Uterus Subseptus und nervlich am Ende

Hallo da Draußen,
vor ca. 2 Jahren hatte ich in der 9. Woche eine Fehlgeburt aufgrund von Blutergüssen in der Gebärmutter.
Nach der Ausschabung fing eigentlich der Horror erst wirklich an.
Diagnose Uterus Bicornis/ Uterus Subseptus.
Dann lief ich zu verschiedenen Ärzten die sich aber letztendlich auf Uterus Subseptus einigten..
Der erste Arzt sagte mir, dass ich damit nochmal versuchen solle schwanger zu werden, von einer OP hat er mir strickt abgeraten, obwohl er selber Oberarzt im Krankenhaus war.
Er sagte dass das Narbengewebe immer eine Schwachstelle bleiben würde und die Op auch nichts an meiner Gebärmutterform ändern würde. ( Kein Mensch weiß ob sie auch herzförmig ist?)

Ich bin dann nochmal zu einem anderen Arzt und dieser sagte mir das ich es ja in einer Gebärmutterspiegelung checken lassen könnte.
Nun war ich vor 2 Monaten bei einer Mini Spiegelung, weil ich extreme Angst vor Narkose habe (Todesfall in der Familie)
Also habe ich mich für die Spiegelung ohne Narkose entschieden.
Der Arzt sah die 2 Hörner und wohl ein Subseptus. Bzw. war seine Diagnose Uterus Subseptus.
Auch er sagte man kann so etwas operieren, muss man aber nicht und er würde es warscheinlich so nochmal probieren.

Leider hat er das Septum nicht bemessen und auch keine brauchbaren Bilder etc.
Im Op Bericht steht nur, Uterus Subseptus.

Nun wurde mir von einem weiteren Arzt nahegelegt eine große Gebärmutterspiegelung machen zu lassen und dann das Septum dort entfernen zu lassen.
Nun habe ich natürlich schreckliche Angst und habe gehört das auch der Bauch dafür geöffnet werden muss?

Denn niemand weiß ja wie überhaupt die Form meiner Gebärmutter ist.

Ich bin mit den Nerven am Ende, weil man mich seit 2 Jahren nur hin und her schickt und ich überall etwas anderes höre.
Immer warte ich monatelang auf neue Termine und um mich herum werden die Leute schwanger.
Ich selbst trau mich natürlich nicht, da man ja bei Google über Uterus Subseptus Horrorgeschichten ohne Ende findet und von Führ- und Fehlgeburtenraten von 80 % liest.

Ich habe aber Angst vor der OP und dem bei mir verbundenen Narkoserisiko.
Natürlich habe ich auch besonders Angst vor der Bauchspiegelung und so oder so, wer garantiert mir das die Stelle nicht wirklich danach ewig eine Schwachstelle in der Gebärmutter bleibt?
Was bleibt mir also..Es so zu versuchen und eine Schwangerschaft voller Angst zu verleben, mich der OP hingeben und blind vertrauen?

Bis jetzt habe ich nur gemerkt, dass es einfach ist für Andere von Außen Rat zu geben. ,, lass es entfernen, oder versuche es eben so"

Sorry ist lang geworden..
Mir geht es aber echt schlecht.

Liebe Grüße

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Hallo,

einen Rat geben kann ich dir leider nicht. Ich kann aber verstehen, wie ätzend das ist, immer hin und her geschickt zu werden und jedes Mal etwas anderes zu hören#liebdrueck

Hier gibt es aber sehr viele Frauen mit schwierigen Vorgeschichten, bei denen es dann doch noch geklappt hat.

Verstehe ich das richtig, dass du es gar nicht weiter versucht hast? Vielleicht solltest du deinem Körper etwas mehr vertrauen. Deine FG hatte doch andere Ursachen, oder hängen die Blutergüsse mit der Form der Gebärmutter zusammen?

Ich wünsche dir alles Gute#klee

LG Luthien mit #stern

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Hallo Luthien,
vielen Dank für deine lieben Worte.
Die Fehlgeburt damals hatte nichts mit meinem Uterus Subseptus zu tun nein, aber wenn man eben mal über diese Fehlbildung liest, dann findet man eben nur Horrorgeschichten und auf den klinischen Seiten eine Fehl und Frühgeburtenrate von 80 %.
Das Problem ist dass das Baby nicht genug Platz haben könnte und es zu einer Frühgeburt kommen könnte, wenn das Baby noch nicht überlebensfähig wäre.
Ich habe also größere Angst vor dem späten Verlust, als nochmal früh ein Kind zu verlieren. (Auch wenn das natürlich auch schlimm wäre)

Mein Problem ist das ich an einen Punkt gekommen bin an dem ich nicht weiß was ich tun soll.
Ich habe Angst mit vorsorglich einer OP zu unterziehen, auch wenn ich weiß das es wohl viele Frauen gemacht haben.
Ich möchte ja meinem Körper vertrauen, aber geht das mit meiner Gebärmutter denn auch?

Ganz liebe Grüße

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Ich verstehe, dass das für dich alles sehr schwierig ist.

Vielleicht hilft es, alles ganz rational zu betrachten?

Wie groß ist das Risiko der OP/Narkose? Wie lange ist der Todesfall in deiner Familie her? Vielleicht gibt es inzwischen viel schonendere Arten.

Du sagst selbst, ohne OP ist das Risiko für eine FG oder Frühgeburt bei 80%. Das ist ziemlich hoch, finde ich.

Was ist, wenn du weder die OP machst noch es einfach so versuchst. Du bleibst kinderlos und bereust später vielleicht, es nicht versucht zu haben. Oder kannst du damit abschließen?

Ich weiß auch nicht, was ich an deiner Stelle tun würde.

Ohne deine schlechte Erfahrung mit der Narkose würde ich mich wahrscheinlich für die OP entscheiden.

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Oh, du Arme! :-(

Fühl dich erst einmal ganz lieb und fest von mir gedrückt. Einen wirklichen Rat kann ich dir leider auch nicht geben. :-(

Im Zweifelsfall würde ich, denke ich, dem Arzt vertrauen. Wenn das jetzt mehrere, unabhängig voneinander, gesagt haben, dann werden sie schin wissen wovon sie reden.
Hast du denn das Fehlgeburtsrisiko schon angesprochen? Vielleicht kann man ja, da man weiß, was du hast, präventiv was in der Schwangerschaft machen.

Das Internet ist manchmal wirklich ein Fluch - gerade mit so etwas. Manchmal ist es besser, wenn man nicht alles nachlesen und sich selbst damit belasten kann.

Du merkst ja jetzt selbst wie schlecht es dir geht. :-(

Wenn du dich gar nicht traust, dann würde ich die Risiken gegeneinander abwägen. Wann war der Todesfall in Narkose denn? Und was sagt dein Partner zu der ganzen Situation?

Liebe Grüße

Legomerl #herz

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Vielen Dank auch für deine lieben Worte.
Also meine Tante ist damals bei der Narkose gestorben das ist jetzt 6 Jahre her, aber die Angst und Panik vor OP,s und Narkosen sind bei mir echt groß.
Ich würde es natürlich am liebsten vermeiden.
Dennoch denke ich auch die ganze Zeit was wenn ich jetzt schwanger werde und dann eine Frühgeburt/Fehlgeburt bekomme?
Fühle ich mich dann nicht auch unendlich schuldig?
Ich weiß das ich hätte besser nie das Googlen anfangen sollen, da es mich wirklich runtergezogen hat.

Manchmal denke ich auch was wenn eine OP in meinem Fall wirklich mehr Schaden anrichtet?
Man weiß es nicht und letztendlich müssen mein Partner und ich entscheiden..
Mein Mann möchte es eigentlich mehr mir recht machen.
Er möchte eigentlich nur das ich mich mit der Entscheidung wohlfühle, aber einen wirklichen Rat traut er sich auch nicht auszusprechen.
Viele Grüße

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Mein Beileid :-(
Was genau ist denn schief gelaufen? War es eine komplizierte OP, Vorerkrankungen?

Gibt es vielleicht eine andere andere Möglichkeit ohne Vollnarkose? Mit PDA vielleicht? Wobei ich mir das ziemlich traumatisch vorstelle.

Klar macht man sich Vorwürfe, wenn man es riskiert und es passiert dann doch etwas. Aber das kann man bei allem sagen. Es heißt ja immer: es KÖNNTE sein. Könnte heißt nicht, dass tatsächlich so ist. Vielleicht zählst du zu den Glücklichen, bei denen alles gut läuft?! Wenn es wirklich so riskant ist, dann wundert es mich, dass die Ärzte dir dazu raten es trotzdem zu versuchen.

Ich bin leider kein Arzt und eine weitere Meinung von einem anderen Arzt wird dir wahrscheinlich nicht helfen. Hast du dich schon einmal schlau gemacht, ob es in Deutschland einen Spezialisten für deine Krankheit gibt? Vielleicht, wenn es einen solchen gibt, würde dir ein Gespräch mit ihm etwas mehr helfen?

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Hallo meine Liebe.

Ich bin genau am gleichen Punkt wie Du. Ich habe diese herzförmige Gebärmutter auch und zusätzlich diese Trennwand.

Mir sagte der Arzt. Die Trennwand kein Problem das kann man operieren die Herzform nicht. Wie stark diese ist würde dann während der OP bestimmt werden. Diese Fehlbildung ist sozusagen fast angeboren.

Er ließ sich sogar auf die Aussage ein, dass wenn ich mal schwanger werden würde es zu 90 Prozent zu ner FG kommen würde. Aber da ich noch nie schwanger war riegelt der Körper wohl schon vorher ab sagte er mir. :-( Wir haben mehr als zwei Jahre geübt.

Und die OP kommt für mich nicht in Frage. Mir geht es wie Dir. Ich habe sehr große Angst vor der Narkose. :-( Wenn es nur die Trennwand wäre würde ich vielleicht das Risiko eingehen aber da ich weiß das die Herzform definitiv da ist und nicht operiert werden kann brauch ich nicht weiter machen mit dem Kiwu.

Ich habe für mich entschieden an dieser Stelle aufzuhören und eigentlich verhüten wir immer zur kritischen Zeit. Ich verfolge aber immer mit viel Freude die Beiträge hier und freue mich über jeden positiven Test.

Einen Rat kann ich dir leider nicht geben.

Aber für mich war immer klar es kann nur bis zu einem gewissen Punkt gehen.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.

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Guten Morgen! 1) Sollte 86 dein Jahrgang sein - ich habe denselben.
2) Uterus subseptus ? - Hab ich auch.
3) Bereits eine Fehlgeburt - hinter mir.
4) Kopfkrieg bzgl. der OP - kenn ich!

Zunächst einmal besteht da das Gefühl, man könne es einfach nur falsch entscheiden.
Wenn OP und dann doch keien Schwangerschaft mehr möglich wegen des Narbengewebes, kann mans nicht mehr rückgängig machen.
Wenn keine OP und dann doch wieder FG, sind das schlechte Gewissen und die Selbstvorwürfe groß.

Ich bekam vor kurzem den entscheidenden Hinweis:
Wenn der Kopf sich nicht einig wird, dann hat man doch zumindest ein Bauchgefühl.

Mein Bauchgefühl äußerte sich darin, dass ich diese OP irgendwie einfach nicht machen lassen wollte; ich sträubte mich davor, den Termin zu vereinbaren.

Wieso also etwas machen lassen, hinter dem man nicht zu 100% steht (und das nicht mehr rückgängig zu machen ist)?

Mein Bauchgefühl riet mir auch, das Schicksal entscheiden zu lassen.
Ich nahm mir also vor, einen Termin für die OP auszumachen und es bis dahin darauf ankommen zu lassen. Wenn es vorher sein soll, dann wunderbar. Wenn es vorher nicht klappen sollte, dann soll auch erst die OP kommen.

Das war der einzige Weg, der mir da raushalf.
1. ÜZ nach dieser Entscheidung: schwanger (6. SSW).
Nun ist hoffen angesagt.

Noch ein Tipp: Google und die Horrorgeschichten - ich kenne sie ALLE (behaupte ich jetzt mal). Alles, was das Internet dazu hergibt. Ich habe nun aber für mich entschieden, nur noch nach positiven Kombis zu googlen: Uterus subseptus und erfolgreiche Schwangerschaft / Geburt etc. Und siehe da, im Netz finden sich genauso viele Positivbeispiele wie Horrorgeschichten. Vllt sogar noch ein bisschen mehr ;-)

Vllt hilft dir das ein wenig weiter.
Fühl dich gedrückt!

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Hallo.

Ich hab den Post zwar nicht eröffnet. Aber bin selbst betroffen, hab der TE ja auch geantwortet.

Du machst mir etwas Mut mit Deiner Nachricht. Die OP schließe ich aus für mich. Mein Bauch sagt...mach es nicht.

Ich hatte jetzt immer verhütet weil ich Angst habe doch mal ss zu werden, was ich in über zwei Jahren nie geworden bin, und dann eventuell ne FG zu haben. :-(

Ich wünsche Dir von ganzem ganzen Herzen das alles gut verläuft. Ich freue mich sehr für Dich das es geklappt hat. Oft habe ich daran gedacht...Wie wird es wohl sein wenn man mal zwei Striche auf dem Test sieht. :-)

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Saublöd, aber: Wer nicht wagt und so...

Was, wenn einfach alles gutgeht? <3