersunterschied von ca. 3,5 Jahren.
LG

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Hallo,

ich hatte in meiner ersten SS Hyperemesis bis in den 6. Monat, Diabetes und noch allerlei andere Wehwehchen und letztendlich einen ungeplanten KS.
Mein Sohn ist jetzt 2 Jahre alt und ich bin wieder schwanger. Erneut mit Hyperemesis.
Zuvor habe ich mit meinem Mann und meiner Familie aber versucht, zu organisieren und planen, was möglich wäre, wenn ich bei der Betreuung unseres Sohnes ausfallen würde. Auch meine Ärztin stand immer hinter mir und hat die Erkrankung nicht herunter gespielt.
Ich bekomme glücklicherweise sehr viel Unterstützung und habe auch noch die Eingewöhnung in der Kita machen können, so daß ich mich nun die Hälfte des Tages ausruhen kann.
Ohne meine Eltern in der Nähe und ohne die extrem große Hilfe durch meinen Mann hätte ich mich nicht mehr auf eine weitere Schwangerschaft eingelassen, da ich die Zeit mit Hyperemesis wirklich als die schlimmste meines Lebens empfunden habe.

Es gibt übrigens ein Hyperemesis-Forum, wo man sich viele Tipps und Ratschläge holen kann.



LG

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Hallo, kannst du einen Lunk zu dem Forum Posten? Oder mir zusenden?

Hatte auch mit Hyperemesis zu kämpfen, bis zum 6. Monat. Die bisher schlimmste Zeit meines Lebens und ich traue mir momentan keine 2. Schwangerschaft plus einem Kleinkind zu. Da ich teilweise absolut Handlungsunfähig war. Nichts hat geholfen, auch keine Infusionen. Ich kann dich da voll verstehen, liebe TE. Wir sind auch am hadern und hin und her überlegen 🤷🏼‍♀️

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Hallo,

hier der Link direkt zum Forum
http://www.hyperemesis.de/forum/index.php

Und hier die Homepage
http://www.hyperemesis.de/

LG

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Hiho, ich lag bei meiner ersten ss 6wochen im kh wegen gbmh Verkürzung und offenem mumu 4cm.
Ist zum Glück aber alles gut gegangen und er kam wiedererwarten erst 37,2.
Ich hab lang überlegt ob es noch ein zweites geben wird, die Entscheidung würde uns durch eine Panne abgenommen 😂😂.
Aber auch hier fing mein gbmh sich wieder an drastisch zu verkürzten. Aber meine Ärztin hat mir eine Haushaltshilfe verschrieben, diese hat dann quasi den Haushalt gemacht und sich auch um meinen kurzen gekümmert, weil ich viel Liegen musste.
Lg

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Nach dem ersten Kind war mir klar dass ich kein zweites mal mehr schwanger sein möchte.naja jetzt bin ich in der 15ten Woche. Hätten wir allerdings gewusst dass meine Beschwerden in der zweiten Schwangerschaft so früh beginnen und es mir so schlecht geht hätten wir uns wahrscheinlich nicht dafür entschieden.

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Meine erste Schwangerschaft war furchtbar. Die ersten 3 Monate Übelkeit ohne Erbrechen. Das ging ja noch. Dann von der 14. - 22. Musste ich mich jeden Abend übergeben. Danach feinstes Sodbrennen und Luftnot, weil das Kind so hoch saß. Dann Verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung und die letzten 8 Wochen habe ich jede Nacht gebrochen.
Da ich grundoptimistisch bin und auch die Umstände es quasi vorgegeben haben, bin ich ein Jahr später wieder schwanger geworden "so schlimm wie die erste Schwangerschaft kann es ja nicht werden" es kam viel schlimmer. Ich war froh, dass mein Sohn schon im Kindergarten war, weil ich ja eigentlich wieder arbeiten wollte (was mein Chef verhindern wollte, weshalb wir dann direkt das zweite Kind geplant haben), sonst weiß ich nicht wie ich das überstanden hätte. Bis zur 24. Woche habe ich mich bis zu 15x am Tag übergeben, und mir ist von Anfang an Dauerübel. Die Kotzerei wurde zwar weniger, aber ging nie weg. Dann Kreislauf, die Hitze, symphysenlockerung etc. Ich habe tatsächlich den Großteil der Schwangerschaft im Bett verbracht und hab mich 9 Monate richtig krank und elend gefühlt. Dabei bin ich nicht sonderlich wehleidig, aber ich hätte heulen können.
In 11 Tagen habe ich es geschafft und ich freue mich darauf einfach nur mal wieder ein Mensch zu sein...
Es geht halt immer irgendwie, aber sieh zu, dass dein Kind größtenteils betreut ist. Denn es kann wieder die Hölle werden.

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Bei meinem großen hatte ich auch Hyperemesis. Schlimme Zeit... davor hatte ich mega schiss das sich das wiederholt. Beim großen war bis zur Geburt jeder biss eine Herausforderung... ich hätte am liebsten gar nix gegessen. Körperlichen ging es mit aber ab der 20. Woche total ok. Keine weiteren Beschwerden. Gut Füße taten weh nachm laufen aber kotzen ist 1000% schlimmer! Geburt endete mit Saugglocke die mir ein Steißbeinbruch bescherte. 2 Monate nur auf Kissen sitzen und erst mach über 4 Monaten schmerzfreiheit. Ein schreibaby und postpartale Depressionen. Die totale Palette.

Junior ist 2,5 und wenn er 2 Jahre und 10 Monate alt ist wird er Bruder von nem Bruder. Ich hab diesmal auch gekotzt aber nur im normalen Rahmen so 1-5× im Schnitt pro Tag und ich konnte immer normal essen nur anfangs kleine Portionen aber keine Abneigungen. Kotzerei hat diesmal auch bis zur 20. Woche gedauert. Aber normale Übelkeit und Erbrechen ist erträglicher als hyperemesis! Wie die Geburt diesmal wird... das Kind selbst und welche Folgen mich nach der Geburt begleiten. Abwarten. Gegen postpartale Depressionen bin ich prophylaktisch in Behandlung und werde diesmal stärker von ner Hebamme begleitet. Diesmal gibt's entweder ne Geburt im Geburtshaus oder ein Kaiserschnitt da ich zu viel Angst vor einer Saugglockengeburt habe!

Sollte es noch mal eins geben... ist ein Abstand von 4-5 Jahren zum 2. Gedacht... ggf aber auch keine weiteren.

Unmittelbar nach der Geburt kann sich glaub niemand vorstellen gewollt bald wieder schwanger zu werden.

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Das tut mir Leid!
Unser Baby "entschädigt" täglich. Sie ist eigentlich immer glücklich und fängt gerade an, bewusst zu lächeln #verliebt
Alles Gute für die Geburt und die Kennenlernzeit.

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Tut mir leid, dass Dein Thema hier für nen persönlichen Rachefeldzug geschreddert wurde.

Ich hab im Hinterkopf, dass Deine Partnerin Profisportlerin ist. Oder bist/warst Du das? Bestünde denn grundsätzloch die Möglichkeit, dass sie die nächste Schwangerschaft "übernimmt"?

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Das wollte ich auch fragen, wollte aber erst schauen, ob schon jemand anderes den Gedanken hatte.

Ansonsten an die Te: gib dir Zeit.
Baby ist ja maximal erst 2 Monate auf der Welt. Da muss man nix endgültig überstürzen. Mutter Natur hat das schon alles gut eingerichtet so ;)

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Das hast du richtig im Kopf!
Diese Überlegung stellen wir uns gerade selbst, denn eigentlich haben wir uns dagegen entschieden, als es an die konkrete Planung ging. Ich weiß wie bescheuert sich das anhört. Es würde den Rahmen sprengen, näher darauf einzugehen wieso. Es versteht auch nicht jeder, da das absolut nicht vergleichbar ist, mit einem "normalen" Arbeitsverhältnis. Zwischenzeitlich hatten wir dann noch weitere Entscheidungen getroffen, zwecks ihrer beruflichen Zukunft nach dem Sport, die für sie selbst und uns als Familie äußerst positiv und wichtig sind. Dadurch waren wir erst recht bei unserer Entscheidung.
Dann kam die Schwangerschaft mit allem Drum und Dran #schwitz
Unser großer Wunsch war ein Kind und dass das geklappt hat, dann auch noch so schnell, ist mehr als genial. Sie ist ja wirklich noch mini und der generelle Gedanke, an ein weiteres Kind, kommt ja gerade erst wieder auf. Der Verstand sagt aktuell NEIN.
Es ist sehr interessant Erfahrungsberichte anderer zu lesen und wer weiß, vielleicht stecken wir auch noch im Hormonrausch und können uns in 2-3 Jahren kein weiteres Kind vorstellen.

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