Gerinnungshemmer u. Kortison, 2.ZH

Hi,

ich hatte Dienstag einen Hörsturz und war bei einem HNO Arzt. Der verordnete mir, nach dem sog. Stennert-Schema, Cortison (hohe Stoßdosis (100mg für 2 Tage), dann ausschleichen über 16 Tage hinweg) und einen Gerinnungshemmer (Naf...irgendwas ist der Wirkstoff).
Seine Anamnese war etwas spärlich und ich war vor lauter Gepiepe und Konzentration (um überhaupt zu verstehen was gesprochen wurde, war alles verzerrt und sehr schrill) kaum in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen und wie sonst gezielt nachzufragen.

Jetzt sitz ich hier, die Symptome sind soweit abgeklungen und ich soll nächste Woche zu einer Vertretungsärztin, zur Kontrolle und für die nächste Ration (niedriger dosierter) Kortisontabletten.

Mal ganz davon abgesehen dass mir die Nebenwirkungen der beiden Medikamente auf den Geist gehen und ich in Gedanken schon die Ärztin am bequatschen bin das Ausschleichen zu beschleunigen frage ich mich, wie sich das auf eine eventuell befruchtete Eizelle auswirkt. Ich werd natürlich dort fragen und das mit ihr besprechen nach dem Wochenende, aber momentan ist nirgendwo irgendwer zu erreichen und noch in einer 3. Praxis anrufen und alles nochmal ganz neu schildern mag ich jetzt irgendwie auch nicht...ist ja irgendwie alles noch "ein ungelegtes Ei" sozusagen.

ES sollte die Woche irgendwann gewesen sein (ist der erste Zyklus nach einem Frühabort, kann nicht ganz genau sagen ob und wenn ja sich da was verschoben hat. Fühlt sich aber "normal" an bisher, also 28-30 Tage Zyklus).
NMT wäre ungefähr um den 13.-15. Januar herum. Medikamente soll ich -laut Plan- noch bis zum 15. nehmen.

Ich hab jetzt schon öfter gelesen, dass Frauen im Rahmen von Hormonersatztherapien oder bei Morbus Crohn etc. auch bei Kinderwunsch Cortison nehmen, ja dass es manchmal sogar gegeben wird um eventuell sogar bei der Einnistung zu helfen (Strohhalm sozusagen wenn sonst gar nix anschlägt). Und Gerinnungshemmer nehmen ja auch einige.

Irgendwer Erfahrungen? Ist das schädlich? FG, Missbildungen? Oder besteht die Gefahr eher erst bei einer bereits eingetretenen Schwangerschaft?

Ach menno, da soll man sich schonen und bloß nix tun um Stress zu meiden und hat natürlich viel Zeit um nachzudenken und sich über sowas den Kopf zu zerbrechen. ;-)

LG

alais

1

Naja bei mir war so das ich Prednisolon genommen hatte und Cortison bekam wg. Hautausschlag und ich das Kind das damals so lang ersehnt war leider verloren habe ob Laune der Natur oder eben da die Ärztin sagte ich solle wenn möglich nicht schwanger werden, wer weiß das heute schon wurde ja 10 Wochen später wieder schwanger und bin mittlerweile Mama von 2 gesunden Mädels.

Ja verdammter Teufelskreis, net dran denken, keine falschen Hoffnungen haben etc.

Würd halt echt nen Arzt fragen da ich dir da nicht soweit helfen kann.

4

Hallo,

trotzdem Danke für deine Antwort. Habe auf den anderen Beitrag noch ausführlicher geantwortet, falls du lesen magst.

Ja, ich werd das Montag direkt in die Wege leiten zumal ich ungern mein Immunsystem durch das Kortison geschwächt haben möchte. Die Kinder haben beide beginnende Lungenentzündung /schwere Bronchitis und ich bin eh schon erkältet und es wird momentan eher schlimmer als besser.

LG

alais

2

Hallo,

wegen des Cortisons würde ich mir nicht soo die Gedanken machen, aber wegen der Gerinnungshemmer in jedem Fall.
Ich weiß nicht, was Du genau nimmst, aber klassische Gerinnungshemmer sind Marcumar / Falithrom / Coumadin (Warfarin) (Handelsnamen ähnlicher Wirkstoffe). Diese können beim Kind in bis zu 10% der Fälle zu Missbildungen führen - auch bereits in der 2., 3., 4. Schwangerschaftswoche. Deswegen müssen die meisten Schwangeren mit Gerinnungskrankheiten zu Beginn einer SS (oder teils schon vor Konzeption) auf Heparin-Spritzen umsteigen, die für das Baby nicht so schädlich sind.
Insbesondere das Fali. und das Marcumar (=Phenprocoumon) haben außerdem eine recht lange Halbwertszeit, sodass es auch nachwirkt,wenn man es schon abgesetzt hat.

Ich hoffe, ich habe damit keine Angst gemacht. Ich würde es keinesfalls gegen den ärztlichen Rat einfach absetzen - nur eben noch mehr Infos beim Doc einholen, damit man sinnvoll entscheiden kann.
(Vielleicht ist es ja sogar ein ganz anderer Wirkstoff - wäre dann aber außergewöhnlich.)

Alles Gute!
A.

3

Hallo,

danke für deine Antwort.

Der Wirkstoff ist Naftidrofuryl. Dusodril heißt das Medikament. Ich hab beim Googeln jetzt nichts wirklich aussagekräftiges gefunden...und das es in Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingesetzt werden soll wg. mangelnder Untersuchung heißt ja per se erstmal nichts wirkliches ausser das niemand es an Schwangeren und Stillenden getestet hat.

Nunja, machen kann ich jetzt erstmal eh nicht viel. Abwarten ist wohl die Devise. Mache Montag gleich einen Termin bei der HNO-Ärztin und werd mich erkundigen wie man den ganzen Kram schnell absetzen kann ohne auf "Cold Turkey" zu gehen. Gewirkt hats ja schon soweit (oder war eine Spontanheilung...Wirksamkeit ist ja nicht erwiesen wie ich gelesen habe.) und ich befürchte das Kortison tut mir bezüglich meiner Erkältung (bzw. nahender Bronchitis oder gar Lungenentzündung? Haben meine beiden Kids und ich fang jetzt auch an trocken rumzuhusten) keine guten Dienste. #zitter

Wenigstens hat die Nebenwirkung des Gerinnungshemmers "Appetitlosigkeit" die befürchteten Kortison-Fressattacken aufgehoben ;-).

Ist irgendwie doof, hatte gehofft dass es jetzt im 1. Zyklus nach dem Abort vllt. nochmal fix klappt und dann kommt so ein Sch*ß dazwischen :-[ .

LG

alais

5

Ich nochmal:

Hab nochmal genau gelesen und das Zeug was ich da nehme (übrigens wohl ein Mittel das bei alten Menschen eingesetzt wird...jau, danke, ich werd doch erst noch 30 :-D ) gehört nicht zu der von dir aufgezählten Wirkstoffklasse (Cumarine). Ich hoffe mal der Kram ist "harmloser".
Man findet eher wenig darüber.

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