Junge der Mädchen ;-)

Hallo!

Ich hab mir ja immer meinen Eisprung von diesem Eispurngskalender von Clearblue hier bei Urbia ausrechnen lassen und da steht ja auch, wann ein Mädchen wahrscheinlicher ist und wann ein Junge.
Das ist leider nur die halbe Wahrheit.

Wie ihr vermutlich wisst, ist die Verteilung Junge: Mädchen zur Geburt nicht 1:1 sondern 1,06:1 also mehr Jungs als Mädchen werden geboren. Leider gleicht sich das mit der Zeit auf ein 1:1 Verhältnis, auf Grund einer höheren Sterblichkeit von Jungs, aus.

1954 wurden Wissenschaftler darauf aufmerksam, dass nach dem 2. Weltkrieg mehr Jungs geboren wurden. Es konnte sogar generalisiert werden, dass nach und während größerer Kriege mehr Jungs geboren wurden.
Woran lag das?
Wohlgemerkt: hier geht es nicht darum die Männer zu ersetzen, die im Krieg starben - falsche Generation.
Der Effekt ist auch sehr(!!) eng mit der Kriegszeit verbunden. Also es ist nicht so, dass der Effekt 2-3 Jahren nach Kriegsende noch beobachtbar war.

Nahe liegt die Vermutung, es habe etwas mit dem Testosteron-Spiegel der Männer zu tun. Also wurden Berufsgruppen untersucht, die als sehr männlich gelten und vermutlich mit einem hohen Testosteronspiegel in Zusammenhang stehen.
Z.B. Polizist und Soldat. Die Hypothese bestätigte sich. mänenr in diesen Berufsgruppen hatten signifikant mehr Söhne.
Aber: Männer die in der Untersee arbeiteten und Piloten hatten signifikant mehr MÄDCHEN. #kratz Die Lösung dafür ist recht einfach - der unnatürliche Druck, der bei diesen Berufen auf den Mann wirkt sorgte für ein ungünstiges Spermiogramm #schwimmer

In Israel wurde eine interessante Entdeckung gemacht: Eine jüdische Sekte, die Sex nur zur Fortpflanzung erlaubt, trieb dieses Dogma zur Perfektion.
Der Eisprung der Frau wurde per Temperaturmethode ermittelt und NUR an diesem Tag durfte der mann #sex
Signifikant war hier eine sex ratio von 1,25MÄDCHEN:1Jungen !!

Also lag es doch nicht am Testosteronspiegel?

Indirekt schon. Denn nun kamen Ehepaare auf den Plan:
Es konnte festgestellt werden, dass Ehepaare, die erst kurz mieinander verheiratet waren signifikant mehr Söhne hatten, als Paare, die erst spät Kinder in die Welt setzten.
Wichtig ist hier, dass sich die Paare mit mehr Söhnen kürzer kennen, als die mit mehr Töchtern.

Was hat der Testosteronspiegel mit der Länge der Zweisamkeit zu tun?

Männer mit höherem Testosteronspiegel haben häufiger Sex, als mit einem niedrigerem Spiegel. #aha
Paare, die sich noch nicht so lange kennen, haben häufiger Sex miteinander, als Paare die sich schon lange kennen. #aha

Tja und welche Konsequenzen hat das für mich?
Mein Mann und ich waren nach 2 Jahren NFP so froh endlich mal ohne kondom und ohne Angst Sex haben zu dürfen, dass wir #hicks naja... fleißig waren.

Also häufiger Sex -> eher Junge
geplanter Sex zum Eisprung -> eher Mädchen

Also hat Clearblue absolut unrecht? Denn hier wird die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen vor den Eisprung verlegt und die für einen Jungen genau zum Eisprung. Also das Gegenteil.
#kratz darauf hab ich leider keine Antwort...

Leider kann ich auch keine Quellen angeben, da das gesamte Wissen aus meiner Vorlesung für evolutionäre Grundlagen der Psychologie stammt. Ihr müsst mir halt glauben ;-)

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dazu fällt mir gerade ein, dass sich die theorien von Clearblue und "returning soldiers Effect" evtl miteinander verbinden lassen.

wir wissen ja, dass das spermiogramm von männern, die häufig ihre Spermien "erneuern" ;-) besser aussieht, als von Männern, die sich da nicht so sehr drum "kümmern"...
Da fällt einem doch glatt wieder der Spruch "use it, or loose it" ein.

Im endeffekt hieße das evtl.
Die y-Spermien leben einfach nicht so lange, hat ein Mann selten Sex, wie in der jüdischen Sekte, oder bei dem eingeschliffenem Ehepaar, sterben die ab und es sind nur noch x-Spermien übrig, die ja allgemein etwas zäher sein sollen...
Das ist jetzt aber ne Schlussfolgerung von MIR... #schein

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Hallo,sehr intressant,werde ich mir merken:


Also häufiger Sex -> eher Junge
geplanter Sex zum Eisprung -> eher Mädchen

LG#winke

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