Hilfe Kinderwunsch aber partner ist unsicher

Hallo alle miteinander !
Bin neu hier und hätte gern Eure Meinung gehört.
Mein Problem ist folgendes:
Ich bin 37J und seit kurzem hat sich der Kinderwunsch bei mir doch verstärkt. Mein Mann(43J) ist allerdings eher unsicher.
Er ist "Einzel-und Scheidungskind" und hat eine "heile Familie" erst kennengelernt, als wir uns vor 10 Jahren kennenlernten.
Ich komme aus einer Großfamilie zwar nur mit einer Schwester aber mit vielen Cousins und Cousinen. Vor 10 Jahren hatte ich es zunächst akzeptiert, daß er keine Kinder wollte, ich habe mir immer 1 - 2 Kinder gewünscht, und jetzt mit 37 J kommt das Thema doch stärker auf. Hoffentlich ist es nicht schon zu spät! Habe vor einem Jahr die Pille abgesetzt, da sie bei mir starke Stimmungsschwankungen auslöste.

Wenn ich versuche das Thema anzusprechen weicht er aus und "versteckt"sich am Computer. Als ich das Thema im Mai im Urlaub angesprochen habe, konnte er mir nicht ausweichen. Er schwankt zwischen 1 - 2 Kindern, bei einem entsprechenden Lottogewinn bis zu 4 Kindern(Spinner ;-)) ). In dem Urlaub hat er mir dann gesagt er sei seit der Sohn seines Cousins( 2 J) auf der Welt sei am Grübeln und würde sich eigendlich auch eine Familie wünschen - warum grübelt er darüber und spricht nicht mit mir darüber ? Dabei hat er mich wirklich verzweifelt angeschaut.
Aber er ist der Meinnung er würde es nervlich nicht schaffen und er wäre nicht sicher ob er ein guter Vater sein würde. Allerdings beweist er mir genau das Gegenteil, wenn er mit seinem Patenkind spielt oder wir bei seinem Cousin zu besuch sind und er mit dessen Sohn spielt und rumtobbt.
Ist das jetzt nur Vorgeschoben weil er die Verantwortung nicht tragen will? Finanziell wäre es machbar mit dem Elterngeld usw.
Wir arbeiten beide, er als Beamter, ich mit 30 Stunden als Erzieherin. Das dürfte also auch nicht das Problem sein
Und mal ganz erlich ich möchte später nicht allein da sitzen und keine Familie haben, weil dann zähle ich die Spinnen an der Wand in der Gummizelle.
Jetzt hat er sich einen "BurnOut" zugezogen. Und in unserer Ehe läuft in sachen Zweisamkeit außer Kuscheln und Knutschen kaum etwas, da fühle ich mich eher von ihm "weggeschubst".Als wir uns kennenlernten war das ganz anders!Viel viel mehr zärtlichkeit und... Vielleicht benötigen wir da auch mal Hilfe vom Profi? Wir haben beide schon beruflichbedingte Burnouts hinter uns.
Könnt Ihr mir etwas raten, was kann ich machen ;-( HIFE wäre hilfreich
Viele liebe Grüsse
jeanie2011

1

huhu,

also ich kann dich mehr als gut verstehen.
du bist 37, die innere uhr tickt.
er ist schon 43.

Bei diesen Zahlen fällt mir nur ein:
worauf will er denn noch warten?

Er ist als Beamter abgesichert.
Du kennst dich mit Kindern aus.
Was will er mehr?

Ich würde mit ihm nochmal ein ernstes Wort reden.
Schließlich werdet ihr nicht jünger
und die Chancen für eine SS nicht besser!

LG und viel #klee,
dass du ihn überzeugt bekommst und nicht unglücklich wirst!

2

Hallo Jeanie,

dein Problem kommt mir ziemlich bekannt vor. Ich habe meinen Freund zwar erst vor 3 Jahren kennen gelernt (nach der Trennung von meinem Ex-Mann war das wunderbar), und wir sind nach wie vor sehr glücklich miteinander, aber bei uns kommt es gerade auch immer häufiger zu der Frage, ob wir ein Kind möchten. ICH möchte, ihm wird das wohl alles zuviel (Verantwortung, Nerven, und alles was dazu gehört). Ich bin 35 und er ist 40. Gerade heute morgen hat er mir noch gesagt, dass er das im Moment noch nicht möchte. Ich frage mich halt auch: wann ist denn der richtige Moment? Ist ja nicht so, dass ich mir auch immer wieder solche Fragen stelle und unsicher bin. Naja, ich werde mich wohl zunächst mal damit abfinden müssen.

Meiner Meinung nach bekommt man immer mehr Zweifel, je älter man wird. Vielleicht ist das vor allem bei Männern so. Man hat sich ja nun auch mal jahrzehntelang daran gewöhnt, dass man keine Kinder hat.... sonntags ausschlafen, keine Entscheidungen treffen müssen, sich nicht kümmern müssen und und und.
Du schreibst auch, dass sich dein Mann ein Burnout zugezogen hat. Ist ja auch eher typisch, wenn man "älter" ist (also nicht mehr Anfang 20). Sowas führt dann sicherlich auch dazu, dass man sich noch mehr überfordert fühlt, wenn man auch noch eine neue Herausforderung (sprich ein Kind) annehmen soll.

Es ist wirklich schwierig, und zu einem Ergebnis oder Lösungsvorschlag komme ich da auch nicht.
Bei mir ist es gerade auch so, dass ich doch auch etwas wütend werde... und auch verletzt bin (warum will er mit mir kein Kind?).
Oder bin ich vielleicht auch nie zufrieden? Ich meine, das, was ich eigentlich immer wollte (eine tolle Partnerschaft), habe ich nun... und jetzt will ich doch mehr. Oder gerade deswegen?? Gehört ein Kind denn immer dazu??

Liebe Grüße,
moni-ca

Top Diskussionen anzeigen