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Hallo Zora,

das ist eine gute Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt. Ich glaube, den Thread hab ich auch schon gelesen.

Aus dem Kindergarten kann ich nur sagen, dass es Kinder gibt, die in finanziell super gestellten Familien mit großem Haus und Garten leben, und die Eltern arbeiten so viel oder sind so engagiert im Umfeld, dass die Kinder gar nichts von ihnen haben.

Für mich persönlich ist es schlimmer, wenn so ein Kind - weil man es sich finanziell leisten kann - von einem Babysitter/Au pair zum nächsten geschoben wird, täglich in zig Kurse geschickt wird und durchs Gymnasium geprügelt wird, weil man meint, diesen Standard halten zu müssen, obwohl es dem Kind überhaupt nicht entspricht.

Es gibt gerade in finanziell gut situierten Familien auch oft genug Kinder, die weder Geld, noch Zuwendung, noch Kleidung oder Spielzeug wertschätzen können, weil sie das nie gelernt haben.

Es gibt auf der anderen Seite Kinder aus Familien mit wenig Geld oder hohen Schulden, die wie die Flodders aufwachsen, vernachlässigt werden, kaum einen normalen Satz sagen können, in Grob- und Feinmotorik total hinterher hinken und kein Sozialverhalten von ihren Eltern lernen, keine Arbeitshaltung haben...

Meistens sind es aber nicht solche Extreme. Die Eltern, die arbeitslos sind, suchen vielleicht ganz aktiv eine neue Arbeit und bringen ihren Kindern bei, wie wichtig Bildung ist. Ich persönlich kenne kaum Eltern, die nicht das beste für ihre Kinder wollen. Wenn ich ein Kind hätte und arbeitslos wäre, würde mich das doppelt anspornen, mein Leben zu ordnen, eine neue Arbeit zu besorgen, dem Kind ein gutes Vorbild zu sein und ihm etwas bieten zu können...

Es kann schnell gehen, dass man finanzielle Probleme bekommt, gerade wenn man noch nicht so lange an einer Stelle ist oder länger krank ist. Für mich haben auch solche Menschen ein Recht, sich für Kinder zu entscheiden.

Gerade hier in Deutschland hat man ja viele Möglichkeiten, schuldenfrei zu werden und auch mit wenig Geld den Kindern ein gutes Leben zu bieten. Und: Geld ist nicht alles. ;-)

Wichtiger ist für mich, dass sie sich klar machen, dass man sich dann nicht zurücklehnen und jammern darf, wie schlecht es einem geht, sondern dass man das beste daraus macht, sich anstrengt und dem Kind zeigt: es ist egal, wie oft man im Leben hinfällt, man muss nur wieder aufstehen und weiter nach vorne gehen. ;-)

Liebe Grüße Farbe

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Gut geschrieben!

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Wie bei fast allen Fragen bezüglich der Moral gilt in diesem Fall für mich: Das ist Situationsbedingt.

Wie meine Vorschreiberin bereits sagte, gibt es nunmal diese und jene Art von Arbeitslosen. Generell sollte aber jeder das Recht haben, ein (oder zwei oder zehn) Kinder zu bekommen, sofern man sie gut versorgen kann, was bei Arbeitslosigkeit nicht zwangsläufig garantiert ist.

Letztendlich liegt es wohl im Ermessen der Eltern, ob sie sich ein Kind wünschen und zutrauen und in wie fern der Kinderwunsch auch realisierbar ist.

Auf jeden Fall sollten die potentiellen Eltern erst abwiegen, ob es finanziell machbar ist und zumindest der Vater sich so schnell wie möglich um einen Job bemühen.

Letztendlich zeichnen sich gute Eltern aber vor allem durch eine liebevolle, verständnisvolle Erziehung aus und nicht darüber, wie viel Geld die Familie zur Verfügung hat. Solange das Kind gut versorgt werden und aufwachsen kann, sehe ich den finanziellen Aspekt zwar als kleines Manko, aber nicht als Fiasko an.

Zumal letztendlich auch scheinbar abgesicherte Familien in die Arbeitslosigkeit gelangen können und es nunmal keine Garantie gibt.

Liebe Grüßle
Anja

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Nettes Thema!

Ich bin auch arbeitslos und habe 3 Kinder,das 4.leider verloren und bin am hibbeln.Aber ich habe mich bewusst dafür entschieden und möchte nur für die Kinder da sein!Früher war es immer so ,das die Frau zuhause geblieben ist.Das geld ist allerdings wirklich eng und ich habe seit 2 Jahren Nebenjobs und dann gehts.Aber ich hab ne Bekannte gehabt(!),die kriegt das 7.Kind und machts nur des Geldes wegen!

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Wie gesagt es gibt so und so Leute,
aber ich weiß nicht ob ich damit Leben könnte,
bewusst von dem Geld anderer Menschen zu Leben.

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bewusst bitte durch beabsichtigt ersetzen...

Ich bin Lehrerin und habe in der Klasse auch 2 Familien mit 9 Kindern,
wo beide Elternteile von sozialhilfe leben und sicher noch nie arbeiten gewesen waren...

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das ist ne interessante frage. aber ich geb meiner vorrednerin recht: man muss differenzieren ob gewollt oder ungewollt arbeitslos.

generell spricht gegen kinder niemals was! zumindest nicht in deutschland, wenn man alles richtig macht, denn hungern und knausern muss man nicht. ich arbeite im sozialen (betreuung von leuten, die mit ihren geldern nicht umgehen könnten). es ist alles möglich. keine großen sprünge, aber mit disziplin alles weitere...

schandhaft wirds, wenn man kinder aus typischen "mitten im leben"-familien in die welt setzt und sie einfach vorm fernsehr parkt, sich nicht um bildung bemüht, ein kind ne last ist und man eigentlich gar kein bock drauf hat- diese feststellung jedoch erst im nachhinein kommt. denen gönne ich kinder einfach nicht. und davon gibts viel zu viele.

.. es müsste ein system geben, wo das arbeitsamt genau solche scannen kann :D und die kriegen dann keine zulassung fürn kind

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Wie die meisten Mädel, bin ich auch der Meinung das man differenzieren muss zwischen gewollt und ungewollt arbeitslos. Es gibt ja auch genügend Familien die trotz Arbeit an der Armutsgrenze leben.
Jeder hat das Recht Kinder zu bekommen, aber in meinen Augen ist es nicht korrekt ein Kind in die Welt zu setzen, wenn man nichts an seiner Lebenssituation ändern möchte.

Ich könnte mir nicht vorstellen ein Kind zu bekommen, wenn ich nicht in der Lage bin mein Leben ohne staatliche Hilfe zu finanzieren.

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ich kann nur eins dazu schreiben, ich wollte die ganze zeit ein zweites kind, war aber immer voll in arbeit und fand nie den richtigen zeitpunkt, dann bin ich arbeislos geworden und da wusste ich nun ist der richtig moment ein kind zu bekommen! ich wurde auch böse angemacht, aber als ich gearbeitet habe, dachte ich immer oh nun läuft das so gut und auf mein geld verzichten? das ich arbeitslos wurde war "mein" zeichen und ich bin sofort schwanger geworden. ich habe nun zeit für meine kinder und bin mega glücklich darüber! bei meiner grossen bin ich nach 8monaten wieder los arbeiten gewesen und nun genieße ich jeden monent mit meinen kinder!!!
also ja auch arbeitslose dürfen kinder bekommen.

achso, mein mann ist immer arbeiten!

glg

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Ich bin ungewollt arbeitslos und wurde aber gewollt schwanger.

Mein Mann arbeitet, ich bekomme derzeit noch ALG2 und sobald ich den Kita-Platz fest im Sack habe ( plus Eingewöhnungszeit) werde ich mich wieder auf die Suche nach Arbeit machen.

Mein Kind bekommt alles was es braucht, dann spare ich eben an mir und es gibt auch gebraucht schöne Sachen. Außerdem braucht man zum Spielen, singen,tanzen usw. kein Geld. (trotzdem sind auch mal Zoobesuche usw. drin, aber halt seltener)

Ich hab nach meiner Kündigung unzählige Bewerbungsgespräche geführt und wurde meist mit der Begründung : " Naja, dann bekommen sie am Ende ein Kind und wir stehen dann da" abgelehnt. Und ich hatte nunmal den sehnsüchtigen Wunsch nach einem Kind. (hab sogar bis nach der Heirat warten "müssen", wir sind sehr religiös) <--- also mit dem kind, nicht mit dem sex #schein Ich hab es definitiv nicht wegen "nicht arbeiten müssen" oder wegen Geld bekommen.

Jetzt kann ich in Bewerbungsgesprächen guten gewissens sagen, daß erstmal kein weiteres Kind geplant ist. (nicht nur aus diesem Grund, aber das ist der Hauptgrund) Das nächste Kind ist erst geplant, wenn ich eine gesicherte Arbeitsstelle habe.

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In einem Kinderwunschforum stößt du eher auf positive Meinungen...Guck mal bei Finanzen, da kommen schon ganz andere Antworten..

Es ist natürlich korrekt weil es ein natürliches Verlangen des Menschen ist..egal in welcher Situation..und ich finds auch OK.Die Leute die den Finger erheben undnsagen:"nein, Kinder muss man sich leisten können oder man lässt es" hatten weder einen großen unerfüllten Kinderwunsch oder waren einfach noch nicht arm, sprich..sie könnnen sich nicht reinversetzen.

Anna

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Kinder kamen immer schon.Ob im krieg,bei hunger,oder arbeitslosigkeit.Alles kleine geschöpfe gottes.Und wer garantiert einen das wenn man schwanger in arbeit wird oder ein kind hat und arbeitet,das man nicht selbst schnell reinrutschen kann.Wir haben eine cousine,die auch immer meinte man müsse geld verdienen um kinder bekommen zu dürfen.Dann kam eins bei ihr und paar monate später hatte ihr mann ne geliebte und trennte sich von ihr.so.scheidung.von den unterhalt kann man auch nicht wirklich existieren.Und das grosse einkommen war weg,und ihr mutterschaftsgeld war auch nicht die welt.Ist vielleicht ein doofes beispiel,aber es gibt noch genug andere gründe in die arbeitslosigkeit zu fallen.Ich finds traurig das andere dann gleich meinen wie assi man wär,obwohl man die hintergründe nicht kennt.Sie tat mir damals wirklich leid,aber sie ist doch auf einmal extrem menschlicher geworden.ja,ja,das nennt man lebenserfahrungen machen;-)

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Andere Frage.
Dürfen Körperlich eingeschränkte Menschen Kinder Kriegen? JA
Dürfen Schwule und Lesben Kinder bekommen? JA
Dürfen ältere Menschen die das 40 Lebens Jahr überschritten haben Kinder bekommen.?. Um Gottes Willen JA!

Wieso sollen dann nicht auch Arbeitslose Menschen Kinder bekommen?

Ich finde die Frage so Sinnlos wie Diskriminierend.

Wenn man Unterschiede machen müsste dann doch in allen Schichten.

Hauptsache ist doch das es dem Baby (Kind) gut geht und man alles macht und tut das dieses kleine Würmchen ein Wunderschönes und für sich annehmbares Leben hat.

Klar ist es Wichtig genug Essen zu Hause zu haben, auch ist es WIchtig dem Kind was zu ermöglichen aber mal ehrlich. Ich habe noch nie Kinder gesehen die Unglücklich waren weil Mama und Papa mal nicht Arbeiten gehen.

Ich Denke es gibt niemanden das Recht die NATÜRLICHSTE Sache der Welt in darf und darf nicht Paaren auf zu teilen.

Jeder hat ausnahmlos das Recht ein Kind zu bekommen.

LG Maria

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