Meine bisherige Kinderwunsch-Geschichte. Wie lauten eure?

Hallo ihr lieben Mit-Kinderwunsch-Haberinnen,

Ich hab grad einen ganz sentimentalen Moment und will mir einfach mal das vergangene Jahr von der Seele schreiben. Angefangen mit meinem kinderwunsch hat eigentlich alles ganz überraschend letztes Jahr im juli, als ich trotz Spirale eine Woche überfällig war, was mir vorher noch nie passiert war. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass ich noch zu jung wäre für Kinder (zu diesem Zeitpunkt 24) und lieber noch 2-3 Jahre warten wollte, obwohl mein mann schon länger einen großen kinderwunsch hatte. Nun war ich also in der Situation, zu denken, dass ich Schwanger war und bekam erst 3 Tage später einen Termin beim Frauenarzt. Ich hatte 3 ganze Tage und Nächte zeit, darüber nachzudenken und siehe da, ich fing richtig an, mich über eine mögliche schwangerschaft zu freuen. Als ich dann beim Arzt war, und der mir sagte, ich sei nicht schwanger, war ich am Boden zerstört. Ab diesem Zeitpunkt war mir klar, ich bin soweit.

Im August letzten Jahres ließ ich meine Spirale entfernen und wir starteten in den 1. ÜZ. Da es nicht geklappt hatte und mir der Zeitpunkt beruflich gesehen eigentlich doch gar nicht so gut passte, entschied ich mich, erst im Januar 2016 weiter zu üben. Was wir auch taten. Und jeden Monat hielt ich einen negativen test in der Hand. Mein mann und ich konnten nicht fassen, warum es einfach nicht klappen wollte, sind wir doch beide im besten alter und kerngesund... Wir fingen an, uns zu fragen, ob etwas mit uns nicht stimmt. Bei mir war laut Frauenarzt alles in Ordnung. Und dann bekam ich im märz eine eierstockzyste, die geplatzt ist und mir die schmerzen meines Lebens bereitete. Und zwei Monate später, eine zweite Zyste, auch wieder geplatzt, auch wieder mit schmerzen ins Krankenhaus. Meine Heilpraktikerin meinte daraufhin zu mir, dass die Zysten wahrscheinlich aufgrund meines großen kinderwunsches entstanden wären, vorher hatte ich sowas nämlich noch nie gehabt.

Im Juli hielt ich dann das erste mal einen positiven test in der Hand. Ich hab noch auf dem Klo vor Freude angefangen zu heulen. Mein Mann hat sich ebenfalls tierisch gefreut und weil er zufällig an diesem Tag seinen 30. Geburtstag gefeiert hat, haben wir die freudige Botschaft dummerweise auch direkt unserer Familie mitgeteilt. Diesen Fehler machen wir nie wieder... Denn zwei Tage später durften wir dann jeden darüber im Kenntnis setzen, dass ich einen frühen Abgang hatte...
Seither hoffe ich jeden Monat erneut auf mein kleines Wunder und freue mich immer sehr darüber, wenn hier eine von euch endlich Glück hatte... Und trotzdem bin ich gleichzeitig neidisch.. :-(

Diesen zyklus habe ich eigentlich ein gutes Gefühl, obwohl ich gestern und heute wieder so ungeduldig war und getestet habe, beide Male negativ (heute es+12). Und trotzdem hab ich die hoffnung für diesen Monat noch nicht aufgegeben. Verrückt.

Wie lauten denn eure Geschichten?

So. sorry für den langen Text, aber das musste mal raus.

Lg

1

ehrlich .... 4 jahre lang Ging das fast so bei mir.... -------- ... kann noch heute dein gefühl nachempfinden.....

kinderwunschklinik..ausgeschlossen sperma auch dafür zu schlecht---

ich bin dann irwann ausgerastet vor der Familie und da hat mein Mann gesehn wie sehr mich das alles belastet...

da es an "ihm lag" .... hat er mich damals zur seite genommen und mir gesagt ich soll glücklich werden und einen mann suchen der mir das erfüllen kann...

das wiederum hat mich sehr entsetzt.. ich sagte ihm ich will ihn und mit ihm ein kind mit ihm möchte sonst nicht....

wir beschlossen daraufhin im Oktober...es sein zu lassen ..entgültig.... und im nächsten sommer zu heiraten----- und haben uns noch einen Hund geholt ( den 2ten)

im ende Januar waren wir dann beim standesamt... da roch es so ekelhaft.....................

im Februar wusste ich dann warum... ich war schwanger..... erkam zwar 6 wochen zu früh aber sonst.. ist er heue 5 Jahre alt und ich denke über nr.2 nach ... <3

2

Wow, das ist auch eine wahnsinnige Geschichte. Es freut mich sehr, dass es bei euch doch noch funktioniert hat. Das ist glaube ich ein vorzeige-beispiel dafür, was für einen starken Einfluss der Kopf doch nehmen kann. :-)
Alles Gute dir für Nr. 2 :-)

3

ja nicht wahr..... vorallem eben auch der Kopf vom Mann...,. seine spermien qualität haben wir gleich mit dem positiven test nochmal testen lassen und war erst bei 2% ...dann auf einmal bei 35% --- schaun wir mal ob wir nochmal so glück haben ...danke dir <3 und alles alles gute.... macht euch frei :)

4

Wir haben uns 2012 entschlossen unser erstes Kind zu bekommen (2 wollten wir insgesamt). Ixh hatte dann aber nacheinander 2 Leistenbrüche und wir mussten bis 2013 warten. Im 3. ÜZ hat es dann geklappt, leider ein Abgang. Direkt danach bin ich wieder schwanger geworden und mein Sohn kam gesund zur Welt.

August 2015 wollten wir uns an Baby Nummer 2 machen . Es hat im 1. ÜZ geklappt , leider wieder Abgang. Dann hat es erst Dezember wieder geklappt. Ich habe die SA geliebt und sehr bewusst als letzte genossen. Meine Tochter (ein Mädchen - eine Sensation in der Familie meines Mannes) kam einen Tag vor ET zur Welt. Es gab leider so schwere Komplikationen dass sie 2 Tage später gestorben ist.

Nun also, hoffen wir auf ein 3. Kind. Auch wenn ich schöne Schwangerschaften hatte finde ich es nun ganz schrecklich dass alles nochmal machen zu müssen. Jetzt das hibbeln, die ersten Wochen, einfach alles ... ich hatte schon so schön mit allem abgeschlossen und miCh gefreut dass ich es nie wieder "muss" .

Meine Geschichte #herzlich

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Oh mein gott, ich hab eine gänsehaut bekommen als ich das gelesen habe :-( das mit deiner Tochter tut mir sehr sehr leid :'( ich hoffe für euch, dass es mit eurem dritten Kind schnell klappt und es vollkommen gesund zur Welt kommt!

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Hallo du,

Erstmal will ich dir sagen, dass ich dir und deinem Mann ganz doll die Daumen drücke, dass es klappt (besonders schön wäre es in diesem ÜZ aber ich drücke sie dir auf jeden Fall auch noch für alle anderen danach... die hoffentlich nicht mehr so viele sind ;-)).
Dein früher Abgang tut mir auch sehr Leid :-( und das Freuen aber gleichzeitig auch neidischsein kann ich durchaus verstehen.

Meine Kinderwunschgeschichte fängt im Dezember 2014 an, wo mein Mann und ich beschlossen hatten, dass wir es mal versuchen sollten. Im Januar 2015 haben dann die ÜZ angefangen und da wir immer nur mit Kondom verhütet hatten, gab es zumindest nicht die Umstellung von Pille auf Nichtpille. Trotzdem gingen immer mehr Zyklen ins Land ohne dass ich überhaupt auf die Idee gekommen bin einen SST zu machen.
Im Februar 2016 hatte ich dann einen normalen Vorsorgetermin bei meiner FÄ und hab dort einen US machen lassen, weil mir das alles langsam wirklich merkwürdig vorkam (natürlich hätte man dort auch die ganzen anderen Tests machen können, die bei erfolglosen Kiwu machbar sind aber da mein Mann und ich nicht jeden Zyklus hatten nutzen können, war es vom Gefühl her einfach noch nicht so weit (und die Logik muss man nicht verstehen ;-))). Meine FÄ konnte bei diesem US eine Monsterzyste an einem meiner Eierstöcke erkennen, meinte, dass es diesen Zyklus wahrscheinlich nichts wird aber dass ich mir erstmal noch keine Gedanken machen sollte, die Zyste würde wahrscheinlich wieder schrumpfen und dann abgehen und ich solle in zwei Monaten wiederkommen.
Im April war ich dann wieder da (und hatte zwischendurch auch mal einen SST gemacht, da ich überfällig war (natürlich in dem Monat, in dem ich nicht durchgängig meine Tempi messen konnte #augen )), die Zyste aber auch und sie hatte sich auch nicht verkleinert (war eher noch mal größer geworden). Nach einem Bluttest (nachdem sie das erste mal eine Endometrioseverdacht geäußert hatte) hat sie mich dann ans Krankenhaus überwiesen, wo man dann eine Bauchspiegellung, Gebärmutterspiegellung und Eileiterdurchlässigkeitsprüfung durchführen sollte. Dies wurde dann auch Anfang Juni gemacht. Neben der Monsterzyste wurde auch noch eine weitere Zyste entfernt, die am anderen Eierstock hing. Und es wurde festgestellt, dass nur noch einer meiner Eileiter durchlässig sei (muss gestehen, dass mich das nicht so extrem mitgenommen hat, da man ja auch mit nur einem EL schwanger werden kann). Und am nächsten Tag während der Visite hat ein anderer Arzt dann auch noch das Wort "Endometriose" in den Mund genommen, was dann doch ein kleiner (ok, größerer) Schock für mich war (u.a. auch, weil es nachmittags zuvor komplett nicht gesagt wurde und eigentlich auch alle davon ausgingen, dass ich das nicht hätte (da keine Schmerzen und regelmäßige Eisprünge)).
Montag war die OP, Donnerstag wurde ich entlassen, Freitag hab ich mir die Krankschreibung meiner FÄ geholt und den Donnerstag darauf hatte ich dann einen Termin bei ihr. Die Wunden waren alle gut am verheilen (was mich echt fasziniert hat, wenn man bedenkt, wie die Blinddarm-OPs vor 20 Jahren bei mir verlaufen sind) und sie hat mit mir die Ergebnisse der OP besprochen und wie man jetzt weiter vorgehen sollte. Es wurde eine Deadline von 6 ÜZ gesetzt und dann würde sie mich an eine Kiwu-Klinik überweisen. Der erste Zyklus nach der OP konnte auch noch genutzt werden (mein ES hatte sich zum Glück nach hinten verschoben) aber Anfang Juli kam dann doch der #drache und hat mich mit voller Härte getroffen, sodass mein Mann und ich entschieden haben, dass wir nach dem dritten ÜZ nach der OP schauen sollten, wie es bei mir seelisch aussieht und die Deadline evtl. nach vorne verlegen würden.
Aber das mussten wir dann nicht da es im zweiten Zyklus nach der OP (20 ÜZ gesamt) dann doch geklappt hatte (und das hat mich wirklich überrascht, da unser Zeitmanagement in dem Zyklus wirklich mies war) und jetzt bin ich in der 16. SSW.

Ich weiß, ich bin auch wieder nur so eine, bei der es endlich mal Erfolg gegeben hatte und auf die man neidisch sein kann (wegen dem Gefühl musst du dich wirklich nicht schlecht fühlen, bei jeder Frau, bei der es länger dauert, ist es vorhanden und ich kann das auch verstehen) aber ich möchte dir mit meiner Geschichte Mut machen und dir die Hoffnung geben, dass es auch bei dir und deinem Mann noch klappen wird.
Ich wünsche dir alles alles Gute für deine weitere Kiwu-Zeit und meine Daumen sind gedrückt (und besonders doll für diesen Zyklus) #klee #herzlich

Liebe Grüße,
junolee

8

Wow, deine Geschichte ist sehr bewegend. Ich ziehe den Hut vor euch, dass ihr das alles durchgestanden habt, das wird sicherlich auch für eure Beziehung nicht leicht gewesen sein. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du eine wundervolle Schwangerschaft hast und ein kerngesundes Baby bekommst. Ihr habt es euch verdient. :-)

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Hey,

hier kommt meine kiwu Geschichte. Wir haben auch letztes Jahr im August angefangen mit unserem Projekt Wunschkind. Aber erst mal nicht gezielt geübt. Doch als ich Anfang Dezember noch nicht schwanger war machte ich mir so langsam meine Gedanken und hab erst mal angefangen meinen Körper kennen zu lernen. Denn ich ging ganz naiv an die Sache ran. Dachte mit Verhütung absetzen und dann werden wir schwanger so läuft das doch oder? #kratz von wegen, ich wurde eines besseren belehrt und weiß heute das es das größte Wunder auf der Welt ist und noch ein viel größeres ein gesundes Kind zur Welt zu bringen.

Im Januar fing ich mit ovus an um überhaupt mal zu wissen das ich Eisprünge habe. Gleichzeitig meldete ich mich hier im Forum an wo ich auch sehr viel gelernt habe. Meine Schwester verkündete im Januar noch das sie zum zweiten Mal schwanger ist. Ich konnte mich nicht freuen wofür ich Mich heute noch schäme. Im Februar ging es zum Fa zur Krebsvorsorge. Der meinte zu mir so schnell wirst du nicht schwanger er vermutete meine Zyklen würden sich Monster mäßig entwickeln und wenn ich in drei Monaten noch nicht schwanger bin dann bekäme ich clomifen.

Ich bin nach Hause und hab erst mal geheult.

Eine Woche später hatte ich schon meinem Eisprung der Geburtstag meines Mannes. Freude riesig. Zwei Wochen später an meinem Geburtstag hielt ich einen positiven Test in den Händen. Freude noch viel größer. Nach nur einmal gezielt sex haben schwanger. Am Ostermontag wollten wir es unseren Eltern sagen leider kam es nicht mehr dazu denn am Ostersamstag setzten die Blutungen ein und ich verlor unser erstes Baby Anfang der 9 ssw.

Es war furchtbar. Die Familie erfuhr es dennoch und es hat mir gut getan darüber zu reden.

Die Zyklen nach der FG waren furchtbar. Ich ging mit der Erwartung ran das es nicht lang dauern kann Bis ich wieder schwanger bin. Doch jeder negative Test zog mich immer weiter runter. Im Juli haben wir standesamtlich geheiratet ich hatte den Kopf voll mit anderen Dingen hab keine ovus benutzt und das Thema mal vergessen. Was soll ich sagen zwei Wochen nach unserer Hochzeit erneut schwanger und das Gefühl diesmal wird alles gut. Doch schon bald begann das ganze von neuem. Ende 5 ssw wieder bauchkrämpfe und Blutungen und alles vorbei. Dieses Mal zog es mir den Boden unter den Füßen weg. Ich hab es nicht mehr so weg stecken können wie das erste mal. Und momentan setze ich mich teilweise auch wieder total unter Druck und komm damit nicht klar das ich eigentlich im November unser erstes Baby auf die Welt gebracht hätte.

Es sind solche und solche Tage. Tage voller Hoffnung und Zuversicht aber auch Tage der Trauer und Verzweiflung. Ich denke das gehört dazu wenn man so etwas mit gemacht hat.

Aber ich glaube ganz fest daran das jeder von uns das größte Glück irgendwann in Händen hält.

Ich wünsche dir alles gute und fand es sehr schön von dir zu hören und deine Geschichte zu lesen.

Liebe Grüße #stern#stern

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Hallo :-) Ja, dieses Gefühl der Trauer und Verzweiflung kenne ich sehr gut. Diese ständige gefühlsachterbahn, vor allem in der Zeit zwischen es und nmt. Das achten auf jeden kleinen Puls, der quer sitzt und die Analyse, ob das vielleicht ein Anzeichen sein könnte...
Ich hatte meinen frühen Abgang bei 5+1, es war noch kein Herzschlag zu erkennen. Und das fiel mir schon echt sehr schwer, zu verarbeiten. Und du musstest das ganze bereits zweimal erleben und auch noch in weitaus fortgeschritteneren Stadien...Das tut mir sehr leid und ich wünsche mir für dich, dass du das nie wieder erleben musst, sondern bald endlich dein kleines, kerngesundes in den Händen halten darfst.

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Danke, das wünsche ich dir auch ganz sehr. Egal wie weit man war ich glaube ab dem Moment wo der ss Test positiv zeigt ist man mit dem Herzen Mutter und möchte das Glück nicht mehr missen.

Ich wünsche dir alles gute #herzlich

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