Kinderwunsch mit Gendefekt und Angststörung?

Hallo, ich habe mal eine Frage an euch.

Ich habe seit meiner Geburt einen Gendefekt (AGS - bekomme deswegen 0.5mg Dexamethason) und leide an einer Angststörung, weswegen ich mich nicht völlig frei in der Welt bewegen kann, da große Plätze und weite Wege Panikattacken auslösen. Jetzt frage ich mich natürlich ob sich sowas überhaupt als Mutter eignet, oder ob ich mir das aus dem Kopf schlagen soll. Ich hätte schon gerne irgendwann ein Kind (bin jetzt 25..habe auch schon Therapien hinter mir, allerdings wird es immer mal besser und wieder schlechter) Außerdem nehme ich Cipralex (Antidepressiva) die ich halt nicht absetzen könnte. Ich nehme zwar nicht viel davon und würde auch noch mit meinem Arzt sprechen, ob das von den Medikamenten her geht, aber ich bin halt so unsicher, ob das alles so gut ist :(

wie seht ihr das? Ging es jemandem ähnlich?

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Hallo,
Ich bin 26 und seit einigen Jahren in Therapie. Ich bin borderlinerin. Nehme ebenfalls Medikamente und habe immer wieder schlimme Episoden.

Ich hatte lange die gleichen Gedanken wie du.

Aber inzwischen habe ich einen Mann der meine Krankheit versteht, mir Kraft gibt und Rückhalt.

Und unser gröster Wunsch ist es, eine Familie zu gründen.

Wir haben viel darüber gesprochen und uns für die Familie entschieden.

Wichtig ist, dass das Kind liebevoll aufwächst. Und es steht nicht in Frage, dass wir unser Kind lieben werden! Außerdem hilft die Gewissheit, dass einem jemand die 'Last' abnehmen kann, wenn es nicht geht!

Ich habe mich dagegen entschieden, mir mein Leben von der Krankheit vorschreiben zu lassen!

Schau mal auf embryotox.de. Da kannst du dich vorab informieren bzgl. deines Medikamentes.

Mit der Erbkrankheit kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

Liebe Grüße

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Dabei liest man hier nur so schlechtes über Borderliner, kenn mich da nicht aus aber was man hier immer so liest....Schön das du dich nicht beherschen lässt viel Glück euch allen.

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Inwiefern was schlechtes?!

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Bedenklich finde ich die Medikamente klär das mal ab, bist du gerade in Behandlung? Wenn ja frag doch deinen Psychologen wie er das ganze sieht. Denke aber nicht das du deshalb eine schlechtere Mutter wärst als andere

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Hallo

Ich bin auch Angst Patientin.Habe aber alkes gut in Griff,ohne Medikamenta.
Bekomme grad mein 6 Kind und wenn du magst schreib mir einfach .......keine Angst du schaffst das ..

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Hallo,

so weit ich weiss, ist AGS ein Gendefekt, der in der Kinderwunschzeit und in der Schwangerschaft besonders behandelt werden muss, damit beim Nachswuchs keine Schäden entstehen. Mein Rat ist deshalb, dass du bald mit einem Spezialisten über deinen Kinderwunsch sprichst!
Auch was deine Medikamente betrifft, sprich mit deinen Ärzten... am besten frühzeitig, denn eine Änderung der Dosis oder das Umstellen auf andere Medikamente ist ein langer Prozess.

Auch andere Mütter haben psychische Erkrankungen... und wie dir eine andere hier schon geantwortet hat, ist es wichtig, dass du als Mama dein Kind auch mal abgeben kannst, wenn du eine schlechte Phase hast. Als Paar könnt ihr ja eine " Strategie" überlegen, wie ihr das dann macht. Vielleicht gibt es ja auch noch eine Oma oder Patentante.

LG und viel Glück

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Hi,

Ja, ich kenne deine Bedenken, erst gestern hatte ich ähnliche, weil ich Traumapatientin bin und letztes Jahr heftige Retrauma Erlebnisse hatte. Seit 7 jahren bin ich in einer Therapie, ich habe gute und schlechte Phasen Und oft heftiges Svv. Aber ich lebe gut, ich gehe geregelt arbeiten, einkaufen, führe halt ein ganz normales Leben (wieder). Ich habe sehr viel Verantwortung und betreuende Aufgaben für 10+ Menschen, bekomme die Ausnahmesituationen alle großteils alleine geregelt und das obwohl ich erst seit 3 Monaten dabei bin. Ich lebe wunderbar!

Mein Mann hat auch so seine Problemchen. Wir haben uns Gedanken gemacht. Aber er wird auch sehr gut betreut und ist medikamentös gut eingestellt. Wir leben wie "normale Menschen" und sind uns der verantwortung usw für ein Kind durchaus bewusst, also warum nicht?

Wenn wir nicht so stabil wären und ich meinem Kind kein normales Leben bieten könnte, würd ich es nicht tun!

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